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Mensch 4.0 Frei bleiben in einer digitalen Welt

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-21728-0

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Erschienen:  23.04.2018
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»Ob die digitale Welt uns freier macht, bestimmen wir.« (Alexandra Borchardt)

Die digitale Welt verändert nicht nur Wirtschaft, Politik und Gesellschaft, sie schafft auch einen neuen Menschen. Ständig vernetzt scheint er der Mittelpunkt eines selbst gestalteten Universums zu sein. Tatsächlich aber werden wir manipulierbar, abgelenkt und getrieben. Wie verändern die neuen Technologien unsere Sicht auf die Welt? Können wir mehr mitbestimmen, oder werden wir zu nützlichen Idioten ökonomischer und politischer Interessen? Diesen Fragen geht Alexandra Borchardt in ihrem Buch nach und zeigt: Es ist nötig und auch möglich, die digitale Welt selbstbestimmt zu gestalten.

Alexandra Borchardt (Autorin)

Alexandra Borchardt, Dr., geb. 1966, arbeitet am Reuters Institute for the Study of Journalism an der University of Oxford als Director of Strategic Development. Außerdem ist sie Autorin und Keynote-Speakerin und war mehr als zwei Jahrzehnte lang im tagesaktuellen Journalismus tätig, zuletzt als Chefin vom Dienst bei der Süddeutschen Zeitung.

twitter.com/AlexaBorchardt

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-21728-0

€ 15,99 [D] | CHF 19,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Gütersloher Verlagshaus

NEU
Erschienen:  23.04.2018

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Wo bleibt der Mensch in der digitalen Zukunft?

Von: Inas Bücherkiste Datum: 13.06.2018

inasbuecherkiste.blogspot.de

Dienen uns die Maschinen oder ordnen wir uns ihnen unter?

Früher war Alexandra Borchardt Chefin vom Dienst bei der Süddeutschen Zeitung, heute forscht sie als Director of Strategic Development am Reuters Institute for the Study of Journalism an der University of Oxford. In ihrem neuesten Buch "Mensch 4.0 - Frei bleiben in einer digitalen Welt" geht sie der Frage nach, welches Leben der einzelne Mensch und die Gesellschaft angesichts der fortschreitenden Digitalisierung wahrscheinlich zu erwarten haben.

Immer im Fokus: Chancen und Risiken

Alexandra Borchardt nimmt sich bei ihrer Betrachtung praktisch alle Lebensbereiche des modernen Menschen vor. Die Bandbreite ihres Buchs reicht von Künstlicher Intelligenz über das Verschmelzen der analogen Realität mit der Cyber-Reality, der Manipulationen bei Wahlen, der bedrohten Privatsphäre bis zu Sex mit Robotern. Sie erläutert, inwieweit unser Leben durch Algorithmen gesteuert wird und welche Konsequenzen ein Fortschreiten dieser Entwicklung haben kann. Ist es noch möglich, in einer immer stärker überwachten und gesteuerten Welt Mensch zu sein? Emotional, ideenreich, oft spontan und von Zufällen geleitet? Geht die Aussicht der wachsenden Digitalisierung nicht auch damit einher, dass wir im täglichen Leben einen Gutteil unserer Kreativität abgeben? Algorithmen sind hierbei nicht nur keine Hilfe, sondern sogar eine Bremse: Das, was in sie hinein programmiert worden ist, sind rückwärtsgewandte Erkenntnisse, die die Zwecke, für die sie geschrieben wurden - z. B. Personalauswahl, Reise- oder Buchvorschläge etc. - nur in eine bestimmte Richtung bringen. Von den Versprechungen, die die Pioniere des Internetzeitalters damals gegeben haben, sind nicht nur die positiven Effekte wie die Vereinfachung des Lebens, sondern auch die unerwünschten Nebeneffekte wie z. B. die Datensammelwut der Großkonzerne wie Amazon oder Facebook, die Konzentration auf einige wenige Big Player und deren Marktmacht sowie das langsame Erodieren der Demokratie übrig geblieben. Über allen Überlegungen steht die Frage: Sind wir wirklich noch frei oder längst ein Bestandteil eines riesigen Manipulationsmechanismus'?

Lesen?

Alexandra Borchardt bietet ihren Lesern einen guten Überblick über die Problematik, die die Digitalisierung grundsätzlich mit sich bringt. Es wird jedoch schnell klar, dass sie vor allem befürchtet, dass diese technische Entwicklung bei allen Vorzügen, die sie hat, sich überwiegend zu unserem Nachteil auswirken wird. Das Aussterben ganzer Berufsgruppen von gering qualifizierten Beschäftigten bis zu Akademikern, das von Regierungen betriebene Durchleuchten der eigenen Bevölkerung, Hackerangriffe mit enormem Schadenspotenzial und die Fokussierung auf möglichst hohe Einnahmen für einige wenige Unternehmen haben beinahe dystopischen Charakter. Vieles von dem, was in "Mensch 4.0 - Frei bleiben in einer digitalen Welt" beschrieben wird, ist längst bekannt und wird schon eine ganze Weile diskutiert. Um die Abkehr vom persönlichen Kontakt zu belegen, greift Borchardt mitunter zu Beispielen, die nur schwer nachvollziehbar sind. So zitiert sie beispielsweise die MIT-Psychologin Sherry Tukle, die beklagte, dass immer weniger Studenten in ihre Sprechstunde kommen und ihr lieber perfekt formulierte E-Mails schicken. So könnten sich die Studenten immer seltener als Mensch präsentieren und eine Beziehung zu ihrem Gegenüber aufbauen. Dass die Studenten kein Interesse an langen Wartezeiten auf dem Uni-Flur haben könnten oder ihnen Turkle schlicht nicht sympathisch ist, kam in den Überlegungen nicht vor.
Manche von Borchardts Tipps, die sie teilweise von anderen Fachleuten übernimmt, lesen sich wie aus einem Erziehungsratgeber für Eltern: Smartphonefreie Zonen oder Situationen sollen dazu beitragen, die menschliche Empathie zu trainieren. Dass das Smartphone nicht vor dem real existierenden Menschen, der einem direkt gegenüber sitzt, den Vorrang haben sollte, sollte ein Gebot der Höflichkeit sein, aber muss nicht mehrere Buchseiten füllen. Andere Aussagen sind hingegen berechtigt und wichtig: Die Digitalisierung hat so starke Auswirkungen auf unser Wirtschaftssystem und den Sozialstaat, dass das Verhältnis zwischen Mensch, Kapital und Maschine neu definiert werden muss.
Ich bin unentschlossen, wie ich dieses Buch für mich bewerten soll. Mich hat der Strom an Zitaten gestört, weil Borchardts eigene Ansichten oft so nur unklar dargestellt wurden. In vielen Fällen schien sie sich außerdem trotz des Abwägens von Für und Wider nicht festlegen zu wollen, welche Haltung sie selbst zu dem einen oder anderen Sachverhalt hat. Ich hätte mir häufiger eine klarere Positionierung gewünscht.
Gerade im letzten Kapitel hat sie sich jedoch damit beschäftigt, was wir selbst tun können, um einer ungünstigen Entwicklung der digitalen Welt vorzubeugen.

Machen die neuen Technologien uns freier oder werden wir nur manipuliert, abgelenkt und benutzt?

Von: Yvonnen Datum: 08.06.2018

https://umgebucht.wordpress.com/

Diskussionen über Computer-Algorithmen, das in Kraft treten der Datenschutz Grundverordnung, die Verbreitung von Fake-News und nicht zuletzt der Facebook-Datenskandal, bei dem amerikanische Wähler beeinflusst wurden, rücken derzeit die digitale Welt mehr ins Kreuzfeuer und werfen so manche Frage nach dem Nutzen und den Risiken der Vernetzung und dem immer offeneren Umgang des Einzelnen mit seinen Daten auf. Während ich mich bei mir selbst noch an Zeiten erinnern kann, in denen ich kaum bereit war dem Internet überhaupt meinen Vornamen anzuvertrauen, ertappe ich mich heutzutage gelegentlich dabei, wie ich manchen Programmen und Progrämmchen zweifelhafte Rechte auf meinem Smartphone einräume. Mein Bestreben ist zwar generell, im Internet nur das preiszugeben, zu dem ich auch außerhalb des Internets stehe und angesprochen werden darf, aber dennoch frage ich mich oft, wie viel Offenheit überhaupt angebracht ist und einem selbst gut tut und wann es eher sinnvoll ist, dem Netz die kalte Schulter zu zeigen. Da kam mir dieses Buch gerade recht, um mich etwas intensiver mit der Thematik auseinander zu setzen:

„Ein einfaches „Weiter so“, weil die schöne neue Welt ja so viel Bequemlichkeit, Spaß und Unterhaltung bietet, setzt nicht nur die liberalen, demokratisch organisierten Gesellschaften aufs Spiel, es gefährdet auch die individuellen Freiheitsrechte. Es geht darum, aufzuwachen und zu handeln.“ fordert Alexandra Borchardt in ihrem Buch „Mensch 4.0 – Frei bleiben in einer digitalen Welt“.

Die Autorin geht in dem Buch den Fragen nach, wie die neuen Technologien unsere Möglichkeiten in der Welt und Gesellschaft verändern; ob sie uns freier machen oder uns manipulieren, ablenken und benutzen und ob wir mehr mitbestimmen können oder ob wir zu nützlichen Idioten ökonomischer oder politischer Interessen werden.

Gut verständlich, nachvollziehbar und in flüssigem Schreibstil werden die Themen in den folgenden 8 Kapiteln beleuchtet: Wir sind immer ‚online‘ – Digitalisierung verstehen; Die Technologie verstehen – Wer bestimmt hier eigentlich?; Was ist los in unserem Kopf? – Dichtung und Wahrheit; Privatsphäre – Was gehört uns noch?; Wirtschaften – Die neue Klassengesellschaft; Demokratie – Das Ringen der Kulturen; Beziehungen – Ziemlich viele Freunde; Kleine Philosophie der Freiheit in der digitalen Welt – Das gute Leben.

Als technisch interessierter Mensch war mir vieles von dem, was ich in dem Buch las, zwar bereits bekannt, aber es gab auch einige Kuriositäten und Techniken, von denen ich bislang noch nicht gehört hatte. Gleichzeitig folgte ich nachdenklich den Überlegungen der Autorin und nahm dieses 256 Seiten starke Buch bis zum Schluss immer wieder gern zur Hand. Ich mag es, dass die Technik nicht verteufelt, sondern auch der Fortschritt aufgezeigt wird, den sie für uns Menschen bedeuten kann. So fühlten sich für mich die Themen gut beleuchtet an. Alexandra Borchardt informiert, gibt zu bedenken und philosophiert über Zukünftiges. So kann das Buch zur Orientierung und als Einstieg in diese Thematik dienen. Wer jedoch eine Anleitung oder eine Art Wegweiser erwartet, was er im Internet zu tun oder zu lassen hat um frei zu bleiben, dürfte mit diesem Buch enttäuscht werden. Mich hat das Buch mit einem mulmigen Gefühl in der Magengegend zurückgelassen, weil dringend Wachsamkeit und Vorsicht geboten ist, wenn man negative Tendenzen erkennen und gegensteuern möchte. Denn letzten Endes muss jeder die Verantwortung für sein Handeln selbst tragen.

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