Pechmaries Rache

Kriminalroman

(5)
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Auf dem Hellberger Hof regiert der Hass: Alle Familienmitglieder sind bis aufs Blut zerstritten - spätestens seit die dreijährige Angelina im Bach ertrunken ist, weil ihre Großmutter nicht richtig aufgepasst hat. Reporterin Ira Wittekind, die eigentlich mitten in den Hochzeitsvorbereitungen steckt und einen Artikel über den Hof schreiben will, hat von Anfang an ein merkwürdiges Gefühl. Dann sterben zwei weitere Menschen. Und als Ira gemeinsam mit Kommissar Brück recherchiert, stellt sich schnell heraus, dass die Ursachen für die Streitigkeiten auf dem Hof eine Grausamkeit besitzen, die sie sich niemals hätte vorstellen können...

»Ein erfrischender und spannender Krimi aus Ostwestfalen, mit herrlichen Charakteren. Lesespaß mit Gänsehautfaktor.«

Beate Rottgardt, Ruhr Nachrichten (22. Januar 2020)

eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-22235-2
Erschienen am  09. Dezember 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Lokalreporterin auf Mörderjagd

Von: Edith N.

14.02.2020

Eigentlich will Lokalreporterin Ira Wittekind, 54, auf dem Hellberger Hof in Bad Oeynhausen nur einen jungen Mann interviewen, der ein stillgelegtes Sägewerk zu einem Innovationszentrum umbauen möchte. Das Gespräch mit ihm und seiner Mutter, der Möbelrestauratorin Marilena Heiland, verläuft angenehm und unauffällig – bis Ira ein Foto von der Stelle machen möchte, an der der Borstenbach unter dem Sägewerk durchfließt. Das lehnt Simon Heiland vehement ab. Ähnlich massiv wird er, als Ira mit seiner Mutter, der Besitzerin des Hofs, sprechen möchte. Nein, das gehe nicht. Lilo Wolf sei krank, da könnten sie jetzt nicht hin. Diese übertriebenen Reaktionen machen die routinierte Reporterin stutzig. Irgendwas stimmt hier nicht! Dass Lilo Wolf schwer krank war, hat offenbar der Wahrheit entsprochen. Am selben Tag wie Iras Artikel über Simon erscheint die Todesanzeige seiner Großmutter in der Zeitung. Wenige Tage darauf wird Marilena tot im Borstenbach gefunden. Suizid, heißt es. Das hält Ira Wittekind aus nachvollziehbaren Gründen für vollkommen ausgeschlossen. Statt sich um die Vorbereitungen für ihre Hochzeit zu kümmern, verbeißt Ira sich in den „Fall Bachleiche“ und dreht die Vergangenheit der bis aufs Blut zerstrittenen Familie Heiland auf links. Und wie das so ist bei verkorksten Familiengeschichten: Je tiefer man gräbt und je genauer man hinschaut, desto gruseliger und unappetitlicher wird es. Die düstere Familiengeschichte wird aufgelockert durch die markigen Sprüche der beiden alten Tanten. Sophie und Frieda Weyer rauchen Zigarre, trinken Schnäpschen, lieben deftiges Essen und sind in ihrer Wortwahl nicht zimperlich. Diese zwei bodenständigen Frauen sind nicht nur wegen ihres umfassenden Hintergrundwissens über die einheimischen Familien ein unverzichtbares Element in den Ira-Wittekind-Krimis. Ich mag Ira Wittekind, weil sie so normal ist. Sie recherchiert und schreibt über Personen im Ausnahmezustand und gibt keine Ruhe, bis sie „die Geschichte hinter der Geschichte“ gefunden und verstanden hat. Oberflächliche Berichterstattung ist ihre Sache nicht. Stets will sie genau wissen, wie alles zusammenhängt und was die Menschen zu ihren Taten getrieben hat. Aber wenn sie von der Arbeit nach Hause kommt, ist Familienleben (mit Hund) angesagt und zum Glück keine depressive Nabelschau wie bei vielen anderen Krimi-Ermittler*innen. Als Reporterin, die diesen Job seit 30 Jahren macht, weiß sie, wie sie die Leute nehmen muss, um ihr Vertrauen zu gewinnen und ihnen Informationen zu entlocken, die sie eigentlich nicht preisgeben möchten. Dass sie es dabei mit der Wahrheit und den Vorschriften nicht immer so genau nimmt, gehört zum Job. Aber wenn das Jagdfieber sie mal gepackt hat, dann gibt’s eben kein Halten mehr. Ich glaube, so taff wie in diesem Band haben wir Ira Wittekind noch nie erlebt. Aber eigentlich dürfte uns nicht überraschen, dass sie die gesamte Klaviatur ihres Jobs beherrscht. Wie sonst hätte sie sich 3 Jahrzehnte lang erfolgreich ihrem Beruf halten können? Der Krimi ist spannend, weil man, genau wie die Reporterin, herausfinden will, was in dieser schrecklichen Familie vor sich gegangen ist und was schließlich zum Tod von Marilena Heiland geführt hat. Lustig wird’s, sobald die zwei betagten Tanten auf den Plan treten und im Dialekt ihren Senf zu Iras Recherchen geben. Ein bisschen ärgerlich ist’s, dass man ab gut der Hälfte des Buchs ahnt, wie der Hase läuft, weil der Buchtitel spoilert. Sobald im Roman das Wort „Pechmarie“ fällt, ist im Grunde klar, was passiert sein muss. Es bleibt jedoch die Frage offen, ob dieser Plan auch wunschgemäß aufgeht. Deswegen lohnt sich das Weiterlesen auf jeden Fall. Mir liegt dieser Mix aus Spannung, Tragik und Humor, und ich würde mich freuen, wenn es ein Wiedersehen mit Ira gäbe. Aber jetzt lassen wir sie erst mal in Ruhe ihren Andy heiraten.

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Ein spannender, sehr unterhaltsamer Krimi

Von: Annette Traks

25.12.2019

Ira Wittekind (54) ist Reporterin bei der Bad Oeynhausener Tageszeitung „Tag 7“ und will einen Artikel über den Hellberger Hof schreiben. Dort wohnen die verwitwete Besitzerin Lilo Wolf, deren Tochter Marilena sowie Enkel Simon mit seiner schwangeren Lebensgefährtin und Enkelin Sissy mit Mann und drei kleinen Töchtern. Die Mitglieder der Familie sind zerstritten. Es regieren Missgunst, Hass und Intrigen – erst recht, seit Sissys dreijährige Tochter Angelina vor etlichen Jahren im nahen Bach ertrunken ist, weil Marilena angeblich nicht gut genug auf sie aufgepasst hat. Kurz nach dem ersten Besuch der Reporterin auf dem Hof stirbt die alte Lilo Wolf, und kurz nach der Beerdigung deren Tochter. Ira Wittekind ist geschockt, kann nicht glauben, dass auch Marilena tot sein soll: Im Interview sprach sie von vielen Plänen und wirkte gar nicht krank. Die Polizei geht bald von einem Suizid aus – hat die psychisch labile Frau vielleicht den Tod der Mutter nicht verkraftet? Eigentlich hat Ira genug um die Ohren, denn sie steckt mitten in den Vorbereitungen für ihre Hochzeit. Doch die Ereignisse auf dem Hellberger Hof lassen ihr keine Ruhe, und sie fängt an zu recherchieren. Dabei kommt sie einer Familiengeschichte auf die Spur, die der reinste Horror ist. Resümee: Die Lebensgeschichte der Bewohner des Hellberger Hofes ist ein wahrer Krimi. Reporterin Ira Wittekind schaut hinter die Kulissen und trägt peu à peu Schichten der ohnehin schon angekratzten Fassade ab. Die Infos, die sie durch ihre Recherche zutage fördert, erschrecken den Leser und machen ihn fassungslos darüber, zu wieviel Hass und Grausamkeit die eigenen Familienmitglieder untereinander fähig sind. Dieses Maß an Unmenschlichkeit geht weit über das physisch und psychisch Erträgliche hinaus. Dabei ist alles sehr glaubhaft geschrieben – eins folgt aus dem anderen – und zieht einen in den Bann. Man fragt sich ständig, was wohl als nächstes ans Tageslicht kommen mag. Vor allem kann man sich immer mehr vorstellen, dass die alte Lilo Wolf und kurz darauf deren Tochter Marilena keines natürlichen Todes gestorben sind. Die Frage, ob das stimmt und ob es sich dann um Mord oder Selbstmord handelt, bleibt aber bis zum Schluss offen. Die Autorin hat die Handlung als eine Eskalationsspirale angelegt, in die Ira Wittekind mit ihren engagierten Nachforschungen immer mehr hineingezogen wird. Erholung wird ihr – und auch dem Leser – gewährt, wenn sie mit ihrer zukünftigen Verwandtschaft auf dem eigenen Hof ist. Dort geht es sehr fürsorglich, unterhaltsam und humorvoll zu, vor allem, wenn die beiden Tanten ihres Zukünftigen ins Spiel kommen mit ihrem ostwestfälischen Sprachgebrauch und Wesen. Die Handlungsorte werden sehr anschaulich geschildert, und auch sämtliche Charaktere sind überzeugend gestaltet. Fazit: ein spannender und sehr unterhaltsamer Krimi!

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Vita

Carla Berling, unverbesserliche Ostwestfälin mit rheinländischem Temperament, lebt in Köln, ist verheiratet und hat zwei Söhne. Mit der Krimi-Reihe um Ira Wittekind landete sie auf Anhieb einen Erfolg als Selfpublisherin. Bevor sie Bücher schrieb, arbeitete Carla Berling jahrelang als Lokalreporterin und Pressefotografin. Sie tourt außerdem regelmäßig mit ihren Romanen durch große und kleine Städte. Zuletzt erschien ihr Roman "Der Alte muss weg".

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04. Apr. 2020 04. Mai 2020

#wirbleibenzuhauseundlesen Online-Lesung mit Carla Berling

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06. Mai 2020

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14. Mai 2020

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16. Juni 2020

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19. Juni 2020

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Pechmaries Rache

26. Juni 2020

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16. Juli 2020

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Klammerblues um zwölf

08. Okt. 2020

Lesung mit Carla Berling

19:30 - 22:00 Uhr | Overath | Lesungen
Carla Berling
Klammerblues um zwölf

08. Nov. 2020

Lesung mit Carla Berling

12:00 - 15:00 Uhr | Unna | Lesungen
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Der Alte muss weg