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Schicksalsjahre Roman

Die Brückenbauer (4)

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-17312-8

Erschienen: 02.11.2015
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Stockholm 1940: Während vor den Grenzen Schwedens der Zweite Weltkrieg wütet, leben die Brüder Lauritzen im vornehmen Vorort Saltjöbaden das von den Kriegsereignissen nur peripher berührte Leben der Oberklasse. Doch die Situation spitzt sich zu, und es wird zunehmend schwieriger, eine Parteinahme zu vermeiden. Zumal sich auch innerhalb der Familie die Lager teilen. Harald, Lauritz’ ältester Sohn, dient bei der SS, während seine Schwester Johanne im norwegischen Widerstand kämpft. Während Europa vor einer Zerreißprobe steht, droht auch die Familie Lauritzen zu zerbrechen. Bis es am Ende ums nackte Überleben geht.

ÜBERSICHT ZU JAN GUILLOU

Der Kreuzritter

Die Brückenbauer

Bitte beachten Sie, dass zwecks Vollständigkeit ggf. auch Bücher mit aufgeführt werden, die derzeit nicht lieferbar oder nicht bei der Verlagsgruppe Random House erschienen sind.

Jan Guillou (Autor)

Jan Guillou wurde 1944 im schwedischen Södertälje geboren und ist einer der prominentesten Autoren seines Landes. Seine preisgekrönten Kriminalromane um den Helden Coq Rouge erreichten Millionenauflagen. Auch mit seiner historischen Romansaga um den Kreuzritter Arn gelang ihm ein Millionenseller, die Verfilmungen zählen in Schweden zu den erfolgreichsten aller Zeiten. Heute lebt Jan Guillou in Stockholm.

Aus dem Schwedischen von Lotta Rüegger, Holger Wolandt
Originaltitel: Att inte vilja se
Originalverlag: Piratförlaget

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-17312-8

€ 15,99 [D] | CHF 19,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne

Erschienen: 02.11.2015

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Geniale Fortsetzung der Familiengeschichte

Von: Heidi Zengerling Datum: 09.02.2016

heidizengerling.blogspot.de/

Die Brückenbauer
Die Brüder
Die Heimkehrer

Schicksalsjahre

Ich habe alle vier Romane mit großem Interesse und bester Unterhaltung gelesen und möchte euch nun berichten, wir mir Band 4 gefallen hat …

Daten zum Buch:
=============

• Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
• Verlag: Heyne Verlag (2. November 2015)
• Sprache: Deutsch
• ISBN-10: 3453270290
• ISBN-13: 978-3453270299
• Originaltitel: Att inte vilja se
• Größe und/oder Gewicht: 14,6 x 4 x 22,1 cm

PREIS: 19,99 Euro

Von Ausstattung und Cover passend zu den drei Vorgängern. Macht sich im Regal sehr ansprechend.

Zusammenfassung Inhalt:
===================

Wir befinden uns im Jahr 1940 in Schweden. Der Zweite Weltkrieg wütet und die Brüder Lauritzen leben fast normal …. Sie gehören der Oberklasse an – aber bald können sich es nicht mehr verhindern, Partei ergreifen zu müssen. Ein Bruder dient bei der SS – man kann es nicht verheimlichen – die Lager innerhalb der Familie splitten sich. Johanne ist im Widerstand tätig. Zerbricht die Familie am Krieg ??? Müssen die Frauen ihre Deutsche Staatsbürgerschaft verheimlich bzw. ganz und gar ablegen ??? Krankheit, Geldsorgen …. Machen der Familie zu schaffen …

Mehr möchte ich nicht verraten, lest selbst …

Eines steht für mich fest: Das Buch ist mindestens genauso gut, wie seine drei Vorgänger, man kann sich von Beginn an in Geschichte und Figuren hinein versetzen und mit ihnen Fiebern, leben, lieben, leiden … Abenteuerlich authentisch, glaubwürdig stellt der Autor diese geniale Fortsetzung der Familiengeschichte in einer perfekten Art und Weise dar. Er schreibt flüssig, bildhaft und bringt den Leser in die Handlung hinein.

Mir hat die Lektüre sehr gut gefallen und ich bin neugierig, ich hoffe es sehr , dass ein weiterer Band baldigst erscheint, weil ich schon jetzt gespannt darauf bin, wie die Geschichte der Familie weitergeht.

Das Buch ist mit einem edlen Lesebändchen versehen.

Sehr gut ist die Lage Europas im Krieg mit der der fiktiven Familie Lauritzen verknüpft, sodass man dem Autor komplett die Umsetzung seiner Idee abnimmt. Er Erzählt so, als wäre alles wirklich so und nicht anders passiert. Tiefgründig fesselnd – dennoch auf den Punkt bringend – erzählt Guillou seine Geschichte als hätte er sie mit der Familie erlebt.

Leider der schwächste Band der Reihe

Von: Kim F Datum: 16.11.2015

legimus.blogspot.de/

Schweden im Jahr 1940: Im vierten Band der Brückenbauer-Reihe hat soeben der Zweite Weltkrieg begonnen, in dem sich Schweden zunächst neutral verhält und die Brüder Lauritzen mit ihren Familien im vornehmen Vorort Saltjöbaden vor Stockholm das vom Kriegsgeschehen kaum berührte Leben der Oberklasse führen. Als Schweden immer stärker in den Krieg hineingezogen wird, spalten sich innerhalb der Familie die Lager, die meisten hoffen, auch mit Blick auf den Immobilienbesitz der Familie in Deutschland, auf einen deutschen Sieg, während sich Lauritz’ Tochter Johanne im Widerstand engagiert. Die Familie steht vor einer Zerreißprobe, als sich auch noch private Schicksalsschläge einstellen…

Ich hatte den ersten Band „Die Brückenbauer“ mit viel Vergnügen gelesen, doch bereits Band 2 und 3 konnten mich nicht mehr begeistern. Dieser Trend setzt sich leider mit diesem vierten Teil noch weiter fort. Er ist im Gegensatz zu seinen Vorgängern bloß aus der Sicht vom ältesten Bruder Lauritz geschrieben, die beiden Brüder Oscar und Sverre kommen nur noch am Rande vor, Sverre sogar so gut wie gar nicht. Demnach liegt der Fokus auch eindeutig auf den Erlebnissen von Lauritz’ Familie. Das Verhältnis der Brüder zueinander wird nicht mehr weiterentwickelt, ebenso bleibt Oscars Ehe sehr starr. Das Buch ist für mich das schwächste der Reihe, die negativen Aspekte der Vorbände setzen sich unaufhörlich fort. So verliert man komplett den Kontakt zu und das Mitgefühl für die Figuren, obwohl diese einige private Schicksalsschläge zu verarbeiten haben. Mir war schlichtweg das Schicksal der Figuren egal, es konnte mich nicht mehr berühren, bloß minimal, als Lauritz eine sehr wichtige Person verliert. Somit musste ich mich immer stärker durchs Buch kämpfen, wobei die ewigen Schilderungen, was wann genau gegessen wurde und wie besorgt wurde angesichts des Krieges, auf Dauer tierisch nervten.
Das einzige, das ich am Roman wirklich gut fand, war die Schilderung des Zweiten Weltkrieges aus der skandinavischen Sicht, die für mich ein wenig neu war. Vor allem wird der Wandel von Lauritz’ Einstellung und Bewertung des Krieges und der verschiedenen Kriegsparteien sehr gut herausgearbeitet. Zu Beginn hofft er auf einen deutschen Sieg, ist sehr kritisch gegenüber den Engländern und Russen eingestellt, wobei er die Gräueltaten letzterer betont und einen Sieg der Alliierten mit Unterstützung durch die Russen fürchtet. Die Deutschen sind in seinen Augen solcher Taten wie die der Russen gar nicht fähig, bis er zum Ende des Krieges mit den Berichten über die Zustände in den KZs und all das unbeschreibliche Morden der Deutschen schockiert feststellen muss, dass er sich die ganze Zeit in ihnen geirrt ist. Sie sind schuldig und schrecklichster Gräueltaten fähig. Man gewinnt durch diese Schilderung ein Gefühl dafür, wie es für jemanden war, der damals gelebt hat, wie dieser die Geschehnisse in seiner Gegenwart bewertete, ohne das Wissen (das wir immer haben, wenn wir uns mit Geschichte beschäftigen), wie es ausging.
Das Buch endet dann mit einem Art Cliffhanger, der vielleicht auf einen fünften Band hindeuten soll. Wobei ich es ehrlich gesagt eher nicht hoffe, die Geschichte sollte endlich fertig erzählt sein, sie hat ihren Zenit schon längst überschritten. Diesen Band habe ich bereits bloß gelesen, um zu wissen, wie es mit den Brüdern endet, ich weiß nicht, ob ich mir noch einen weiteren antun würde, es sei denn, Guillou bekommt noch einmal die Kurve und lässt den Leser wieder Kontakt zu den Figuren aufnehmen.

Fazit

Für mich das schwächste Buch der Reihe, was nicht an der Behandlung seines historischen Kontextes liegt, der noch zu überzeugen weiß. Aber wenn einem das Schicksal der Figuren ganz egal ist und man nicht mit ihnen mitfühlen kann, kann es sich nicht um ein gutes Buch handeln. Man kann es durchaus lesen, wenn man die Vorgänger kennt, sollte aber kein Lesevergnügen erwarten.

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