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Reinkarnation ist nichts für Feiglinge Roman

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-14769-3

Erschienen: 13.10.2014
Dieser Titel ist lieferbar.

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Als hätten der Dalai Lama und Douglas Adams gemeinsame Sache gemacht!

An der neuseeländischen Südküste: George Larson, in erster Linie mit seiner Freundin Kaisa und der Kunst einen guten Song zu schreiben beschäftigt, erhält unerwarteten Besuch. Sein Großvater, der eigentlich schon lange das Zeitliche gesegnet hat, steht vor der Tür. Seit der alte Herr tot ist, scheint er sichtlich aufgeblüht: Er raucht Kette und trinkt mehr Kaffee, als gesund sein kann. Und er hat eine Botschaft für George: Die Menschheit ist in großer Gefahr und George der Einzige, der dagegen etwas tun kann. Zunächst zögerlich, doch mit wachsendem Ehrgeiz stellt sich George seiner neuen Aufgabe und kratzt dabei an den großen Fragen der Menschheit – Was passiert wirklich, wenn wir tot sind? Was sind unsere wahren Ziele und wo geht die Reise hin? – und erhält durchaus erhellende Antworten: Auch Reinkarnation will geübt sein. Tibetische Mönche sind gar nicht so friedfertig, wie man erwarten würde. Und wer hätte es geglaubt: »Just do it«, inzwischen zur inhaltsleeren Werbephrase verkommen, ist in Wirklichkeit eine jahrtausendealte Weisheit …

Fredrik Brounéus (Autor)

Fredrik Brounéus, 1971 in Stockholm geboren, studierte Pharmazie und Journalismus, schrieb Kolumnen für eine der größten schwedischen Zeitungen sowie fürs Radio. Nach einer wissenschaftlichen Stelle in Neuseeland, an der Universität von Otago, ist er vor kurzem mit seiner Familie wieder nach Schweden zurückgekehrt. Brounéus ist Autor mehrerer Bücher, er wird mit Autoren wie Douglas Adams, Terry Pratchett, Jim Butcher und Robert Rankin verglichen. Seine Geschichten, die ein breites Publikum ansprechen, sind wunderbare und witzige Reisen ins Übersinnliche und das Universum.


Judith Schwaab (Übersetzerin)

Judith Schwaab, geb. 1960 in Grünstadt, studierte Italienischen Philologie. Sie ist Lektorin und Übersetzerin von u.a. Debra Dean, Fernanda Eberstadt, Anthony Doerr.

Aus dem Englischen von Judith Schwaab
Originaltitel: The Prince of Soul and The Lighthouse
Originalverlag: Steam Press

eBook (epub), 22 s/w Abbildungen

ISBN: 978-3-641-14769-3

€ 8,99 [D] | CHF 11,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: btb

Erschienen: 13.10.2014

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Taschenbuch)

Die Geister die ich rief ...

Von: Bri Datum: 03.03.2016

www.feinerbuchstoff.wordpress.com

Auf ein Wort vorab: Fußnoten sind in einer Rezension eher unüblich ... doch hier haben sie ihre eigene Bewandnis und ich habe mich entschieden, sie trotz einer gewissen Ungemach beim Lesen einzubauen. Die Möglichkeiten der Einarbeitung aber sind in einem Blog wie diesem etwas eingeschränkt, deshalb sind die Fußnoten farbig gekennzeichnet. Liebe Leser, ihr dagegen habt mehrere Möglichkeiten, damit umzugehen: Scrollen oder einfach überlesen, das sei euch überlassen.

Wie viele Wissenschaftler mögen sich im Laufe ihres Lebens nach einer bahnbrechenden Entdeckung oder Erfindung schon gedacht haben: Was tun, damit das, was ich hier geschaffen habe, nicht in die falschen Hände gerät? Sicherlich zahllose. Einer davon ist I N, dessen Gehirn und Ich1 in Widerstreit darüber stehen, ob seine großartige Erfindung der Menschheit und vor allem dem Planeten nicht vielleicht doch zu viel Negatives bringen mag. Zumindest nach I N s Tod. Der Konflikt wird geklärt. Es wird Vorsorge getroffen: Wird die Erfindung nicht gleich zerstört, so wird zumindest ein Hintertürchen2 eingebaut, das die Zerstörung im nächsten Leben3 zulassen wird.

George Larson, 18, ist hingegen vollauf damit beschäftigt, der Prince of Soul zu werden. Der Soul liegt ihm einfach im Blut und ganz nebenbei hofft er, dadurch der hübschen finnischen Austauschstudentin Kaisa näherzukommen oder zumindest so viel ihrer Zeit wie nur möglich mit ihr zusammen zu verbringen. Allerdings passieren plötzlich einige äußerst merkwürdige Dinge und George hat eine Aufgabe zu erledigen: Er muss den Leuchtturm ausschalten4.

Der Überbringer dieser wichtigen Nachricht erscheint ihm im Traum5 und entpuppt sich als sein verstorbener Opa, der aber nicht der Einzige ist, der um die Wichtigkeit des Auftrags weiß. Tenzin, ein buddhistischer Mönch, taucht ebenfalls plötzlich und ganz lebendig auf, um George auf seiner Suche nach dem Leuchtturm zu begleiten und eines ganz deutlich zu machen: Wenn falschen Leuchtturm abschalten, er George abmurks.

Und so beginnt Georges Suche nach dem Leuchtturm, von dem niemand so recht weiß, was er ist, wo er sich befindet … und das Passwort, das kennt auch keiner …

Der Titel Reinkarnation ist nichts für Feiglinge des äußerst unterhaltsamen und frischen Romans von Fredrik Brounéus um George6, Tenzin7, Kaisa8 und Opa9 scheint ein wenig irreführend, heißt das Buch doch im Original The Prince of Soul and The Lighthouse, was den Kern der Geschichte etwas genauer und charmanter trifft. Abschrecken lassen sollte man sich davon aber nicht. Vor allem dann nicht, wenn man Freude an abgefahrenen Ideen, abstrusen Wendungen und intelligentem Witz mit spirituellem Touch hat. Douglas - Adams - Lesern sei dieses Kleinod also wärmstens empfohlen.

Eines sollte man jedoch beherzigen: Das Gehirn, das diese Geschichte aufnimmt, sollte schon etwas gedehnt sein, sonst droht es ob des skurrillen Datenflusses zu platzen – naja, nicht wirklich, aber das Lesevergnügen wird andernfalls sicherlich eingeschränkt sein.

Brounéus schreibt in seinem Nachwort, die Geschichte habe sich von einer Horror-Shortstory zu einem unbeendeten Fantasy-Epos gewandelt. Erst als er in Neuseeland landete, erschienen ihm George, Tenzin und die anderen, die es ihm möglich machten, den vorliegenden Roman zu verfassen. Ein Glück für uns Leser. Hätten die Zeichen Brounéus woandershin geführt, wären wir vielleicht um ein intelligentes Stück Unterhaltung ärmer.

Dass der Autor offensichtlich ein großer Verehrer von Literatur à la Douglas Adams ist, gereicht dem Roman nicht zum Nachteil, versucht Brounéus eben nicht, Adams Texte zu kopieren, sondern leiht sich nur dessen Handwerkszeug, um etwas Eigenes zusammenzubauen. Das ist erfrischend, erfrischend anders und abseits des Mainstream. Witzige Dialoge, flüssiger Stil, ungeahnte Wendungen - all das und noch viel mehr bekommt man hier serviert.

Ein rasanter Roadtrip, ausgelöst durch buchstabierende Insekten, geführt von Tieren, die der Zeichensprache mächtig sind, mit überraschendem Ende, ach was soll ich noch sagen? Außer: Lest es selbst10.
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1Eine der großen Fragen, wer oder was ist eigentlich Ich? Hier wird sie im Laufe eines wahren Roadtrips geklärt werden.
2Natürlich mit Passwort!
3Und dass es ein nächstes Leben gibt, ist absolut sicher.
4Soll heißen, die Welt retten.
5Oder?
6Weltretter
7Buddhistischer Leuchtturmbewahrer
8Finnische Ausstauschstudentin mit Hang zu ... miesem Karma
9Nach dem Tod Kaffee- und Zigaretten abhänig geworden
10 Just do it!

Lesenswert!

Von: Terry Winkler Datum: 29.07.2015

windleben.blogspot.de/

Reinkarnation ist nichts für Feiglinge, Rezension
„Als hätten der Dalai Lama und Douglas Adams gemeinsame Sache gemacht“, steht im Klappentext. Nachdem ich das Buch gelesen habe, muss ich zugeben, dass es wohl eines der wenigen Male ist, in denen nicht zu viel versprochen wurde. Denn was als seichter Roadtrip eines hormongesteuerten Teenagers beginnt, gewinnt mit der Zeit immer mehr an Tiefe. Den Leser erwarten fantastische Abenteuer und absolut absurde Szenen. Kein Wunder, schließlich treffen hier unter anderem amerikanische Regierungsagenten, schriftkundige Insekten, ein Geisterauto samt Fahrer, ein buddhistischer Mönch mit miserablen Englischkenntnissen und die Reinkarnation von Adolf Hitler aufeinander.
Es ist ganz klar, dass diese Art von Humor nicht für jedermann funktioniert. Wer die überaus mitteilsamen Naturerscheinungen noch mit einem Schulterzucken hinnimmt, wird spätestens beim inneren Monolog des Protagonisten, der in diesem Fall sehr schnell zum Dialog wurde, die Stirn runzeln. Ganz richtig, das Gehirn des Protagonisten unterhält sich mit Herz, Mund, Ohren, Nieren und so weiter. Wer jetzt an Otto Waalkes‘ „Milz an Großhirn, Milz an Großhirn: Soll ich mich auch ballen?“ denken muss, der hat eine recht gute Vorstellung davon, wie das abläuft. Mich hat das zu Beginn sehr gestört, aber mit der Zeit habe ich mich daran gewöhnt und mochte es zum Schluss sogar.
Mit den Charakteren bin ich leider nicht so richtig warm geworden. Dazu waren sie auf der einen Seite viel zu oberflächlich, auf der anderen auch viel zu abgeklärt. Und wenn ein Charakter selbst sich nur als Teil einer Reihe von Inkarnationen sieht, weshalb sollte es mich dann mehr kümmern als ihn selbst, wenn ihm etwas geschieht? Zudem vertragen sich Humor und Charakter-Drama bekanntlich nicht so gut, und in diesem Buch überwiegt der Humor.
Das Buch ist äußerst unterhaltsam und deshalb schnell gelesen. Am Ende war ich weder traurig noch glücklich, sondern hatte das gute Gefühl zuversichtlicher Gelassenheit. Und alleine dafür schon möchte ich es mit ganz vielen Menschen teilen.


Aufmachung
Das Taschenbuch überzeugt mit angenehmer Haptik und gefälligem Layout und Satz. Das Cover hat bei mir leider sehr schnell Stöße an den Ecken und Knicke am Rücken bekommen. Der dezent eingesetzte Spotlack gefällt mir super.
Der wahre Hingucker sind jedoch die Illustrationen im Inneren, die aussehen, als hätte der Zeichner direkt mit dem Bleistift in mein Buch gemalt. Ein bisschen schade fand ich, dass diese Bilder in ein paar Fällen mehrfach verwendet wurden, in einem Fall drei Mal, im anderen mit nur einer Seite dazwischen.

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