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Teich Roman

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-21292-6

NEU
Erschienen:  23.04.2018
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Vom Geheimtipp zur weltweit gefeierten literarischen Sensation. Claire-Louise Bennett erzählt vom Alltag in einem einsamen Cottage an Irlands Westküste und verwandelt persönliches Erleben in soghafte Sprache. „Eines der sensationellsten Debüts des Jahres.“ (Colum McCann).

Sie lässt alles hinter sich – Freund, Job, Karriere - und zieht in ein kleines irisches Küstendorf. Sprachmächtig und fesselnd zeichnet Claire-Louise Bennett das Porträt einer jungen Frau, die allein in einem hundert Jahre alten Steincottage lebt - mitten in der Natur, abseits von den Zwängen der Gesellschaft. Ein Rückzug, der die Wahrnehmung schärft und den Blick auf die Welt verändert, dem Profanen eine besondere Schönheit entlockt. Mitreißend und kunstvoll beschreibt Claire-Louise Bennett ihren Alltag und zeigt, wie kleine Dinge mit einem Mal eine ungeahnte Tiefe gewinnen, wenn man auf alles Überflüssige verzichtet und die Welt auf sich wirken lässt.

»Bennett erinnert uns zum Glück daran, dass wir von Literatur überrascht werden wollen - das gelingt ihr in diesem dichten, schwer definierbaren Text so häufig, dass einem die Puste ausgeht.«

Anne Haeming / SPIEGEL ONLINE (23.04.2018)

Claire-Louise Bennett (Autor)

Claire-Louise Bennett wuchs in Wiltshire, im Südwesten Englands, auf. Sie studierte Literatur und Theaterwissenschaften an der University of Roehampton und lebt heute in Galway, an der irischen Westküste. »Teich« erschien zuerst in einem kleinen irischen Verlag und wurde als eines der faszinierendsten Erzähldebüts 2016 mehrfach als »Buch des Jahres« ausgezeichnet.

»Bennett erinnert uns zum Glück daran, dass wir von Literatur überrascht werden wollen - das gelingt ihr in diesem dichten, schwer definierbaren Text so häufig, dass einem die Puste ausgeht.«

Anne Haeming / SPIEGEL ONLINE (23.04.2018)

»Ein ungewöhnliches Leseerlebnis«

Holger Ehling / Buchkultur (17.04.2018)

Aus dem Englischen von Eva Bonné
Originaltitel: Pond
Originalverlag: Riverhead Books

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-21292-6

€ 15,99 [D] | CHF 19,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Luchterhand Literaturverlag

NEU
Erschienen:  23.04.2018

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Der Gedankenfluss einer von der Gesellschaft Frau

Von: buecherecke Datum: 05.06.2018

buecherecke8.blogspot.de

Inhalt:
Sie lässt alles hinter sich – Freund, Job, Karriere - und zieht in ein kleines irisches Küstendorf. Sprachmächtig und fesselnd zeichnet Claire-Louise Bennett das Porträt einer jungen Frau, die allein in einem hundert Jahre alten Steincottage lebt - mitten in der Natur, abseits von den Zwängen der Gesellschaft. Ein Rückzug, der die Wahrnehmung schärft und den Blick auf die Welt verändert, dem Profanen eine besondere Schönheit entlockt. Mitreißend und kunstvoll beschreibt Claire-Louise Bennett ihren Alltag und zeigt, wie kleine Dinge mit einem Mal eine ungeahnte Tiefe gewinnen, wenn man auf alles Überflüssige verzichtet und die Welt auf sich wirken lässt.

Mein Lieblingszitat:


Meine Meinung:
Ich wollte diesen Roman unbedingt lesen, weil die Idee hinter der Geschichte mich schlicht und ergreifend angesprochen hat, genauso wie das schöne Cover, das gut zum poetischen Inhalt passt. Das Buch ist insgesamt in ein gutes Dutzend Kapitel aufgeteilt, die mal sehr kurz, mal etwas länger sind und meist treffende Überschriften tragen, die neugierig auf den Inhalt machen. Sehr besonders an Claire-Louise Bennetts Buch ist, dass sie zwar die ganze Zeit über in der Ich-Perspektive schreibt, ihr Schreibstil, sowie die Zeitform, in der sie schreibt jedoch je nach Stimmung einem stetigen Wandel unterliegen. Aus diesem Grund fiel es mir an der ein oder anderen Stelle erst einmal schwer, in ihre Gedanken hineinzufinden und ihre oft ungewöhnliche Sicht der Dinge nachzuvollziehen. Auch war mir beim Lesen die meiste Zeit über nicht bewusst, ob das Erzählte gerade stattfindet, oder die junge Frau wieder einmal in die Vergangenheit gesprungen ist. Es kam mir so vor, als würde sie einfach alles, was ihr in den Sinn kommt aufschreiben und dies mit den verschachtelten Sätzen, die ihr gerade einfielen. Zum Inhalt kann ich auf alle Fälle sagen, dass die Hauptprotagonistin teilweise über ganz alltägliche Dinge berichtet. Hier einige exemplarische Berispiel: Kontrollknöpfe an einem Herd, alte Briefe, Postkarten, Tomatenmark, die Farbe von Tinte und einen Teich (wie der Titel schon sagt). Diese außergewöhnliche Wahrnehmung von den klitzekleinen Dingen im Leben regt wirklich zum Nachdenken über die eigene Anordnung von solchen Dingen im eigenen Leben an. Zu diesen meist recht ernsten Erzählungen stößt unvermeidlich auch etwas Humor, weil viele Situationen einfach so skurril oder genau beschrieben sind, dass automatisch Witz entsteht.

Mein Fazit:
Ein wunderbar nachdenkliches Buch, das den Gedankenfluss einer von der Gesellschaft isolierten Frau mit großer Offenheit wiedergibt.

Ein großes Dankeschön an den Luchterhand Literaturverlag für das Rezensionsexemplar!

Teich bekommt von mir volle 5/5 Sterne!

Imaginäres Anderswo

Von: Thomas Lawall Datum: 19.05.2018

www.querblatt.com

Irische Westküste. In einem Cottage lebt eine junge Frau. Claire-Louise Bennett beobachtet sie und schreibt alles auf. "Alles" im wahrsten Sinne des Wortes. Sie sieht durch die Augen ihrer Protagonistin, sieht und fühlt die Welt, wie sie es vielleicht auch selbst tut.

Es ist so, als ob die junge Frau jeden Moment ihrer Existenz bewusst wahrnimmt. Das eröffnet eine Menge Möglichkeiten. Die Momente, die sie sammelt, werden somit an der Flucht gehindert. Gerne bleiben sie, wie zur Belohnung, noch eine Weile bei ihr. Wie jene, welche in dem verwilderten Garten an ihrem Haus entstehen. Blumenpracht und stolze Bäume, bewohnt von Lebewesen ohne Zahl. "Alle hatten so viel zu tun."

Sie betrachtet die Dinge, wie andere es nicht sehen können oder auch gar nicht wollen. Zwangsweise kommt es nicht selten vor, dass man sich ihr gegenüber Hinweise erlaubt, sich doch "ein wenig mehr Zurückhaltung aufzuerlegen". Sie gibt es ja zu, wenn sie sich die Fähigkeit wünscht, "nicht alles Gesagte sofort auf die Goldwaage zu legen". Sie schafft es aber nicht, weil sie es nicht kann. Es gibt sie nicht, die "mannsgroßen Filter", die sie beispielsweise von ihrem "kritischen Desinteresse", was Männer betrifft, abhalten.

Die Autorin zeichnet ein Versteckspiel der Worte und deren Bedeutung. Profane Dinge, wie alle möglichen Hausarbeiten bis hin zum Fegen des Bodens, werden bis ins Detail ausgeführt. Die Gründe für jene Handlungen werden vordergründig geschildert, und doch sind sie zumeist aus bestimmten, tiefer liegenden Beweggründen entstanden oder versuchen solche abzudecken und zu kaschieren. Es kann so sein, aber auch anders. Ambivalenz hinter jeder Ecke.

Das ist in etwa so, wie Claire-Louise Bennett ebenso ständige wie auffallende Wiederholungen einsetzt, wobei, neben "genau" oder "streng genommen", "ehrlich gesagt" eine führende Rolle spielt. Das kann - ehrlich gesagt - ganz schön auf den Zeiger gehen. Fünfzig mal. Ein Stilmittel sicherlich, die Ursache und Wirkung schön durcheinanderbringen können. Paradox: Oft kann man ihr nicht folgen, jedoch ablassen ebenfalls nicht.

Wie in literarischen Verwirrspielen fast üblich, verstecken sich bedeutungsschwangere Deutungen der Welt und ihrer Funktionen im endlosen Gestrüpp, wuchernde, als Banalitäten getarnte Hinweise, Wegtafeln und Einsichten, und sie tun es in diesem Fall sehr gründlich. Man könnte auch unterstellen, dass jene Frau ein traumatisierendes Erlebnis zu verarbeiten sucht oder schlicht und einfach krank ist. Oder sie sitzt einfach da und denkt nach. Eine eigentliche Handlung erübrigt sich hierbei. Herrlich, wie man dies drehen und wenden kann.

Erstaunlich die Gedankenwelten. Wer keine Lust mehr am Leben findet, hat "die Magie des Todes verspielt". Unverzeihlich ist es, einen Hund namens Luchs für eine Katze gehalten zu haben. Abhandlungen über Füller, einen alten Küchenherd und seine Bedienung, den "elenden Prozess des Suppe-Essens", oder einen Tumult, wo man "Schicksale verrührt und die Sterblichkeit beschmutzt."

Vielleicht sucht die Autorin auch nach Worten, die es noch gar nicht gibt. "Genau genommen" (auch gerne wiederholt) schreibt sie gar nicht in ihrer Muttersprache. Welche die ist, gilt es aber noch herauszufinden. Somit wäre die Ausführung von "Teich" als eine Art Behelf anzusehen. Sie räumt aber ein, dass es möglicherweise bei diesem "Provisorium" bleiben wird, da sie befürchtet, dass sich ihre Muttersprache womöglich gar nicht sprechen, geschweige denn aufschreiben lässt. Doch es könnte ja sein, dass sie irgendwo "leise Gestalt annimmt".

Es wird also, je nach Sichtweise und Standpunkt der Leser, sehr spannend oder noch langweiliger werden, Claire-Louise Bennett weiterhin zu begleiten, denn "Teich" kann das letzte Wort nicht bleiben. In welcher Angelegenheit auch immer. Oder - ehrlich gesagt - auch keiner. Egal. Hauptsache der gewaltige Interpretationsspielraum bleibt bestehen. Wer es mag. Schließlich geht es doch stets um ein "imaginäres Anderswo".

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