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Mauerpost

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30 Jahre Mauerfall

Berlin, 1988: Julia ist fünfzehn Jahre alt und lebt im Osten der Stadt, direkt an der Mauer. Ihre Nachbarin „Oma Ursel“ vermittelt ihr eine Brieffreundschaft mit der dreizehnjährigen Ines aus Westberlin, Ursels Enkelin. Doch die Brieffreundschaft muss streng geheim bleiben: Julias Vater duldet keine Westkontakte und Ines‘ Mutter will nichts mehr zu tun haben mit dem Staat, aus dem sie einst floh. Brief für Brief kommen Ines und Julia einem großen Familiengeheimnis auf die Spur …

»Der wesentlich rasanter und explizit politisch erzählte, an jugendliche Leser gerichtete Briefroman Mauerpost […] hat mir gezeigt, wie differenziert und spannend die DDR-Geschichte literarisiert werden kann.«

ZEIT (02. Oktober 2019)

ORIGINALAUSGABE
eBook epub (epub), 1 s/w Abbildung
ISBN: 978-3-641-22791-3
Erschienen am  11. Februar 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Eine Brieffreundschaft im geteilten Berlin: Mauerpost

Von: lies-geschichte.de

12.10.2019

ACHTUNG, MÖGLICHERWEISE SPOILER ENTHALTEN! Es ist eine Konstellation, die die Irrwitzigkeit des geteilten Berlins auf Alltagsbasis vor Augen führt: Eine Fünfzehnjärige auf der einen Seite der Mauer. Im Osten Berlins wachsen in ihr die Zweifel an dem System, in dem sie lebt. Da vermittelt die nette Oma Ursel aus ihrem Haus ihr eine Brieffreundschaft nach Westberlin. Ihre Brieffreundin, die dreizehnjährige Ines, ist die Enkelin von Ursel und hat ihre Oma noch nie im Leben gesehen. Erst ist es nur der Reiz des Anderen, der die Mädchen schreiben lässt. Doch schnell merken die beiden, dass sie sich viel mehr zu sagen haben. „Mauerpost“ vereint ihre Geschichte vom geteilten Berlin. Die Geschichte beginnt 1988 und endet am 9. November 1989, so wie es sich für ein Jubiläumsjahr gehört. Die Briefe der Mädchen sind glaubhaft und erzählen nah an der Zielgruppe von allen möglichen Alltagsproblemen: Jungs, Freundschaft, Konflikte mit den Eltern. Julia hat daran zu knabbern, dass ihre beste Freundin Tina mit ihrer Familie einen Ausreiseantrag gestellt hat und deswegen auf das Abstellgleis gestellt wird. Julias streng linientreuer Vater erlaubt ihr nicht mehr, Tina zu besuchen, Julia macht es trotzdem und muss sich vor ihrem Bruder Mirko in Acht nehmen, der sie nur zu gerne verpetzen würde. Ines dagegen hat mit ganz anderen Problemen zu kämpfen. Vom Judo begeistert ist sie eine Außenseiterin in der Schule, wohnt bei ihrem Vater und versteht sich kaum mit ihrer Mutter, die aus dem Osten Berlins kommt, aber ihre Vergangenheit völlig von sich wegschiebt. Schnell wird klar: Hier ruhen Familiengeheimnisse, die dringend aufgeklärt werden müssen. Und so schicken die beiden Mädchen fleißig Briefe hin und her, die Ines’ Großtante Christa im BH über die Grenze schmuggelt. Was hier als kleiner Nervenkitzel beginnt, steigert sich, als die Geheimnisse um Ines‘ Mutter sich immer dichter spinnen und der Kontakt zwischen den Mädchen immer brenzliger wird. Dugaro und Ustorf erzählen eine spannende Geschichte von Ost und West, die viele Details aufgreift und nicht eindimensional wird, sondern auch die guten Seiten eines Lebens in der DDR, die Hoffnung auf schonende Reformen genauso wie auf einen schnellen Wandel erzählt. Verschiedenste Perspektiven kommen zu Wort durch die Menschen, die die Mädchen treffen. Diese Vielschichtigkeit wird durch das ausführliche Glossar am Ende des Buches sowie eine Zeittafel gelungen ergänzt. Ein bisschen schade ist allerdings, dass das Buch an manchen Stellen konstruiert wirkt und nicht voll in der emotionalen Tiefe erreicht.

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Jugendroman mit Tiefgang: Wie die

Von: Nadine / Kitamaus & Schulflöhe

13.09.2019

Julia und Ines sind Brieffreundinnen. Die eine wohnt in Ostberlin, die andere in Westberlin. Zwischen ihnen die Mauer. Wir schreiben das Jahr 1988. Zwei Mädchen gefangen zwischen dem DDR-Regime und einem großen Geheimnis, das die beiden Autorinnen Maike Dugaro und Anne-Ev Ustorf ihren Lesern spannend näher bringen. Lesestoff, wie er Jugendliche begeistert. Und Lesestoff, der zugleich Erwachsene fesselt, die sich noch an die Zeit des Mauerfalls erinnern können und durch Julia und Ines noch einmal ganz nah herangebracht werden. Alles gespickt mit politischem Wissen, so dass die Mauerpost viel Diskussionspotential hat und sich hervorragend als Unterrichtslektüre für die Mittelstufe eignet. Besser als durch Julia und Ines werden die Jugendlichen wohl kaum in die späten 80er hineinversetzt werden können. Die Handlung der "Mauerpost" Wir schreiben das Jahr 1988. Der Handlungsort ist Berlin. Dort wohnen die fünfzehnjährige Julia und die dreizehnjährige Ines. Julia im Osten der Stadt, ganz in der Nähe der Mauer, und Ines in Westberlin. Gäbe es keine Mauer, könnten die Mädchen sich innerhalb weniger Minuten besuchen. So aber starten sie eine geheime Brieffreundschaft, die "Oma Ursel" vermittelt hat. "Oma Ursel" ist die Oma von Ines und wohnt im gleichen Haus wie Julia. Bis auf wenige Eingeweihte darf jedoch niemand von der Brieffreundschaft erfahren. Julias Vater ist gegen Westkontakte und Ines' Mutter, die zuvor in der DDR gewohnt hat, möchte mit der anderen Seite der Mauer nichts mehr zu tun haben. Die Mädchen tauschen sich über ihre Erfahrungen als Schülerinnen, über Jungs und ihre Familien aus. Sie vermitteln einander einen Eindruck davon, wie es ist, auf der jeweils anderen Seite der Mauer zu leben und kommen irgendwann gemeinsam einem großen Familiengeheimnis auf die Spur, das für beide ihr Leben drastisch verändern wird. Das alles in einer Zeit, in der der Mauerfall immer näher rückt... Deshalb spricht die "Mauerpost" auch Erwachsene an Aufgewachsen in Westdeutschland und zum Zeitpunkt des Mauerfalls noch ein Kind, ist die "Mauerpost" ein Buch, das auch vielen Erwachsenen wie mir eine Zeit näherbringt, die man aufgrund des damals noch jungen Alters nie so detailreich mitbekommen hat. Doch die beiden Autorinnen Maike Dugaro und Anne-Ev Ustorf schildern das damalige Berlin aus der Sicht zweier Jugendlicher so eindrucksvoll, dass man sich gleich in die damalige Zeit zurückversetzt fühlt. Ines und Julia sind zwar mit 13 und 15 Jahren noch sehr jung, bekommen aber beide die Auswirkungen des Eisernen Vorhangs hautnah zu spüren. Sie wissen, warum Westkontakte gefährlich sein dürfen, haben großen Respekt vor Mitarbeitern der Stasi und sind durch die Mauer und den Todesstreifen voneinander getrennt. Begrifflichkeiten, die für viele Jugendliche heute weniger bekannt sind, die durch die "Mauerpost" aber nicht nur gut erklärt werden, sondern auch im Kontext der Romanhandlung wieder an Bedeutung gewinnen. Das alles ergänzt durch eine Chronik der Ereignisse, die mit Ende des 2. Weltkrieges beginnt und geschichtliches Wissen so vertieft. Der Briefaustausch der beiden Teenager beginnt im Februar 1988 und zieht die Leser in eine ganz besondere Zeit des politischen Umbruchs. Gerade das macht die "Mauerpost" auch als Unterrichtslektüre so interessant. Denn durch die Einbettung ins Geschehen des Romans werden die politischen Änderungen greifbar. Warum also sollte man auf stumpfes Referieren und Auswendiglernen geschichtlicher Daten setzen, wenn es doch eine Möglichkeit gibt, die damaligen Ereignisse durch die "Mauerpost" für Jugendliche erlebbar zu machen? Schullektüre für die Mittelstufe  Jugendliche zu fesseln, ist in der Mittelstufe oft sehr schwierig. Anders wird das mit der "Mauerpost". Die Vorteile liegen dabei auf der Hand: - Berichtet wird aus der Erfahrungswelt zweier Mädchen, die zu Beginn ihrer Brieffreundschaft 13 und 15 Jahre alt sind. - Begriffe, Personen und Orte, die in der DDR relevant waren, sind in Fettschrift gedruckt und können im Glossar nachgeschlagen werden. - In der "Mauerpost" findet sich eine komplette Chronik des Mauerfalls. Auch eine Berlin-Karte ist mit abgebildet. - Das Buch bietet viel Diskussionspotential. - Jugendliche fiebern mit den Mädchen mit. Deren Schicksal wird stark durch die politischen Geschehnisse beeinflusst und somit authentischer. Kitamaus-Einschätzung Bei der von Maike Dugaro und Anne-Ev Ustorf geschriebenen "Mauerpost" handelt es sich um einen Jugendroman mit Tiefgang, der sich hervorragend für die Besprechung im Schulunterricht eignet.

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Vita

Maike Dugaro (geboren 1977) ist Journalistin, Dozentin und Biographin. Sie war lange als Redakteurin bei GEO.de beschäftigt und schreibt heute freiberuflich Reisetexte und Biographien. Sie unterrichtet Journalismus an der Akademie für Publizistik in Hamburg.

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Anne-Ev Ustorf (geboren 1974) ist Journalistin, Dozentin und Sachbuchautorin. Seit 2003 ist sie als freiberufliche Journalistin mit den Schwerpunkten Psychologie und Bildung tätig. Sie unterrichtet Journalismus an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg.

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Pressestimmen

»Die Autorinnen arbeiten ein wichtiges Kapitel der deutschen Geschichte auf und vermitteln eindrücklich, welche Konsequenzen die Trennung Berlins für einander fremde Menschen sowie Freunde hatte.«

Kölner Stadt-Anzeiger - Magazin (01. März 2019)

»Spannend, informativ und somit lesenswert!«

Eselsohr (01. März 2019)

»Ein wahnsinnig tolles Buch über die Wendezeit.«

»Die Autorinnen schaffen es in Mauerpost, dem Leser die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen in der DDR so nahezubringen, dass es sich echt anfühlt.«

Mein Samstag (23. Februar 2019)

»Das Buch beschönigt nicht, sondern erzählt auch vom Misstrauen [...]. Vor allem aber ist es eine richtig spannende Geschichte über Freundschaft und Familie.«

»Mauerpost greift ein dunkles Kapitel der DDR-Geschichte auf und ist zugleich eine fesselnde Geschichte von Freundschaft, Zusammenhalt und der Sehnsucht nach Freiheit.«

Taschenbuch Magazin (01. Januar 2019)

»Maike Dugaro und Anne-Ev Ustorf wecken Verständnis, Nachdenklichkeit, die Lust zu diskutieren.«

eselsohr (01. Oktober 2019)

»Man (…) hofft und bangt mit den Mädchen, lernt nebenbei viel über ein Stück deutscher Geschichte zwischen 1988 und 1989.«

»Mich hat der Roman sehr berührt und ich glaube, für alle Geschichtslehrer, die mehr als trockenes Faktenwissen vermitteln wollen, ist das eine sehr gute Lektüre.«

»Um Lesern die Zeit [der Wende] nahe zu bringen, eignet sich dieses Buch hervorragend. Absolut empfehlenswert!«

»Ein packendes und spannendes Buch, das mich einfach nicht loslässt und sehr zum Nachdenken angeregt hat.«

»Neben einem spannenden und zutiefst emotionalen Familiengeheimnis wartet das Buch mit sehr vielen geschichtlichen Aspekten auf.«

»Den Autorinnen gelingt ein hoch emotionales, fesselndes Werk, das noch einmal die Zerrissenheit der Menschen in der damaligen Zeit verdeutlicht.«

»Eine wahnsinnig spannende Geschichte von zwei wunderbaren und mutigen Mädchen!«

»Wahnsinnig gut gemacht! Man kann es nicht mehr aus der Hand legen.«