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Solange unsere Herzen schlagen Roman

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CHF 11,00*
(* empf. VK-Preis)

eBook (epub) ISBN: 978-3-641-19431-4

Erschienen:  20.11.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

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Sechs Jahre lang war Ellas und Willas Mutter verschwunden. Jetzt steht Norah auf einmal wieder vor der Tür ihres ehemaligen Zuhauses. Doch viel hat sich verändert. Willa, die jüngere Tochter, erkennt sie nicht und nennt die neue Frau an der Seite ihres Vaters »Mummy«. Die ältere Tochter Ella will nichts mit Norah zu tun haben. Und doch verlangen alle nach Antworten. Wo war Norah die ganze Zeit? Warum ist sie ausgerechnet jetzt zurückgekommen? Und gibt es genug Platz für zwei Mütter in einer Familie?

Virginia Macgregor (Autorin)

Virginia Macgregor ist in Deutschland, Frankreich und England aufgewachsen, erzogen von einer Mutter, die nie müde wurde, Geschichten zu erzählen. Sobald Virginia alt genug war, selbst einen Stift zu halten, begann sie mit dem Schreiben, oft bis tief in die Nacht hinein – oder in der Schule, versteckt hinter dem Mathebuch. Virginia wurde benannt nach zwei großen Frauen, Virginia Wade und Virginia Woolf – in der Hoffnung, sie würde entweder Schriftstellerin oder ein Tennisstar werden. Nach ihrem Studium in Oxford begann sie, neben ihrem Beruf als Englischdozentin und Hauslehrerin, regelmäßig zu schreiben. Die Autorin lebt mit ihrem Ehemann in Berkshire.

Aus dem Englischen von Wibke Kuhn
Originaltitel: The Astonishing Return of Norah Wells
Originalverlag: Sphere

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-19431-4

€ 8,99 [D] | CHF 11,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Goldmann

Erschienen:  20.11.2017

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Taschenbuch)

Eine Familie mit zwei Müttern

Von: magische_zeilen Datum: 09.09.2018

Eckdaten
- Titel: "Solange unsere Herzen schlagen"
- Autorin: Virginia Macgregor
- Verlag: Goldmann
- Seiten: 584
- Erscheinungsdatum: 20. November 2017
- Preis: 10,00€

Meine Meinung
Als erstes ist mir aufgefallen, dass in dieser Geschichte sehr sehr viele Personen auftreten. Das ist vor allem zu Anfang sehr verwirend, da ich auch das Gefühl hatte, dass mir niemand richtig vorgestellt wurde. Erschwerend kommt dann hinzu, dass das Geschehen nicht nur aus einer Perspektive erzählt wird und entsprechend jeder der vielen Charaktere die Geschichte mal aus seiner Sicht erzählen darf.
Aber ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass man sich irgendwann an die ganzen Personen, die im Verlauf der Geschichte so auftauchen, gewöhnt. Das sogar, obwohl es zum Ende hin immer mehr Menschen werden, die man bedenken muss.
Zu Beginn hatte ich auch ein paar Probleme mit den Begrifflichkeiten. Da gibt es zum Einen "Die Mutter, die geblieben ist" und zum Anderen "Die Mutter, die gegangen ist". Am Anfang hab ich gedacht, das wäre ein und dieselbe Person, aber da hatte ich falsch gedacht. Das erste Drittel über fand ich übrigens beide eher unsympathisch. Zum Ende werden die Beweggründe der beiden Mütter aber nach und nach aufgeklärt und ich persönlich hab die beiden dann einfach besser verstehen können. Entsprechend waren sie mir weniger unsympathisch, sondern ich hab sie irgendwo auch verstanden.
Vom Aufbau her fand ich die Idee der Autorin sehr interessant. Die einzelnen Kapitel waren eher Leseabschnitte, die an Tageszeiten gebunden waren. So begann die Geschichte mit dem Abschnitt "Freitagmorgen" und endete mit "5 Monate später". Von "Freitagmorgen" bis "Montagnacht" nimmt die Autorin noch jede Tageszeit mit. Danach folgen noch "Dienstagnacht" und "Mittwochnacht", womit die eigentliche Geschichte dann nach sechs Tagen beendet ist. Kam mir durch die vielen Perspektiven und Ereignisse aber wie deutlich mehr vor. Auch wenn die Titel nun mal was anderes vermitteln. Hat es für mich am Ende der Erzählung nur noch emotionaler gemacht.
Was mich manchmal etwas verwirrt hat, war, dass es, wenn zwischen den Tageszeiten oder zwischen den Tagen gewechselt wurde, manchmal so 'ne Art kleinen Prolog für die nächste Tageszeit beziehungsweise den nächsten Tag gab. Da diese kleinen Einschübe immer ohne jede Vorwarnung und für mich ohne ein erkennbares Muster kamen, war ich hin und wieder etwas überrascht, wenn ich dann plötzlich kein normales Kapitel kam.

Alles in allem ist es ein sehr emotionales Buch, das die verworrene Geschichte einer Familie erzählt, die viele Irrungen und Wendungen enthält. Auch wenn es am Anfang sehr verwirrend ist, kommt man nach ein paar Seiten dann irgendwann doch ganz gut mit. Am emotionalsten sind die letzten Abschnitte und gerade die haben mich dazu bewegt, an einem Abend bis weit nach Mitternacht zu lesen, um das Buch zu beenden. Ich musste einfach wissen, wie es ausgeht. War rückblickend nicht die klügste Entscheidung, da mich das Ende sehr mitgenommen hat und ich nach der letzten Seite ziemlich durcheinander war. Trotz allem Ärger, den mir das Buch auf den ersten Seiten gemacht hat, möchte ich es allen ans Herz legen. Einfach weil das Ende so bewegend ist!

Überaus emotional und mit Tiefgang

Von: bookishheart Datum: 19.02.2018

https://bookishhearts.blogspot.de/

"Solange unsere Herzen schlagen" hat mein Interesse zunächst aufgrund des schlichten, aber dennoch einprägenden Covers geweckt. Dieses Interesse wurde dann vom Klappentext noch gesteigert, weshalb ich glücklich war, dass Buch als Rezensionsexemplar lesen zu dürfen.
Mit ihrem Buch entführt Virginia Macgregor in einem nervenaufreibenden Familienzwist, der Einem beim Lesen nicht kalt lässt. Direkt von Beginn an ist der Roman überaus emotional, ohne jedoch für eine Person besondere Stellung zu beziehen. Jede Figur kommt immer wieder im Laufe des Romans zu Wort, so dass die Geschehnisse allumfassend betrachtet werden.
In diesem Roman dreht sich alles um die plötzliche Rückkehr Norahs, der "Mutter die gegangen ist" und die damit verbundenen Auswirkungen. Norah hat vor sechs Jahren ihren Mann Adam und ihre beiden Töchter, die achtjährige Ella und die fast einjährige Willa verlassen und ihre Freundin Faye gebeten sich um ihre Familie zu kümmern, was diese als "Mutter, die geblieben ist" auch macht. Norahs Rückkehr bringt alle total durcheinander. Ella, die immer die Rückkehr ihrer Mutter herbeigesehnt hat und davon ausgegangen ist, dass diese nie freiwillig gegangen ist, ist entsetzt, als sie die wahren Gründe hinter dem Verschwinden erfährt, was zur Folge hat, dass sie Norah verachtet. Willa, die sich nicht mehr an Norah erinnern kann, und für die Faye immer ihrer Mutter war, kann die Ereignisse noch nicht so recht fassen und geht mit den Geschehnissen überaus kindlich um. Adam wiederum weiß nicht so recht, wie er mit der Rückkehr umgehen soll. Einerseits hat er Norah immer geliebt, andererseits hat er sich seit seiner Rückkehr verändert und sich mit Faye, die nun befürchten muss ihre Familie zu verlieren, ein neues Leben aufgebaut hat.

Ich war anfangs bei diesem Roman ein wenig zwiespältig, was ich von Umsetzung halten sollte, da die Figuren zunächst noch ein wenig undurchschaubar sind. Man ist sofort direkt im Geschehen, ohne so wirklich einleitende Erklärungen zu erhalten.
Hinzu kam, dass Willa zunächst nicht wirklich wie eine Sechs-/Siebenjährige agierte, sondern man zunächst ein wenig das Gefühl hatte, bereits ein etwa zehnjähriges Mädchen vor sich zu haben. Hier fehlte mir bei ihr zunächst eine durchgehende kindliche Unschuld. Auch wenn die Ereignisse in der Gegenwart spielt und Mobiltelefone bei Kindern keine Seltenheit sind, kam es mir etwas seltsam vor, dass ein Mädchen, dass gerade erst die Schule besucht, bereits simsen kann und sich mit Twitter auskennt?!
Besonders überzeugend fand ich vor allem Ellas Reaktion auf die Ereignisse. Sie reagiert mit typischer jugendlicher Unvernunft auf die Geschehnisse. Sie bockt, sie ist verwirrt und such sich ihren eigenen Weg, um das Ganze verstehen zu wollen. Da sie von ganz anderen Gründen ausgegangen ist, was das Fernbleiben ihrer Mutter angeht, ist ihre Reaktion auf die Rückkehr mehr als nachvollziehbar.
Des weiteren fand ich Adam zunächst insgesamt eher blass, unscheinbar und passiv. Er steht nur sehr wenig für sich selbst ein, sondern lässt den Ereignissen zunächst ihren Lauf, ohne sich wirklich involvieren zu wollen. Allerdings gewinnt seine Figur im Laufe des Romans an Stärke und man erfährt nach und nach, warum er der ist, der er inzwischen ist.
Fayes Reaktion auf Norahs Rückkehr ist ebenfalls mehr als nachvollziehbar gestaltet. Sie fühlt sich plötzlich wie das fünfte Rad am Wagen und befürchtet, alles was ihr lieb und teuer ist zu verlieren.


Dies ist ein Roman voller Geheimnisse, die zunächst noch vollkommen undurchsichtig, und teils auch ein wenig verwirrend sind. Auch wenn man zwischenzeitlich beim Lesen ein wenig ins Hadern gerät, insbesondere weil Norah auch nicht unbedingt sympathisch, sondern eher selbstsüchtig daherkommt, lohnt es sich weiterzulesen. Nachdem Stück für Stück in Rückblicken ein wenig klarer wird, was zu Norahs Verschwinden geführt hat, sorgen vor allem die gelüfteten Geheimnisse für mehr Tiefgang und Emotionalität.
In diesem Roman geht es vor allem um Familienbanden und wie unterschiedlich diese gestrickt sein können. Die Figuren wirken wie aus dem Leben gegriffen, was die Handlung überaus real erscheinen lässt.

Virginia Macgregors Schreibstil ist überaus emotional und scharfsinnig. Sie geht vor allem mit den erwachsenden Figuren teils scharf ins Gericht und hinterfragt ihre Handlungen immer wieder. Sie lässt ihre Figuren immer wieder mit sich selbst und ihrem Handeln hadern, was vor allem bei Faye und Norah dafür sorgt, dass sie stark und sensibel zugleich erscheinen.
Indem Macgregor abwechselnd die einzelnen Figuren die Handlung beschreiben lässt, sorgt sie für unterschiedliche Blickwinkel auf die Geschehnisse. Unterbrochen werden diese persönlichen Beschreibungen von einer Art Figur, die über allem zu schweben scheint und die Ereignisse wie von oben herab erzählt. Dabei werden Norah und Faye nicht mit ihrem richtigen Namen, sondern als "Mutter, die gegangen ist" und "Mutter, die geblieben ist" benannt. Ich habe bis zum Schluss gegrübelt, aus wessen Sichtweise hier die Geschehnisse beschrieben sind. Und auch, wenn ich eine Ahnung habe, wer dies ist, wird dies nicht wirklich gelüftet. Ich muss allerdings auch gestehen, dass ich mit diesen über allen schwebenden Beschreibungen nicht besonders viel anfangen konnte, da ich ein wenig das Gefühl hatte, dass die Autorin hier das Niveau ihres Schreibstils zwischenzeitlich zu sehr in die Höhe treiben wollte. Auf mich wirkte es jedoch eher verwirrend. Mir hätte der Roman in jedem Fall auch ohne diese Beschreibungen gefallen!

Fazit:
"Solange unsere Herzen schlagen" von Virginia Macgregor ist ein überaus emotionaler Roman, der durchaus auch Tiefgang hat und vor allem durch seine wie aus dem Leben gegriffenen Figuren überzeugen kann. Abgesehen von anfänglichen Schwächen und einem zwischenzeitlichen zu hoch angesetzten Schreibstil, habe ich diesen Roman sehr genossen und kann ihn wärmsten jedem zum Lesen empfehlen!

Note: 2 (��������)

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