Missgeschicke der Evolution

Warum Sie diese Tiere trotzdem lieben sollten

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Die Geschichte der Evolution – so spannend erzählt wie ein Krimi.

Wie pflanzen sich Spinnen fort, und warum ist das Urzeitpferdchen noch nicht ausgestorben?

Im Zuge der Evolution haben sich unzählige skurrile Tierarten entwickelt, von deren Existenz die meisten Menschen nichts wissen. Und natürlich gibt es auch viele Tiere, die zwar gemeinhin bekannt sind, mit denen sich aber nur die Wenigsten näher befassen möchten.

Die promovierte Biologin Lisa Signorile stellt 37 bemerkenswerte Arten vor, von Insekten über Reptilien und Vögeln bis hin zu Säugetieren, und wartet dabei mit beeindruckenden Erkenntnissen, spannenden Geschichten und unvermuteten Überraschungen auf: Begeben Sie sich geschrumpft in ihr eigenes Bett, wo Sie sich Auge in Auge einer Hausstaubmilbe gegenübersehen. Lernen Sie echte Vampire kennen, gewinnen Sie winzige Beutelratten lieb, die wie Äffchen aussehen, und staunen Sie über Elysia, ein Mischwesen aus Schnecke und Pflanze.


Aus dem Italienischen von Franziska Kristen
Originaltitel: L'Orologiaio Miope
Originalverlag: Codice Edizioni
eBook epub (epub)
mit zahlreichen farb. Illus.
ISBN: 978-3-641-12585-1
Erschienen am  27. Oktober 2014
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Name ist Programm - sehr seltsame und skurrile Tiere. Wissen gut vermittelt

Von: MermaidKathi

04.04.2020

Meine Empfehlung/ Mein Fazit: Das Buch gefällt mir sehr gut! Es ist eine Mischung zwischen witzig und lehrreich. Die Biologin erzählt mit sehr viel Witz über die 37 Arten. Von winzig kleinen mikroskopischen Tieren bis zu großen, wie Pferde, ist alles zu finden. Quer durch das ganze Tierreich. Nur einige waren mir (trotz meines Biologiestudiums) bekannt. Man lernt unglaublich viel in diesem Buch! Es gibt unglaublich faszinierende und sehr skurrile Tiere. Das Buch ist außerdem sehr zoologisch und voller Biowissen. Auch oft komplex und trotz der Auflockerung anstrengend zu lesen. Mehr als 3 Kapitel zu lesen ist schon zu viel, weshalb man etwas mühevoll und langsam durch das Buch kommt. Trotzdem ist der Schreibstil echt super und die wissenschaftlichen Wörter werden immer direkt erklärt. Es ist auch total egal in welcher Kapitelreihenfolge man das Buch liest. Jedes Kapitel ist wie eine abschließende Geschichte und das jeweilige Tier damit abgehackt. Wegen der großen Wissenslast und des Schreibstils empfehle ich das Buch eher Älteren. Frühestens mit 14 Jahren sollte man sich dieses Buch anschauen, da es doch auch sehr wissenschaftlich ist. Das Buch bekommt von mir, wegen der Idee, dem Wissen und der fantastischen uns witzigen Aufarbeitung 5 von 5 Sternen. Über das Buch: Die Biologin Lisa Signorile stellt in diesem Buch aus dem Bassermann-Verlag 37 eher unbekannte Tierarten vor. Quer durch das ganze Tierreich. Dabei beschäftigt sich jedes Kapitel mit einer Tierart (in 4 bis 12 Seiten). Die Kapitel sind in dich geschlossen und somit kann man die Lese-Reihenfolge selber bestimmen. Außerdem gibt es tolle Zeichnungen der Tiere, was es leichter macht sie uns vorzustellen. Eingeteilt werden die Kapitel nochmal in Grundteile: 1) Die Evolution ist kein Festschmaus: Anpassung an Extrembedingungen 2) Das Monster in uns: Einige Beispiele für Parasitismus 3) Die Schönen und Verdammten: Säugetiere am Rande des Aussterbens 4) Wenn der kurzsichtige Uhrmacher seine Späße treibt: Außergewöhnliche evolutionäre Anpassungen 5) Die Giftmischer Das Buch enthält viel Wissen und es wurde wissenschaftliche Literatur als Vorlage verwendet. Das Buch ist von 2014, dementsprechend sind manche Teile heute vielleicht nicht mehr ganz aktuell und es gibt neuere Erkenntnisse. Meine Meinung zu dem Buch: Das Buch ist sehr wissenschaftlich und die Tiere werden mit Lebensraum, Verhalten usw. vorgestellt. Aber durch den witzigen Schreibstil mit den eigenen Meinungen und Kommentaren wird das Ganze aufgelockert. Dadurch wird es viel Interessanter und das Wissen kann besser aufgenommen werden. Einige Kapitel sind spannend geschrieben, andere witzig und wieder andere nur staunend. Jedes Kapitel steht für eine Tierart, was ich sehr gut finde. Bei vielen wird außerdem der Stand im Stammbaum näher gebraucht und Verwandtschaftsverhältnisse erklärt. Für Nicht-Biologen erklärt sie außerdem die ganzen Fachbegriffe, was das Lesen leichter macht. Mir gefällt das Buch sehr gut und ich finde es toll, dass man nochmal die Vielfältigkeit der Tierwelt kennenlernt. Das Buch hat außerdem tolle Zeichnungen der Tiere. Einige Tiere waren mir bereits aus meinem Studium bekannt (wie die Bärtierchen oder die giftigen Säugetiere, wobei dieser Teil nicht mehr aktuell ist. Es werden 2 Taxa mit giftigen Säugetieren beschrieben, aber inzwischen sind 4 Taxa bekannt, in denen es giftige Säugetiere gibt), andere Tiere kannte ich noch nicht. Es gibt viele fantastische, gruselige und merkwürdige Tiere, die vorgestellt werden. Mir gefällt die Idee sehr gut, der Schreibstil ist toll und auflockernd und das Buch voller Wissen. Obwohl der Schreibstil echt super ist, finde ich, ist es anstrengend lange an diesem Buch zu lesen. Nach spätestens 3 Kapiteln wird es anstrengend und man muss eine Pause einlegen. Aus diesem Grund habe ich auch ziemlich lange gebraucht, um das Buch mit den etwa 350 Seiten, durchzulesen. Aber das Buch verdient absolut die 5 Sterne! Meine Meinung zum Cover: Das Cover ist sehr schlicht gehalten und weist damit schon einmal darauf hin, dass es eher ein Wissensbuch ist. Mir gefällt es sehr gut, vor allem, weil sowohl auf der Vorderseite, als auch auf der Rückseite einige der Tiere vorkommen, die vorgestellt werden. Der Buchrücken ist aber ziemlich unspektakulär und langweilig. Der Titel- und Untertitel- passt perfekt zum Buch! Das Aussehen des Buches passt sehr gut zum Inhalt. Somit ist es perfekt. Viel Spaß mit dem Buch und in der Welt der „seltsamsten Tiere“. Eure MermaidKathi

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Von Magenfüßlern und stachellosen Igeln

Von: C. Widmann

26.07.2017

"Missgeschicke der Evolution" - der Titel passt nicht annähernd zum Buch. Schuld ist die Übersetzung. Lisa Signorile nennt ihr Werk "L'Orologiaio Miope" - der kurzsichtige Uhrmacher, entstanden aus ihrem gleichnamigen Blog. Es geht um bizarre Tierchen, keineswegs Missgeschicke des Schöpfers, sondern die Ergebnisse einer langen Evolution. Perfekt angepasst an ihre Umwelt, und deshalb teilweise ... nun, schräg. Zum Beispiel die Asselspinnen, die ihren Magen in die Beine verlegt haben. Lisa Signoriles erstes Buch lebt von dem, was sie selbst als "Katzenkadaver-Effekt" bezeichnet: Wir mögen uns vor bestimmten Tieren ekeln, gleichzeitig aber faszinieren sie uns. Daheim im sicheren Wohnzimmer, auf sauberen Buchseiten, lese ich gerne von grünblütigen Kriechtieren, ameisenköpfenden Fliegen und gruseligen Parasiten. Zwischendurch gibt es eine niedliche Maus, die bei Wind unter der Erde bleiben muss, weil sie sonst auf ihren riesigen Ohren davonflöge. Und wer hätte gedacht, dass es Säugetiere gibt, die wie die Ameisen in einem Bau zusammenleben, mit kleinen Arbeiterinnen und einer riesigen Königin, die als einzige Junge bekommt? Selten, bizarr, leider oft vom Aussterben bedroht - Lisa Signorile hat eine Reihe wirklich außergewöhnlicher Tiere für uns beschrieben. Genau wie ihr anderes Werk, "So macht es das Krokodil", liest sich das Buch vom blinden Uhrmacher kurzweilig und aufschlussreich. Ein Loblied auf die Vielfalt einer Tierwelt, von der wir immer noch viel zu wenig wissen.

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Vita

Lisa Signorile

Lisa Signorile hat nach ihrem Diplom in Biologie und einer Laufbahn als Biochemikerin an verschiedenen Orten der Welt gearbeitet, um Lurche umzusiedeln oder tropische Mäuse zu zählen. Zurzeit lebt sie in London, wo sie sich mit Populationsgenetik beschäftigt.

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