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Er mordet kalt und brutal: Zwei Jugendliche sind seine Opfer. Über Social Media müssen Freunde deren letzte qualvolle Minuten mitansehen. Und dieser Mörder ist noch nicht fertig: Ein weiterer Junge wird vermisst. Was verbindet die Jugendlichen? Wer glaubt, sie verdienten den Tod? Und kann der Junge noch gerettet werden?

Huldar und sein Team ermitteln. Auch Psychologin Freyja wird wieder in die Untersuchungen einbezogen, trotz anfänglichen Widerwillens. Gemeinsam müssen sie den gnadenlosen Mörder finden, bevor er wieder zuschlägt...

»Island-Grusel de luxe!«

freundin (07. August 2019)

Aus dem Isländischen von Anika Wolff
Originaltitel: R.I.P./ Aflausn
Originalverlag: Veröld
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-17234-3
Erschienen am  24. Juni 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Kommissar Huldar und Psychologin Freyja

Leserstimmen

Spannender Krimi mit wichtigem Thema: Mobbing & Social Media

Von: El @ Papertea & Bookflowers aus Wien

16.03.2020

Yrsa Sigurdardottir schreibt einfach wirklich gute Krimis! Auch dieser dritte Band der Huldar & Freya Reihe hat mir wieder sehr gut gefallen. Da Freya ja Kinderpsycholgin ist, haben alle Fälle dieser Reihe mit Kindern oder Jugendlichen zu tun, und ich finde die Kombination aus Polizei und Kinderpsychologin als Ermittler sehr spannend. Auch die Dynamik zwischen ihnen entwickelt sich und ändert sich ständig und da man POVs von beiden bekommt, ist es wirklich interessant zu sehen wie unterschiedlich Huldar und Freya die Situation bewerten. Allerdings ist in R.I.P. die Rolle von Freya etwas kleiner und der Fokus liegt stärker auf Huldar, seinen Kollegen und der Chefin Erla. Da dort aber aufgrund der Ereignisse der etzten beiden Büchern große Spannungen herrschen, ist auch das wirklich lesenswert und man erfährt mehr und mehr darüber wie Huldar ist und mit schwierigen Situationen umgeht. Ich würde mir aber trotzdem für den nächsten Teil wünschen, dass Huldar und Freya wieder verstärkt miteinander arbeiten. In diesem Fall spielen die Sozialen Medien eine Rolle, hauptsächlich Snapchat. Der Mörder teilt seine Tat über das Handy des Opfers mit allen Bekannten. Da die Opfer Jugendliche sind und somit die Morde hauptsächlich mit ihren gleichaltrigen Freunden geteilt werden, ist klar, dass Freya bei den Befragungen mit anwesend sein muss. Aber der Fall beschäftigt sie auch privat sehr, da er sie an ihre eigene Jugend erinnert. Es war wirklich gut gemacht, wie wir Schritt für Schritt mehr über die Opfer erfahren, wer sie waren und was eventuell das Motiv sein könnte. Wie sich soziale Medien auf die Menschen auswirken können ist definitiv ein Thema, dass in der Psychologie immer mehr Raum einnimmt. Die relative Anonymität im Internet macht es oft leichter andere zu mobben und es gibt fast keine Rückzugsorte für die Betroffenen mehr. Ich fand es auch wirklich interessant, dass alles aus verschiedenen Perspektiven zu sehen. Wir bekommen hier die Eindrücke (teilweise als Rückblicke) von den Opfern, Mobbern, den Eltern, der Schulen, Freunden und Psychologen! R.I.P. unterscheidet sich von den beiden Vorgängern insofern, als dass es nicht so detailliert die Taten beschreibt, es ist weniger brutal und direkt. Was einige bestimmt freuen wird, aber mich hatte das nie an den beiden ersten Bänden gestört. Abgesehen davon habe ich generell das Gefühl, dass dieser Band nicht ganz so intensiv ist. Sei es der Umstand, dass Freya und Huldar viel mehr allein ermitteln oder die Tatsache, dass wir weniger Einblicke in die Täter bekommen haben oder dass der erste Hälfte des Buches relativ langsam war. Es war trotzdem wirklich gut, aber es liest sich nicht ganz so schnell weg wie gewohnt. Alles in allem, wieder ein wirklich guter Krimi von Yrsa Sigurdardottir. Theoretisch kann man die Bände einzeln lesen, da die Fälle in sich abgeschlossen sind, aber man würde schon vieles verpassen!

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Mobbing und Selbstjustiz!

Von: sir.gerry.liest

08.03.2020

Nach DNA und SOG liegt nun mit R.I.P. bereits der dritte Thriller der isländischen Thrillerautorin Yrsa Sigurdadottir aus der Reihe um den Kommissar Huldar vor. Die junge Schülerin Stella, die aushilfsweise in einem Kino arbeitet, wird nach den letzten Filmvorstellungen auf der Damentoilette brutal überfallen und offenbar getötet. Per Snapchat verbreitet der Täter an alle ihre Kontakte Videos von diesem Verbrechen an Stella, in denen Stella das Wort Entschuldigung sagen soll. Kurze Zeit später verschwindet ein Junge, und dessen Schicksal ist bislang ungeklärt. Erneut stehen hier der Kommissar Huldar sowie seine Vorgesetzte Erla und auch die Kinderpsychologin Freyja im Mittelpunkt dieses äußerst interessanten Thrillers. Die dargestellte Brutalität zu Beginn ist erschreckend. Warum musste Stella sterben? Stella war offenbar eine allseits beliebte Schülerin. Unklar ist auch, weshalb der Junge verschwand. Das aufgefundene Blut in der Wohnung lässt auch hier nichts Gutes vermuten. Doch der Schein trügt. In diesem dritten Teil stellt die Autorin das Thema Mobbing in den Mittelpunkt. Nach und nach wird aufgedeckt, dass die Opfer offenbar auch Täter gewesen sind, Mobbingtäter. In allen Einzelheiten schildert Sigurdadottir das traurige Leben von gemobbten Schülern. Die Palette reicht vom einfachen Nichtbeachten von Personen über Anfeindungen und Beschimpfungen in der Schule bis hin zu perfiden Äußerungen in Internet. Mobbing ist somit nicht singulär auf die Schule beschränkt, sondern stellt sich omnipräsent auch außerhalb der Schulräume dar. Die Mobbingopfer können den Attacken nicht ausweichen. Es ist erschreckend, wie Schüler andere Schüler mobben. Das reicht sogar bis zum Freitod gemobbter Schüler. Es gibt zwar Hilfen in Form der Schule und auch Psychiater. Das scheint aber nicht ausreichend. Es handelt sich um erhebliches gesellschaftliches Problem. Denn das Thema Mobbing endet hier nicht mit dem Ende der Schulzeit. Auch im Erwachsenenleben kann es immer noch großen Einfluss haben wie im Fall Freyja, die zu einem Klassentreffen eingeladen wird und schlechte Erinnerungen aus ihrer Schulzeit hochkommen. All das wird sehr eindringlich in diesem Thriller geschildert. Das Buch regt nachdrücklich zum Nachdenken auf. Weiterer Schwerpunkt sind die zwischenmenschlichen Beziehungen der beteiligten Personen, insbesondere das angespannte Verhältnis zwischen Huldar und Erla einerseits, die Huldar bei den sehr intensiven und wichtigen Ermittlungen einfach nicht beachtet und keine Aufträge zuteilt, auch eine Form des Mobbings, und andererseits das Verhältnis zwischen Huldar zu Freyja. Hier gibt es immer wieder kurze Rückblenden zu den Geschehnissen aus den ersten beiden Bänden. Das ist wohl dosiert. Nicht zu viel für diejenigen, die bereits Bücher von der Autorin gelesen haben und nicht zu wenig für Neueinsteiger. Diese Beziehungen werden sehr gut und nachvollziehbar beschrieben. Insgesamt hat die Autorin einen überaus guten und fesselnden Schreibstil. Zwischendurch gibt es einen im Internet verfassten Brief über die Erfahrungen einer gemobbten Person. Das Ende und die Auflösung waren für mich sehr überraschend. Mit diesem Ergebnis hätte ich nicht gerechnet. Diesen Thriller kann ich uneingeschränkt empfehlen und gebe somit 5 von 5 Sternen.

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Vita

Yrsa Sigurdardóttir, geboren 1963, ist eine vielfach ausgezeichnete Bestsellerautorin, deren Spannungsromane in über 30 Ländern erscheinen. Sie zählt zu den "besten Kriminalautoren der Welt" (Times). Sigurdardóttir lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Reykjavík. Sie debütierte 2005 mit "Das letzte Ritual", einer Folge von Kriminalromanen um die Rechtsanwältin Dóra Gudmundsdóttir. DNA ist Start einer neuen Serie um die Psychologin Freyja und Kommissar Huldar von der Kripo Reykjavik.

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