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Sieben Minuten nach Mitternacht (E-Book plus) (Illustrierte Ausgabe)

Mit Illustrationen von Jim Kay

Kundenrezensionen (11)

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€ 8,99 [D] inkl. MwSt.
CHF 11,00*
(* empf. VK-Preis)

eBook plus ISBN: 978-3-641-07097-7

Erschienen: 15.12.2011
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Zwei große Erzähler – eine Geschichte, die den Tod in seine Schranken weist

Das E-Book mit seinen wundervollen Illustrationen zusammen mit dem Original-Hörbuch – gelesen von Maria Furtwängler - schaffen ein einzigartiges Lese- und Hörerlebnis. An jeder beliebigen Stelle kann der Buch- und Hörbuchliebhaber individuell von „Lesen“ auf „Hören“ wechseln oder die Kombination von beiden Medien gleichzeitig nutzen.

Es ist sieben Minuten nach Mitternacht. Wie jede Nacht erwartet Conor bange den Alptraum, der ihn quält, seit seine Mutter unheilbar an Krebs erkrankt ist. Doch diese Nacht klopft etwas an sein Fenster und ruft seinen Namen: ein Wesen, das uralt ist und wild und weise – und das wie niemand sonst Conors Seele und seine geheimsten Ängste kennt. Von da an kommt das Wesen Nacht für Nacht, und allmählich begreift Conor, dass es der einzige Freund ist, der ihm in den schwersten Stunden seines Lebens zur Seite steht. Denn Conor wird zerrissen von der einen Frage, die er sich nicht zu denken und nicht auszusprechen wagt. Der Frage, ob er seine Mutter, die er über alles liebt, loslassen darf? Ob er sie nicht gar loslassen muss, um selbst nicht verloren zu sein?

Silberner Leserpreis für die besten Bücher 2011 bei lovelybooks.de

Patrick Ness (Autor)

Patrick Ness wuchs in den Vereinigten Staaten und auf Hawaii auf. Seit Ende der 90er-Jahre lebt er in London und ist dort als Literaturkritiker für die Tageszeitung The Guardian tätig. Für seine Kinder- und Jugendbücher wurde er mehrfach ausgezeichnet, er gewann unter anderem den renommierten Costa Children's Book Award und war auf der Auswahlliste für die Carnegie Medal.

Für »Sieben Minuten nach Mitternacht« erhielt er als erster Autor gleichzeitig die Carnegie Medal und den Kate Greenaway Award sowie neben unzähligen anderen Auszeichnungen den Deutschen Jugendliteraturpreis 2012.

In »Sieben Minuten nach Mitternacht« schreibt Patrick Ness eine Idee seiner mit der Carnegie Medal ausgezeichneten Schriftstellerkollegin Siobhan Dowd weiter. Ihr früher, tragischer Krebstod verhinderte die Umsetzung ihrer Idee in eine eigene Geschichte.


Siobhan Dowd (Autorin)

Siobhan Dowd, in London geboren, stammte aus County Waterford, Irland, und verbrachte dort einen großen Teil ihrer Kindheit. Nach der Schulzeit in London studierte sie in Oxford und begann dort als Redakteurin für PEN International und als freischaffende Autorin zu arbeiten. Bereits ihr Debutroman kam auf die Auswahlliste des Deutschen Jugendliteraturpreises, für ihr drittes Jugendbuch wurde sie mit der Carnegie Medal ausgezeichnet. Nach schwerer Krankheit erlag Siobhan Dowd 2007 ihrem Krebsleiden.

Übersetzt von Bettina Abarbanell
Originaltitel: A Monster Calls
Originalverlag: Walker UK

Mit Illustrationen von Jim Kay

eBook plus

ISBN: 978-3-641-07097-7

€ 8,99 [D] | CHF 11,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Goldmann

Erschienen: 15.12.2011

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Taschenbuch)

Eine sehr berührende Geschichte

Von: Aleshanee von Weltenwanderer Datum: 14.05.2016

blog4aleshanee.blogspot.de/

4.5 Sterne

Meine Meinung

Schon das Vorwort des Autors war sehr berührend. Mit diesem Buch hat er versucht, die Idee von Siobhan Dowd weiterzuspinnen, die viel zu früh aus dem Leben geschieden ist, ohne ihre Geschichte beenden zu können. Aber er wollte sie dabei nicht nachahmen, sondern ein eigenes Werk zu ihrem Gedenken schaffen und ich finde, das ist ihm gelungen!

Patrick Ness schreibt hier aus der Perspektive von dem Jungen Conor, der sich mit seinen 13 Jahren so stark geben muss und sich gleichzeitig so schwach fühlt, da er nicht weiß, wie er sich seiner Situation stellen soll.

Ich wusste schon vorher, dass mich hier ein besonderes Buch erwartet durch die tolle Rezension von Insi Eule, die mich total neugierig gemacht hat.
Dadurch konnte ich mich von Anfang an sehr gut auf die Geschichte einlassen, die mich sonst zu Beginn vielleicht nicht gleich überzeugt hätte. Einerseits recht einfach erzählt, zeigt sie andererseits aber viel Tiefgang, versteckt in vielen kleinen Andeutungen oder auch sehr direkt. Es wird einem viel bewusst, was man oberflächlich bei anderen oder auch an sich selbst oft nicht wahrnimmt, obwohl man es direkt vor Augen hat.

Das Verhalten von Conor hat mich berührt, denn der Junge ist sehr einsam und hat sich in die fixe Idee versteift, alles alleine schaffen zu können. Das treibt ihn allerdings ins abseits und aus dieser Spirale kommt er alleine nicht mehr heraus. Dabei wirkt er selbständig und er regelt auch alles sehr gut, hat aber natürlich auch Angst. Und diese Angst besucht in jede Nacht in seinem schlimmsten Albtraum, bis ihn schließlich ein Monster heimsucht. Doch Conor hat keine Angst davor, denn in seinem Leben gibt es ganz andere Dinge, die viel bedrohlicher sind und ihn um den Schlaf bringen.

Warum das Monster zu ihm kommt ist ihm anfangs nicht klar; er sträubt sich und möchte der Wahrheit nicht näher kommen. Die Geschichten, die das Monster ihm erzählt, führen ihn aber schrittweise näher heran, bis ihm schließlich kein anderer Ausweg mehr bleibt.

Besonders betroffen hat mich gemacht, dass ihm wirklich niemand voll und ganz zur Seite zu stehen scheint, bis auf seine "alte" Schulfreundin Lily, mit der er lange Jahre eine innige Freundschaft hatte. Alles entgleitet ihm und so klammert er sich an eine Hoffnung, die er einfach nicht loslassen will.

Gleichzeitig sucht er verzweifelt jemanden oder etwas, dem er die Schuld geben kann; eine Wut wächst in ihm, die kein Ventil findet und er dadurch alles über sich ergehen lässt. Unfähig, irgendetwas dagegen zu tun.

Diese ganzen Gefühle werden hier beeindruckend und eher behutsam, manchmal aber auch sehr offen vor Augen geführt und ich war an manchen Stellen zu Tränen gerührt, weil man direkt in der Situation drinsteckt. Vor allem, als Conor endlich die Wahrheit zulässt und sie annimmt, denn nicht die Gedanken sind das, was wichtig ist, sondern das, was wir tun!

Fazit

Eine berührende Geschichte um einen Jungen, der sich hilflos einer Situation ausgeliefert fühlt, der er nicht gewachsen ist. Uns allen geht der Tod eines lieben Menschen sehr nahe und nicht jeder ist bereit, loszulassen. Die Gedanken, die uns dabei begleiten, sind nicht immer leicht zu verarbeiten, aber wir Menschen denken einfach nicht in einem schwarz-weiß Schema und wir dürfen auch negative Gedanken zulassen, solange wir immer hinter dem stehen, was wir tun.

© Aleshanee
Weltenwanderer

Ein ganz besonderes Lesevergnügen

Von: Insi Eule Datum: 11.04.2016

dieinsieule.blogspot.de/

Darum geht es:

Immer zur gleichen Zeit, nämlich um 0:07, hat der dreizehnjährige Conor einen verstörend realtistischen Traum in dem ein riesiges, baumartiges Monster auftaucht. Und dieses Monster ist aus einem bestimmten Grund da. Es erzählt Conor Geschichten, die ihm helfen sollen, denn Conors Leben ist derzeit alles andere als einfach. Seine Mutter ist schwer krank, in der Schule wird er gemobbt und zu allem Verdruss muss er bei seiner ungeliebten Großmutter leben. Doch wie genau sollen ihm die Geschichten des Monsters helfen und was sind ihre eigentliche Bedeutung?


So fand ich es:

Sehr viel mehr möchte ich gar nicht über den Inhalt des Buches verraten. Man sollte sich wirklich selber davon überzeugen und einfach in die Geschichte fallen lassen. So habe ich dieses Buch auch ganz spontan zur Hand genommen und bin wirklich beeindruckt. Noch über eine Woche nach der Lektüre muss ich über die Geschichte nachdenken und kehre in Gedanken immer wieder zu Conor und seinem Monster zurück.

Die erste Hälfte des Buches konnte mich zwar noch nicht vollends überzeugen - obwohl schnell klar wurde, dass dieses Buch etwas besonderes ist - aber dann war ich plötzlich so gefangen in der Geschichte, dass es mich nicht mehr losgelassen hat. Warum der Einstieg noch ein bisschen gehakt hat, kann ich gar nicht so genau benennen. Vielleicht lag es am Schreibstil, denn auch der ist irgendwie besonders. Zwar leicht und gut verständlich, fast kindlich durch Conors junges Alter, aber auf der anderen Seite auch ein wenig poetisch und mit viel Tiefe und einer sanften Eindringlichkeit. Eine Kombination an die ich mich wohl erst gewöhnen und mich darauf einlassen musste. Was dann aber ja zum Glück noch mit großer Wucht geschehen ist.

Außerdem mag ich es unheimlich gerne, wenn Geschichten innerhalb von Geschichten erzählt werden. Ich fand das Monster und seine Erzählungen wirklich gelungen, mysteriös, bedrückend und mit seiner ganz eigenen Moral. Und auch in gewisser Weise übertragbar auf Conors Alltag, der sich für ihn als große Herausforderung gestaltet.

Die meiste Zeit hatte ich großes Mitgefühl gegenüber Conor. Er ist ein netter Junge, der sich um seine Mutter sorgt, sich um alles kümmern möchte und sich verzweifelt an die Hoffnung klammert, dass alles gut wird und dadurch eben auch viele Sachen verdrängt und in sich hinein frisst. Zudem hat er einen schweren Stand in der Schule, wird ignoriert und gemieden, von ein paar Kindern sogar ziemlich fies behandelt. Aufgrund der eh schon schlimmen Lage bei ihm Zuhause hat mir diese Ungerechtigkeit natürlich doppelt leid getan und ist auch als Leser nicht einfach zu ertragen. Gerade für mich, weil ich ähnliches wie er erleben musste und mich da irgendwie wieder erkannt habe. Wahrscheinlich lässt mich dieses Buch auch deshalb noch nicht los und das wird es wahrscheinlich auch so schnell nicht.

Schlimm ist auch, dass man eigentlich die ganze Zeit während des lesens weiß, worauf alles hinauslaufen wird. Und trotzdem ist es so unglaublich berührend und packend. Ich habe mehrmals schwer schlucken müssen, konnte das Buch aber auch nicht aus der Hand legen.
Nun habe ich gesehen, dass dieses Buch auch verfilmt wird und noch dieses Jahr in die Kinos kommt. Ein Teil von mir möchte den Film unbedingt sehen, aber ich habe auch Angst davor, zu heulen wie ein Schlosshund.




Mein Fazit:

Ein ganz besonderes Buch, das ziemlich tief geht, wenn man sich darauf einlassen kann. In meinen Gedanken geistert die Geschichte noch immer umher und hat mich nachhaltig beeindruckt. Ein dünnes Büchlein, in dem aber eine Menge drin steckt. Ich möchte es euch wirklich ans Herz legen. Lest es.

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