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Es ist das Jahr 2061, und die Erde ist langsam, aber sicher unbewohnbar geworden. Die letzte Chance der Menschheit ist der Mars. In Vorbereitung auf die Mission lässt sich Dr. Sophie Winston mit ihrem Team in einem Biosphären-Habitat in den Rocky Mountains einschließen. Doch schon wenige Tage später sind die Wissenschaftler gezwungen, den Einschluss abzubrechen. Als sich die Türen des Habitats öffnen, stehen Dr. Winston und ihre Leute vor dem Nichts: die Menschen sind spurlos verschwunden, ebenso die Wasserreserven des gesamten Planeten. Stattdessen tauchen plötzlich überall mysteriöse, blau leuchtende Kugeln auf. Kugeln, die ein tödliches Geheimnis bergen ...


Aus dem Englischen von Marcel Häußler
Originaltitel: Orbs
Originalverlag: Simon & Schuster
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-22708-1
Erschienen am  10. September 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Lächerlich

Von: Buchdrache

03.06.2019

Wenn es den Film »Independence Day« als Buch gibt, dann ist es wohl »Orbs« von Nicholas Sansbury Smith. Und ich hätte darauf verzichten können. Der Roman ist definitiv sehr amerikanisch und der Vergleich mit »Independence Day« kommt ebenfalls nicht von ungefähr. Es gibt eine Menge Geballer und toughe, coole Sprüche. (An »Yipie yah yei, Schweinebacke!« kommt aber keiner heran.) Eben genau das, was man aus einem amerikanischen Hollywood Action-Blockbuster so kennt. Hinzu kommt eine sehr U.S.-amerikanische Einstellung zum Militär und zu Waffen. Für eine Alieninvasion besteht die Erde nun mal grundsätzlich nur aus Nordamerika. Kurzum: Das ist Popcornkino in Buchform. So etwas schaue ich mir nicht wegen der tiefgründigen Storys an, sondern wegen der coolen Actionszenen. In diesem Fall also wegen der Aliens. Leider waren die mal so gar nicht cool. Oder zumindest nicht genug, um diesen Roman in irgendeiner Weise über die fehlende Story hinweg zu tragen. Die Hauptfrage, die sich mir stellte, lautet: Wie stellen die sich vor, das zu überleben? Das sind ne Handvoll Marines und Wissenschaftler und zwei nervige Kinder obendrauf! Wie?! Die Invasion umfasst die gesamte Erde, es gibt so gut wie keine Überlebenden schon wenige Tage nach dem Angriff. Das ganze Setting wirkt für mich ehrlich gesagt ziemlich lächerlich. Der erste Band, um den es sich hier handelt, ist eher ein Setup, der zur eigentlichen Handlung hinzuführen scheint. Mir wird hier aber nichts gegeben, anhand dessen ich sehen kann, dass die Protagonisten auch nur einen Hauch von Chance haben, auch nur noch eine weitere Woche zu überleben. Früher oder später werden sie überrannt, zumal immer wieder angedeutet wurde, dass sie bisher nur die Vorhut der Alienarmee gesehen haben. Und schon gegen die waren sie hoffnungslos unterlegen. Hinzu kommen einzelne Szenen, von denen ich vermute, dass sie Horrorelemente und billige Jumpscares sein sollen. Nur dass Jumpscares auf literarischer Ebene nicht so funktionieren können wie in einem Film. Allerdings ist hier sehr vieles eher filmisch aufgezogen. Hat sich da jemand im Medium geirrt? Jedenfalls konnte ich bei diesen Szenen nur müde gähnen. Augenfällig sind des Weiteren die häufigen Erzählerwechsel, teilweise noch auf derselben Seite und kurz hintereinander. Wir haben keinen wirklichen allwissenden Erzähler, sondern durchaus einen personellen, der jedoch sehr schnell zwischen den Figuren hin und her springt. Mich hat das häufig sehr irritiert, wenn ich plötzlich die Szenerie schon wieder aus einem anderen Blickwinkel betrachtete. Etwas mehr Konsistenz und damit Ruhe hätte der Erzählung hier gut getan. Die Aliens selbst hätten noch einmal einen spannenden Aspekt hinzufügen können. Allerdings hat mich das Setting, dass sie auf die Erde kommen und alles Wasser auf dem Planeten aufsaugen, überhaupt nicht gepackt. Wenn schon Erstkontakt-Geschichten, dann doch eher Cixin Lius »Remembrance of Earth’s Past«-Reihe, das ist wesentlich faszinierender aufgezogen. Des Weiteren fand ich bereits den Ausgangspunkt der Erzählung unlogisch. Den Forschern wurde erzählt, dass sie sich in den völlig autarken Untergrund-Bunker begeben, um dort die isolierten Bedingungen auf der Reise zum Mars zu simulieren. Was ich mich jedoch frage: Macht das überhaupt Sinn? Stehen Raummissionen nicht grundsätzlich im Kontakt zur Erde? Klar, der Übertragungsweg von Mars zu Erde ist weit und nicht unmittelbar. Somit wäre eine völlige Isolation von der Erde aber dennoch nur ein Extremfall. Wäre gesagt worden, dass hier ein solcher Extremfall geprobt werden sollte, hätte ich es glaubhafter gefunden. Am Ende steckt eh mehr dahinter, aber die Erklärung für den Bunker erscheint mir dennoch ungenügend. Der Vergleich mit dem Film »Independence Day« liegt bei »Orbs« sehr nahe. Wer den Film mochte, findet vielleicht seine Popcorn-Freuden an diesem Buch. Für mich schwächelt der Roman jedoch inhaltlich zu sehr und bietet mir auch auf der Action-Seite zu wenig, als das ich mich unterhalten gefühlt hätte. Ich danke dem Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares. Mögliche Trigger - Gewalt gegen Menschen - Blut und Wunden - Tod und Leichen

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Er war schon besser...

Von: Thomas Rippert

26.04.2019

Nicholas Sansbury Smith ist mir bisher nur durch die wirklich hervorragende Extinction Cycle-Reihe bekannt. So freute es mich umso mehr eine weitere Dystopie aus seiner Feder im deutschsprachigen Raum zu entdecken. Im Gegensatz zum Extinction Cycle ist der Gegner der Menschheit, dem sie sich in „Orbs“ stellen muss nicht untot oder mutiert. Doch genau wie im Cycle, geht Sansbury Smith direkt ans Eingemachte und spart sich die Erklärungen des wie, wann und warum überhaupt, für den späteren Verlauf der Story auf um immer wieder kleine Happen an Informationen einzustreuen. Auch hier werden wieder viele Wissenschaftliche (Pseudo)Fakten geboten, die alles glaubwürdiger machen als ein „Ist eben so!“, das mache Autoren des dystopischen Genres gerne bevorzugen. Mir fiel auf, das Sansbury Smith hier ein wenig zu lieblos mit seinen Protagonisten umgeht. Die Tiefe und Sympathie der Kampfrecken des Cycle werden hier von keiner der handelnden Figuren erreicht. Das mag auch dem Fakt geschuldet sein, das es sich – wie ich recherchieren konnte – um den Auftaktband einer Serie handelt, welche bereits auf vier Exemplare in ihrer Muttersprache angewachsen ist. So bleibt dann abzuwarten ob Heyne gewillt ist alles auch dem deutschen Leser zugänglich zu machen, oder ob es ein Standalone und Sinn und Wirkung bleiben wird. Die Geschichte ist nicht neu oder gar innovativ, doch kann Sansbury Smith wie gewohnt mit der Schnelligkeit seiner Erzählung punkten. Es wird nicht langweilig, wenn auch ab und an oberflächlich, denn so wirklich Zeit zum Nachdenken und überdenken bleibt einem kaum. Leser, welche durch den Cycle bisher verwöhnt wurden, werden hier sicher ein wenig enttäuscht zurückgelassen. Jedes Spielfeld will vorbereite sein und man merkt dem ersten Band der Reihe an. Das er für dies gedacht wurde.

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Vita

Nicholas Sansbury Smith arbeitete im Krisenmanagement für Katastrophenschutz bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Mit seinen (post-)apokalyptischen Science-Fiction-Romanen zählt er zu den USA Today-Bestsellerautoren. Nicholas Sansbury Smith lebt mit seiner Familie in Iowa.

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