Noir

Roman

(3)
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San Francisco 1947: Es kommt nicht jeden Tag vor, dass eine rätselhafte, anmutige Blondine namens Stilton (ja, wie der Käse) in den verlotterten Laden kommt, in dem Sammy »Two Toes« Tiffin Gin ausschenkt. Für ihn ist es Liebe auf den ersten Blick. Aber bevor Sammy den ersten Schritt machen kann, betritt ein General der Air Force aus Roswell den Saloon. Er hat einen eiligen Auftrag, den Sammy nur widerwillig annimmt, denn eigentlich hat er ganz andere Dinge im Kopf. Doch als Stilton kurz darauf spurlos verschwindet, geht es ohnehin erst einmal nur noch um eines: Er muss seine Traumfrau retten – und vielleicht auch noch einen kleinen Alien ...

»Fazit: eine unkonventionelle, köstliche Melange.«

OÖNachrichten (21. Januar 2019)

Aus dem Amerikanischen von Jörn Ingwersen
Originaltitel: Noir
Originalverlag: William Morrow
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-20012-1
Erschienen am  15. Oktober 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Aberwitzig skurriles Lesevergnügen

Von: Wulf Bengsch | Medienjournal

31.01.2019

Christopher Moore liefert mit "Noir" seine ganze eigene Variation des namensgebenden Genres ab, dass er für sich und in seinem Fall treffend als "Blödel-Noir" beschreibt, denn die Vielzahl an skurrilen und karikaturesken Figuren in Kombination mit so manch aberwitzigem bis fantastischem Element sucht wahrhaft ihresgleichen und verhilft zu einem kurzweiligen Lesevergnügen, das allerdings für meinen Geschmack auf humoristischer Ebene nicht immer voll überzeugt.

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Trocken und packend erzählt

Von: Michael Lehmann-Pape

29.11.2018

Trocken und packend erzählt Sammy „Two Toes“ hat es nicht einfach. Vor allem aus einer gewissen Peinlichkeit heraus, was seine Fußverletzung angeht. Die nicht nur für ein dezentes Hinken hinter der Bar sorgt, an der Sammy arbeitet, sondern vor allem damit zu tun hat, dass die meisten Leute fest glauben, es wäre eine Kriegsverletzung. Und Sammy das mal lieber nicht überall richtigstellt. Vor allem nicht bei dieser umwerfenden Frau, Stilton, die an seiner Theke aufschlägt, rotzfrech, überlegen, kühl. Auf den ersten Blick, was auf den zweiten Blick aber in eine ganz andere Richtung gehen wird. Was sich ganz anregend anlassen könnte, hätte Sammy nicht die Idee gehabt, sich nebenbei ordentlich Einnahmen zu verschaffen. Mit Folgen für seinen Chef. Zunächst. Das nebenbei Stilton auch gedenkt, schnelles, scheinbar leicht verdientes Geld mal mitzunehmen (als „Amüsierdame“ auf einem Club Treffen einflussreicher Männer) und auch dort die Ereignisse einen anderen Verlauf nehmen, als geplant (was mindestens zwei Fluggeräte und deren Insassen intensiv betreffen wird), das kann ja vorher keiner ahnen. Ein brachialer, schmieriger Polizist steht störend im Raum, ein General aus Roswell sucht Anschluss, ein merkwürdiges Wesen taucht auf und eine der gewählten Erzählperspektiven (Moore wechselt hier und da in Betrachtung Sammys von der ersten in die dritte Person) kommt von einer „gespaltenen Zunge“. So nimmt das Chaos seinen Lauf, müssen Männer still gestellt werden, macht sich ein alter Chinese auf Schlangenjagd, erkennt ein junger Chinese, wie er seine Angebetete näher ans ich binden kann, wickelt Stilton viele Männer um den Finger und geht Sammy es an, die Dinge kühl und auch mal mit der nötigen Härte anzugehen. Was alles lange auf des Messers Schneide steht, auch wegen einiger ominöser Männer in schwarzen Anzügen und schwarzen Sonnenbrillen (ein durchaus gewollter Verweis auf die bekannten „Men in Black“), die erst durch ein umfunktioniertes Kornett Respekt lernen werden. Das Ganze setzt Moore umwerfend sprachlich in Szene, folgt den Spuren klassischer „Noir-Thriller“, die er hier überzeugend mit einer Prise Science-Fiction erweitert. Wobei vor allem die trockenen und überaus coolen Dialoge und ironischen Wendungen für die erfrischende Atmosphäre im Roman sorgen. „Und wie geht es unserem Hausgast“? (der unter Drogen gehalten wird, um keinen Stress verursachen zu können). „Ruhst sich aus. Erholt sich von seiner Reise“. Dies, gepaart mit ebenso ironisch und trocken versehener Härte von „Todesfällen“ ergibt insgesamt einen interessanten, durchdachten, sprachlich überzeugenden Thriller, der bestens unterhält.

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Vita

Der ehemalige Journalist Christopher Moore arbeitete als Dachdecker, Fotograf und Versicherungsvertreter, bevor er anfing, Romane zu schreiben. Inzwischen haben seine Bücher längst Kultstatus. Christopher Moore liebt den Ozean, Acid Jazz und das Kraulen von Fischottern. Er lebt in San Francisco.

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