Nadjas Katze

Ein Berndorf-Roman

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Privatermittler Berndorf ermittelt in eigener Sache …

Auf der Suche nach vergessenen Autoren – ihrem Hobby – entdeckt die pensionierte Lehrerin Nadja Schwertfeger in einem Antiquariat ein Heft mit einer Erzählung über das Kriegsende 1945. Stunden vor dem Einmarsch der US-Army hören in einem kleinen Dorf Einheimische, Flüchtlinge und versprengte Soldaten gemeinsam die Rundfunkübertragung zu Hitlers bevorstehendem 56. Geburtstag. Doch als der Strom ausfällt, läuft die Zusammenkunft aus dem Ruder … Eine Erfindung?

Nadja stolpert über ein seltsames Detail: die Beschreibung einer schwarzen Stoffkatze mit rosa Tatzen. Sie selbst besitzt eine solche Stoffkatze – es ist die einzige Verbindung zu ihrer Mutter, die ihr dieses Kuscheltier mitgegeben hat, als sie sie nach Kriegsende einer anderen Frau überließ. Nadja beschließt zu recherchieren. Hat es ein solches Dorf – wie in der Erzählung beschrieben – wirklich gegeben? Bald scheint sie tatsächlich fündig zu werden. Doch niemand in dem Dorf will mit ihr reden. Schließlich wird sie auf jemanden verwiesen, der hier ebenfalls aufgewachsen ist und später Polizist wurde: Es ist der ehemalige Kriminalkommissar Hans Berndorf, den sie dazu überredet, mit ihr auf eine Zeitreise zu gehen, die in den wenigen Stunden kulminiert, in denen das Dritte Reich bereits zusammengebrochen ist und die Menschen, gleichermaßen von Angst und neuer Lebenshoffnung erfüllt, auf die Ankunft der Sieger warten. Es wird auch eine Zeitreise in Berndorfs eigene Kindheit …

»Wichtiger ist der kriminalliterarische Beifang: Die sorgsame Ausleuchtung der Endkriegszeit, die feine Zeichnung der seelischen Folgen von Flucht und Vertreibung und Verschweigen dessen, was mit den Menschen geschah und dsa Schweigen bei Nachgeboren bewirkt. Man wird ganz still mit diesem Buch. Das macht es im Geballer dieses hartgekochten Genres so besonders, beglückend. Groß.«

Elmar Krekeler, Die Welt

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ISBN: 978-3-641-18196-3
Erschienen am  25. April 2016
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Der Fährmann

Von: wal.li

04.02.2018

Nadja Schwertfeger wurde bereits als Baby adoptiert. Inzwischen ist sie pensioniert und ein Hobby von ihr ist die Suche nach vergessenen Autoren. In einem Antiquariat entdeckt sie eine Beschreibung aus den letzten Tagen des zweiten Weltkrieges. Dort wird eine Spielzeugkatze genauso beschrieben wie ihr Maunz, das einzige, was ihre leibliche Mutter ihr gegeben hat. Nadja zweifelt, ob sie noch nach ihrer wahren Herkunft suchen soll, doch Ruhe lässt es ihr nicht. Sie beginnt nach dem Ort zu suchen, der in der kleinen Veröffentlichung beschrieben wird. Eine überraschende Hilfe ist ihr der ebenfalls pensioniert und nun als Privatermittler tätige Hanz Berndorf. Kurz nach dem Krieg geboren, muss sich Nadja mit ihrer Suche beeilen, wenn sie noch Zeugen finden will, die ihr helfen könnten, ihre Mutter zu finden. Ihre energische Freundin Wally reist zunächst mit ihr durch das württembergische Land, um nach dem kleinen Ort zu suchen. Eine Suche nach der Nadel im Heuhaufen? Eher durch Zufall stoßen die Freundinnen auf eine Ort, auf den die Beschreibung passt. Doch keiner der Einheimischen will wirklich mit den beiden reden. Erst der Hinweis auf Berndorf, der ebenfalls von dort stammt und der bei der Polizei gelandet ist, scheint sie voranzubringen. Irgendwie scheint Berndorf selbst noch eine Rechnung offen zu haben. Es wird Zeit. Möchte man heute noch etwas aus den letzten Kriegstagen wissen, möchte man Zeitzeugen befragen, ist Eile geboten, die Zeugnisse zu dokumentieren. Die Befreier standen vor den Toren der Städte. Doch einige meinten noch, sie müssten das Reich verteidigen. Nahrung und Wohnraum war knapp. Menschen wie die Flüchtlingin aus der gefundenen Geschichte, wurden an fremde Orte verschlagen, stachen heraus und zogen nicht nur Sympathie auf sich. In diese Szenerie hinein forscht der verschwiegene Berndorf, der sich mit seiner Auftraggeberin ebenso wenig anfreunden kann wie sie sich mit ihm. Beide jedoch sind begierig darauf, zu erfahren, was damals in dem Dorf geschah. Und so wie sie sich anzicken, ergänzen sie sich doch in ihren Nachforschungen. In seinem zehnten Fall bekommt Hand Berndorf einen wirklich besonderen Auftrag, der ihn in seine eigene Vergangenheit führt. Vielleicht eine Vergangenheit, mit der er sich nicht unbedingt beschäftigen wollte, die ihn aber doch nicht loslässt. Das ausgerechnet diese beinahe unerträgliche pensionierte Lehrerin ihn darauf bringt, ist schon ein gediegener Zufall. Gemeinsam oder auch gegeneinander steigen sie in die Tiefen einer Dorfvergangenheit. Ruhig, akribisch und stetig - so entsteht eine formidable Spannung aus der Langsamkeit und den Eigenheiten eines Menschenschlags. Ein Buch das Seite für Seite genossen werden kann, mit einer Geschichte, die sich in ihren vielen Facetten nach und nach entfaltet. 4,5 Sterne

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Beste Band Ever

Von: Himmelsblume

08.01.2018

Die Story selber spielt in Württemberg, hauptsächlich nach dem Kriegsende 1945. Nadja Schwertfeger findet in einem Antiquariat eine Erzählung, die nach 1945 in einem Dorf in Württemberg spielt. Sie ist unglaublich spannend und behält ein seltsames Detail. Beschrieben wird von einer kleinen Stoffkatze mit rosa Tatzen. Nadja erinnert sich. So eine hatte sie auch, dass einziges Spielzeug, das an ihrer Mutter erinnert. Mithilfe des ehemaligen Polizisten und Privatermittler Berndor ist sie auf der Suche nach dem geheimniss dahinter und nach der Katze. Eine tolle Geschichte über die Vergangenheit und die Liebe zu den Eltern. Das Buch hat viel Tiefgang und ist zudem unglaublich spannend geschrieben. Ich bin wirklich überrascht und hoffe natürlich, dass es bald Band 11 im Handel geben wird.

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Vita

Ulrich Ritzel, geboren 1940, aufgewachsen auf der Schwäbischen Alb, arbeitete mehr als drei Jahrzehnte als Journalist und wurde 1980 mit dem Wächterpreis der deutschen Tagespresse ausgezeichnet. Mit dem Roman „Der Schatten des Schwans“ debütierte er 1999 als freier Autor. Aus der Reihe seiner Romane um den Kommissar Berndorf erhielten „Schwemmholz“ und „Beifang“ den Deutschen Krimi-Preis, „Der Hund des Propheten“ den Preis der Burgdorfer Krimi-Tage. Ulrich Ritzel lebt mit seiner Ehefrau Susanne und seinen beiden Hunden seit 2008 in der Schweiz.

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Zitate

»Die Zeit, die Welt kulminiert in diesem Dorf, die Hoffnungen, die Rachegelüste, die Versuche zu verschwinden oder seine Geschichte, seine Geschichten verschwinden zu lassen.«

Elmar Krekeler, Die Welt