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Nachtlichter

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-20326-9

Erschienen:  09.10.2017
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Die ursprüngliche Kraft einer einzigartigen Landschaft lässt alte Wunden heilen: Mit Anfang dreißig spült das Leben Amy Liptrot zurück an den Ort ihrer Kindheit - die Orkney Islands, im dünn besiedelten Schottland wohl die abgelegenste Region. Hier schwimmt die britische Journalistin morgens im eiskalten Meer, verbringt ihre Tage als Vogelwärterin auf den Spuren von Orkneys Flora und Fauna und ihre Nächte auf der Suche nach den »Merry Dancers«, den Nordlichtern, die irgendwo im Dunkeln strahlen. Und hier beginnt sie nach zehn Jahren Alkoholsucht wieder Boden unter den Füßen zu gewinnen. Mit entwaffnender Ehrlichkeit erzählt Amy Liptrot von ihrer Kindheit, ihrem Aufbruch in die Stadt, nach Edinburgh, weiter nach London. Vom wilden Leben, dem Alkohol, dem Absturz. Vom Entzug und der Rückkehr zu ihren Wurzeln auf Orkney, wo sie der Natur und sich selbst mit neuen Augen begegnet.

»Amy Liptrot liefert mit "Nachtlichter" ein umwerfendes Stück nature writing(...)« einer der „...aktuell stärksten, durchdringendsten Texten darüber, wie Naturbeobachtung und Selbstreflektion sich bedingen. (...) Das wahrhaft Umwerfende dieses Textes ist, dass Liptrot da draußen, droben im einsamen Nordwesten der Orkneys, ihre Stimme als Autorin findet.«

Anne Haeming, Spiegel online (17.10.2017)

Amy Liptrot (Autorin)

Amy Liptrot ist auf den Orkneyinseln aufgewachsen. Als Journalistin schreibt sie für verschiedene britische Magazine. Das Memoir NACHTLICHTER, ihr erstes Buch, begeisterte Leser wie Presse gleichermaßen, stand wochenlang auf den britishen Bestsellerlisten und wurde u.a. mit dem Wainwright Prize for Best Nature and Travel Writing sowie dem PEN Ackerley Prize für autobiografisches Schreiben ausgezeichnet.

»Amy Liptrot liefert mit "Nachtlichter" ein umwerfendes Stück nature writing(...)« einer der „...aktuell stärksten, durchdringendsten Texten darüber, wie Naturbeobachtung und Selbstreflektion sich bedingen. (...) Das wahrhaft Umwerfende dieses Textes ist, dass Liptrot da draußen, droben im einsamen Nordwesten der Orkneys, ihre Stimme als Autorin findet.«

Anne Haeming, Spiegel online (17.10.2017)

»„Sie (Amy Liptrot) ist nicht der Typ, der gern von sich spricht. Aber das macht nichts, schreibt sie doch umso besser davon. (…) Bei Amy Liptrot ist alles verbunden, die Natur, die Geschichte, die Elemente: Sie verwebt Informationen, Beobachtungen und Stimmungen in ihrem Buch zu einer einzigartigen Lektüre.“«

Meike Schnitzler, Brigitte

Vier von fünf Sternen
»Es könnte pathetisch wirken, Naturbeschreibungen mit der eigenen Geschichte gegenzuschneiden, aber Liptrot umschifft das. Eindrücklich beschreibt sie, wie viel Kraft es kostet, der Sucht zu widerstehen – und wie sehr es sich lohnt.«

Fiona Weber-Steinhaus, stern H 44/2017

»Amy Liptrot schreibt in 'Nachtlichter' um ihr Leben. Das spürt man in jeder Zeile.«

Meike Schnitzler, Brigitte

»Literaturentdeckung Amy Liptrot, ein fulminantes Debüt (...) Wir alle wissen irgendwas über den Suff – aber wie Amy Liptrot ihre Zustände und Abgründe, auch ihr "Trockenwerden" bzw. "Trockenbleiben" beschreibt, das fesselt.«

Gerald Giesecke, zdf aspekte

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Aus dem Englischen von Bettina Münch
Originaltitel: The Outrun
Originalverlag: Canongate

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-20326-9

€ 13,99 [D] | CHF 17,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: btb

Erschienen:  09.10.2017

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Unendliche Weite des Himmels

Von: Angela Busch Datum: 18.01.2018

https://literaturgarten.blogspot.de

REZENSION

INHALT:
Die über 30 jährige Autorin Amy Liptrot nimmt den Leser mit auf eine bewegende Reise in die Alkohol - und Drogensucht und ihren verzweifeltem, aber am Ende doch teilweise erfolgreichen Kampf gegen diese heimtückische Krankheit.
Aufgewachsen in der bäuerlichen Abgeschiedenheit der Orkney Inseln, mit einem manisch-depressiven Vater und einer religiösen Mutter verlässt sie als sehr junges Mädchen ihre Heimat und verlebt eine aufregende Zeit der Partys und des Chillens in London. Sie beschreibt schonungslos ihr Abdriften in diese Welt des Glamours und dann ihre Rückkehr nach zwölf Jahren und dem damit verbundenen schweren Neuanfang auf den Orkney Inseln….

MEINE MEINUNG:
Gebannt habe ich die fesselnden Erzählungen aus der Londoner Zeit miterlebt und ich habe Amy bedauert und mitgelitten. Ohne Rücksicht auf sich oder den Leser , und absolut ehrlich hat sie diese im Nachhinein für sie schlimmste Zeit ihres Lebens geschildert, bis zum völligen körperlichen und seelischen Zusammenbruch.

Zitat Seite 227 „ Ich will mich unbeschwerter fühlen. Mein Problem ist nicht körperlicher Natur . Und selbst wenn ich das Verlangen loswerden würde, bleibt immer noch die Frage, warum ich das Bedürfnis überhaupt entwickelt habe - und was die Leere füllen kann.“

Die Aufarbeitung dieser Frage in ihrem Buch hat meine Geduld beim Lesen ziemlich beansprucht. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm , manchmal allerdings zu oft mit sich immer wieder ähnelnden Beschreibungen von Empfindungen überfrachtet. Sie ist in ihrer Erzählung über ihr Leben auf Orkney nach der aktuellen Suchtzeit in London im Text zu oft und zu schnell, nach kurzen Sätzen, in unterschiedlichen Themen, hin und hergesprungen. Sie hat sich mit schlimmen Erinnerungen an die Londoner Zeit gemartert und hat im gleichen Atemzug ebenso exzessiv über Sternenbilder am Nachthimmel von Orkney, die*Merry Dancer* (Nachtlichter), die Geschichte der Insel , ihre Tier-Natur-Beobachtungen und dem Schwimmen und Tauchen im eiskalten Atlantik berichtet. Diese vielen Betrachtungen und Eindrücke über ihre Heimat, die Orkney Inseln, lesen sich fast wie ein attraktiver Reiseführer und nehmen einen sehr grossen Teil des Buches ein.
Ich wurde den Verdacht nicht los, dass sie extreme Situationen (das Schwimmen im eiskalten Meer bis zum Erreichen der Schmerzgrenze) gerne und immer wieder sucht , um diese diffus empfundene innere Leere zu füllen und um sich selbst zu verletzen. Man hat das Gefühl, dass sie ihre Sucht gegen eine andere ( in diesem Fall ihre Kommunikations- und Internetsucht beim Austausch über Wind, Wetter, Sterne, die Insel mit gleichgesinnten Freunden) ausgetauscht hat.
Zitat Seite 236 :
„Hinter dem Begriff *Cross-Addiction* steht die Vorstellung , dass Alkoholiker ihr Suchtverhalten in Ermangelung von Alkohol auf etwas anderes übertragen. Gewöhnlich sind dies Dinge wie Essen, Sport, Shopping oder Glücksspiel. Bei mir sind es Coca-Cola, Rauchen, Beziehungen und das Internet.“

Mit sehr viel Interesse und Mitgefühl bin ich all diesen Ausführungen gefolgt und bedanke mich bei der Autorin und dem btb-Verlag für das Rezensionsexemplar. Die faszinierenden Beschreibungen über die Orkneyinseln haben mich begeistert und einen Inselbesuch für mich attraktiv dargestellt.
Meine Bewertung: VIER **** Sterne für diese Lektüre.

Heilung

Von: Constanze Matthes Datum: 11.01.2018

https://zeichenundzeiten.com

Sie sind nicht so sehr bekannt wie die in der Nachbarschaft liegenden Shetlands, berühmt für die gleichnamige robuste Pony-Rasse. Und sicherlich stehen die Orkney-Inseln, nordöstlich von Schottland und auf dem Längengrad wie Südgrönland gelegen, nicht unbedingt auf der Liste der beliebtesten Reiseziele. Denn allzu rau ist das Klima, sind einige der rund 70 Eilande der Inselgruppe nur spärlich oder gar nicht besiedelt. Wer hier wohnt oder dorthin reist, muss mit dem Norden verwurzelt sein. Die Journalistin und Autorin Amy Liptrot ist hier aufgewachsen. In ihrem Buch „Nachtlichter“ erzählt sie von ihrer Heimat und ihrer Rückkehr nach zehn Jahren in London – vor allem aber von einer besonderen Heilung.

Denn die Britin verfällt bereits in jungen Jahren dem Alkohol, der ihr ständiger Begleiter wird. Schon im Alter von 18 Jahren verschlägt es sie nach London – mit wenig Gepäck, aber mit einem Strauß an Zukunftsplänen, Hoffnungen, Wünschen und Träumen. Doch die pulsierende Metropole, ein herber Kontrast zur auf den ersten Blick einsamen Inselwelt, ist kein einfaches Pflaster. Die Mieten sind hoch, hart ist die Konkurrenz im Journalismus, den die junge Frau für sich entdeckt hat. Und es lauern viele Fallen. Liptrot gleitet ab in einen unstetigen Lebenswandel, in dem Drogen, allen voran der Alkohol, zunehmend ihren Alltag bestimmen. Der Ausstieg aus diesem Teufelskreis soll mit einer mehrmonatigen Entzugstherapie sowie anschließend mit dem kompletten Rückzug in die Heimat gelingen.

Obwohl es die vertraute Heimat ist, gestaltet sich der Weg aus dem Alkoholsumpf steinig: Nicht umsonst sind die Rückfall-Quoten nach Therapien oft hoch. Allzu verlockend ist auch für Liptrot der Gedanke an ein Bier am Abend, ein Drink zum Feiern. Hinzukommen die schmerzvollen Gedanken an die psychische Erkrankung ihres Vaters, die Trennung ihrer Eltern. Und ein Schlückchen eignet sich prima, um sich zu betäuben, die dumpfen Gedanken einfach wegzuspülen. Doch Liptrot macht in der ihr bereits bekannten Welt Entdeckungen, die sie prägen, körperlich wie seelisch formen: Sie arbeitet für eine Vogelschutz-Organisation und lernt dadurch die reiche Vogelwelt der Inseln kennen. Im Winter lebt sie zurückgezogen in einem Cottage auf der Insel Papa Westray. Sie schwimmt im eiskalten Meer, beobachtet Merry Dancers, wie das Nordlicht auf der Inselgruppe genannt wird. Sie lernt, dass die einfachen und unauffälligen Dinge kostbar sind und ein Leben reich machen. Die Tage, Wochen und Monate, in denen sie trocken ist, abstinent lebt, zählt sie mit Stolz, aber auch mit einer gewissen Furcht. Sie weiß um die Nähe zum Abgrund.

Dieses autobiografische Werk mit seinen kraftvollen wie leisen Tönen erstaunt in vielerlei Hinsicht: Liptrot berichtet sowohl auf drastische Weise über den fürchterlichen Abstieg und die hinterhältige Seite der Sucht, die sie fortan ein Leben lang begleiten wird, als auch voller Poesie von der zwar kargen, aber trotzdem malerischen Landschaft, von den steilen Klippen, von der Kraft des Windes und des Meeres, die gemeinsam die Inseln seit Jahrtausenden formen und die Einwohner vor Herausforderungen stellen. Dabei erinnert Liptrots Band ein wenig an „H wie Habicht“ ihrer Landsmännin Helen Macdonald. Beide Autorinnen suchen und finden in der Natur Kraft für ihre Heilung, beide sind seelisch verwundet. Macdonald infolge des überraschenden Todes ihres Vaters, Liptrot durch ihre Alkoholsucht und die problematischen Familienverhältnisse. Und beide vermitteln nicht nur ihre Gedanken und Gefühle in einer bemerkenswerten Offenheit und Ehrlichkeit, sondern auch reiches Wissen. Liptrot stellt die Besonderheiten ihrer Heimat vor, geografische wie auch jene der Flora und Fauna. Interessant sind auch ihre Ausführungen zur Geschichte sowie den Mythen und mythische Gestalten. Zudem geht die Autorin auf die aktuelle Situation auf den Inseln ein, wie sie trotz ihrer Abgelegenheit und Kargheit durch das Internet und damit den Anschluss an die große weite Welt attraktiv für neue Bewohner sein können.

Das Buch „Nachtlichter“, für das die Autorin den Wainwright Prize for Best Nature and Travel Writing sowie den PEN Ackerley Prize für autobiografisches Schreiben erhielt, ist ein Buch, das berührt und ergreift wie es sogleich einen – mich eingeschlossen – dazu animieren kann, sofort eine Reise zu buchen und die Koffer zu packen. Mich würde es nicht wundern, wenn dank dem Werk der Tourismus auf den Orkneys einen kleinen Boom erlebt. Und dann gibt es noch eine weitere Hoffnung: Dass das Buch für das Thema Alkoholismus sensibilisiert. Denn allzu sehr wird das Trinken verherrlicht, die Schattenseiten des übermäßigen Alkoholgenusses belächelt, stehen die Suchtkranken in der Öffentlichkeit im Abseits, sind ihre Erfahrungen ein Tabuthema. Dabei braucht die Heilung nicht nur den Willen des Kranken und eine medizinisch-fachliche Unterstützung und Betreuung, sondern auch ein geeignetes Umfeld und Rückhalt.

Note gut

Von: Schmid aus Hilpoltstein Datum: 01.06.2017

Buchhandlung: Buch und Büro Schmid

Note gut für einen mit Leidenschaft geschriebenen "Reife- und Naturführer der Orkney-Inseln"

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Einfach unglaublich schön geschrieben

Von: Gabi Wagner-Hauber aus Vohburg Datum: 26.07.2017

Buchhandlung: Hugendubel im Westpark Ingolstadt

Selten hat mich eine Lektüre so beeindruckt und gefesselt wie Amy Liptrots "Nachtlichter". Die Geschichte ihrer Sucht, der Entzug und die Heilung durch den Rückzug auf die "Inseln", diesen faszinierenden und grandiosen Naturlandschaften.

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