Stephen Bannon

Trumps dunkler Einflüsterer

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Was ist von den USA noch zu erwarten?

Als Chefstratege von Donald Trump hat Stephen Bannon die Politik des US-Präsidenten beeinflusst wie kein Zweiter: Ausstieg aus dem Klimaschutzabkommen; Einreiseverbot für Muslime; Abschaffung von Obamacare; Grenzmauer zu Mexiko; die Androhung von Strafzöllen – das alles trägt seine Handschrift. Jetzt sitzt er zwar nicht mehr im Weißen Haus, ist aber als Chef der Propagandaplattform »Breitbart News« womöglich nur noch gefährlicher geworden. Denn inhaltlich weiß er sich mit Trump völlig einig – aber Rücksichten braucht Bannon jetzt nicht mehr zu nehmen.
Tilman Jens schildert den Werdegang des Mannes, der die Plattform »Breitbart News« zu einer entscheidenden Größe in Trumps Wahlkampf machte, und legt den beunruhigenden Kern von Bannons Denken bloß: ein Weltbild, das auf Konfrontation und Zerstörung setzt.
Wer Trumps Politik begreifen will, muss die Ziele von Stephen Bannon kennen.


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ISBN: 978-3-641-22043-3
Erschienen am  28. August 2017
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Zwischen Showbusiness und Kriegszustand – Die Welt des Stephen Bannon

Von: Helene Friede-Drese aus Kulmbach

25.09.2017

Das Buch des Journalisten Tilman Jens, der über Stephen Bannons Person, Werdegang und Einflussnahme schreibt, liest sich flüssig und spannend. Der Autor verfügt über eine sachliche und klare, daher aussagekräftige Sprache. An Aktualität hat der Inhalt des Buches nichts verloren, ganz im Gegenteil. Trotz der veränderten Situation im Weißen Haus wirken Seilschaften, rund um Stephen Bannon und darüber hinaus, auf das politische Geschehen ein (Gesetzgebung, Obamacare); kraft der Medienpräsenz von Breitbart News, nun wieder unter Stephen Bannons Obhut. Die Präsidentschaft Donald Trumps wurde erst durch die medienwirksame Strategie und Regie eines Stephen Bannon im Wahlkampf möglich. Wie gewinnt man Stimmen in einem Wahlkampf, der fast aussichtslos für einen Kandidaten erscheint? Wie funktionieren Netzwerke, die sogar auf die Gesetzgebung ihren Einfluss ausüben? Das Buch vermittelt Einblicke in die Welt der unsichtbar agierenden Netzwerke, speziell in Amerika, die wohl überall auf der Welt ähnlich funktionieren. Die Stationen in der Karriere des Stephen Bannon sind für die Stellung im Weißen Haus maßgeblich gewesen und werden im Buch eingehend dargestellt. Das Buch vermag von der ersten Zeile an zu begeistern. Vor allem regt es den Leser zum Nachdenken an, wie Meinungen (Stimmungen) und Informationen gemacht werden, wo und von wem auch immer. In den beiden letzten Kapiteln geht es ans Eingemachte, denn hier kristallisiert sich etwas schier Unglaubliches und über die Grenzen der Vereinigten Staaten hinausgehende heraus: Manipulation, gezielte Beeinflussung der Nachrichten über ausgewählte Medien, wie im Falle des Brexit in Großbritannien. Manchmal wähnt man sich in einem Politthriller hineinversetzt, und doch handelt das Buch von einer Realität, von der wir tagtäglich in den Medien hören und lesen können. Cover und Layout überzeugen mittels einer guten Qualität der optischen Aufmachung, die sich in der Gestaltung und Typographie sowie Papierqualität niederschlagen. Das Buch hält mehr, als es im Klappentext verspricht. Daher ein klares Ja für eine Weiterempfehlung des Buches von Tilman Jens. Positiv fällt außerdem auf: Der Anhang (Glossar, Quellenverzeichnis zu den einzelnen Kapiteln, Register) Daher auch die fünf Sterne für Inhalt und Gestaltung des Buches.

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Wer ist Stephen Bannon?

Von: L. Klein aus Gelnhausen

10.09.2017

Das Buch „Stephen Bannon“ hat den Untertitel: TRUMPS DUNKLER EINFLÜSTERER. Es stellt die These auf, um Trump zu begreifen, müsste man Bannon verstehen, und es wird gefragt, was man von der Ära Bannon/ Trump noch erwarten könne. Doch Bannon ist nun endgültig entlassen, hat die Rolle als Einflüsterer verloren und ist zurück beim Breitbart News Network, so wie in dem Buch ist der Einfluss vermutlich nicht mehr. Da liegt natürlich die Frage nahe, ob sich das Buch noch lohnt. Die Antwort ist ein: Ja, aber… Denn im Vorwort und im ersten Kapitel wird sein Wirken auf die Regierung beschrieben und die Lage, die nicht mehr wirklich aktuell ist. Dass im Vorwort versucht wird, Bannon trotz allem weiterhin als Einflüsterer dazustellen, wirkt ein wenig vom Wunsch getrieben, dass es noch so sei, nicht dass das Buch unnötig erscheinen möge. Auf den ersten 48 Seiten stehen also viele Sachen, die einfach nicht mehr aktuell sind und allenfalls für die Geschichtsbücher taugen. Doch ab dem zweiten Kapitel zeigt sich: Die Lektüre lohnt sich trotzdem. In dem und den nachfolgenden Kapiteln wird der Werdegang Bannons beschrieben und anhand von seinem Handeln lässt sich doch viel über ihn herausfinden, seine politische Haltung wird deutlich und was ihn antreibt. Was jedoch für mich das Buch ausmacht, ist nicht nur der flüssige Stil, die differenzierte Wortwahl oder die gute Struktur, sondern dass im Prinzip die Welt um Breitbart News erklärt wird, zusammen mit den beteiligten Personen, den Investoren. Über den direkten Einfluss, den Bannon noch heute auf Trump hat, kann man streiten. Aber die Bedeutung der reichen konservativen Milliardäre und rechtskonservativen Internetseiten wie Breitbart, nicht nur auf den Präsidenten, sondern auf die amerikanische (und vielleicht auch bald die deutsche?) Gesellschaft und damit auf die Politik, diese Bedeutung ist riesig und damit auch der Mann dahinter, weswegen es eben doch wichtig ist, die Antwort auf die Fragen zu kennen: Wer ist dieser Mann, wie denkt er, warum denkt er so und was ist sein Weg zum Erfolg? Wer dies verstehen will, ohne gleich eine 350ig seitige Biographie durchzulesen, der macht mit dem Buch nichts falsch.

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Vita

Tilman Jens (5.09.1954-29.7.2020), lebte als Journalist in Leipzig. Er schrieb in seinen Büchern unter anderem über Goethe, Mark Twain oder auch persönliche Erlebnisse, wie die Demenz-Erkrankung des eigenen Vaters: Tilman Jens‘ Werke wurden stets viel diskutiert, denn der Autor vertrat häufig Standpunkte jenseits des Mainstreams. Er brach Tabus und sprach, filmte und schrieb mutig darüber, was ihm wichtig war. Er arbeitete als freier Autor und Filmemacher unter anderem für die ARD, Arte und 3Sat.
Insgesamt veröffentlichte der Autor elf Bücher. Sein im Gütersloher Verlagshaus publiziertes Buch über die Erkrankung seines Vaters Walter Jens, der Bestseller: "Demenz. Abschied von meinem Vater", 2009, wurde in den Medien breit diskutiert. Als Antwort auf diese leidenschaftliche Debatte veröffentlichte er 2010: "Vatermord – wider einen Generalverdacht". 2011 folgte sein Buch "Freiwild" – die Odenwaldschule als die persönliche Rückschau auf die Jahre in einem skandalumwitterten Internat: Ein Lehrstück von Opfern und Tätern. Und dann 2013 die Streitschrift wider den klerikalen Zeitgeist – "Der Sündenfall des Rechtsstaats". 2014 erschien zusammen mit Heribert Schwan sein Debattenbuch "Vermächtnis – Die Kohl-Protokolle". 2015 unter dem Titel "Du sollst sterben" dürfen ein Buch zur Patientenverfügung und zuletzt im Heyne-Verlag 2017 sein Buch über Stephen Bannon "Stephen Bannon: Trumps dunkler Einflüsterer".

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