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Play to Live - Gefangen im Perma-Effekt Roman

Play to Live-Serie (1)

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-21741-9

Erschienen:  12.03.2018
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Russland in der nahen Zukunft. Die Spieleindustrie hat immer neue Möglichkeiten erschaffen, sich mit allen Sinnen der virtuellen Realität hinzugeben. Doch für Max, einen jungen Mann in Moskau, heißt Wirklichkeit auf einmal: Krebs, im Endstadium. Ein Schicksal, auf das Max so gar keine Lust hat. Und so klinkt er sich in das Online-Rollenspiel AlterWorld ein, um dort mittels des Perma-Effekts weiterzuleben. Für immer gefangen in einer digitalen Parallelwelt - denn wer seine Ewigkeit hier verbringen will, muss sich hochleveln und Verbündete finden ... Das Abenteuer beginnt!

ÜBERSICHT ZU VON DMITRY RUS

Play to Live-Serie

Bitte beachten Sie, dass zwecks Vollständigkeit ggf. auch Bücher mit aufgeführt werden, die derzeit nicht lieferbar oder nicht bei der Verlagsgruppe Random House erschienen sind.

Dmitry Rus (Autor)

Dmitry Rus ist ein junger russischer Autor, dessen Romane den russischen Buchmarkt in Windeseile eroberten, und mit ihnen ein neues literarisches Genre begründete: »LitRPG« – ein Mix aus Science Fiction, Fantasy und Online Rollenspielen. Das erste Buch seiner Romanreihe PLAY TO LIVE machte ihn über Nacht zum Bestseller-Autor.

Aus dem Amerikanischen von Christiansen & Plischke
Originaltitel: AlterWorld - Play to Live Book 1
Originalverlag: Amazon Digital Services

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-21741-9

€ 9,99 [D] | CHF 12,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne

Erschienen:  12.03.2018

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Paperback)

Überraschend gut

Von: Gwees Bücherwelt Datum: 22.05.2018

gweesbuecherwelt.blogspot.de

Heutzutage werden Computerspiele in den verschiedensten Medien thematisiert. Während es mit „Sword Art Online“ einen Anime dazu gibt, befassen sich auch die Romane „Erebos“ und in Grundzügen auch das aktuell – zurecht – so populäre „Ready Player One“ damit, um nur einige zu nennen. Gerade durch die Virtuelle Realität wird die Thematik immer interessanter, gerade natürlich für Gamer. Ich selbst liebe Computerspiele auch und bisher hat das Thema immer eine große Faszination auf mich ausgeübt. Konnte der Auftakt zu „Play to live“ mich also begeistern oder ist die Geschichte nur Schall und Rauch?

Der Einstieg war für mich persönlich etwas irritierend, aber da der Roman schnell in Fahrt kommt, ist das nicht so schlimm. Sobald es um AlterWorld geht, hat das Buch mich völlig vereinnahmt. Es geht um Max, der einen Tumor hat und sein Leben fortführen will, indem er den sogenannten Perma-Effekt in einem Spiel auslöst: Dadurch lebt er in dem Spiel weiter, während sein Körper in der echten Welt stirbt. Gerade die Spielszenerie hat der Autor dabei fabelhaft inszeniert. Für diejenigen, die sich mit den Begriffen nicht auskennen, gibt es hinten ein Glossar, sodass es trotzdem kein Problem ist, der Handlung zu folgen, in die man schnell eintaucht. Zugegeben hätte ich mir ein paar mehr Fehlschläge und Hindernisse für Max gewünscht, aber alles in Allem war das Buch doch durchweg spannend und er macht es sich als MMORPG-Spieler auch nicht unbedingt einfach, was die ganze Handlung nochmal ein bisschen kniffliger macht. Die Handlung ist nicht offensichtlich, was ich besonders erfrischend fand. Immer wieder habe ich zwar gegrübelt, wie es weitergehen könnte, aber der Plot überrascht. Trotzdem bleibt das Hauptziel des Romans lange in der Luft hängen. Thematisch muss ich zugeben, dass es auch ein paar Handlungsaspekte gab, die mir etwas missfallen haben, aber zu dem Bild passen, dass der Autor zeichnen will. Die beiden Knackpunkte waren dabei für mich Frauen und Zigaretten. Die Frauenfiguren – wenn man überhaupt im Plural von ihnen sprechen möchte, da es so wenige sind – wurden leider sehr knapp und – ich sag es nicht gern – sexistisch gezeichnet. Die wichtigste Frau des Romans sind Max‘ Freundin, die nicht mehr als ein Betthupferl ist. Der zweite Knackpunkt war für mich der Plot um die Zigaretten, der die bis dahin wirklich gute Geschichte ein wenig abgeschwächt hat, da er sich ewig hinzog und ehrlich gesagt auch ein bisschen langweilig war. Dafür war alles, was Max beim Leveln erlebt hat, umso interessanter.

Max selbst ist eigentlich durchaus ein sehr sympathischer Kerl. Am Anfang muss man sich erst einmal mit seiner Art zurechtfinden, aber das geht schnell. Er ist auch nicht unbedingt wie der typische gutherzige Protagonist, sondern hat auch mal fragwürdige Meinungen und seine Moral lässt auch zu wünschen übrig. Und nicht nur seine. Ein ganzer Handlungsaspekt dreht sich um eine moralisch mehr als bedenkliche Sache. Neben Max mochte ich vor allem die Charaktere Käfer, Eric und Dan, was nicht von ungefähr kommt, da die drei auch sehr dominant auftreten. Sie alle haben eine halbwegs ausgegorene Hintergrundgeschichte bekommen und wirken authentisch. Taali – nun ja, ich habe es ja bereits gesagt. Sie ist die typische Jungfrau in Nöten und nicht viel mehr. Ich rechne es dem Autor zwar hoch an, dass er es geschafft hat, eine Anspielung an den „Erec“ von Hartmann von Aue einzubauen, aber ich hoffe wirklich, dass in der Fortsetzung wichtigere Frauenfiguren auftreten. Trotzdem kann man als Leser damit leben, da der Fokus auf Max liegt. Genaugenommen hat zum Beispiel Käfer sogar eine geringere Rolle eingenommen. Die beste Figur des Romans war aber definitiv der kuschelige Plüschbär Humungus, der als Max‘ beschworene Kreatur fungiert.

Rus‘ Schreibstil ist recht flüssig und eher schnörkellos. Er neigt nicht zu ausschweifenden Beschreibungen und geht die ganze Geschichte sehr nüchtern an. Oft bekommt der Leser auch den aktuellen Status des Charakters zu lesen, manchmal war das auch etwas überflüssig, aber meistens passt es ganz gut. Ich hatte auch keinerlei Probleme mit den ganzen Fachbegriffen, muss aber eben auch sagen, dass ich mit den meisten bereits vertraut war. Wenn man sich mit MMORPGs auskennt, fällt es einem auch nicht schwer, sich das Interface oder generell AlterWorld vorzustellen. Ich selbst hatte dabei meistens eine Kreuzung aus „World of Warcraft“ und „Sword Art Online“ im Kopf.

Trotz einiger Kritikpunkte hat der Roman es geschafft, mich zu fesseln. Es macht richtig Spaß, Max und sein angehendes Leben in der AlterWorld zu verfolgen und obwohl die Handlung an einigen Stellen durchschaubar wirkt, kommt dann doch alles anders als man denkt. Gerade auch das Ende verspricht eine Fortsetzung, die es in sich hat. Ich bin schon sehr gespannt darauf. Der erste Band der Reihe setzt auf jeden Fall hohe Maßstäbe.

Fazit:
„Play to live – Gefangen im Perma-Effekt“ ist ein wirklich positiv überraschender Roman. Die Handlung reißt mit, Max ist ein charmanter Protagonist und der Schreibstil liest sich flüssig. Lediglich die Stigmatisierung von Frauen und die Moraleinstellung der Charaktere ist dabei bedenklich, aber wenn man darüber hinwegsehen kann, ist der Roman ein gefundener Schatz.

Inhalt: 5/5
Charaktere: 4/5
Lesespaß: 5/5
Schreibstil: 4/5

Ich bin dann mal zocken...

Von: Isa Datum: 30.04.2018

www.tales-corner.blogspot.de

Darum geht's

Klappentext:
Russland in der nahen Zukunft. Die Spieleindustrie hat immer neue Möglichkeiten erschaffen, sich mit allen Sinnen der virtuellen Realität hinzugeben. Doch für Max, einen jungen Mann in Moskau, heißt Wirklichkeit auf einmal: Krebs, im Endstadium. Ein Schicksal, auf das Max so gar keine Lust hat. Und so klinkt er sich in das Online-Rollenspiel AlterWorld ein, um dort mittels des Perma-Effekts weiterzuleben. Für immer gefangen in einer digitalen Parallelwelt - denn wer seine Ewigkeit hier verbringen will, muss sich hochleveln und Verbündete finden ... Das Abenteuer beginnt!


Die Story / Idee

Gleich eins vorweg: der Autor hat hier ein MMORPG zu Papier gebracht, was ich super finde. Ich habe selbst lange World of Warcraft und diverse andere MMORPGs gespielt (z.B., Elder Scrolls Online, Wildstar, Aion, Guild Wars 1 und 2 usw.), manche mehr und manche weniger exzessiv. Dadurch viel mir der Einstieg, in die Geschichte, natürlich entsprechend leicht. Ich kann absolut nicht einschätzen, wie es sich verhalten würde, wenn man bisher gar keine Berührungspunkte mit diesem Thema hatte. Das wäre wirklich mal interessant zu wissen - vor allem auch wie spannend das Buch dann für denjenigen ist, oder evtl. auch nicht :D.
Die ganzen Begrifflichkeiten wie z.B. Noob, pullen, Mob, Raid, PK, PvP, DoTs, Buffs usw. kannte ich also bereits alle und musste nichts nachschlagen (das Buch enthält aber ein Glossar dafür). Ich war sofort voll drin und feierte die ganze Geschichte total ab beim lesen. Ich fühlte mich einfach in meine WoW Zeit zurückversetzt und genoss das Gefühl von Nostalgie total. Für mich war das Buch durchweg spannend, lustig und sehr unterhaltsam. Es gab einige Stellen, die etwas sexistisch oder moralisch verwerflich waren - aber das passte meiner Meinung nach zu der Geschichte, zum MMO und den Charakteren. Generell sollte man solche Themen, in diesem Buch, auch nicht sooo extrem Ernst nehmen, finde ich. Die Geschichte spielt sich vor allem innerhalb der MMO Welt ab. Immer mal wieder bekommt man aber auch etwas von der Regierung und der Gesellschaft außerhalb des Spiels mit, diese Passagen fand ich jedes mal sehr interessant. Auch innerhalb des Spiels kommt es zu einigen Konflikten, Intrigen und Manipulationen, was dann auch noch mal die Spannung ordentlich pushte. Die Ereignisse sind super mit der Spielwelt und den Charakteren verflochten, sodass ich schön mitfiebern konnte.

Die Charaktere

Hauptsächlich dreht sich alles um Max, welcher sich in den Perma-Effekt versetzten will um weiter Leben zu können. Er ist ein echter Glückspilz innerhalb des Games und vieles gelingt ihm sehr gut. Max war mir grundsätzlich Sympathisch, bis auf einige Ansichten und Handlungen, die ich moralisch gesehen nicht gerade toll fand. Aber man muss ja mit dem Protagonisten nicht immer einer Meinung sein. Ganz im Gegenteil, ich finde es dann sogar noch interessanter beim Lesen.
Er trifft im Spiel schnell weitere Charaktere und freundet sich mit einigen an, manche davon waren mir besonders sympathisch. Auch die ganzen Clans / Gilden innerhalb des Spiels fand ich sehr interessant, vor allem wie diese auch untereinander agieren. In diesem MMO gibt es jedenfalls sehr komische Gestallten, wie sich schnell herausstellte und jeder hat seine ganz eigene Hintergrund Geschichte. Dabei war es vor allem interessant, von den Beweggründen der einzelnen Personen zu lesen, warum diese in den Permamodus gelangt sind oder gelangen wollen.

Der Schreibstil

Der Schreibstil war locker und leicht, nicht verschnörkelt und gekünstelt sondern sehr auf den Punkt gebracht. Irgendwie aufs wesentliche Fokussiert. Sehr angenehm und leicht zu lesen, aber auch nichts besonderes (muss ja auch nicht immer sein).

Abschließendes Fazit

Für mich ein absolut spannendes, lustiges, unterhaltsames und abenteuerliches Lese Erlebnis in einer MMORPG Welt. Bisher habe ich noch nie etwas ähnliches gelesen. Es erinnerte mich sofort an World of Warcraft und versetzte mich so sehr in ein wohliges, nostalgisches Gefühl, dass ich tatsächlich noch mal bei WoW und Elder Scrolls Online reingeschaut habe. Jetzt hänge ich gerade tatsächlich in Tamriel fest und bin auf der jagt nach fetten loots und Quests.
Ich freue mich schon sehr auf das Folgequest...Äh den Folgeband dieser Reihe. Ein Highlight für mich, da es etwas vertrautes und bekanntes in etwas ganz neues verwandelt hat.

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