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Nichts für Anfänger

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-11240-0

Erschienen: 26.08.2013
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Taschenbuch

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Die tragische, komische, verrückte Geschichte von einem, der sich nicht unterkriegen lässt

Als Jim Finnegans heiß geliebte Katze überfahren wird, ist für den Jungen klar: So was wird er sich von Gott in Zukunft nicht mehr bieten lassen. Für den jüngsten Spross einer achtköpfigen Dubliner Familie, an deren Spitze eine gottesfürchtige Mutter und ein draufgängerischer, aber ziemlich überforderter Vater stehen, ist das eine radikale Kampfansage.

Eine Zeit lang läuft auch alles ganz normal für Jim Finnegan: Der Halbwüchsige schlägt sich mit seinen fünf älteren Schwestern herum, bekommt plötzlich Ärger mit dem sonst so unbeschwerten Vater, liefert sich mit seinen Kumpels halsbrecherische Fahrradrennen und trinkt nachts am Lagerfeuer heimlich Dosenbier. Bis er bei einer Party der Nachbarn mit seiner Singstimme nicht nur die schöne Saidhbh (sprich: „Sseif“), für die er schon lange schwärmt, beeindruckt, sondern auch den zwielichtigen Pfarrer Luke O’Culigeen. Saidhbh wird Jims Freundin, und O’Culigeen nimmt ihn unter seine Fittiche – und es zeigt sich, dass die tote Katze nur ein Vorbote für die Schwierigkeiten gewesen zu sein scheint, die das Leben für Jim noch vorgesehen hat ...

Eine außergewöhnliche neue Stimme aus Irland, berührend naiv und gleichzeitig gnadenlos direkt – ein Debütroman, der unter die Haut geht, und ein Protagonist, der einem sofort ans Herz wächst.

"Trotz der ernsten Haltung ist Kevin Mahers Debüt kein trauriges Buch. Das liegt an Jims Charakter. Seine naseweise Art ist ebenso liebenswert wie unterhaltsam."

Bücher (02.08.2013)

Kevin Maher (Autor)

Kevin Maher wurde 1970 in Dublin geboren und zog 1994 nach London, um dort als Journalist zu arbeiten. Er schrieb unter anderem für den Observer und den Guardian und war Filmredakteur bei The Face. Seit acht Jahren ist er Kolumnist bei der Times. Nichts für Anfänger ist sein erster Roman.

"Trotz der ernsten Haltung ist Kevin Mahers Debüt kein trauriges Buch. Das liegt an Jims Charakter. Seine naseweise Art ist ebenso liebenswert wie unterhaltsam."

Bücher (02.08.2013)

"Mahers Debüt geht tief unter die Haut."

Bunte (10.10.2013)

"Offen, lustig, großartig!"

Cosmopolitan (01.11.2013)

"Ein junger Erzähler, dessen Stimme den Leser mitten ins Herz trifft."

my Time familia (01.08.2013)

Aus dem Englischen von Dietlind Falk
Originaltitel: The Fields
Originalverlag: Reagan Arthur Books

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-11240-0

€ 8,99 [D] | CHF 11,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Blessing

Erschienen: 26.08.2013

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Taschenbuch)

Harter Tobal mit viel Gefühl und Sinn für Humor

Von: Literaturina Datum: 06.11.2015

www.literaturina.de

Die Handlung in Kürze:
Irland, 1984. Jim Finnegan ist zwölf Jahre alt und lebt mit seinen Eltern und fünf älteren Schwester im Dubliner Viertel “The Rise”. Was wie ein skurriles Leben zwischen katholischen Patrioten und IRA-ANhängern beginnt, entwickelt sich bald ganz anders als geplant. Das Desaster von Jims Jugend beginnt, als das schönste Mädchen der Gegen einen Ball ins Gesicht bekommt. Erst gibt es einen riesigen Krach mit seinem bestem Freund Gary, dann verliebt er sich in die Freundin des Rowdys Mozzo, der ihm mit seiner Gang nachjagt. Und dann ist da auch noch der neue Gemeinde Pfarrer O’Culigeen, der ihm das Leben wahrhaft zur Hölle macht.

Meine Rezension:
»Nichts für Anfänger« ist ein Roman der besonders harten Gangart. Ein Buch über die Jugend, geschrieben für Erwachsene. Erzählt aus Jim Finnegans Sicht erfährt der Leser aus erster Hand von den kleinen und großen Katastrophen, zwischen denen die schönen Momente hervorleuchten.

Mehr als einmal dachte ich bei der Lektüre: »Wow, das ist harter Tobak!« Was Jims alles erlebt und überlebt ist wirklich nichts für Anfänger. Alkoholismus, Fanatismus, Abtreibung, religöse Konflikte und sexuelle Gewalt. Hier kommt alles auf den Tisch und sorgt auf mancher Seite für nacktes Grauen. Gesetzt gegen die Szenerie der Achtziger Jahre, die heute und mit nostalgischen Augen betrachtet ein buntes Jahrzehnt waren, wirken die Katastrophen umso krasser.

Aufgefangen wird die Handlung vor allem von Kevin Mahers Schreibstil. Obwohl er seinen Protagonisten die schlimmsten Dinge erleben lässt, vergisst er nie, eine Portion Humor und einen gewissen Ton der Leichtherzigkeit einfließen zu lassen. Zudem wird das Ganze durch Referenzen zu Filmen oder TV-Serien aufgelockert, ohne dass Jim wie ein frühzeitlicher Nerd wirkt. So werden die heute zur nostalgischen Romantik verklärten Achtziger greifbarer. Denn: Früher war nicht alles besser. So was von nicht.

Das Ende fand ich leider ein wenig unglaubhaft, was vor allem an der Einbindung von Esoterik lag. Wie Jims Schwester Fiona kann ich damit einfach nichts anfangen. Aber: was der Autor mit diesem Ende bezwcken wollte, ist mir klar, und es bleibt einfach herzerwärmend. Denn wie bei so vielen Dingen im Leben geht es nicht nur um das Überleben schlimmer Zeiten, sondern auch um die Heilung und dass wir eines Tages wieder mit unseren Liebsten vereint sein werden. Das Schlechte kann eben nicht ohne das Gute existieren.

Alles in allem ein sehr überraschendes Buch mit viel Gefühl. Die Lektüre fühlt sich an wie eine Berg- und Talfahrt, die guten Dinge von den Katastrophen überschattet und umgekehrt. Ich bin sehr erstaunt, dass mich der Mangel an wörtlicher Rede (beziehungsweise der Nutzung von Anführungszeichen) nicht genervt hat. Das treibt mich für gewöhnlich in den Wahnsinn. Das muss der Sprache geschuldet sein, die weniger wie ein Text, sondern mehr wie eine mündliche Rede daherkommt - Abschweifungen inklusive. Aber Kevin Maher geht nie weiter vom Thema weg, als nötig ist, und bekommt immer wieder die Kurve. Ich bin wirklich froh, dass ich dieses Buch zur Hand genommen habe.

Nichts für Anfänger

Von: Angelika O. Datum: 06.06.2015

kaltefuesseundhaende.wordpress.com

“Nichts für Anfänger” wird aus der Sicht der Hauptfigur Jim Finnegan erzählt.

Die Geschichte beginnt mit seinen Kindheitserinnerungen in denen sich lustige und skurrile Ereignisse abspielten. Er erzählt wie es ist, als jüngster und einziger Sohn neben fünf Schwestern in einer katholischen irischen Familie aufzuwachsen. Er verliebt sich in die Freundin eines Freundes und lebt das typische Leben eines Jugendlichen. Bis zu jenem Tag als er Ministrant bei Vater O’Culigeen wird und das unbeschwerte Jugendleben für Jim Finnegan vorüber ist.

Kevin Maher hat seinen Debütroman in einer Zeit angesiedelt in der Kindererziehung noch mit Schlägen verbunden war und die katholische Kirche in Irland noch über allem stand. Man ging noch regelmäßig in die Kirche und zur Beichte und der Pfarrer kam ins Haus, wenn es private Probleme gab. Man spürt die Lebensfreude der Heranwachsenden mit all seinen Fassetten. Die Sprache ist recht einfach, sehr jugendlich und derb gehalten, manchmal auch gossenhaft. Die Geschichte ist in drei Teile aufgeteilt. Als Leser begleitet man Jim beim Heranwachsen. Begleitet ihn durch seine Höhen und Tiefen in der Jugend und erlebt seinen schlimmsten Albtraum in all seiner Perversion. Es wird nichts verschönt! Schockierend empfand ich anschließend den kaltschnäuzigen Übergang von Jim zur Tagesordnung. So ist zumindest der Eindruck. Erst allmählich vertraut er sich wage jemanden an. Die Handlungen daraufhin sind mitunter abartig und mit viel schwarzem Humor gespickt, dass man als Leser nicht genau sagen kann, wie Ernst die Geschichte zu nehmen ist. Der Autor schickte seine Hauptfigur nicht nur durch einen Missbrauch, auch packte er noch Abtreibung und Krebs als Negativerfahrung und zu meisternde Herausforderung in das junge Leben von Jim. Den letzten Teil empfand ich persönlich mehr als Absurdum, denn als Vergnügen, mit dem hinzugekommenen Esoterikzeug konnte ich mich partout nicht anfreunden. Doch dann kam ich zum letzten Absatz und alles klärte sich und mir als Leser ging ein Licht auf: “Nichts für Anfänger” - der Titel ist Programm, und ich hab es mal wieder bis zur letzten Seite nicht geschnallt!

Mein Fazit:

Der Roman verursacht jetzt keine Begeisterungsstürme in mir. Zeigt aber den Mut ein Thema anzusprechen und zu behandeln, welches lange tabuisiert wurde: den sexuellen Missbrauch durch katholische Geistliche. Die Geschichte wird auf ein ganz eigene Art erzählt. Mit der teils vulgären, obszönen Sprache konnte ich mich aber nicht wirklich anfreunden.

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