Moody Bitches

Die Wahrheit über die Pillen, die wir nehmen, den Schlaf, der uns fehlt, den Sex, den wir vermissen, und was uns wirklich verrückt macht

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Das ganzheitliche Standardwerk der New Yorker Kult-Psychologin

Liebe das Biest in dir mit allen seinen Launen! Das ist die zentrale Botschaft der Psychiaterin Julie Holland und ihres Handbuchs für Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs. Stimmungsschwankungen, Sexprobleme, Erschöpfung, Schlaflosigkeit: Frauen gelten als zickig und unberechenbar. Holland warnt Frauen davor, ihre vermeintlichen Defizite zu therapieren, um allzeit perfekt zu funktionieren - als Karrierefrau und Geliebte, als Mutter und Freundin. Im Gegenteil. Frauen können nur gesund und glücklich werden, wenn sie akzeptieren, dass diese in der weiblichen Körperchemie und im weiblichen Gehirn begründeten Schwankungen gut und sinnvoll sind. Die erfahrene Therapeutin rät dringend davon ab, durch Medikamente diese Aufs und Abs einzuebnen. Nur wenn Frauen ihre Emotionen - das heißt, die Moody Bitch in sich - pflegen und als Quelle ihrer besonderen Fähigkeiten erkennen, werden sie mit sich und ihrer Welt in Einklang leben können.

»Eine medizinisch fundierte Ermunterung, wieder mehr auf sich selbst zu hören.«

Myself (03. Mai 2017)

Aus dem Amerikanischen von Andrea Stumpf, Gabriele Werbeck
Originaltitel: Moody Bitches
Originalverlag: Penguin Press, New York 2015
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-16036-4
Erschienen am  09. Mai 2017
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Umfangreicher Überblick über Frauengesundheit. Beim Lesen skeptisch bleiben.

Von: Virginie Storm

30.09.2019

Das Buch war mir wegen des frechen Covers aufgefallen. Trotz der knalligen Aufmachung verbirgt sich hinter dem Buchdeckel ein gut recherchierter Inhalt mit Fallbeispielen und vielen Verweisen zu Studien. Laut Einleitung ist die Autorin Julie Holland Psychiaterin und hat sich intensiv mit der Wirkung von Medikamenten auf das Gehirn befasst. Außerdem hat sie Bücher über MDMA und Cannabis geschrieben. Zu Beginn kritisiert die Autorin die Pharmaindustrie und weist daraufhin, dass sinnvolle Symptome wie Schlaflosigkeit und Angst keine Krankheiten ansich sind, die zwingend mit Tabletten behandelt werden müssen. Sie schildert ausführlich, welche Nachteile Antidepressiva auf den Körper, die Emotionen und die Sexualität haben können. Folgende Themen spricht Holland in ihrem Buch an: Emotionen im Monatszyklus, Veränderungen im Körper durch die Mutterschaft, Liebe und Sexualität, die Perimenopause, Wirkung des Essens auf unsere Stimmung und die Gesundheit, die Bedeutung von Schlaf und dem Jahreszyklus, Bewegung und Meditation. Die Psychiaterin führt viele Gegebenheiten auf die hormonellen Zyklen im Körper der Frau zurück, erwähnt aber auch, dass die kulturell unterschiedliche Erziehung von Männern und Frauen Mitursache für Sensibilität und Emotionalität sein können. Es ist schließlich nicht immer gern gesehen, dass Frauen ihren Unmut äußern. Durch Östrogen seien Frauen kooperativer eingestellt. Sinke dann der Spiegel des Hormons zum Ende des Zyklus, werde die Frau empfindlicher und kritischer. Die Autorin führt dies darauf zurück, dass die Frau vor dem Eisprung hormonell bedingt freundlicher reagiere, um einen potentiellen Vater anzuziehen. Zum Ende des Zyklus dagegen, versuche sie ihre Umgebung so einzurichten, wie es ihr und ihrem Kind gut tun würde, um alles den nächsten Eisprung zu optimieren. Wie auch immer man zu dieser rein biologischen Interpretation steht, die Hormonschwankungen sind eine Tatsache, ebenso wie kulturelle Prägungen. Warum nicht einfach mal ein Zyklustagebuch schreiben und selbst beobachten, wie man sich im Laufe des Monats fühlt? Gut gefallen hat mit die Einstellung, dass unsere Emotionen wichtig sind und beachtet werden sollten. Kritik: Was ich nicht sinnvoll finde, ist die Empfehlung von Vibratoren, da diese auf die Dauer desensibilisieren. Außerdem war ich irritiert über die Anpreisung von Hormonersatz-Therapien, nachdem die Autorin sich vorher gegen Medikamente ausgesprochen hatte. Zudem kennt Holland sich offensichtlich sehr gut mit Cannabis aus und verspricht sich eine Menge von dieser Pflanze. Sie schreibt von Einweggeschirr aus Hanf (statt Plastik) und Hanfsamen als Nährstofflieferant und Kiffen zur Beruhigung. Es hinterließ bei mir fast den Eindruck einer Werbeveranstaltung. Vor allem, weil sie nicht darauf hingewiesen hat, dass das Rauchen ja seine Gefahren nicht verliert, nur weil man statt Zigaretten Joints anzündet. Für mich war das Buch eine gute Zusammenfassung. Veles hatte ich schon an anderer Stelle gelesen; z.B. warum man spät abends nicht mehr vor einem Bildschirm sitzen sollte. Die Autorin erläutert ausführlich die Zusammenhänge zwischen Hormonen, Schlaf, Ernährung und Emotionen. Ein Eingriff in dieses empfindliche Gleichgewicht kann weitreichende Folgen haben und sollte gut überlegt sein. Die Hinweise zu mehr Schlaf, gesünderer Ernährung, Entspannung und Bewegung sind nichts Neues. Aber in diesem ausführlichen Darstellung wird die Relevanz nochmal deutlicher sichtbar. Fazit: Eingeschränkte Empfehlung. Dieses Buch könnte für Leserinnen interessant sein, die sich mit dem Thema bisher wenig beschäftigt haben und einen Überblick wünschen und solchen, die sich über die Nachteile von Antidepressiva, Schlaftabletten u.a. und mögliche Alternativen informieren möchten.

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Wir sind herrlich launische Superfrauen

Von: Littlewoodstar

20.11.2018

Als ich das Buch von Julie Holland zum ersten Mal in den Händen hielt, hatte ich meine Zweifel, ob ich es denn „komplett“ lesen werde. Ein über 500 Seiten starkes Sachbuch! Uff… Ich denke, das habe ich bisher noch nie geschafft. Ein Vorteil, dass ich das Buch online bestellt habe und mich die Seitenzahl dann überrascht hat. In einer Buchhandlung hätte mich das wohl abgeschreckt. Allerdings fand ich das Thema wirklich sehr spannend und hatte die Vorahnung, dass einige Kapitel ein paar ganz interessante Erkenntnisse bringen könnten. Und wie so oft, kam es anders… Tatsächlich habe ich das GANZE Buch gelesen. Alle 544 Seiten. Naja… fast. Die letzten 160 Seiten sind Referenzen, Register, ein Glossar und ein Arzneiverzeichnis. Somit bleiben nur gut 350 Seiten zum „richtig“ lesen. Und diese sind absolut kurzweilig und durchgehend sehr interessant. Worum geht’s jetzt eigentlich? Was mir von Anfang an sehr gut gefallen hat, ist, dass hier eine Expertin zu Wort kommt. Julie Holland ist Ärztin – sie weiß wovon sie spricht und erzählt keine Geschichten von Wundermitteln. Ihr Ansatz ist ehrlich und pragmatisch. Die Wahrheit ist manchmal unbequem. Zum Beispiel, wenn sie provokativ sagt, dass viele von uns lieber zu Medikamenten greifen als Sport zu machen. Antidepressiva und Schmerzmittel werden allzu leicht verschrieben und erfreuen sich fragwürdiger Beliebtheit. Julie Holland bietet keine Allheilmittel – aber sie räumt mit so mancher schwachsinnigen Theorie auf, die sich dahergelaufene Möchtegern-Gesundheitsspezialisten zunutze machen und jedem, der es sich leisten kann, irgendwelche Halbwahrheiten verkaufen. Noch schlimmer kommt es, wenn auch Ärzte nicht mehr fachgerecht beurteilen ob eine Medikation oder doch einfach etwas mehr Wissen und Verständnis für den eigenen Körper angebracht wären. Oder umgekehrt, wenn ernstzunehmende Warnsignale nicht erkannt werden und gewinnbringende Heilmittel anstatt ehrlicher Medikamente verschrieben werden. Besonders anfällig (oder aus anderer Sicht – besonders lukrativ) für all diese schmerzhaft teuren Therapien sind Frauen. Jeder gute Geschäftsmann weiß, überzeuge die Frau und du bekommst das Geld. Menschen haben Launen – und das nicht ohne Grund! Wer seinen Körper versteht und seiner Gesundheit einen Platz im Alltag einräumt, wird plötzlich herausfinden woran es wirklich mangelt – oder eben nicht mangelt. Bereits am Beginn des Buches schreibt Holland: „… Wir träumen davon, perfekt zu sein; wir tun so, als würde uns das mühelos gelingen, aber wir waren nie für so ein statisches Leben bestimmt. Von Natur aus sind wir dynamisch, zyklisch und launisch. Ja, wir sind launisch, und das ist keine Schwäche, sondern eine Stärke. …“ Im Laufe der verschiedenen Kapitel wird klar, was damit gemeint ist und wieviel uns unser Körper erklären und helfen kann, wenn wir nur zuhören und auf ihn eingehen. Ein besseres Gefühl für unsere Gesundheit und unseren Körper kann uns in allen Lebenslagen helfen. Egal ob im Beruf, beim Sport oder in zwischenmenschlichen Beziehungen – die richtige Balance für uns zu finden, kann viele Probleme entwaffnen oder sie gar nicht erst zu Problemen werden lassen.

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Vita

Julie Holland, betreibt seit über 20 Jahren eine Psychiatrische Praxis in Manhattan. Sie ist Expertin für die Auswirkungen von Medikamenten auf das Gehirn und ist regelmäßig als medizinische Referentin in der Today Show und in CNN zu Gast. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in Harlem Valley, New York.

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