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Roter Mars Die Mars-Trilogie

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-11640-8

Erschienen: 12.10.2015
Dieser Titel ist lieferbar.

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Die erste Kolonie auf dem Mars

Es ist die größte Herausforderung, der sich die Menschheit je gegenübersah: die Besiedlung unseres Nachbarplaneten Mars. Die Verwandlung einer lebensfeindlichen Wüstenwelt in einen blauen Planeten wie die Erde. Von der ersten bemannten Landung auf dem Mars über die frühen Kolonien und ihre Auseinandersetzungen, welche Form von Gesellschaft sie erbauen sollen, bis zum riskanten Versuch, das Klima einer ganzen Welt zu verändern – Kim Stanley Robinson erzählt in seiner Mars-Trilogie die Geschichte der Zukunft wie ein großes historisches Epos.

Kim Stanley Robinson (Autor)

Kim Stanley Robinson wurde 1952 in Illinois geboren, studierte Literatur an der University of California in San Diego und promovierte über die Romane von Philip K. Dick. Mitte der Siebzigerjahre veröffentlichte er seine ersten Science-Fiction-Kurzgeschichten, 1984 seinen ersten Roman. 1992 erschien mit Roter Mars der Auftakt der Mars-Trilogie, die ihn weltberühmte machte und für die er mit dem Hugo, dem Nebula und dem Locus Award ausgezeichnet wurde. Kim Stanley Robinson lebt mit seiner Familie in Kalifornien.

kimstanleyrobinson.info

Aus dem Amerikanischen von Winfried Petri
Originaltitel: Red Mars
Originalverlag: Heyne

eBook (epub), 6 s/w Abbildungen

ISBN: 978-3-641-11640-8

€ 11,99 [D] | CHF 14,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne

Erschienen: 12.10.2015

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Paperback)

Faszinierend aber auch sehr langatmig

Von: Buchfeeteam Datum: 19.04.2016

buchfeeteam.blogspot.de/

Zum Inhalt :
Im Jahre 2026 verschlechtern sich die Zustände auf der Erde zusehends : Verknappung der Rohstoffe, steigende Überbevölkerung, Terror und Kriege überall.
Die Wissenschaft und die Technologie ist aber endlich soweit : Eine Kolonisierung des Mars ist möglich. Und so startet nach einer langen Auswahlprozedur ein Team aus 100 Frauen und Männern aus Amerika und Russland auf die einjährige Reise auf den jungfräulichen Planeten.
Als sie ankommen, müssen Sie erst beginnen, sich dort Lebensräume aufzubauen.
Doch schnell weicht die anfängliche wissenschaftliche Fasizination und Eifer der Realität : Der Mars wird nur noch als Wirtschaftsobjekt gesehen und ausgebeutet – sowohl im wortwörtlichen als auch im politischen Sinne.
Die Geschwindigkeit, mit der die „Mars-Kolonisten“ in der Anzahl zunehmen und gleichzeitig Unternehmen und politische Gemeinschaften versuchen, die meiste Macht und den meisten Profit zu erringen, nimmt wahnsinnige Ausmaße an und droht die ersten 100 Kolonisten, die alle reine Wissenschaftler sind und der Zerstörung des Mars fassungslos zusehen, zu überrollen.
Der Versuch, Probleme wie Religion, Hautfarbe oder Kapitalismus hinter sich zu lassen, scheitert schnell.
Und so stellt sich die Frage, ob der Mars in rekordverdächtig kurzer Zeit der Zerstörungswut der Menschen zum Opfer fällt oder ob es den Menschen tatsächlich gelingen wird, die alten Probleme, die zur Beinahe-Zerstörung der Erde geführt haben, hinter sich zu lassen.

Inhalt :
Also mal ganz ehrlich : 500 der 800 Seiten hätten es auch getan. Ich habe das Gefühl, den Mars jetzt auf den Meter genau kartographieren zu können !
Auf der anderen Seite muss ich dem Autor hier ein großes Lob aussprechen, da ich das Gefühl habe, hier wurde nicht einfach irgendeine Science Fiction hingeschrieben, sondern so oder ähnlich könnte es sich tatsächlich in einigen Jahren zutragen. Es ist alles extrem gut recherchiert und lässt einen das Geschriebene wie Kopfkino miterleben.
Die Charaktere der ersten 100, die die „Hauptrollen“ spielen, sind lebensnah beschrieben und man kann sich da echt sehr gut hineinversetzen – soweit das möglich ist, ohne auf dem Mars gewesen zu sein.
Allerdings war es für mich sehr schwer, durch die langen Phasen detailliertester Beschreibungen von jedem laufenden Meter Mars und aller möglichen physikalischen Prozesse im Rahmen des Terraformings noch die Lust am Lesen beizubehalten. Teilweise hab ich diese Abschnitte wirklich nur noch überflogen und bin geistig abgedriftet .
Für meinen Geschmack hätten dem Roman hier wie schon geschrieben 2-300 Seiten weniger gut getan, um die eigentliche Geschichte der ersten Kolonisten mehr in den Vordergrund zu stellen.
Aber das kommt vermutlich auch darauf an, mit welcher Intention man an so ein Werk herangeht – möchte man einen wissenschaftlich fundierten Roman mit detaillierten Landschaftsbeschreibungen mit ein bisschen Handlung als Beiwerk, ist man hier goldrichtig.
Es handelt sich im Übrigen um eine Trilogie, die mit „grüner Mars“ und „blauer Mars“ fortgesetzt wird – ich bin sehr gespannt, ob das Gleichgewicht zwischen Handlung und Ortsbeschreibung sich etwas zu Gunsten der Spannung verschiebt.
Lesenswert auf jeden Fall – aber auf gar keinen Fall etwas für jemand, der gerne schnell liest und „leichte“ Kost vorzieht – hier muss man sich wirklich konzentrieren.

Roter Mars, vorsicht Spoiler

Von: Splashbooks Datum: 29.03.2016

www.splashbooks.de

Es gibt viele Romane, die sich mit dem Thema Kolonisierung des Mars beschäftigen. Auch Kim Stanley Robinson schreibt mit "Roter Mars" seinen eigenen Beitrag zu diesem Thema. Ist das Ergebnis denn gut geworden?

Der Autor wurde 1952 in Waukegan, Illinois, USA geboren. Er machte 1982 seinen Doktor in dem Fach Englisch und schrieb seine Doktorarbeit über die Werke von Philip K. Dick. Seit 1982 ist er verheiratet und lebt aktuell in Kalifornien. Er schreibt seit dem Jahr 1976.

Im Jahr 2026 ist es soweit. Die Erde schickt die ersten Kolonisten zum Mars. Je 50 Männer und Frauen machen sich auf den Weg. Doch schon bald macht sich bemerkbar, dass es innerhalb dieser Gruppierung mehrere Fraktionen und Bruchstellen gibt. Nicht jeder kann mit jedem.

Eine Entwicklung, die sich auf dem Mars bald fortsetzt. Denn einige Zeit, nach dem die Menschen auf dem roten Planeten gelandet sind, spalten sie sich auf. Jede Fraktion geht ihren eigenen Wegen nach. Doch schon bald sehen sich alle einer anderen Gefahr ausgesetzt. Einer, die alle Kolonisten wieder vereinen könnte, so denn sie dazu bereit sind.

Was genau ist der Unterschied zwischen dem Buch von Kim Stanley Robinson und anderen, vergleichbaren Werken? Woran genau kann man sehen, dass der Autor seinen eigenen Weg geht und versucht, eine eigenständige Geschichte zu erzählen.

Zunächst einmal an der Anzahl der Kolonisten. Anders als in anderen Werken ist die Zahl jener Wagemutigen deutlich höher angesetzt. Und bereits damit wird klar gemacht, dass die potentiellen Konflikte zwischen allen Beteiligten wesentlich höher sind, als bei einer kleineren Gruppe. Es wird übrigens auch ein einleuchtender Grund für diese Nummer dargelegt.

Eine weitere Tatsache, die dieses Buch von anderen Werken unterscheidet, wird gleich im ersten Kapitel gezeigt. Man erlebt mit, auf welche verschlungenen Wege Frank Chalmers den Tod des ersten Menschen, der seinen Fuß auf den Mars gesetzt hat, arrangiert. Man ist schockiert. Wie kann das sein, fragt man sich. Wie ist das möglich, dass ein solcher Mord so geschehen kann.

Die Antwort wird einem sicher nicht schmecken. Es ist möglich, weil jede Figur in diesem Buch Ecken und Kanten hat. Manche mehr, wie eben Frank Chalmers, manche eher weniger, wie der ermordete John Boone. Man hat es hier nicht mit Charakteren zu tun, die einem von Anfang an gefallen. Jeder Charakter hat seine eindeutig negativen Aspekte, weshalb es einem nicht leicht fällt, mit den Protagonisten warm zu werden.

Doch man wird mit ihnen warm werden müssen, denn es gibt keine Alternative. Und in der Tat wird man sich schnell an diese Figurenkonstellationen gewöhnt haben. Ja, man wird sie sogar schnell zu schätzen wissen, da Kim Stanley Robinson eben bewusst diese Figuren geschrieben hat. Es verleiht seinem Buch ein gewisses Alleinstellungsmerkmal.

Was gleichzeitig auch dadurch verstärkt wird, dass es eben auch diese diversen Fraktionen innerhalb der Kolonisten gibt. Es gibt die einen, die den Mars terraformen wollen, während andere ihn so behalten wollen, wie er ist. Andere haben ihre eigenen Pläne, die sie insgeheim vorantreiben. Und über all dies wacht eine UN-Gruppe, die schnell als schwach dargestellt wird.

All dies explodiert am Ende des Buches. Es eskaliert nahezu alles und der Mars wird von Grund auf verändert. Das ist keine leere Phrase, sondern eine exakte Umschreibung von dem, was einen erwartet.

Kim Stanley Robinson scheut sich nämlich nicht davor, seine Protagonisten durchaus durch die Mangel zu drehen. Nicht jeder wird das auch Überleben, was für ein spannendes Lesevergnügen sorgt.

Deshalb ist dieses Buch auch ein "Klassiker" und ein "Splashhit".

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