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Tag Vier Thriller

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-17775-1

Erschienen: 18.04.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

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Drei Tage im Paradies, aber am vierten bricht die Hölle los.

Am vierten Tag einer Kreuzfahrt durch den Golf von Mexiko hält das betagte Schiff „Beautiful Dreamer” plötzlich und unerwartet an. Die Maschinen lassen sich nicht wieder starten, es gibt keinen Strom, keinen Funkempfang, und weder Passagiere noch Crew-Mitglieder können Rettung anfordern. Als die Situation sich verschlimmert und das Essen sich dem Ende neigt, beginnt die Besatzung unruhig zu werden. Und dann wird noch die Leiche einer jungen Frau in ihrer Kabine entdeckt, Panik bricht aus. An Bord hält sich ein Mörder auf – aber das ist noch nicht alles: Merkwürdige Dinge geschehen, und bald wünschten alle, es wäre nur ein Mörder, der unter ihnen ist.

Sarah Lotz (Autorin)

Sarah Lotz ist Drehbuch- und Romanautorin und lebt mit ihrer Familie und diversen Tieren in Kapstadt, Südafrika.

www.sarahlotz.com


Thomas Bauer (Übersetzer)

Thomas Bauer, Ökonom, ist Professor für Wirtschaftsforschung in Bochum und Vizepräsident des RWI in Essen.

Aus dem Englischen von Thomas Bauer
Originaltitel: Day Four
Originalverlag: Hodder & Stoughton

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-17775-1

€ 11,99 [D] | CHF 14,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Goldmann

Erschienen: 18.04.2016

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Paperback)

Nach Drei kommt die Vier

Von: Rezifeder Datum: 20.07.2016

www.rezifeder.blogspot.de/

Für die Reisenden auf dem Kreuzfahrtschiff "Beautiful Dreamer" nimmt der Urlaub am vierten Tag im Golf von Mexiko eine unerwartete Wendung, als das Schiff plötzlich anhält. Der Kreuzfahrtdirektor gibt zunächst durch, dass es sich nur um eine kleine technische Störung handele, und die meisten Passagiere gehen davon aus, dass es bald weitergeht. Doch die Maschinen stehen auch in den nächsten Tagen still, der Strom ist ausgefallen und mangels Funkempfang kann keine Rettung angefordert werden.

Die sporadischen Durchsagen des Kreuzfahrtdirektors bleiben vage, vom Kapitän ist lange Zeit überhaupt nichts zu sehen, das Personal weicht den Fragen der Passagiere aus. Während manche Urlauber nur genervt sind, weil sie ihre gebuchten Flüge verpassen und der Komfort aufgrund des Stromausfalls wegfällt, machen sich andere zunehmend Sorgen um ihre Sicherheit.

Bei einer Kabinenkontrolle wird schließlich eine tote junge Frau gefunden. Offiziell wird als Todesursache eine Alkoholvergiftung angegeben, doch schnell verbreiten sich die Gerüchte, sie sei ermordet worden. Die Spannungen und Ängste an Bord steigen, und weitere seltsame Dinge geschehen. Die Schiffsangestellte Althea sieht immer wieder einen kleinen Jungen, obwohl keine Kinder an Bord sind, das angebliche Medium Celine macht eigenartige Äußerungen, und ein dumpfes, unerklärliches Pochen erfüllt das Schiff ...

Bewertung:

Von der Idylle in den Alptraum, so etwa lässt sich das Grundthema von Sarah Lotz' "Tag Vier" in aller Kürze zusammenfassen. Die "Beautiful Dreamer" gehört zwar eher zur unteren Klasse der Kreuzfahrtschiffe, verspricht aber dennoch zunächst ein paar entspannte Urlaubstage auf dem Meer. Doch nach dem plötzlichen Anhalten der Maschinen ist nichts mehr, wie es vorher war, und allmählich kristallisiert sich bei Personal und Passagieren heraus, dass sie alle noch weit tiefer in der Misere stecken als gedacht.

Die Handlung ist grundsätzlich spannend, wenngleich sie sich manchmal ein wenig zu sehr in Details verliert. Das Unwohlsein der Beteiligten steigert sich ganz langsam über mehrere Tage hinweg, und diese betuliche Steigerung stellt ungeduldigere Leser bisweilen auf die Probe. Die zunehmend beklemmende Atmosphäre wird gut eingefangen, ebenso die unterschiedlichen Reaktionen der Passagiere, die teils vernünftiger und teils egoistischer und hysterischer erscheinen.

Die Kapitel fokussieren sich jeweils auf unterschiedliche Charaktere, indem personale Erzähler deren Sichtweise beleuchten. Da ist einmal Maddie, die Assistentin der betagten Celine del Ray. Celine, die im Rollstuhl sitzt, gibt sich als Medium aus, das mit den Toten sprechen kann. Als Gaststar der Kreuzfahrtreise bietet sie ihren Anhängern regelmäßig Shows, in denen sie dem Publikum Nachrichten von ihren lieben Verstorbenen übermittelt. Maddie weiß als ihre Assistentin nur zu gut, dass diese Informationen aus weitaus profaneren Quellen stammen als angegeben und betrachtet diese Veranstaltungen daher mit sehr gemischten Gefühlen. Ihr leichtes Unwohlsein steigert sich jedoch erheblich, als Celine nicht nur kränklich wirkt, sondern auch seltsame Botschaften übermittelt, die ausnahmsweise authentisch zu sein scheinen. Maddie ist eine sympathische Figur, die zwischen ihrer Loyalität zu ihrer Arbeitgeberin und ihrer gleichzeitigen Abscheu hin- und hergerissen ist. Ab dem vierten Tag sorgt sie sich zunehmend um die Gesundheit von Celine und spürt immer mehr, dass hier etwas absolut nicht in Ordnung ist. Während der Reise lernt Maddie den Blogger Xavier kennen, der Celines Lügenshow entlarven möchte und zynische Einträge zu der Schiffsreise schreibt - auch wenn er sie mangels W-Lan zunächst nicht veröffentlichen kann.

Weitere Hauptcharaktere sind die verwitweten Freundinnen Helen und Elaine; Helen schmal und energisch, Elaine rundlich und freundlich. Niemand an Bord ahnt, dass die beiden Frauen die Reise mit dem Ziel angetreten haben, gemeinsam Selbstmord zu begehen; keine verzweifelte, spontane Aktion, sondern ein wohlüberlegter Entschluss. Wichtig ist weiterhin die Schiffsangestellte Althea, die einerseits die Passagiere beruhigt, andererseits selbst nicht weiß, was überhaupt los ist. Althea ist auch diejenige, die immer wieder eine geisterhafte Jungenerscheinung sieht, die es an Bord überhaupt nicht geben dürfte. Althea hat mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen und bemüht sich dennoch, auf dem Schiff einen Hauch von Souveränität gegenüber Gästen und Kollegen zu bewahren. Schließlich gibt es da noch den Schiffsarzt Jesse, der wie so viele Figuren auch mit gewissen Dämonen zu kämpfen hat, die in dieser Ausnahmesituation besonders präsent werden. Sympathieträger sind vor allem Maddie, Althea und die "Selbstmordschwestern" Elaine und Helen, aber zunehmend auch der sarkastische Blogger Xavier. Mit ihnen nimmt man Anteil, und man möchte gerne erleben, dass sie sich aus dieser Katastrophe retten können.

Der Roman beginnt als normaler Thriller, ehe er nach und nach zusätzlich Mysteryelemente aufblitzen lässt, die gegen Ende hin offenkundig werden. Wer den Vorgänger "Die Drei" gelesen hat, wird darauf vorbereitet sein, für alle anderen kann insbesondere der Schluss eher Ratlosigkeit hervorrufen - es ist dringend anzuraten, "Die Drei" vorher zu lesen, auch wenn die inhaltlichen Zusammenhänge zunächst sehr dezent zu sein scheinen. Es wird mehrfach jener "Schwarzer Donnerstag" aus "Die Drei" erwähnt, an dem vier Passagierflugzeuge am gleichen Tag auf verschiedenen Kontinenten abstürzten; zudem wird Bezug auf zwei wichtige Personen genommen. Über weite Strecken ist "Tag Vier" auch ohne den Vorgänger gut verständlich, aber gerade der Schluss nimmt deutliche Bezüge auf "Die Drei". Die Sogkraft des ersten Bandes kann "Tag Vier" nicht ganz erreichen, da die Handlung phasenweise etwas langatmig und zu detailliert erzählt wird. Wie in "Die Drei" muss man damit leben, dass man nicht auf alle Fragen völlig eindeutige Antworten erhält, und der Leser ist aufgerufen, ein wenig zu spekulieren - das sollte man mögen, um den Roman genießen zu können.

Fazit:

"Tag Vier" ist ein weitgehend spannender Mysterythriller, dessen Bezüge zum Vorgänger "Die Drei" anfangs sehr dezent und später intensiver werden. Die zunehmend beklemmende Atmosphäre an Bord wird anschaulich dargestellt, die grundsätzliche Spannung leidet phasenweise darunter, dass sich das Werk in zu vielen Details verliert. Das Ende lässt Raum für Spekulationen - man darf hier nicht erwarten, alle Ereignisse erklärt zu bekommen.

Mysteriös und unheimlich - ein richtig guter Mystery-Thriller eben!

Von: M. G. Datum: 02.06.2016

www.gutowsky-online.de

Kurzbeschreibung
Am vierten Tag einer Kreuzfahrt auf dem Golf von Mexico, steht das Schiff „Beautiful Dreamer“ plötzlich still. Die Maschinen und auch der Strom fallen aus, das Funknetz funktioniert nicht mehr und weder Passagiere noch die Crew können Rettung anfordern. Die Situation verschlimmert sich und eskaliert, als eine junge Frauenleiche auf dem Schiff entdeckt wird. An Bord befindet sich ein Mörder und dann passieren noch mysteriösere Dinge und bald wünschen sich alle, es wäre nur ein Mörder unter ihnen.

Eindruck
Für mich muss ein Thriller dieser Art, von seiner spannenden und unheimlichen Atmosphäre leben und da mich diese bereits bei „Die Drei“ von Sarah Lotz begeistern konnte, war ich sehr gespannt auf „Tag Vier“.
Auch hier schaffte es die Autorin mich von den ersten Seiten an, mit einer unterschwelligen Spannung die überwiegend bis zum Schluss erhalten blieb, durch die Geschichte zu treiben.
Obwohl dieser Thriller eigenständig ist, findet der Leser immer wieder Bezug zu „Die Drei“ – dass für mich natürlich die Handlung umso interessanter werden ließ.
Der Erzählstrang bietet vier verschiedene Perspektiven. In vielen kurzen Kapiteln wird aus der Sicht der jeweiligen Person erzählt, deren Handlungsstränge miteinander verwoben werden.
Die Geschichte lebt von ihren mysteriösen Ereignissen, Andeutungen auf Ereignisse und den ausgesprochen interessanten Charakteren, die für eine gewisse Dramatik und Spannung sorgen.
Auch das Ende konnte mich überzeugen, denn meiner Meinung nach lässt es genügend Raum für die eigene Fantasie und im Grunde genommen war ich noch so mitgerissen von der unheimlichen und fesselnden Atmosphäre, dass ich mir am liebsten den nächsten Thriller der Autorin geschnappt hätte.

Figuren
Die Charaktere finde ich sehr gut gelungen. Sie sind überzeugend und sehr interessant beschrieben. Man kann sie zwar relativ leicht durchschauen aber die Auswahl und Konstellationen der Personen sind dermaßen gut getroffen, dass dem Leser recht schnell bewusst wird, dass die Situation auf dem Schiff eskalieren muss und wird.
Gerade weil jeder dort sein eigenes Süppchen kocht, wird die Handlung noch fesselnder.

Schreibstil
Auch bei diesem Thriller bin ich wieder völlig begeistert von dem Schreibstil. Die Autorin ermöglicht einen schnellen Lesefluss und schafft es, selbst Situationen in denen im Grunde genommen nicht viel passiert, spannend und unheimlich werden zu lassen. Die Schlüsselszenen wirken fesselnd, sind sehr bildhaft beschrieben und regen die eigene Fantasie an.
Auch die Beschreibung der Handlungskulisse ist sehr gut gelungen. Ich hatte absolut keine Probleme, mir das Kreuzfahrtschiff und seine Passagiere vorzustellen. Im Gegenteil, ich fühlte mich schon fast als wäre ich mit an Bord.

Fazit
Mit „Tag Vier“ konnte mich die Autorin mit ihrer unheimlichen und mysteriösen Geschichte erneut in ihren Bann ziehen. Wenig Blut, dafür aber genau dieses Kopfkino, die eigene Fantasie anzuregen, diese leicht gruselige Atmosphäre, ist es, was ich von einem guten Mystery-Thriller erwarte.
Ich bin sehr gespannt welche Geschichte sich Sarah Lotz als nächstes einfallen lässt.

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