Smoke

Roman

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Wie sähe eine Welt aus, in der jede Sünde, jeder dunkle Gedanke sichtbar wäre? Smoke entführt den Leser in ein England vor hundert Jahren, in dem jede Verfehlung mit Rauch bestraft wird, der dem Körper entweicht. Auch Thomas und Charlie, Schüler eines Elite-Internats, werden immer wieder durch Rauch-Attacken gebrandmarkt, wenn sie den strengen Schulregeln nicht genügen. Doch dann finden sie – fast zufällig – heraus, dass die Gesetze des Rauchs längst nicht für alle gelten. Wieso gibt es böse Menschen, die nicht von Ruß befleckt sind? Und welche Rolle spielt der Rauch bei den sozialen und politischen Umbrüchen ihrer Zeit? Auf der Suche nach der Wahrheit begeben sich die Freunde auf eine dramatische Reise voller riskanter Abenteuer und düsterer Intrigen und rufen damit schon bald mächtige Feinde auf den Plan ...

Smoke ist ein sprachmächtiger, überbordend einfallsreicher Roman und zugleich eine kluge Parabel, die facettenreich die existenziellen Fragen nach Macht und Moral, Wahrheit und Lüge, Gut und Böse beleuchtet.

"Eine fantastische Geschichte über Moral, Bigotterie und falsche Tugendwächter."

Bunte (23. März 2017)

Aus dem Amerikanischen von Katrin Segerer
Originaltitel: Smoke
Originalverlag: Doubleday, New York 2016
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-20105-0
Erschienen am  13. März 2017
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Smoke (Dan Vyleta)

Von: Poldi

13.06.2017

Thomas und Charlie wachsen in London am Ende des 19. Jahrhunderts in einem Internat auf, auf dem die beiden Adeligen lernen sollen, ihre Gefühle zu kontrollieren. Denn jeder schlechte Gedanke, jede Sünde, äußerst sich in Rauch, der aus den Körperöffnungen strömt. Während beide versuchen, ihr Innerstes bestmöglich vor der Außenwelt abzuschirmen, entdecken sie, dass einige Menschen keinen Rauch verströmen, wie schlecht sie auch sein mögen... Dan Vyleta, ein kanadischer Autor mit deutschen Wurzeln, hat mit seinem neuen Roman „Smoke“ erstmals auch hierzulande für Aufmerksamkeit gesorgt. Der Grundgedanke ist sehr reizvoll, der Leser stellt sich gleich viele Fragen, die drängenste ist wohl: Woher kommt der Rauch? Genau dies wird im Laufe der Handlung zwar nicht aufgeklärt und als gegeben genommen, was ich aber nicht als sonderlich störend empfunden habe. Denn es werden zahlreiche weitere Details rund um den Rauch offenbart, sodass die von Vyleta geschaffene Welt einen sehr düsteren und reizvollen Anstrich bekommt. Die Handlung selbst geht sehr interessant los, kommt aber schnell auch wieder ins Stocken. Ein wirklicher Spannungsbogen kann sich dabei leider nicht aufbauen. Dennoch habe ich nie das Interesse verloren, sondern fand die neuen Entwicklungen reizvoll. Nicht jeden Twist habe ich als gelungen gefunden, insbesondere im letzten Drittel sind nicht alle Wendungen für mich nachvollziehbar dargestellt. Insgesamt hat mich die Handlung wegen der sehr interessanten Struktur der dargestellten Welt aber überzeugt. Der Schreibstil des Autors ist streckenweise leider etwas zu langwierig gelungen, er beschreibt recht ausschweifend und detailliert – was an sich nichts schlechtes sein muss, hier aber den Ezählfluss hemmt. So bekommt der Roman aber auch einen sehr philosophischen Dreh, der die Gesellschaft hinterfragt und dabei auch aktuelle Fragen aufwirft. Etwas verwirrend war der Wechsel der sprachlichen Perspektive, mal wurde von einem allwissenden Erzähler berichtet, mal aus der Ich-Perspektive. Daran musste ich mich erst einmal gewöhnen und bin in den ersten Seiten darüber gestolpert, hinterher hat sich aber alles organisch zusammengefügt. Sehr gut gefallen hat mir die Ausgestaltung der Charaktere, die sehr intensiv dargestellt werden, insbesondere die beiden Hauptcharaktere kommen sehr gut zur Geltung und werden in ihrer Unterschiedlichkeit individuell dargestellt. Sie sind mir ans Herz gewachsen, sodass ich auch trotz einiger Kanten in der Handlung beiden bis zum Ende der Handlung gefolgt bin. „Smoke“ ist kein Pageturner, kein zur Perfektion geschliffenes Werk und wird wegen der stellenweise langatmigen Erzählweise sicherlich nicht jedem gefallen. Ich habe der Handlung aber sehr gern gefolgt, da mich diese düstere Welt voller Rauch sehr fasziniert hat. Die Charaktere kommen dabei gut zur Geltung, auch dass nicht alle Geheimnisse aufgedeckt werden, ist stimmig umgesetzt. Ein interessanter Roman!

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Ungewöhnlicher Plot interessant erzählt

Von: Flaventus

07.04.2017

Und da spricht mal noch jemand von einer Feinstaubbelastung in den Städten, wenn es die Menschen selbst sind, die sie verursachen. In diesem fantastischen Roman steht allerdings nicht der Feinstaub im Mittelpunkt, sondern der Rauch, den Menschen absondern, wenn ihnen ein "dunkler Gedanke" kommt. Allerdings steckt hinter diesem Rauch deutlich mehr als einfach nur eine dunkle gasförmige Absonderung, denn er hat nicht nur unterschiedliche Gerüche und Geschmäcker, sondern ist auch ansteckend. Das genaue Geheimnis, das sich hinter dem Rauch verbirgt, darf der Leser im Laufe der Erzählung erfahren. ╔═≡≡≡≡≡≡≡≡≡≡≡═╗ ★ Der Plot ╚═≡≡≡≡≡≡≡≡≡≡≡═╝ Die Idee, dass die Menschen mit ihren unterschiedlichen Gefühlen unterschiedlichen Rauch absondern, ist sicherlich gut gewählt. Gefühle werden materiell und wer nicht rauchen möchte, muss diese unterdrücken. Welche Art von Gesellschaft dies ergibt, kann jeder erahnen. Aber solch einen Plot denkt sich niemand aus, wenn es keinen Bezug zu aktuellen Geschenissen gäbe. Und so trifft man schnell auf die allgegenwärtige Situation von Arm vs. Reich - in "Smoke" nur deutlich überspitzt. Angesiedelt ist die Geschichte im prä-industriellen London, wobei die Wahl recht bewusst gewählt wurde. Nicht wegen des Brexit, sondern weil die Insel als solches sich recht gut vom Kontinent isoliert werden kann. Ein bisschen hat mich der Plot an das China erinnert, dass sich ebenfalls isoliert hat und sich von Einflüssen von außen abschotten wollte. ╔═≡≡≡≡≡≡≡≡≡≡≡═╗ ★ Wechsel der Erzählperspektive ╚═≡≡≡≡≡≡≡≡≡≡≡═╝ Nicht nur das Setting ist recht ungewöhnlich, auch die Erzählperspektive ist es. Zuerst betrachtet der Leser das Geschehen aus der "Distanz", nur um dann im nächsten Kapitel näher in das Geschehen "hereinzuzoomen". Dabei wechselt die Erzählung von der dritten Person in die Ich-Perspektive. Das verleiht dem Plot eine interessante Betrachtungsweise und Tiefe. Verstärkt wird dieser Effekt durch die gute und angenehme Sprachwahl. Es wirkt nichts gekünstelt, kein Dialog zu aufgesetzt und viele Beschreibung werden bildlich interessant beschrieben. Nur im hinteren drittel verliert sich der Stil ein bisschen und es entsteht eine Länge, die dem Leser ein bisschen Durchhaltevermögen abverlangt. Mehr als einmal habe ich ungeduldig weiterlesen müssen mit der Frage im Kopf: "Wann geht es endlich weiter?!" Hier hätte die Geschichte sicherlich gestrafft werden können. ╔═≡≡≡≡≡≡≡≡≡≡≡═╗ ★ Charaktere ╚═≡≡≡≡≡≡≡≡≡≡≡═╝ Wie schon angesprochen, verleiht der Erzählstil den Charakteren einen gewissen Tiefgang. Das gilt selbstredend vor allem für die Hauptprotagonisten. Am Ende wird der Erzählstil zwar hin und wieder konfus, aber die Botschaft und die Charaktereigenschaften bleiben immer transparent. Interessant ist da sicherlich, dass es schlussendlich gar nicht so klar ist, wer eigentlich der gute und wer der böse ist. Oder anders ausgedrückt, dass das gut gemeinte manchmal nicht den gewünschten Effekt hat ... und umgekehrt. ╔═≡≡≡≡≡≡≡≡≡≡≡═╗ ★ Fazit ╚═≡≡≡≡≡≡≡≡≡≡≡═╝ Das Setting des Buchs ist sicherlich ungewöhnlich, die Erzählweise interessant. Aber dennoch fällt der Bezug zu unserer Gesellschaft und ihrer Strukturen nicht schwer. Finden sich unsere Gesellschaft nicht ein stückweit in diesem Buch wieder? Mit all seinen selbstauferlegten Wünschen und Zwängen? Es ist ein empfehlenswertes Buch, obgleich es kurz vor dem Finale etwas langatmig und die Spannung herausgenommen wird. Allein der Erzählstil und die Beschreibungen des Autors machen das Buch lesenswert.

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Vita

Dan Vyleta

Dan Vyleta wurde 1974 als Sohn tschechischer Einwanderer in Gelsenkirchen geboren. Nach dem Abitur studierte er in England und Wien Geschichte und promovierte am King’s College in Cambridge. Er hat bisher drei z.T. preisgekrönte Romane veröffentlicht, die in über zehn Ländern erschienen sind und von der Presse begeistert aufgenommen wurden. Nach vielen Jahren in Kanada lebt Dan Vyleta im Moment in England.

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Zitate

"Sehr ungewöhnlicher Mix aus Dystopie und Historie."

Hörzu (21. April 2017)

"Zwischen Steampunk und Schauerroman."

Neue Presse (18. März 2017)

"Ein sprachmächtiger, überbordend einfallsreicher Roman und zugleich eine kluge Parabel, die die existenziellen Fragen nach Macht und Moral, Wahrheit und Lüge, Gut und Böse beleuchtet."

Buch Magazin

»Ein ebenso unglaubliches wie abenteuerliches und unnachahmliches Buch.«

Passauer Neue Press (08. Juni 2017)

"Gänsehaut vom Kopf bis zu den Füßen; etwas Besseres kriegt man nur selten in die Hände. Vyletas Bücher stecken voller Spannung und phantastischer Unterhaltung."

literaturmarkt.info (08. Mai 2017)