Mensch, Adolf

Das Hitler-Bild der Deutschen seit 1945

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Das Hitler-Bild der Deutschen in den letzten 70 Jahren

Mensch, Adolf! 70 Jahre nach seinem Tod ist Hitler allgegenwärtig. Eine Kultfigur der anderen Art. Ein Untoter, mit dem sich deutsche Lebenslügen und Opfermythen verbinden. Einsetzbar im innenpolitischen Streit und in außenpolitischen Strategien. Rolf Rietzler nimmt Hitlers Präsenz nicht nur bei den Nostalgikern wahr, sondern untersucht die Hitler-Manie in allen Teilen der Gesellschaft. Mit scharfzüngigem Furor folgt er dem »Führer« und den Macharten, die in immer neuen Büchern, Filmen und in der Forschung das Bild entstehen ließen, mit dem die Deutschen ihre NS-Vergangenheit zu schönen suchen. In den Medien ist er längst eine Marke. Ob als hassgeliebter Superstar in TV-Serien, ob als Kriegsherr oder »privat« auf dem Berghof – man möchte ihn los sein und zugleich behalten. Eine Bestandsaufnahme, die zeigt, wie »Deutschlands Größter« nicht klein zu kriegen ist.

„Rolf Rietzler hat mit Mensch, Adolf eine Abrechnung geschrieben. Die Deutschen haben ein schiefes Verhältnis zu ihrer Vergangenheit. Ein lesenswertes Buch.“

mdr „artour“ / 3sat „Kulturzeit“ (07. März 2016)

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ISBN: 978-3-641-17345-6
Erschienen am  08. Februar 2016
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Endlich eine kompetente, faktenreiche Verdrängungskritik

Von: Michael Nehls aus Berlin

06.07.2019

Als im Februar 1949 Geborener mit nazistischem Großvater, den ich nie kennenlernen konnte, da er 1945 von den Sowjets als SA-Mitglied und Polizist in Berlin arretiert wurde, über dessen Vergangenheit in der Familie geschwiegen und verleugnet wurde, treibt mich mein ganzes Leben die nicht erfolgreiche sogenannte Vergangenheitsbewältigung bis heute um. Die für mich angesichts der eigentlich trotz der vielen Dokumentationen stattfindenden Vergangenheits-Verdrängung findet in diesem Buch endlich eine intensive Quelle, die mir mein Gefühl mit Fakten und personalen Zuschreibungen als zumindest nicht unrichtig belegt. Leider ist dies gerade heute aktuell sehr wichtig, da nach 75 Jahren - also nach zwei Generationen - in und im Schatten der AfD und anderer sich organisierender Gruppen in erschreckender Art und Weise der Ungeist wieder belebt zeigt, der in eben diesen Jahren im geistigen Tief- und Untergrund überlebt hat, weil eine allgemeine Aufklärung, Demokratisierung und echte Bewältigung nicht stattfand ! Rolf Richter hat sich damit verdient gemacht und sein abbuchen sollte Pflichtlektüre in allen Schulformen werden !

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Vita

Rolf Rietzler

ROLF RIETZLER, 1941 in Lindau (Bodensee) geboren, lebt in Hamburg. Er war Chemie-Arbeiter, Gerichtsprotokollant und Taxifahrer und studierte gründlich querbeet. Er saß bei dem Historiker Fritz Fischer im Doktorandenseminar und publizierte wissenschaftliche Aufsätze sowie ein 500-Seiten-Werk über den Nationalsozialismus in Schleswig-Holstein. 20 Jahre war er Redakteur beim SPIEGEL und leitete das Serienressort. Spezialgebiet: Zeitgeschichte.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

„Rolf Rietzler stöbert in allen Winkeln der Erinnerungslandschaft, um den Anspruch der Deutschen, sich ihrer Vergangenheit zu stellen und als schonungslose Aufklärer aufzutreten, als selbstgefällige Geschichtsinterpretation zu entlarven.“

Deutschlandfunk „Andruck“ (07. März 2016)

„Rietzler zieht aus der Repräsentation Hitlers in den Medien Schlüsse über den Zustand der politischen Kultur in Deutschland. Gerade in der aktuellen Auseinandersetzung ist Rietzlers Buch eine hilfreiche Ergänzung der Debatte.“

Deutschlandradio Kultur (16. März 2016)

„Rolf Rietzler schreibt temperamentvoll und subjektiv, böse und kritisch, auch der der eigenen Zunft gegenüber. Es geht um nichts weniger als die Bilanz von Jahrzehnten deutscher Mentalitätsgeschichte.“

CulturMag (01. April 2016)