Spademan

Thriller

(6)
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Ich töte Männer. Und ich töte Frauen, denn ich will nicht diskriminierend erscheinen.

Eine zweite große Terrorwelle am Times Square hat New York City lahm gelegt. Die Stadt ist verlassen, nur einige Reiche verharren in ihren Hochhauslofts und leben in einer Art digitaler Fantasiewelt, wo sie von schönen heilen Welten träumen. Doch inmitten der ausgebombten Stadt gibt es einzelne Menschen, die geblieben sind. Einer davon ist der Spademan, ein ehemaliger Müllmann, der sich jetzt als eiskalter Auftragskiller über Wasser hält. Sein nächster Opfer ist die Tochter eines mächtigen Predigers. Doch etwas lässt den Spademan zögern, etwas stimmt nicht. Und damit macht er sich auch selbst zur Zielscheibe düsterer Kreise.

Spademan war ein Müllmann. Das war vor der Bombe. Sie verwüstete den Times Square. Sie tötete seine Frau. Und sie vertrieb einen Großteil der Bewohner Manhattens aus der Stadt. Lediglich die Reichen blieben und zogen sich in ihre Elfenbeintürme zurück, wo sie sich in eine virtuelle Welt einloggen und in süßen Träumen der Realität zu entfliehen versuchen. Jetzt ist der Spademan ein Auftragskiller, der eiskalt tötet. Er ist die Kugel, man muss ihm nur die Richtung vorgeben. Seine bevorzugte Waffe: Ein Teppichmesser. Sein neuestes Zielobjekt ist die Tochter eines mächtigen Fernsehpredigers. Sie zu finden ist kein Problem, aber der Job wird plötzlich kompliziert - die junge Frau ist schwanger und der Kunde hat eine Agenda, die weit über einen einfachen Mord hinausgeht. Spademan muss sich entscheiden.

»Vielleicht denken Sie nach zehn Seiten: Wieder so ein Killer-Ding, kenne ich schon, und so kurze Sätze, na ja. Legen Sie das Buch dann nicht beiseite, lesen Sie weiter, unbedingt. Es erwartet Sie ein großes Drama, verpackt in einen der aufregendsten Thriller der letzten Jahre. Ein Roman über Schuld und Schmerz, heiligen Zorn und teuflische Ränkespiele in einer aus den Fugen geratenen Stadt. Spademan ist eine ebenso zeitgemäße wie alttestamentarische Figur, und Sie werden sie lieben. Nicht wie einen Bruder, sondern wie ein verwundetes Kind, das um sich schlägt, mit flammendem Schwert und loderndem Herzen. Wollen Sie diese Story wirklich verpassen?«


Aus dem Amerikanischen von Alexander Wagner
Originaltitel: Shovel Ready
Originalverlag: Crown
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-12594-3
Erschienen am  03. März 2014
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Cooler NY-Krimi

Von: kinderdok

29.12.2018

Ich war im Oktober in New York und gerne lese ich anderen Orten Krimis aus der entsprechenden location. „Spademan“ war ein Tipp aus Twitterkreisen, und es hat sich wirklich gelohnt. Mir hat der Thriller um den Auftragskiller Spademan sehr gut gefallen, ein Rush durch die Stadt, eine persönlich Aufgabe, die den abgebrühten coolen Typ schnell an die Grenze der Belastung bringen. „Spademan“ spielt irgendwo zwischen der Gegenwart und der weiteren Zukunft, New York ist ein noch größeres Moloch als es jetzt schon ist. Religionswahn und Technik gepaart mit einem schönen hardboiled Krimi noir – jetzt habe ich alle Anglizismen durch. Die Fortsetzung liegt schon auf meinem SuB.

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Müllabfuhr: Spademan - Adam Sternbergh

Von: Dunkles Schaf

15.06.2015

Spademan war früher Müllmann. Heute ist er das auch noch, nur entsorgt er anderen Müll als damals. „Und falls es Sie interessiert, ich war auch mal Müllmann. Einer, der echten Müll abtransportiert, genau wie mein Dad. Das hab ich hinter mir gelassen So wie ich das meiste auch hinter mir gelassen habe. Also das, was man mir nicht ohnehin bereits genommen hatte. Jetzt töte ich Leute. Ende der Geschichte.“ Damals, das war vor der schmutzigen Bombe am Times Square und den darauffolgenden Bombenanschlägen. Als New York eine Stadt war, die niemals schläft, ein belebter Ort mit Millionen Einwohnern und noch mehr Touristen. Noch nicht mal nach 9/11 sind diese ausgeblieben, aber die schmutzige Bombe hat allen den Garaus gemacht. New York ist jetzt eine Geisterstadt. Mit lebenden Geistern. Die Reichen verstecken sich in den oberen Stockwerken, geschützt von Wachmännern und in bequemen Betten liegend, mit denen sie in die Limnosphäre driften. Die Armen leben in Camps und rotten sich zusammen. Ein paar wohnen dazwischen, besetzen Häuser und Wohnungen. Die Polizei guckt zu. Jeder der es sich leisten konnte und wollte, ist weg aus New York. Spademan nicht. Sein Geschäft floriert. Er ist Auftragskiller und seine bevorzugte Waffe ein Teppichmesser. Er tötet Männer oder Frauen – keine Diskriminierung. Aber Kinder tötet er nicht. Er will nicht wissen, warum er den- oder diejenige töten soll. Er will keinen Background. Er will einen Namen und dann läuft er los. Dann wird er auf Grace, die sich Persephone nennt, angesetzt, die Tochter eines berühmten Predigers und kommt in Gewissenskonflikte. Das ist die Ausgangssituation und zeigt schon wie schwer es ist, Sternberghs „Spademan“ in eine Schublade zu stecken. Ist es ein Noir-Thriller, eine Dystopie oder was? Sternberghs Setting ist einfach klasse – es spielt irgendwie in der Zukunft, aber es fühlt sich so an, als ob nur New York in der Zukunft gelandet ist und die anderen Teile der Welt noch im Jetzt verankert sind, in der normalen Welt sozusagen. Die Atmosphäre dieses zum Untergang geweihten New York schlägt sich auch in Spademan durch. Man erfährt nie seinen richtigen Namen, doch der Autor gewährt einem vereinzelte Rückblicke auf Spademans Vergangenheit. Er ist distanziert und zeigt keinerlei Gefühle. Die sind ihm abhanden gekommen, genauso wie New York. Und dann taucht da diese Rotzgöre auf und wirbelt sein Leben, sein System, seine Prinzipien durcheinander. In diesem Thriller verschwimmt alles, nicht nur das Genre. Gut oder Böse gibt es nicht, es ist aber auch nicht alles Grau. Schon der Held der Geschichte, der Auftragskiller, lässt alle Kategorien sich in Luft auflösen. Heile Welt scheint es nur in der Limnosphäre zu geben, doch Sternbergh dreht auch dieses Stückchen Helligkeit ad absurdum. Und so darf der Auftragskiller auch das wenige Licht in dieser Geschichte bringen – ganz ohne nett und unschuldig zu sein. Sondern sarkastisch, praktisch und brutal. Sternberghs „Spademan“ scheint alles zu haben, was man sich wünschen kann: ein trostloses Setting in einer zerstörten Welt (na ja, in einem zerstörten New York wäre richtiger), einen Einzelgänger, einen Killer mit Prinzipien, ein Mädchen zwischen Gör und Erwachsener, ein Gegner, der alle Sphären ausnutzt und übermächtig zu sein scheint, vorgetragen in einem präzisen, nüchternen Schreibstil. Da passt einfach alles. Und doch lässt mich der Thriller unzufrieden zurück. Warum? Weil ich gern mehr wollte. Ich wollte mehr wissen – über das zerstörte New York, über Spademan, über die Limnosphäre… doch das Buch ist einfach zu kurz! Unverschämtheit, eine so tolle Story, so kurz zu halten. Aber ich verzeihe Mr. Sternbergh. Aber nur aus einem einzigen Grund. Weil es einen weiteren Band geben wird. Deshalb. Fazit: Nach Jahns „Der Cop“ hat auch Sternberghs „Spademan“ mein Hardboiled-Herz höher schlagen lassen. Düster, nüchtern, unheilvoll und spannend – so mag ich das. Bitte weiter so und noch viel mehr davon. Von mir gibt es 4 Schafe.

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Vita

Adam Sternbergh

Bevor ADAM STERNBERGH Romanautor wurde, war er Kulturredakteur des New York Times Magazine und Chefredakteur beim Magazin New York. Seine Artikel erschienen in diversen Publikationen wie GQ, The Times und beim Radioprogramm “This American Life”. Spademan war sein Debütroman, der für den Edgar Award nominiert wurde. Er lebt in Brooklyn, New York.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

»Hardboiled as f***! Und eine Schreibe, so scharf wie ein Papierschnitt.«

Lauren Beukes, Autorin von Shining Girls

»Hardboiled in Perfektion! Liest sich wie ein William-Gibson-Roman, bei dem Christopher Nolan Regie führt. Selten hat man einen so perfekten Debütroman gelesen.«

Megan Abbott

»Spademan erwischt dich eiskalt. Düster und knapp, mit einer rasiermesserscharfen Sprache.«

Toby Barlow

»Eleganter, schnittiger und intelligenter Noir. Der beste Sci-Fi-Thriller seit Snow Crash von Neal Stephenson.«

Roger Hobbs, Autor von Ghostman

»Faszinierend! Ein futuristischer Noir voller Knalleffekte und Ideen.«

Nick Harkaway, Autor

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