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Sechzehn Wörter Roman

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-18706-4

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Erschienen: 27.03.2017
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Es gibt Wörter, die wir nicht kennen. Deren Bedeutung wir aber erahnen. Als wären sie immer schon hier gewesen. Als hätten sie schon immer in uns gewohnt. Und manchmal wollen sie endlich ausgesprochen werden.

Als ihre Großmutter stirbt, diese eigenwillige Frau, die stets einen unpassenden Witz auf den Lippen hatte, beschließt Mona, ein letztes Mal in den Iran zu fliegen. Gemeinsam mit ihrer Mutter wagt sie die Reise in die trügerische Heimat. Der Rückflug in ihr Kölner Leben zwischen Coworking und Clubszene ist schon gebucht. Doch dann überredet sie ihr iranischer Langzeitliebhaber Ramin zu einem Abschiedstrip nach Bam, in jene Stadt, die fünf Jahre zuvor von einem Erdbeben komplett zerstört wurde. Und Monas Mutter schließt sich den beiden an. Die Fahrt wird für Mona zu einer Konfrontation mit ihrer eigenen Identität und ihrer Herkunft, über die so vieles im Ungewissen ist. Aber manchmal wird uns das Fremde zum heimlichen Vertrauten. Und über das, was uns vertraut schien, wissen wir so gut wie nichts.

»Nava Ebrahimi erzählt in ihrem klugen, poetischen Roman ‚Sechzehn Wörter‘ von einer jungen Frau ‚in zwei Ausprägungen‘«

Norbert Mappes-Niediek, Frankfurter Rundschau (03.05.2017)

Nava Ebrahimi (Autorin)

Nava Ebrahimi, 1978 in Teheran geboren, studierte Journalismus und Volkswirtschaftslehre in Köln. Sie arbeitete als Redakteurin bei der Financial Times Deutschland und der Kölner StadtRevue. Nava Ebrahimi veröffentlichte bereits verschiedene Kurzgeschichten in Anthologien, Zeitungen und Zeitschriften. 2007 war sie Finalistin des Open Mike, 2013 nahm sie an der Bayerischen Akademie des Schreibens teil. Nava Ebrahimi lebt mit ihrer Familie in Graz. »Sechzehn Wörter« ist ihr erster Roman.

»Nava Ebrahimi erzählt in ihrem klugen, poetischen Roman ‚Sechzehn Wörter‘ von einer jungen Frau ‚in zwei Ausprägungen‘«

Norbert Mappes-Niediek, Frankfurter Rundschau (03.05.2017)

30.06.2017 | 20:30 Uhr | St. Moritz

Lesung

Autoren der Bayerischen Akademie des Schreibens präsentieren ihre im Laudinella entstandenen Texte

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Mehr Infos

Hotel Reine Victoria
Via Rosatsch 18
7500 St. Moritz

Weitere Informationen:
Literaturhaus
80333 München

Tel. 089/2919340, ubuchner@literaturhaus-muenchen.de

18.09.2017 | 19:00 Uhr | Hamburg

Lesung
Im Rahmen des Klaus-Michael Kühne Preises 2017
zusammen mit Alina Hebing

Moderation: Stephan Lohr

weitere Informationen zum Klaus-Michael Kühne Preis

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Mehr Infos

Nochtspeicher
Bernhard-Nocht-Str. 69a
20359 Hamburg

Tel. 040 333 988 69

Weitere Informationen:
Harbour Front e.V.c/o Kühne + Nagel AG & Co. KG
20457 Hamburg

Tel. 040/ 30 333-10 80, info@harbourfront-hamburg.com

eBook (epub), 16 s/w Abbildungen

ISBN: 978-3-641-18706-4

€ 13,99 [D] | CHF 17,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: btb

NEU
Erschienen: 27.03.2017

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Zwischen den Kulturen

Von: Melanie Enns  aus Leopoldshöhe Datum: 23.04.2017

melbuecherwurm.blogspot.de/

"Sechzehn Wörter" ist ein Roman, der mir die iranische Kultur ein klein wenig näher bringen konnte, In sechzehn Worten, die Monas leben prägen erhalten wir Einblicke in eine Welt, die mir fremd war und je mehr ich las nicht mehr unverständlich blieb, sondern beeindrucken konnte. Nach dem Tod der Großmutter setzt sich Mona mit ihren Wurzeln auseinander und dies geschieht zwar allmählich, wird aber von Seite zu Seite eindrücklicher. Gerade der Schreibstil konnte mich überzeugen, da die Worte fließen und mich mitnehmen konnte in eine sehr interessante Lebensgeschichte und eine Kultur, die mir irgendwann nicht mehr fremd erschien. Für mich war "Sechzehn Wörter" intensiv, da sich die Story hauptsächlich auf Mona konzentrieren konnte und natürlich auch auf Sitten und Gebräuche des besuchten Landes. Es ist ein Roman der nicht überfordert oder eigentümlich auf seine Leserschar wirkt, da es authentisch bleibt und mich dadurch besonders anrühren konnte. Hervorgehoben werden Familienbande, die auch zerbrechen können und dennoch bestehen bleiben, da Familie wertgeschätzt wird. Auch wenn man viele Meilen auseinander lebt bleibt man verbunden. Besonders herrlich sind die Rückblicke auf die Großmutter, die mir äußerst herzlich erschien und deren Lieblingswort "Kos" mir immer wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubern konnte. Für mich war "Kos" bisher eine Insel in Griechenland und nun werde ich sicherlich grinsen müssen, sobald jemand "Kos" sagen wird, da ich nun auch eine andere Bedeutung kenne.

"Sechzehn Wörter" ist ein Roman mit dem ich mich gerne auseinandergesetzt habe, denn die mitunter naive analytische Suche nach Wahrheit und Erkenntnis konnten mich überzeugen. Mona steht zwischen zwei Kulturen und auch wenn ich dieser fremden Welt mitunter misstrauisch entgegenblicken konnte, war ich am Ende fasziniert und auch aufgeklärter was Begebenheiten und Traditionen betrifft. "Sechzehn Wörter" hat mich überzeugt und daher vergebe ich gerne eine Leseempfehlung. Die knapp 2000 Seiten waren fast schon zu zügig gelesen, denn mein Interesse an Land, Kultur und Tradition war geweckt und ich hätte hier und da gerne mehr Einblicke in Gepflogenheiten erhalten. Dennoch war die Story rund und ich finde nichts, was ich bemängeln müsste. Außergewöhnlich, warmherzig und interessant gestaltete sich jede Buchseite und nahm mich mit auf eine Suche nach Identität.

Die andere Heimat

Von: letteratura Datum: 08.04.2017

https://letteraturablog.wordpress.com/

Monas Großmutter ist gestorben, und so fliegt sie zusammen mit ihrer Mutter nach Teheran zur Beerdigung. Es wird eine Reise zu ihrer Familie, die sie lange nicht gesehen hat und zu einer Kultur, die auch die ihre ist, in ein Land, dass sie Heimat nennen könnte, auch wenn sie in Deutschland aufwuchs und hier ihr Leben hat. Ein Leben, das sie nicht aufgeben will. Der Rückflug in wenigen Tagen ist bereits gebucht.

„Sechzehn Wörter“, so der Titel des Debütromans von Nava Ebrahimi, diese sechzehn Wörter stehen exemplarisch für die andere Seite von Monas Identität, für die persische Kultur im Großen und ihre eigene persönliche Familiengeschichte im Kleinen. Der Roman ist folgerichtig in sechzehn Kapitel eingeteilt, die jeweils mit einem dieser Wörter überschrieben sind und die uns immer tiefer hineinführen in Monas Geschichte und in ihre Vergangenheit.

Einige Jahre zuvor hat Mona bereits ein paar Monate im Iran verbracht, als sie über den Fall eines Deutschen berichtete, dem wegen außerehelichen Geschlechtsverkehrs die Todesstrafe drohte. Aus dieser Zeit hat sie noch Kontakte: Zu Ramin, der ihr Liebhaber wurde, und auch zu Siabasch, mit dem sie zusammenarbeitete.

Mona hat immer gespürt, dass beide Welten, ihre beiden Welten, nicht recht zueinander passten, dass es ihr nicht möglich war, sie auf welche Weise auch immer miteinander zu verbinden, sich ihrer gleichzeitig bewusst zu sein. „Sechzehn Wörter“ zeigt – wie schon andere Romane zuvor – eine Heldin, die zwischen den Stühlen sitzt: Sie kennt Deutschland und den Iran, die Eigenheiten beider Länder, die Gepflogenheiten ihrer Einwohner. Doch wo gehört sie hin? Hier ist sie die Iranerin, fällt durch ihre Haut- und Haarfarbe auf, dort sieht man in ihr die Deutsche, die dazu noch ein holpriges Persisch spricht.

Ebrahimi greift in ihrem Roman ein Thema auf, das mir zur Zeit tatsächlich recht präsent erscheint, sodass man ihr vorwerfen könnte, nicht unbedingt Neues zu liefern: Man kann nicht umhin, an Shida Bazyars wunderbaren Roman „Nachts ist es leise in Teheran“ zu denken und gerade vor wenigen Tagen erst beschäftigte sich auch Jonas Hassen Khemiris „Alles, was ich nicht erinnere“ mit jungen Menschen, die zwischen den Kulturen aufgewachsen sind, auch wenn der Fokus dort auf anderem liegt. So stößt man als Leser, der diese oder andere Romane mit ähnlichen Plots kennt, unweigerlich auf Bekanntes. Andere werden etwas über den Iran lernen können, über die Menschen dort und über das Leben in einem Land, in dem eine Sittenpolizei überprüft, ob Kopftücher richtig sitzen und ob das junge Paar, das zusammen im Auto sitzt, auch wirklich verheiratet ist.

Vor allem ist „Sechzehn Wörter“ aber eine persönliche Geschichte, die sich vollkommen auf ihre Hauptfigur konzentriert. Mona erzählt aus der Ich-Perspektive. Nach der Beerdigung der Großmutter machen sie und ihre Mutter eine Reise mit jenem Ramin, dessen Rolle in Monas Leben nicht ganz klar ist. Und auf dieser Reise erinnert sich Mona immer wieder zurück. An ihre Kindheit. An ihren Vater, der nicht mehr lebt. Daran, wie sie schon früh erkannte, dass sie sich von ihren Klassenkameradinnen unterschied, dass etwas an ihr anders war. An frühere Reisen in den Iran, an Ereignisse in ihrer Vergangenheit, die erst mit der Zeit Sinn ergeben.

„Sechzehn Wörter“ ist ein sehr lebendiges Buch, und ein sehr kurzweiliges, selbst wenn dem Leser Geschichte und Kultur des Irans nicht gänzlich unbekannt sind. Ebrahimi zeichnet auf sensible Weise ein Porträt ihrer Hauptfigur, lässt sie immer wieder fragen und zweifeln, ohne Antworten parat zu haben. Sie hält dem Leser manches Mal einen Spiegel vor, entlarvt Klischees und Vorurteile. Nava Ebrahimis Roman regt zum Nachdenken an, auch dazu, sich selbst zu hinterfragen. Die Autorin erschafft eine Figur wie aus Fleisch und Blut, über die ich noch lange hätte weiterlesen können.

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