Staub zu Staub

Kriminalroman

eBook epub
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Der Krieg hat ihn gebrochen. Seine große Liebe hat man ihm genommen. Jetzt ist es an ihm, ein großes Unrecht aufzuklären.

Niederlande, 1949: Der ehemalige Widerstandskämpfer Siem Coburg lebt nach dem Krieg und dem tragischen Verlust seiner großen Liebe zurückgezogen und als gebrochener Mann auf einem Hausboot. Erst als ihn der alte Bauer Tammens bittet, den Tod seines Enkels aufzuklären, kehrt Coburg in die Stadt zurück. Der siebzehnjährige Siebold starb unter mysteriösen Umständen in einem katholischen Heim für geistig behinderte Kinder, und sein Großvater ist sicher, dass mehr dahintersteckt, als die Heimleiter ihn glauben machen wollen. Während Coburg immer tiefer in die Vergangenheit des Heims eintaucht, muss er feststellen, dass Siebold nicht der einzige Schutzbefohlene mit ungeklärter Todesursache ist. Und auch Coburgs eigene düstere Vergangenheit droht, ihn wieder einzuholen …

Brillant und preisgekrönt – der Bestseller aus den Niederlanden

»Felix Webers Schreibstil ist düster und packend, man hat die Bilder direkt vor Augen. Die Charaktere sind glaubhaft und es gibt viele unerwartete Wendungen.«


Aus dem Niederländischen von Simone Schroth
Originaltitel: Tot stof (Dust to Dust)
Originalverlag: Boekerij, Amsterdam 2016
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-25402-5
Erschienen am  11. Mai 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Ergreifend

Von: Julia

20.10.2020

NL 1949 Nach einem tragischen Verlust seiner Lebensgefährtin rosa lebt der Partisan Siem Coburg als verletzter gebrochener Mann in einem Hausboot. Das änderte sich aber schlagartig, als Bauer Tammens in darum bittet, auch zu klären, was mit seinen 17-jährigen Enkel Siebold passiert ist, warum dieser sterben musste. Der Enkel lebte lange Zeit unter München im katholischen Heim für geistig behinderte jeder sein groß hatte es sich sicher, dass dort mit einigen tot nicht alles mit rechten Dingen zugegangen ist. erste Einblicke Coburg geben Thomas Zweifel in den letzten Jahren sind in diesem Heim noch viele weitere Kinder unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen. Allein das ist schon eine spannende Einleitung und wenn man Seine Betrachtungsweise einfach mal freien Lauf lässt, kann man sich vorstellen, dass so was hinter geschlossenen Toren doch einmal vorkommen kann. Eine schauderhafte Sichtweise vor allem wenn es um das eigene Enkelkind geht. Der Autor hat dieses mühelos angepasst, er hat gut recherchiert und in ein leichten Lesefluss geschrieben. Ich habe nicht lange gebraucht, um in dieser Geschichte mich einzufinden und hatte des Öfteren das Gefühl, das ich live bei der Aufklärung dabei bin. Einige Punkte haben wir doch eine Gänsehaut geschafft, konnte oft den Gedanken weg Schütteln, in der Hoffnung, dass sowas wirklich nicht in der Realität passiert. Und doch passt das gut zu dem oben genannten kurzen Text. Die Spannung ist langsam ansteigend, schwellend und durch Weg bis zum Ende gegeben. Ich hatte jetzt nicht das Gefühl, dass die Hochspannung ab laut ohne verschwindet, und die Geschichte passt zu diesem Cover. Das Buch ist nicht fürs leichte Gemüt und man sollte auch immer mit vollem Kopf dabei sein. Durch vielen Handlung die in dieser ganzen vorkommen verschiedene Hand strenge, die oft in Zeitgeschehen und Ort miteinander verbunden sind, dass man die Gefahr eingehen konnte, dass man sich verliert in dieser Begebenheit. Einige Begriffe aus den Niederlanden sind gewöhnungsbedürftig, aber für einen Autor oder eine Story in den Niederlanden stattfindet normal. Ich selber habe dieser Geschichte den Kriminalroman authentisch spannend gefunden habe ihn mit Begeisterung gelesen und in einigen Passagen ist natürlich auch ein gebrochener Mann, der das Leben gebeutelt hat. Es ist recht düster, aber nicht aggressiv oder zu brutaler Kriminalroman kommt noch ein Hauch von einem historischen dazu. Ich hätte mir gerade in diesem Thema Euthanasie im Heim doch mehr gewünscht, passiert ist in den vergangenen früheren Jahren genug. Gerade bei Menschen, die geistige Behinderung hatten und somit nicht der menschlichen Normen von damals entsprochen haben. Am Ende des Bestsellers findet man noch ein Nachwort, in dem der Autor uns ein eigentlich gibt, warum er dieses Druckwerk am Ende geschrieben hat. Ich konnte dem Buch vieles abgewinnen, ich selbst mag den Autor recht gerne und kann dieses Buch daher auch empfehlen ich gebe den Buch 4 Punkte. ein Punkt hab ich abgezogen weil ich mir doch etwas mir genauere Details zu bestimmten Team gewünscht hätte.

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Kriegsverbrechen und -traumata

Von: Mikka Liest

23.07.2020

Niederlande, 1949 Der ehemalige Widerstandskämpfer Siem Coburg, gebrochen vom tragischen Tod seiner großen Liebe Rosa, lebt in selbstgewählter Isolation auf einem heruntergekommenen Hausboot. Dennoch schickt er sich an, ins Leben zurückzukehren, um eine Ehrenschuld zu begleichen. Im Krieg ging der alte Bauer Tammens ein immenses persönliches Risiko ein, um Coburg das Leben zu retten, wobei vor allem das Kreischen seines Enkels Siebold die “Moffen” (Deutschen) in die Flucht schlug. Doch nun muss Tammens Coburg darum bitten, Siebolds Tod aufzuklären… Der behinderte Junge kam unter fragwürdigen Umständen im Heim eines Klosters ums Leben, und Tammens will wenigstens Klarheit, wenn nicht Gerechtigkeit. Coburg muss in seinen Ermittlungen jedoch schnell feststellen, dass Siebolds Tod nicht das einzige mysteriöse Vorkommnis mit Todesfolge in diesem Heim war. “Staub zu Staub” zeichnet ein ungeschöntes, beklemmend düsteres Bild der letzten Jahre des Zweiten Weltkriegs und der Nachkriegszeit rund um das Jahr 1949 in den Niederlanden. Der Fokus liegt auf den Erlebnissen des Widerstandskämpfers Siem Coburg – ein schwieriger, indes interessanter Charakter voller moralischer Graustufen. Man kann seine Motivation und seine Gefühle durchaus verstehen, seine Gewaltbereitschaft ist dennoch erschreckend. Die Geschichte wird durch die Perspektiven diverser anderer Charaktere abgerundet. Viele davon bleiben über weite Strecken ambivalent und rätselhaft, dem Leser wird es nicht einfach gemacht, sie zu verstehen, geschweige denn als Identifikationsfiguren zu sehen. Man spürt aber immer eine gewisse Komplexität, und keine der handelnden Figuren wird platt vereinfacht. Hier wird eine Zeit dargestellt, die die Menschen an ihre Grenzen und darüber hinaus brachte, im Guten wie im Schlechten, und der Autor gibt beidem in der Darstellung seiner Charaktere Raum. Für mich handelt es sich nur unter Vorbehalt um einen Krimi. Eher sehe ich es als zeitgeschichtlichen Roman mit Krimielementen – damit möchte ich ihm die Spannung allerdings nicht absprechen! Das Buch ist auf seine ganz eigene Art fesselnd, und dabei originell, intelligent und flüssig geschrieben. Die Handlung teilt sich auf verschiedene Zeitebenen und Orte auf und springt zwischen diesen oft recht abrupt hin und her. Gerade anfangs ist es dadurch nicht immer einfach, sich zu orientieren: was passiert in welcher Reihenfolge und wo, wer ist involviert? Kann man anfangs das Gesamtbild höchstens erahnen, fügen sich die Splitter der Handlung nach und nach immer mehr zusammen. Daher sollte man nicht zu schnell aufgeben, wenn man erst Schwierigkeiten hat! Herausfordernd, aber lohnend, ist auch die schiere Anzahl der verarbeiteten Themen. Dabei eröffnen manche der Charaktere eigene Handlungsstränge, die erst nicht unbedingt zusammenlaufen mit den Erlebnissen von Coburg, aber später meist doch eine Rolle für dessen Ermittlungen spielen. Heime für behinderte Kinder in der NS-Zeit? Immer, wenn ich ein Buch lese oder einen Dokumentarfilm sehe, in denen die Zustände in Kinderheimen der Vergangenheit beschrieben werden, besonders solchen, die Kinder mit Behinderungen aufnahmen, fühle ich mich wieder schockiert und angeekelt – nicht von den Kindern, sondern von den Umständen, in denen sie leben mussten. Felix Weber zeigt diese Lebensumstände ohne Weichzeichner, aber auch ohne Dämonisierung der Schuldigen, die zum Teil (!) einfach unwissend und überfordert sind. Er verwendet Ausdrücke wie “Schwachsinnige”, was mich bei einer Geschichte, die in der heutigen Zeit spielt, enorm stören würde. Hier spricht meines Erachtens jedoch nicht der Autor als Person, sondern er lässt die Charaktere der Zeit sprechen. Würden heutige Ausdrücke verwendet, würde das meines Erachtens der Authentizität der Geschichte schaden – und damit dem Leser auch weniger deutlich machen, wie entsetzlich damals mit diesen Kindern umgegangen wurde, zum Teil mit besten Absichten. Im letzten Teil des Buches gibt es einige überraschende Entwicklungen. Diese werden allerdings nur zum Teil vollkommen aufgeklärt. Das Ende ist meines Erachtens etwas schwach – es bleibt in vielem zu schwammig und unentschlossen, sowohl als Krimi als auch als historischer Roman. Für mich wird damit aus einem herausragendem Buch eines, das mit leichten Abstrichen immer noch sehr lesenswert ist. Fazit Niederlande, 1949: Der ehemalige Widerstandskämpfer Siem Coburg wird von dem Mann, der ihn im Krieg versteckte und damit sein Leben rettete, gebeten, den Tod seines Enkels aufzuklären, der in einem christlichen Heim ums Leben kam. Schnell eröffnen sich wahre Abgründe. Fangen wir mit dem Ende an: das fand ich schwach, den Rest des Buches dafür aber originell, intelligent, vielschichtig und gut geschrieben. Man muss sich in den ersten Kapiteln erst daran gewöhnen, dass die Geschichte ohne Vorwarnung durch Zeiten und zwischen Charakteren und Orten springt, aber in meinen Augen lohnt sich die Mühe.

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Vita

Felix Weber ist das Pseudonym des preisgekrönten niederländischen Autors Gauke Andriesse. Für »Staub zu Staub« erhielt er bereits zum zweiten Mal den Gouden Strop, den bedeutendsten Literaturpreis der Niederlande. Außerdem stand der Roman auf der Krimibestenliste von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und Deutschlandfunk Kultur. Als Weber einen Artikel über mysteriöse Todesfälle innerhalb der katholischen Kirche las, wusste er sofort, dass dies das Thema seines neuen Romans werden sollte.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

»›Staub zu Staub‹ entfaltet in düsteren Winterbildern ein Panorama struktureller Gewalt und damit verbundener persönlicher Schuld. Eines der schwärzesten und traurigsten, aber auch ergreifendsten Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe.«

»Auf mehreren Ebenen zeigt Weber die zerstörerische Macht von Kriegen, lange nach dem Waffenstillstand. Eine düstere Geschichte.«

Die Presse am Sonntag (23. August 2020)

»Diese dunkle Welt zwischen zerbombten Städten und abweisenden Klostermauern lässt einen auch nach der Lektüre nicht so schnell wieder los.«

Münchner Merkur (18. Juli 2020)

»Viel mehr als ein Kriminalroman. Felix Weber lässt seinen Anti-Helden tief in die düstere Vergangenheit der Niederlande schauen. Euthanasie, Hass, Machtmissbrauch – richtig starker Tobak!«

DVD Blu-Ray (14. August 2020)

»Erzählstränge tanzen umeinander herum, bis sie einander finden; die Figuren gehen unter die Haut und berühren einen im Herzen.«

Jurybewertung für den Krimi- und Thrillerpreis Gouden Strop (26. Juni 2019)

»Einer der besten Thriller des Jahres.«

De Volkskrant (26. Juni 2019)

»Mit schauriger Intensität bringt Weber die entsetzliche Herrschaft von Geistlichen und den armen Seelen, die sich in deren Obhut befinden, ans Licht.«

Vrij Nederland Krimiführer (Detective en Thriller Gids) (26. Juni 2019)