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Muttergefühle. Gesamtausgabe.

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-06346-7

Erschienen: 26.09.2011
Dieser Titel ist lieferbar.

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Zwischen Glück und Frust: das ehrlichste Buch über alles, was Mütter fühlen

Es ist riskant, eine perfekte Mutter sein zu wollen; noch riskanter ist allerdings der Versuch, keine perfekte Mutter zu sein – und dies auch noch zuzugeben. Rike Drust liebt ihren kleinen Sohn und ist doch manchmal erleichtert, wenn er weg ist. Sie kennt überwältigende Glücksgefühle, wenn er sie anlächelt, und sie kennt Langeweile, Einsamkeit und Verbitterung, wenn alle anderen zur Arbeit gehen, toll aussehen, frei über ihre Zeit verfügen. Muttergefühle sind so. Widersprüchlich, zu groß und zu vielfältig für jede Schublade, zu persönlich und elementar, um be- oder verurteilt zu werden. Doch zum Muttersein hat fast jeder etwas zu sagen, über die Köpfe der Mütter hinweg, die sich oft nicht trauen, offen über ihre Gefühle zu sprechen, weil sie den Hochglanzbildern nicht entsprechen. Rike Drust will mit ihrer »Gefühls-Gesamtausgabe« Frauen Mut machen, zu allen Aspekten des Mutterseins zu stehen und sich gegen Belehrungen oder Anfeindungen zu verwahren.

Rike Drust (Autorin)

Rike Drust ist Werbetexterin (als welche sie u.a. mit dem Golden Award von Montreux ausgezeichnet wurde) und schreibt für diverse Magazine wie Missy Magazine und Sleaze zu Themen wie Popkultur, Musik, Geschlechterforschung und allem, was mit Mutterschaft zu tun hat.

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-06346-7

€ 11,99 [D] | CHF 14,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: C. Bertelsmann

Erschienen: 26.09.2011

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Paperback)

Rezension: Muttergefühle. Gesamtausgabe

Von: Vereinbarkeitsblog Datum: 25.08.2015

www.vereinbarkeitsblog.de

Rike Drust beschreibt in ihrem Buch „Muttergefühle. Gesamtausgabe“ ungeschminkt , was es für sie bedeutet, Mutter zu sein. Dabei geht es um das überschäumende Glück genauso wie um Schuldgefühle und Neid auf den Partner. Damit ist ihr eine spannende Lektüre gelungen, der uns einen umfassenden Einblick in das Leben vieler Mütter gibt.
Gesamtausgabe?

Das Buch ist sehr persönlich gehalten und das ist auch gut so. Denn meiner Meinung nach ist der Titel eher irreführend. Denn es handelt sich hierbei vielleicht um die Gesamtausgabe der Muttergefühle der Autorin (was ich aber auch bezweifle, denn seit ich Mutter bin, haben sich immer wieder neue Gefühle eingestellt). Aber es ist mit Sicherheit keine Gesamtausgabe aller Muttergefühle. Denn die sind genauso verschieden wie jede Mutter und jedes Kind. Und sie verändern sich mit jedem Kind und mit jeder Altersstufe.

Mir gefällt die Ehrlichkeit, mit der Rike Drust ihre Gefühle und Erfahrungen beschreibt. Dabei schreibt sie am Ende jeden Kapitels auf, was ihr in der jeweiligen Situation hilft und welche Strategien sie verfolgt, um damit umzugehen.

Mir gefällt aber auch die offene Haltung der Autorin anderen Müttern gegenüber. Denn sie wendet sich konsequent gegen mütterliche Grabenkämpfe und vertritt die Haltung, dass jede Mutter ihren eingenen Weg finden muss.

Mir gefällt vor allem die konsequent feministische Grundhaltung, die den Vater ebenfalls in den Blick und die Pflicht nimmt und auch ganz klar Position zu den immer noch herrschenden Schwierigkeiten bezieht, die Vereinbarkeit kompliziert machen.

Natürlich hat sich bei der Lektüre auch Widerspruch bei mir geregt, denn es gibt einige Themen, die ich anders sehe, als die Autorin. Hier unterscheiden sich unsere Muttergefühle voneinander. Aber das ist ok, denn Muttergefühle sind ja wie gesagt individuell.

Mir jedenfalls hat das Buch gut gefallen und ich habe es gerne gelesen (übrigens meist, während ich meinen kleinen Sohn in den Schlaf begleitet habe). Daher kann ich es nur empfehlen.

Rike Drust: Muttergefühle. Gesamtausgabe, München 2011

Einfach ehrlich und ehrlich gut

Von: Eva-Maria Obermann Datum: 23.08.2015

In Muttergefühle berichtet Rike Drust als Autorin und Erzählerin von der Geburt ihres Sohnes und der neuen Zuschreibung als Mutter, der sie sich gegenüber sah. Zwischen Himmelhochjauchzend und Zutodebetrübt ist da alles dabei. Und immer wieder kämpft sie mit ihrer Rolle als Mutter in der Gesellschaft und in ihrem Leben, denn so sehr sie ihren Sohn liebt, kann und will sie sich nicht damit abfinden, nun zum Muttertier abgestempelt zu werden. „Denn als Mutter verspürte ich einen extremen Druck, perfekt sein zu müssen“ (S. 11). Ohne sich als notorisch sarkastische Mutter oder betüdelnde Obermamie einzuordnen bleibt sie dabei vor allem ehrlich, legt sich selten fest und spricht mit ihren Zerrissenheiten Klartext, von rosa Schmetterlingen und der akuten Langeweile mit Kind.
Ich liebe dieses Mut. „Das muss ich nicht lesen, das hab ich schon selbst“, murrte mein Mann beim Über-die-Schultergucken und fand es dann doch gut. Mir zumindest spricht Rike Drust aus der Seele. Die Verwunderung in all der Gruppen von Müttern und Mütterliteratur einfach nicht den Platz zu finden, an den man gehört, weil jede Mutter nur ein Mensch und damit einzigartig ist, wir aber immer wieder gesagt bekommen, Mütter seien alle so oder so, kenne ich nur zu gut. Der tiefe Wunsch, dem Kind immer und überall nahe zu sein, ihm beschützend und eben mütterlich beiseite zu stehen. Daneben der tiefe Wunsch, Abstand zu haben, ein Selbst zu haben, und dieses Selbst nicht zu verlieren zwischen Kind, Mann und Mutteransprüchen. Der tiefe Wunsch, zu arbeiten, sich zu behaupten, den Kopf nicht zu vernachlässigen. Ich fühle mit Rike Drust, denn mir geht es genauso.
Das schöne ist, wie einfühlsam diese „ich bin halt nicht wie die anderen“-Masche funktioniert, wie viel Identifikationsmomente es durch die unterschiedlichen Gesichtspunkte gibt, denn selbst wenn ich aus dem einen Blickwinkel völlig anderer Meinung bin, stimme ich im nächsten wieder zu. Wie bei einer Freundin, mit der man streitet, lacht, sich versteht, auch wenn man sich nicht versteht, ist mir dieses Buch ans Herz gewachsen. Dabei gibt es genug Augenrollmomente. Etwa wenn die Erzählerin über andere Mütter spricht.
Der Stil ist dabei gekonnt, kolumnistisch und voller Varianten. Mal witzig, mal romantisch, mal resignierend, wie das Leben selbst und nie zu viel von einer Richtung, immer wieder schafft sie die Kurve, den runden Bogen. Etwas zwiegespalten bin ich hinsichtlich der Stichpunkte, die die Autorin nach jedem Kapitel gibt. Mehrmals wiederholt sie, dass ihr Buch eben kein Ratgeber sein soll und zeigt dann mit den Methoden, die bei ihr geholfen haben, eben doch Ratschläge, wie es auch bei anderen gehen könnte, mit dem Hinweis, dass es eben aber auch damit nicht gehen muss. Ein Ratschlag, der keinen Rat gibt, also. Und für mich tatsächlich ein kleines Manko, lassen sich die meisten Punkte doch ohnehin auf den erste Blick aus den Kapitel herauslesen.
Für mich war Muttergefühle ein absoluter Hit, lesenswert für jede Mutter und die meisten Väter, für jeden, der gerne etwas über die Stellung der Mutter in unserer Gesellschaft und den Druck von außen für uns Frauen mit Kindern, lesen möchte.

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