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Schlaflied Kriminalroman

Die Rönning/Stilton-Serie (4)

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CHF 14,00*
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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-20133-3

Erschienen: 20.02.2017
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Der neue Fall des schwedischen Ermittlerteams Olivia Rönning und Tom Stilton

Am Stockholmer Hauptbahnhof herrscht Chaos. Ein Mädchen im Strom der Asylsuchenden schlägt sich ganz alleine durch. Aus Angst vor den Behörden lebt sie mehr schlecht als recht auf den Straßen Stockholms – bis sie auf die Obdachlose Muriel trifft, die sich ihrer annimmt. Gemeinsam suchen sie Zuflucht in einer einsamen Hütte auf dem Land. Aber ist es in den Wäldern Smalands wirklich sicherer als auf den Straßen von Stockholm? Zur selben Zeit versucht der frühere Kriminalkommissar – und frühere Obdachlose – Tom Stilton seinen Polizeikollegen zu beweisen, dass er wieder ganz auf der Höhe ist. Er soll dabei helfen, den grausamen Tod eines Jungen aufzuklären, der vergraben im Wald gefunden wurde. Wenig später bittet ihn Muriel um Hilfe, weil sie ihren Schützling in Gefahr glaubt. Haben die Fälle etwa miteinander zu tun? Tom Stilton und Olivia Rönning kommen der Wahrheit nur langsam auf die Spur ...

Interview mit Cilla und Ralf Börjlind, Buchtrailer und weitere Infos zu "Die Springflut" Zum Special

CILLA UND ROLF BÖRJLIND BEIM BTB VERLAG

Die Rönning/Stilton-Serie

Bitte beachten Sie, dass zwecks Vollständigkeit ggf. auch Bücher mit aufgeführt werden, die derzeit nicht lieferbar oder nicht bei der Verlagsgruppe Random House erschienen sind.

Cilla Börjlind (Autorin)

Cilla und Rolf Börjlind gelten als Schwedens wichtigste und bekannteste Drehbuchschreiber für Kino und Fernsehen. Sie sind unter anderem verantwortlich für zahlreiche Martin-Beck-Folgen sowie für die viel gepriesene Arne-Dahl-Serie. Ihr Markenzeichen sind starke Charaktere und eine stringente Handlung. Die Serie um die junge Polizistin Olivia Rönning und den ehemaligen Kriminalkommissar Tom Stilton, der zum Obdachlosen wurde, wurde ebenfalls verfilmt und wird auch im deutschen Fernsehen als Serie zu sehen sein.


Rolf Börjlind (Autor)

Cilla und Rolf Börjlind gelten als Schwedens wichtigste und bekannteste Drehbuchschreiber für Kino und Fernsehen. Sie sind unter anderem verantwortlich für zahlreiche Martin-Beck-Folgen sowie für die viel gepriesene Arne-Dahl-Serie. Ihr Markenzeichen sind starke Charaktere und eine stringente Handlung. "Die Springflut" ist der Start einer Serie um die angehende Polizistin Olivia Rönning.

Aus dem Schwedischen von Christel Hildebrandt
Originaltitel: Sov du lilla videung
Originalverlag: Norstedts

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-20133-3

€ 11,99 [D] | CHF 14,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: btb

Erschienen: 20.02.2017

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Schlaflied (Cilla und Rolf Böjlind)

Von: Poldi Datum: 15.05.2017

www.poldis-hoerspielseite.de

Tom Stilton will seinen Kollegen – und wohl auch sich selbst – beweisen, dass er mit seiner Vergangenheit als Obdachloser abgeschlossen und sein Leben neu sortiert hat, auch wenn er immer wieder seine Freiräume in der Beziehung zu Luna benötigt. Doch der neue Fall, den er gemeinsam mit Olivia Rönning übernimmt, treibt ihn an seine Grenzen. Denn die Spur der Jungenleiche führt ihn an das andere Ende Europas. Der Zeitdruck ist immens, denn weitere Leichen werden gefunden. Und dann meldet sich auch noch die drogenabhängige Muriel bei ihm, die das Flüchtlingsmädchen Folami bei sich aufgenommen hat – und dieses ist nun verschwunden...

Mit „Schlaflied“ hat das Autorenduo Cilla und Rolf Börjlind bereits den vierten Roman einer Reihe geschrieben, die sich um die beiden Ermittler Stilton und Rönning dreht. Sicherlich sind dabei auch wieder bekannte Versatzstücke aus anderen „Schwedenkrimis“ vorhanden, so schwebt immer eine düstere Melancholie über Hauptfigur Tom Stilton, und auch das Privatleben seiner Ermittler ist wieder mit eingebaut und setzt die Ereignisse aus den vorigen Bänden fort. Man lernt die Charaktere dabei noch besser kennen, sie offenbaren neue Seiten an sich – insbesondere neue Schwächen – haben sich aber auch in den richtigen Momenten zurückgenommen, um der Handlung Platz zu schaffen.

Und diese ist recht komplex, da sich mehrere Stränge miteinander verweben. Zu Anfang ist nicht ganz klar, wie diese zusammenhängen, erst im Laufe der Zeit setzt sich dabei ein stimmiges Bild zusammen. Das nimmt zwar etwas Tempo aus der Handlung, die Spannung und die Dynamik des Buches wird dadurch aber eher gesteigert denn geschmälert. Die Autoren machen zahlreiche Nebenarme auf, die nicht unmittelbar mit der Handlung zu tun haben, die sich aber dennoch sehr gut in das Gesamtbild einfügen. Immer eindringlicher wird die Schilderung der Ereignisse, immer neue unerwartete Aspekte fließen mit ein, und das Finale ist dann sehr packend und mitreißend geschildert.

Von dem rätselhafte Prolog über verschiedene Handlungsstränge bis hin zur Auflösung - „Schlaflied“ ist ein atmosphärisch sehr dichter und packender Roman, der trotz bekannter Elemente seinen eigenen Weg findet. Die Charaktere sind lebendig geschildert, die Sprache passend und flüssig, sodass man völlig in diesen düsteren Fall eintauchen kann – sehr lesenswert!

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Paperback)

Lesezeichen hinzufügen für Permanentlink. Cilla und Rolf Börjlind „Schlaflied“ – höchste Spannung vor aktuellem Hintergrund

Von: Simon Sperl Datum: 12.04.2017

zeichentonbild.wordpress.com

Anders als der Titel „Schlaflied“ des mittlerweile vierten Falls des schwedischen Ermittlerduos Olivia Rönning und Tom Stilton vermuten lassen könnte, ist der Band alles andere als einschläfernd. Diesmal begeben sich die beiden auf die Suche nach einem brutalen Kindermörder.
Tote Flüchlingskinder und rumänische Verbrecher

Verscharrt in einem Wald irgendwo in der schwedischen Provinz Smaland wird die Leiche eines ermordeten Jungen entdeckt. Unweit vom Fundort entdeckt die Spurensicherung einen Dolch, dessen Inschrift auf eine rumänische Verbrecherorganisation hinweist. Doch ebenfalls in der Nähe wohnt ein vom Dienst suspendierter Lehrer, der im Verdacht des Missbrauchs seiner Schüler stand und einem Pädophilennetzwerk angehört. Daher folgen Olivia Rönning und Tom Stilton, der nach seinem Burnout wieder bei der Mordkommission Fuß fasst, beiden Spuren.

Doch schnell erkaltet die Fährte zum potentiellen Kinderschänder. So fliegen Rönning und Stilton im Auftrag ihrer Vorgesetzten Mette nach Bukarest, um vor Ort in der rumänischen Verbrecherwelt zu ermitteln. Wortwörtlich müssen sie in die Unterwelt hinabsteigen: In der Kanalisation Bukarests zwischen drogensüchtigen, obdachlosen Kindern und Jugendlichen suchen sie nach Hinweisen, die sie zur Identität des Jungen führen könnten. In der Tat entdecken sie, dass der ermordete Junge aus einer Romafamilie stammt. Gleichwohl die Recherchen zielführend sind, stellen sie sich jedoch auch als gefährlich heraus: Denn Olivia und Tom kommen einem Oberhaupt einer überaus brutalen Verbrecherbande zu nahe.

Zurück in Schweden tauchen in einer Baugrube zwei weitere Leichen auf, wiederum Jugendliche. Diesmal ein farbiger Jungen und ein Flüchtlingsmädchen aus Afghanistan. Hier entdeckt der Pathologe Entsetzliches: Beiden wurde vor ihrem Tod die Nieren entfernt – und wie sich herausstellt auch dem Romajungen. Ein Handel mit den Organen von Flüchlingskindern?
Ausnutzen der Krise

Wie schon die drei vorherigen Bände überzeugt auch „Schlaflied“ aus vielerlei Gründen: Zum einen werden die vorhandenen Charaktere weitergeführt und weiterentwickelt. Je länger die Reihe andauert, um so besser lernt man die einzelnen Akteure kennen. Ganz gleich ob das Tom Stilton, Olivia Rönning oder Mette ist. Sie alle haben Stärken, Schwächen und Sehnsüchte, handeln aber ebenfalls durchaus impulsiv. Die immer wieder auftauchenden Figuren und ihre Eigenheiten werden durch die horizontale Erzählhaltung der beiden Autoren betont. Und dennoch lassen sie die (altbekannten) Personen leiden und Schaden nehmen, so dass hier zusätzliche Spannung entsteht.

Überhaupt ist der neue Fall überaus spannend, weil er mit der Flüchlingskrise ein aktuelles Thema nutzt. Schutzsuchende und noch dazu Kinder werden hier von raffgierigen Verbrechern ausgenutzt, ohne Anstand und Moral. Menschliche Abgründe tun sich auf, zeigen allerdings auch, woher diese Gier kommt. Sie erwächst oder erwuchs aus der Armut anderer „Notleidenden“, die sich dann wiederum am Elend bereichern und versuchen der Armut zu entkommen. Allerdings auf höchst kriminelle Art und Weise. Dies schildern die beiden Autoren sehr eindringlich und sehr realistisch. Das trifft auch auf die Darstellung der vollkommen überlasteten Polizisten in Rumänien zu, die bis an die Grenzen ihrer psychischen und physischen Belastung gelangen.

Man merkt der Schreibweise von Cilla und Rolf Börjlind ihre jahrelange Erfahrung als Drehbuchautoren an: Viele Momente und Beschreibungen wirken so szenisch, dass man sie sich perfekt verfilmt vorstellen kann. Insofern wird es nur eine Frage der Zeit sein, bis sich ein Fernsehsender die Rechte an der Reihe sichern wird.

Anders als es bei vielen anderen Reihen der Fall ist, kann „Schlaflied“ das Niveau der vorangegangenen Bände nicht nur halten, sondern für meinen Geschmack sogar noch toppen. Die knapp 600 Seiten merkt man nur am Gewicht, aber nicht an der Lesedauer. Überraschend war für mich das Ende – und mein persönliches Highlight. Wieso, das kann hier nicht verraten werden …

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