Römisches Finale

Ein neuer Fall für Commissario Di Bernardo
Kriminalroman

(6)
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Rom. Der weltberühmte Pianist Emile Gallois wird nach einem triumphalen Konzert erschossen aufgefunden. Commissario Di Bernardo, der bereits erfolgreich in der Musikwelt ermittelt hat, wird an den Tatort gerufen. Gemeinsam mit seinem jungen Kollegen Ispettore Del Pino stößt er schon bald aus einem Sumpf aus Intrigen und Affären. Scheinbar führte Emile Gallois ein wildes Doppelleben, und die Ehe mit seiner Frau war nur noch Fassade. Sie hätte also durchaus ein Motiv gehabt, ihn umzubringen. Als dann jedoch eine zweite Leiche gefunden wird, stellt sich der Fall noch einmal ganz anders und sehr viel komplexer dar …


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ISBN: 978-3-641-24656-3
Erschienen am  14. Oktober 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rom-Krimi-Serie

Leserstimmen

Kribbelnder Spaß auf hohem Niveau.

Von: Detlef Knut

18.11.2019

Nachdem ich bereits vom Debütkrimi eingefangen war, stieg die Neugier vor dem zweiten Roman. Um es vorwegzunehmen: Ich wurde nicht enttäuscht. Die Autorin, die selbst Konzertmusikerin ist, hat auch diesen zweiten Krimi um Commissario Di Bernardo in der Szene der klassischen Musik angesiedelt. Als ein berühmter Pianist bei der Generalprobe zu einem Benefizkonzert erschossen in der Garderobe aufgefunden wurde, fällt dem nichts anderes ein, als Di Bernardo auf den Fall anzusetzen. Schließlich sei er der Experte für klassische Musik, da er bereits zuvor in diesem Milieu einen Fall gelöst hätte (siehe "Tödliche Sonate"). Der Commissario nimmt sich zusammen mit dem jungen Kollegen, Ispettore Del Pino, des Falles an.. Die beiden sind ein sehr unterhaltsames Team. Der erfahrene Commissario, der mit seinem Sohn zusammenlebt, auf der einen Seite. Und der forsche und manchmal vorschnelle Ispettore, der den ganzen Roman über an nichts anderes denkt als an Essen. Ihren Gesprächen zu lauschen, bietet ein besonderes Vergnügen für den Leser Was die Dramaturgie der Geschichte angeht, so kann sich der Leser auf einen höchst verzwickten Ratekrimi einstellen. Über lange Strecken hinweg lohnen sich keine Spekulationen, denn es wird bis zum Schluss mit einer unerwarteten Konstellation gearbeitet. Man spaziert mit den Ermittlern zwangsläufig in viele Sackgassen, was den Roman sehr spannend macht . Hervorragend fügen sich die Rückblenden in die aktuelle Handlung ein. Sie erzählen eine eigene Geschichte, die zum großen Teil in Kalabrien handelt. Spätestens da kann der Leser einen Bezug zur 'NDrangheta erahnen. Doch wie die Geschichte von damals mit dem aktuellen Kriminalfall zusammenhängt, sollte jeder Leser schon selbst erlesen. Ich habe mich bestens von Natasha Korsakova durch die Straßen Roms jagen lassen und danke ihr für diesen sehr spannenden und unterhaltsamen Kriminalroman. Kribbelnder Spaß auf hohem Niveau.

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Ein tiefer Blick in die Musikerseele

Von: Bücher in meiner Hand

03.11.2019

Anfang Jahr erschien der erste Teil der neuen Commissario Di Bernardo-Serie, "Tödliche Sonate", der mir bis auf ein paar Kleinigkeiten gut gefiel. Ich liebe die Kombination von Musik und Krimi, auch den Handlungsort Rom und freute mich deshalb sehr auf den zweiten Teil. Und was soll ich sagen? Der Autorin ist mit "Römisches Finale" eine grosse Steigerung gelungen. Sie ist eine genaue Beobachterin und beschreibt die Umgebung, in der sich die Protagonisten gerade aufhalten, aufmerksam, so dass der Leser sie bildlich vor sich sieht. Sie fängt die Atmosphäre ein, egal ob im Konzertsaal, im Kommissariat, im Café oder bei Verdächtigen zuhause. Der Krimi ist dicht gewebt, auf keiner Seite wird es langweilig. Dazu trägt auch der zweite Erzählstrang - der immer mal wieder zwischengeschoben kurz aus der Vergangenheit erzählt - bei, der sich wie bereits im ersten Band immer mehr aufbaut und mehr verrät. Doch hier ist die Geschichte von Don Giuseppe und seinem Umfeld so gut geschildert, dass man bis knapp vor dem Ende nicht weiss, was oder wer daraus in der Gegenwart so wichtig sein könnte. Immerhin bekommt der Leser so einige, wenn auch völlig offene Hinweise, die Commissario Di Bernardi, Ispettore Del Pino und ihrem Chef, Questore Borghese fehlen. Letzterer denkt oft an seine bevorstehende Pension, steht aber unter grossem Druck von aussen und spricht konsequent alle mit ihrem Titel an. Di Bernardi und Del Pino haben ihre eigene Ermittlungsmethoden und lassen sich nur ungern aufhalten oder sich rein reden. Sie ergänzen sich gut und wären eigentlich Freunde, wenn Di Bernardi sich drauf einlassen würde. Er nimmt sich zurück, aus Angst, einmal mehr seinen Partner zu verlieren. Trotzdem können sie gut miteinander und sind gerade auch Leidensgenossen; beide haben Probleme mit ihren Freundinnen. In diesem Kontext werden die zwei sympathischen Polizisten zu einem Mordfall im Auditorium Parco della Musica, in dem in Kürze eine Musikgala stattfinden soll, gerufen. Am Ende der letzten Konzertprobe wurde der Pianist Emile Gallois tot aufgefunden. Wer könnte von seinem Tod profitieren - war es ein Mord im Affekt, hatte er Neider oder war es eine Beziehungstat? Alles könnte möglich sein, wie die Polizei bald merkt. Di Bernardi und Del Pino gehen allen Spuren genau nach - wie sie das machen und was sie dabei herausfinden, ist interessant und spannend erzählt. Da Autorin Natasha Korsakova selbst Konzertviolinistin ist, nimmt sie die Leser in ihren - im klassischen Musik-Milieu und in Konzertsäälen angesiedelten - Mordfällen mit hinter, vor und auf die Bühne, zu den Musikproben und in die Künstlergarderoben. Sie lässt tief blicken in die Musikerseelen und lässt auch die Machenschaften im italienischen Hochadel und der Mafia nicht aus. Ihre Charaktere, Protagonisten wie Nebenfiguren, sind toll und präzise gezeichnet. Sie harmonieren, obwohl - oder gerade weil - Ecken und Kanten durchaus vorhanden sind. Natasha Korsakova schildert die Probleme ihrer Figuren plausibel (insbesondere da der Commissario sich nun endlich neue Kleider gekauft hat 😉). Del Pinos Art sorgt öfters für ein Schmunzeln. Leiser Wortwitz durchzieht die ganzen 384 Seiten, ebenso wie der schöne Sprachstil der Autorin. Da es in "Römisches Finale" um den Tod eines Pianisten geht, der Rachmaninoffs Piano Concerto No. 2 aufführen wollte, lohnt es sich, dieses wunderschöne Klavierkonzert in Dauerschleife als Hintergrundmusik während dem Lesen zu hören. Spannung ist bis zum Ende da, der Commissario entschlossen diesen Fall aufzulösen, das ganze Paket ist stimmig, glaubhaft und rund - so können sich die Leser auf eine wunderbare Zeit in Rom einlassen. Fazit: Schöner Schreibstil kombiniert mit einem fesselnden Kriminalfall in einer der interessantesten Städte Europas garniert mit klassischer Musik - absolut lesenswert! 5 Punkte.

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Vita

Natasha Korsakova, russisch-griechischer Abstammung, ist eine international konzertierende Violinsolistin. Sie war „Künstlerin des Jahres“ in Chile und Italien. Natasha Korsakova kam mit 19 Jahren nach Deutschland und hat sich sofort in die deutsche Sprache verliebt, die sie heute fließend beherrscht. Natasha Korsakova lebt im Süden der Schweiz. Immer wieder ist sie auch in Rom, dem Schauplatz ihrer Kriminalromane.

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Events

26. Nov. 2019

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27. Nov. 2019

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28. Nov. 2019

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29. Nov. 2019

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30. Nov. 2019

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19:30 Uhr | Bissendorf | Lesungen
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01. Dez. 2019

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02. Dez. 2019

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19:00 Uhr | Northeim | Lesungen
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17. Jan. 2020

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Bad Kissingen | Lesungen
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09. März 2020

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Lübbecke | Lesungen
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15. März 2020

Lesung mit Live-Musik (Geige) mit Natasha Korsakova

11:00 Uhr | Marburg | Lesungen
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