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Napoleon Der Untergang

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-15001-3

Erschienen: 23.03.2015
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Warum Napoleon schon lange vor Waterloo scheiterte

Die Schlacht bei Waterloo im Juni 1815 gilt als entscheidender Moment für den Untergang Napoleons. Zu Unrecht, sagt Munro Price, einer der führenden Napoleon-Experten: Der Kaiser der Franzosen hatte schon lange vorher alles verloren, die Niederlage seiner Truppen war unausweichlich. Die atemberaubende Chronik seines Scheiterns zeigt, wie der brillante Stratege Napoleon in den letzten Jahren seiner Herrschaft alle Chancen, sein Reich zu retten, verstreichen ließ. Ein eindrückliches Porträt, das den ambivalenten Charakter Napoleons neu offenbart.

1812 scheitert Napoleons Russlandfeldzug dramatisch, es ist der Anfang vom Ende seiner Herrschaft über Frankreich und weite Teile Europas. Fortan, lange vor Waterloo, besiegelt Napoleon sein eigenes Schicksal, in den Schlachten von Bautzen, Dresden, Leipzig und Laon. Munro Price schildert anhand bisher weitgehend unbeachteter Quellen die maßgeblichen militärischen und diplomatischen Ereignisse der letzten Herrschaftsjahre und zeigt, wie Napoleon seine Vormachtstellung in Europa verliert. Warum nutzte Napoleon nicht die Chancen, die sich ihm boten, seine Herrschaft zu retten? Was trieb ihn an? Die Geschichte seines Untergangs liefert neue Einsichten in den zwiespältigen Charakter des französischen Generals, Kaisers und Diktators, der für seine Macht alles riskierte, und schließlich alles verlor.

»Man wird Price' Buch in Zukunft als unentbehrlich für das Verständnis der politischen Geschichte der Jahre 1813 bis 1815 betrachten.«

Neue Zürcher Zeitung (19.08.2015)

Munro Price (Autor)

Munro Price, geboren 1963, ist Professor für Europäische Geschichte der Neuzeit an der Universität von Bradford. Sein Forschungsschwerpunkt ist Frankreich. Price ist Autor mehrerer Bücher, etwa über den Untergang des Hauses Bourbon und die Umwälzungen in Frankreich nach dem Ende der napoleonischen Ära. Für seine Veröffentlichungen wurde er u.a. mit dem Literaturpreis der Franco-British Society ausgezeichnet.

»Man wird Price' Buch in Zukunft als unentbehrlich für das Verständnis der politischen Geschichte der Jahre 1813 bis 1815 betrachten.«

Neue Zürcher Zeitung (19.08.2015)

»Man liest dies Buch mit von Seite zu Seite wachsender Spannung.«

Süddeutsche Zeitung, 18.07.2015

»Ein aufschlussreiches Buch.«

Focus Online, 21.04.2015

»Ein eindrückliches Porträt, das den ambivalenten Charakter Napoleons neu offenbart.«

PTM/Fokus, 08.05.2015

»Price schildert die kleinen und großen politischen Aktionen [...] mit [...] Akribie.«

Frankfurter Allgemeine Zeitung, Andreas Kilb, 05.05.2015

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Aus dem Englischen von Enrico Heinemann, Heike Schlatterer
Originaltitel: Napoleon. The End of Glory
Originalverlag: Capel & Land Ltd.

eBook (epub)
mit Abbildungen

ISBN: 978-3-641-15001-3

€ 19,99 [D] | CHF 24,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Siedler

Erschienen: 23.03.2015

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Nicht für Laien geeignet

Von: Nomadenseele Datum: 24.08.2015

nomasliteraturblog.wordpress.com/

Für den normalem Laien, der unvorbelastet an das Buch rangeht, wird es zu schwer zu verstehen sein. Ich würde es auf keinen Fall als populärwissenschaftlich einordnen, sondern es richtet sich durchaus an Studenten ect., die sich bereits mit dem Thema *Napoleon* befasst haben, Namen wie Tallyrand sollten geläufig sein.
Für das Buch wurden bisher unbekannte Quellen ausgewertet, sodass auch Napoleon-Kenner Neues erfahren werden.

Fazit

Für Laien geht es zu sehr in die Tiefe, Napoleon-Kenner werden sicherlich neue Informationen erhalten.

Napoleons letzte Regierungsjahre

Von: Kim F Datum: 17.06.2015

legimus.blogspot.de/

Pünktlich zu ihrem 200jährigen Jubiläum am morgigen Tag erscheinen in diesem Jahr unzählige Bücher über die Schlacht von Waterloo und ihren tragischen Verlierer, Napoleon Bonaparte. Auch Munro Price, einer der bedeutendsten Napoleon-Kenner, widmet sich in seinem neuen Werk dieser Thematik und widerspricht der gängigen These, die Schlacht bei Waterloo sei der entscheidende Moment für den Untergang Napoleons gewesen. Vielmehr habe er bereits mit dem Scheitern seines Russlandfeldzuges 1812, weiteren Schlachten und seinem Nichteingehen auf Friedensangebote vonseiten seiner Gegner seine Niederlage weit vor der Schlacht bei Waterloo besiegelt. Unter der Zuhilfenahme bisher kaum beachteter Quellen erläutert Price den allmählichen Verlust von Napoleons Macht in Europa, bis dieser am Ende alles verlor…

Price setzt seinen Schwerpunkt eindeutig auf die letzten drei Jahre (1812 – 1815) von Napoleons Herrschaft, unterbrochen durch sein Exil auf Elba, was er in einem kurzen Vorwort eingehend begründet. So seien bereits unzählige Werke und Biographien zu Napoleon erschienen, wobei die letzten Regierungsjahre (mal abgesehen von der Schlacht bei Waterloo) eher weniger Beachtung gefunden hätten. Dies hänge mit der Tatsache zusammen, dass man stets Waterloo als große, entscheidende Niederlage von Napoleon interpretiert habe, er jedoch nach Prices Meinung bereits in den Jahren zuvor nach seinem Russlandfeldzug die Chance verpasst habe, seine Herrschaft zu retten. So setzt das Buch auch erst Ende 1812 ein, als Napoleon sich auf dem Rückzug aus Russland befindet. Die Ereignisse der Jahre zuvor finden so gut wie keine Erwähnung, höchstens in kurzen Erläuterungen, um im Buch dargestellte Begebenheiten deutlicher zu machen. Wir begleiten Napoleon zurück nach Frankreich, wo dieser wieder eine Armee aufstellt, erleben die Vermittlungsversuche Österreichs mit (das mit der Tochter des Kaisers Franz I. eine Regentin auf Frankreichs Thron besaß), die im Friedenskongress in Prag münden, der jedoch vor allem aufgrund von Napoleon scheitert. Der Autor versucht dabei auch immer wieder darzustellen, welche Interessen die verschiedenen Mächte mit den Friedensverhandlungen bezweckten, um zu untersuchen, ob Napoleon wirklich Frieden hätte schließen können, wenn er denn gewollt hätte. Da es jedoch zu keiner Einigung kam, gingen die Feldzüge weiter, die in der großen Völkerschlacht bei Leipzig ihren Höhepunkt erlebten, die Napoleon gegen ein Bündnis aus Preußen, Russland, Österreich und Schweden verlor, so dass er sich nach Frankreich zurückziehen musste. Es folgen die Kämpfe in Frankreich, letzte Vermittlungs- und Friedensgespräche, die Napoleon jedoch nicht nutzt, so dass er abdanken muss, nachdem auch Paris in den Händen der Verbündeten ist und das kriegsmüde Volk und seine Offiziere nicht mehr kämpfen wollen. In einem Epilog schildert Price noch die sogenannte Herrschaft der 100 Tage, als Napoleon von Elba flieht, noch einmal eine Armee aufstellt, die schließlich bei Waterloo durch Briten und Preußen endgültig geschlagen wird, so dass Napoleon ins Exil auf St. Helena geschickt wird. Man erfährt außerdem knapp, wie es mit den Hauptprotagonisten der Kämpfe bis hin zu Waterloo nach der Schlacht weiterging. Dabei werden die Texte durch das gesamte Buch hindurch mit Abbildungen zu den dargestellten Ereignissen unterstützt und im Anhang werden die Dramatis Personae kurz vorgestellt, die Quellen zu den Anmerkungen im Text ausführlich wiedergegeben und eine lange Literaturliste zur Thematik angeboten, die den vielen Zitaten aus Originalquellen und auch Sekundärliteratur Rechnung tragen, mit denen der Autor seine Ausführungen immer wieder untermauert.
Das im Vorwort aufgestellte Vorhaben, aufzuzeigen, wie Napoleon lange vor Waterloo sukzessive seine Macht verlor, obwohl er in der Lage gewesen wäre, diese zu retten, gelingt dem Autor definitiv. Er setzt sich dazu auch eingehend mit Napoleons Charakter auseinander, den er in meinen Augen treffend charakterisiert, und stellt die Vermutung auf, Napoleon habe in den letzten Jahren an einer Krankheit gelitten, wofür es einige Indizien gäbe und was einige lethargische Entscheidungen mit erklären könne. Am Anfang musste ich mich jedoch ein wenig durch die ersten Kapitel kämpfen, die sich sehr zäh lasen. Mit der Zeit wurde die Darstellung jedoch immer spannender, las sich trotz ihres wissenschaftlichen, sachlichen Schreibstils fast wie ein Krimi, vor allem die Schilderungen des letzten Jahres 1814/15 ließen mich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Es hat viel Wissenswertes zu Napoleons letzten Jahren als französischer Kaiser zu bieten, ist wirklich sehr gut recherchiert, doch begeistern konnte es mich nicht wirklich. Dies mag auch daran liegen, dass ich mich bisher wenig mit Napoleon beschäftigt habe, mir dadurch einige Vorkenntnisse fehlten, die jedoch bei der Lektüre unbedingt erforderlich sind. Als Einstieg in die Thematik eignet es sich nur bedingt.

Fazit

Wer sich für Napoleons Untergang und die Gründe dafür interessiert, macht mit diesem Buch rein gar nichts falsch. Die gesamte Thematik wurde sehr gut recherchiert, viele kaum beachtete Quellen flossen mit in die Betrachtungen ein, so dass ein sehr abgewogenes Bild von Napoleons letzten Regierungsjahren entsteht, das über weite Strecken auch sehr spannend zu lesen ist. Nur als Einstieg in die Beschäftigung mit Napoleon würde ich dieses Buch nicht empfehlen.

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