Sieh mich an

Jeder hat Narben. Manche sind nur besser zu sehen.

Ab 14 Jahren
eBook epub
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Bei einem schrecklichen Feuer hat die 16-jährige Ava alles verloren, was ihr wichtig ist: ihre Eltern, ihre Cousine Sara, die zugleich ihre beste Freundin war, ihr Zuhause. Sie musste zahlreiche Operationen über sich ergehen lassen. Und noch immer ist ihr ganzer Körper, vor allem aber ihr Gesicht, von tiefen Narben gezeichnet. Doch nun soll Ava sich Schritt für Schritt in den Alltag zurückkämpfen. Saras Eltern, die sie bei sich aufgenommen haben, verlangen von ihr, dass sie wieder die Highschool besucht – Avas schlimmster Alptraum. Schließlich einigen sie sich auf eine »Probezeit« von zwei Wochen. Ava ist wild entschlossen, danach nie wieder einen Fuß vor die Tür und schon gar nicht in eine Schule zu setzen. Aber dann kommt alles ganz anders, denn Ava findet ausgerechnet dort, wo sie es am wenigsten erwartet, Seelenverwandte ...

»Das Buch nimmt die Leser mit auf eine Berg- und Talfahrt.«

Neue Presse Hannover (16. Dezember 2019)

Aus dem Amerikanischen von Henriette Zeltner
Originaltitel: Scars Like Wings
Originalverlag: Delacorte Press
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-24420-0
Erschienen am  14. Oktober 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Berührender Jugendroman, der zum Nachdenken anregt

Von: The Chocbookholics

12.05.2020

Hallo allerseits! Bei manchen Büchern ist es das Cover, das einen anspringt, bei manchen der Klappentext, bei manchen eine Leseprobe. Bei "Sieh mich an" war es alles drei. Die Geschichte ist ungewöhnlich und normalerweise bin ich auch kein großer Freund mehr von Jugendromanen, doch dieser hatte sofort mein Interesse geweckt. ich wollte mehr über das Leben der jungen Ava wisse, wollte wissen, wie sie mit ihrem Leben nach dem Brand zu recht kommt. Die Antwort ist einfach wie ernüchternd: Gar nicht. Zuerst lernen wir Ava kennen, deren Haut zu 60% bei dem Unfall verbrannt ist. Sie wird gezwungen, sich wieder mit ihrem Leben auseinander zu setzen, obwohl sie sich eigentlich nur verstecken möchte. Sicherlich verständlich, jeder von uns hat sich sicher schon einmal erwischt, wie er jemanden, der offensichtliche Narben oder Verletzungen hat, angestarrt hat, neugierig oder mitleidig. Niemand möchte diesen Blicken ausgesetzt sein. Und gerade Teenager sind da besonders grausam, geht es doch in dieser Phase des Lebens meistens darum, wer hübscher, schöner und beliebter ist. Und doch ist Ava nicht allein. Neben ihrem Onkel und ihrer Tante lernt sie noch Piper kennen, die ebenfalls von einem Unfall betroffen ist, der sie sogar in den Rollstuhl gezwungen hat. Piper ist all das, was Ava nicht ist: laut, provokant und selbstsicher; Wenigstens auf den ersten Blick. Die Geschichte ist sehr gut erzählt und man kann schnell in die Geschichte abtauchen. Ich wollte immer wissen, wie es weiter geht und wollte gerade gegen Ende das Buch auch gar nicht mehr aus der Hand legen. Gerade Avas Liebe für Musicals hat mich natürlich angesprochen (auch wenn ich ausgerechnet Wicked nicht zu meinen Lieblingsmusicals zählen kann, aber in diesem Zusammenhang passt es natürlich wie die Faust aufs Auge). Die Charaktere sind gut beschrieben und man kann sie sich gut vorstellen. Etwas Bedenken bereitet mir aber dennoch ausgerechnet die Freundschaft zwischen Piper und Ava. Natürlich holt Piper Ava aus ihrer Komfortzone und schubst sie wieder ins Leben, doch ist sie für meinen Geschmack teilweise ein wenig übergriffig. Sie ist zu dominant und zu bestimmend. Ich habe mich oft damit nicht wirklich wohl gefühlt und hätte Ava lieber eine andere Freundin gewünscht, aber anscheinend war Piper genau das, was sie gebraucht hat. Ich kann dieses Buch auf jeden Fall empfehlen, es liest sich gut und regt auch zum Nachdenken an. Gerade den Satz "Du bist mehr als dein Körper" blieb mir im Gedächtnis, da in der heutigen Zeit Frauen ja oft einfach nur über ihren Körper und ihre Maße definiert werden. Diese Schönheit, die Ava nicht in sich finden kann aufgrund der Narben, ist die selbe Schönheit, die Übergewichtige, Untergewichtige, Kleine Frauen und große Frauen oft nicht finden können. "Jeder hat Narben. Manche sind nur besser zu sehen." beschreibt es wirklich gut.

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Eine Überlebende auf der Suche nach einem neuen „Normal“

Von: Lisatschernouzki.writer

27.04.2020

Den Schreibstil der Autorin mochte ich von Anfang an. Ava wirkt im ersten Moment sehr sarkastisch, was ihre Art ist, mit ihrer aktuellen Situation umzugehen. Wobei man relativ schnell merkt, dass sie es nicht schafft, sondern auf diesem Weg lediglich versucht, alle auf Abstand zu halten und ihnen vorzuspielen, dass es ihr gut geht. Denn gut geht es ihr keinesfalls. Das Leben, wie sie es kannte, ist vorbei. Sie erkennt ihr eigenes Spiegelbild nicht mehr und die Menschen, die sie am meisten geliebt hat und von denen sie bedingungslos geliebt wurde, sind tot. Sie existiert nur noch und bewegt sich eher im Schatten ihrer verstorbenen Cousine. Mir ist natürlich klar, dass auch Cora und Glenn einen schweren Verlust zu verkraften haben, ich finde es dennoch eine Zumutung, dass sie Ava in das unveränderte Zimmer von Sara stecken und ihr deren Klamotten geben. Sie meinen es immer nur gut, aber das fand ich dann doch irgendwie grausam, weil sie ihr damit das Gefühl gaben, sie müsste eine Lücke füllen, der sie niemals gerecht werden könnte. Der erste Tag in der Schule ist für sie sehr anstrengend, weil die Menschen dort nicht wissen, wie sie mit ihr umgehen sollen. Obwohl Ava immer wieder versucht, es nicht näher an sich heranzulassen, gelingt ihr das nicht. Meiner Meinung nach tritt Piper zur rechten Zeit in ihr Leben. Sie ist frech, direkt und vertritt offen ihre Meinung. Auch wenn es im ersten Moment so wirkt, als würde sie Ava Flausen in den Kopf setzen, ist es genau das, was sie braucht. Sie werden also Freundinnen und Piper will ihr helfen, das neue „Normal“ zu akzeptieren. Auch Asad trägt mit seiner Art dazu bei, dass Ava sich sicher fühlt und in der Schule eine weitere Person hat, die neben ihr durch die Flure schreitet. Bei Kenzie wusste ich erst nicht, was ich denken sollte. Anfangs schien sie naiv und beleidigte Ava versehentlich, wenn man das so ausdrücken kann. Doch das wandelte sich in absichtliche Böswilligkeit, weil sie einerseits nicht damit klarzukommen schien, dass Ava und Piper Freundinnen wurden und andererseits auch eifersüchtig auf sie war. Schade fand ich hier, dass sich Piper Ava hinsichtlich ihrer Vergangenheit nicht anvertrauen wollte. Natürlich ist mir klar, dass ein schweres Schicksal noch mehr Ängste und negative Gefühle hervorrufen und dass man nicht immer darüber reden will. Aber braucht denn nicht auch sie jemanden, mit dem sie darüber reden kann? Im Laufe der Geschichte zeigte sich, dass auch Piper nicht nur so taff war, wie sie sich gab. Aber auch mir waren die kleinen Hinweise entgangen, sie es hierfür gab. Besonders wichtig fand ich auch, dass Ava endlich sehen konnte, dass sie gar nicht alleine war. Dass sie den Kampf um ihr Leben nicht alleine ausfochten musste. Und dass man zwar nicht alles besser oder ungeschehen machen kann, es aber ausreichend ist, einfach für jemanden da zu sein, der es dringend braucht.

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Vita

Erin Stewart wuchs in den Wäldern von Virginia auf, umgeben von Glühwürmchen und ihren ersten selbst erfundenen Geschichten und Figuren. Mittlerweile lebt sie mit ihrem Mann und drei Kindern nahe den Rocky Mountains. Erin Stewart arbeitet schon seit langem als Journalistin und nutzt ihr Recherchetalent auch für ihre Erzählungen, die immer einen wahren Hintergrund haben. »Sieh mich an« ist ihr Debütroman.

Zur AUTORENSEITE

Henriette Zeltner, geboren 1968, lebt und arbeitet in München, Tirol und New York. Sie übersetzt Sachbücher sowie Romane für Erwachsene und Jugendliche aus dem Englischen, u.a. Angie Thomas' Romandebüt »The Hate U Give«, für das sie mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2018 ausgezeichnet wurde.

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Pressestimmen

»Es ist einer jener Romane, die man lange in Erinnerung behalten wird und der seine Leser sensibilisiert für Menschen, die anders sind.«

»Ein einziger Gefühlsrausch! Außerdem ein Juwel unter den Neuerscheinungen der letzten Jahre!«

»Ein tiefgründiges, bewegendes Buch mit einer Botschaft für alle, die in ihrem Leben verletzt wurden. Egal, ob innen oder außen.«

Buchkultur (10. Dezember 2019)