The Hate U Give

Ab 14 Jahren
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»Umwerfend und brillant, ein Klassiker!« Bestsellerautor John Green

Die 16-jährige Starr lebt in zwei Welten: in dem verarmten Viertel, in dem sie wohnt, und in der Privatschule, an der sie fast die einzige Schwarze ist. Als Starrs bester Freund Khalil vor ihren Augen von einem Polizisten erschossen wird, rückt sie ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Khalil war unbewaffnet. Bald wird landesweit über seinen Tod berichtet; viele stempeln Khalil als Gangmitglied ab, andere gehen in seinem Namen auf die Straße. Die Polizei und ein Drogenboss setzen Starr und ihre Familie unter Druck. Was geschah an jenem Abend wirklich? Die Einzige, die das beantworten kann, ist Starr. Doch ihre Antwort würde ihr Leben in Gefahr bringen...

»Bis das Buch 2018 in die Kinos kommt, sollten Sie wirklich nicht warten.«

Bild am Sonntag (23. Juli 2017)

Aus dem Amerikanischen von Henriette Zeltner
Originaltitel: The Hate U Give
Originalverlag: Harper Collins, US
eBook epub (epub), ca. 512 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-641-20014-5
Erschienen am  24. Juli 2017
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Das wohl wichtigste Buch der letzten Jahre

Von: Friederike (Buch & Gewitter)

12.08.2018

Darum geht es: Starr Carter wird zur Zeugin der Erschießung ihres ältesten Freundes Khalil. Genau wie sie war ihr Freund schwarz und unbewaffnet und sie beide wurden von einem weißen Polizisten bedroht. Gefangen zwischen zwei Welten muss Starr entscheiden, ob sie für Gerechtigkeit kämpfen wird, wissend, dass Drohungen gegen sie und ihre Familie dann sehr schnell zu Gewalt werden können. Meine Meinung: Da der Kinofilm bald anläuft, wollte ich endlich meine Meinung zu diesem Buch formulieren, weil ich finde, das immer noch nicht genug darüber geredet wird. Denn selbst, wenn das hier nur ein fiktionales Werk ist, ist es doch für viele Menschen in dieser Welt bittere Realität und ehe wir – die Mehrheit, die Weißen, die Privilegierten – nicht verstehen, was schief läuft, können wir auch nichts dagegen tun. Und genau deswegen ist The Hate U Give auch so ein wichtiges Buch. Wie schon so viele Blogger, Influencer und Autoren vor mir, bin auch ich der Meinung, dass dieses Buch in jede Bibliothek, jedes Klassenzimmer und jeden Lehrplan gehört, weil es einfach SO WICHTIG ist. Zuallererst möchte ich das Buch als solches betrachten: Ein Buch. Ganz kurz möchte ich unabhängig vom Inhalt über Aufbau, Schreibstil und Spannungsbogen schreiben können, damit mein Zwiespalt zum Ausdruck kommt. Denn dieses Buch ist gut und wichtig, aber gerade auf Deutsch hat es ein paar Schwächen. Es wird in insgesamt 5 Abschnitten erzählt, die jeweils markieren, wie viel Zeit bereits seit dem Abend, an dem Khalil starb, vergangen ist. Das ist richtig wichtig zu sehen, da Prozesse oft sehr lange dauern und man die Langzeitwirkung sonst nicht versteht, die ein solches Ereignis mit sich bringt. Allerdings ist ein Spannungsbogen so ebenfalls schwer auszumachen, die Handlung zieht sich etwas und oftmals fiel es mir schwer das Buch wieder aufzuschlagen. Während des Lesens war ich dennoch nicht geneigt zu unterbrechen, da Angie Thomas mit einer Eindringlichkeit erzählt, die fesselnd ist. Der Schreibstil hingegen ist sehr normal. Der Spruch „Show, don’t tell“ hätte wohl im Lektorat häufiger fallen können, denn Vieles wird in diesem Buch einfach erzählt. Es wird dem Leser vorgesetzt und es braucht wenig Gedankenschmalz, um die Botschaft des Buches zu verstehen. Aber mittlerweile denke ich, dass diese Geradlinigkeit und klare Darstellung der Tatsachen das ist, was wir brauchen. Zwischen den Zeilen von Ungerechtigkeit und Rassismus lesen bringt wenig, wenn dann die Botschaft nicht ankommt; manchmal muss man dem Gegenüber ins Gesicht schreien, was falsch läuft. Und das macht Angie Thomas. Schonungslos, ehrlich und beklemmend genau erzählt sie vom Alltag eines schwarzen Mädchens in einer weißen Schule, dem Alltag einer normalen Familie in einem Viertel voller Gewalt und Banden, den alltäglichen Vorurteilen, denen Schwarze heute noch ausgesetzt sind. Denn wie im Buch ganz richtig gesagt wird, muss man nicht Rassist sein, um etwas rassistisches zu sagen. Dennoch geht der Charme des Buches und seine Eindringlichkeit mit der Übersetzung ins Deutsche verloren. Da ich das Buch sowohl auf Englisch, als auch auf Deutsch gelesen habe, habe ich einige Unterschiede bemerkt, die mir nicht gefallen haben. Das Besondere an diesem Buch ist eigentlich, dass Slang gesprochen wird. Im Original trägt der Slang dazu bei, den Unterschied von Starrs Welten zu verdeutlichen. Auf Deutsch funktioniert das weniger. Abgesehen von sehr häufigem Fluchen (Richtig oft, selbst mich hat das am Anfang geschockt), dass auf Deutsch gravierender und schlimmer klingt, als auf Englisch, kann man den Slang nicht übersetzen. Trotzdem hat der Verlag sich bemüht die Unterschiede irgendwo zu zeigen und so wurden Wörter wie boyfriend, girlfriend, swaggen, Spring Break, yes und no einfach nicht übersetzt. Das hat mich gestört. Tierisch. Klar, die Bedeutung wird gerade bei Boyfriend/Girlfriend so deutlich klarer, aber trotzdem klingt es irgendwie falsch und gewollt. Und irgendwie ein wenig dumm. Und dass die Figuren nun dumm, anstatt authentisch klingen passt mir gar nicht. Denn der Slang lässt sie im Original nicht weniger intelligent wirken, nur weil mal eine Silbe verschluckt wird oder ein Wort anders betont. Ich hatte dabei eher das Gefühl, dass die Wörter dadurch eine stärkere Bedeutung bekommen, wichtiger für Starr und ihre Gemeinschaft wurden. Mein Rat an dieser Stelle: Lest es auf Englisch. Die Botschaft des Buches funktioniert zum Glück unabhängig von Schreibstil und Übersetzung und (allein) deswegen ist es so wichtig. Starr wird in ihrem jungen Leben mit einigen heftigen Dingen konfrontiert, schon einmal hat sie eine Freundin an ihr Viertel verloren und mit Khalils Tod kommen alte Erinnerungen hoch. Abgesehen davon, dass die Polizei sich nicht für die seelischen Schäden Starrs interessiert (Was bei einer weißen Zeugin sicherlich der Fall gewesen wäre) wird versucht, den Vorfall unter den Tisch zu kehren und der Polizist selber, der geschossen hat, tritt im Buch kein weiteres Mal auf. Als Leser bekommt man also weder Gerechtigkeit noch Genugtuung, stattdessen erlebt man wie Starr und ihre Familie eingeschüchtert werden, Machtkämpfe über Khalil und seiner Geschichte ausgetragen werden und Rassismus den Alltag dieser normalen Familie mehr bestimmt, als man glauben möchte. Zudem muss Starr sich in zwei Welten bewegen: Der ihres Viertels, Garden Heights, dass schwarz ist und der ihrer Schule, Williamson, die hauptsächlich von weißen Kindern besucht wird. Aufgrund schlechter Erfahrungen trennt Starr diese beiden Welten strickt und passt auch ihr Verhalten an, damit ihr niemand etwas Böses nachsagen kann. Die Williamson-Starr hält den Mund, wenn Leute ihr blöd kommen, damit keiner sie für ein „Angry Black Girl“ hält.“ – S. 85 Das traurige und schockierende an diesem Buch ist, dass Starr genau wie jeder andere Mensch ist. Sie könnte meine Freundin, deine Freundin, das Mädchen von nebenan sein. Sie ist keine Bedrohung. Und doch sorgen Vorurteile, Druck und Angst nach wie vor dafür, dass all das nicht mehr zählt, als ein Polizist die Waffe auf sie richtet. Starrs Welt funktioniert nicht mehr, als Unruhen nach Khalils Tod aufkommen; und ihre getrennten Welten plötzlich einer Verbindung bekommen. Immer öfter fragt sie sich, ob sie ihre Rasse verrät, wenn sie den Mist ihrer Mitschüler unkommentiert lässt und sich in einen weißen Jungen verliebt. Diese Identitäskrise sollte es eigentlich nicht geben. Nicht aufgrund der Hautfarbe. Sie fühlt sich, als hätte sie an ihrem Freund versagt. Starr muss entscheiden, ob sie in Sicherheit leben will oder dafür sorgen, dass Khalil nicht zu einem Instrument der Medien und Machthaber wird. Aber auch wenn die Unruhen auf mein Konto gehen, klingt es in den Nachrichten im Grunde so, als sei Khalil an seinem Tod selbst schuld. – S. 163 Mal ganz abgesehen davon, dass Starr hier für ihren Freund und Ungerechtigkeiten gegenüber der schwarzen Bevölkerung kämpfen muss, hat mich besonders schockiert, dass Starr und ihre Geschwister gelernt haben, der Polizei zu misstrauen. Sie haben gelernt, den Justizkräften des Staates nicht zu vertrauen, mit zwölf haben sie und ihr großer Bruder von ihrem Vater ein paar Verhaltensregeln eingeschärft bekommen, damit sie nicht irgendwann erschossen im Straßengraben enden. Halt deine Hände so, dass man sie sieht. Mach keine plötzlichen Bewegungen. Red nur, wenn du was gefragt wirst. – S. 29 Und das ist traurig und schlimm. Wenn der Staat das Sicherheitsgefühl seiner Bürger, völlig unabhängig von Herkunft, Ethnie und Umständen nicht gewährleisten kann, dann haben wir als Menschen versagt. Und wenn Kinder sich in Gegenwart anderer nicht so benehmen können, wie sie sind, dann noch viel mehr. Im Laufe des Buches wird man als Leser auf die Probe gestellt, denn Starr lässt sich nicht länger alles bieten und spricht endlich auch ihre engen Schulfreunde auf falsches und feindliches Verhalten an. Und ich als Zuschauer musste realisieren, das ich vielleicht ebenfalls nicht ganz vorurteilsfrei bin. Toleranz muss man sich antrainieren, „offen sein“ ist kein Charakterzug, den man in die Wiege gelegt bekommt. Es ist eine Entscheidung und solange wir noch nicht für uns selbst entschieden haben, dass Hautfarbe und Herkunft keine Rolle für uns spielen, solange wird es solche Ungerechtigkeiten weiter geben. The Hate U Give ist kein perfektes Buch. Aber das muss es auch nicht sein, um Bewusstsein zu fördern. Lest es, gebt es weiter. Es ist so einfach. Und so unglaublich wichtig. Ein letztes Zitat möchte ich euch noch mit auf den Weg geben. Abschiede schmerzen am meisten, wenn der andere nicht mehr da ist. – S. 80

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Ein wichtiges Thema, das aber zu einseitig beleuchtet wird

Von: paperlove

29.07.2018

-- Achtung enthält Spoiler -- „The Hate U Give“ ist DAS Buch, über das 2017 überall gesprochen wurde und dessen Hype wohl an keinem Leser, der in irgendeiner Lesecommunity unterwegs ist, entgangen ist. Das Buch hat zahlreiche Literaturpreise abgeräumt und wurde schliesslich Ende Jahr zum Debütroman des Jahres auf Goodreads gewählt. Spätestens seit dieser Masseneuphorie ist das Buch auch auf meiner Wunschliste gelandet und ich wollte unbedingt wissen, worum es denn in dem Buch mit dem schlichten Cover geht, über das alle reden. Dank dem cbt Verlag bin ich nun endlich dazu gekommen, diesen Wunsch zu erfüllen. Die Story wird aus dem Blickwinkel von Starr erzählt, deren bester Freund zu Beginn der Geschichte auf tragische Weise von einem weissen Polizisten erschossen wird. Damit greift die Autorin eine wichtige Thematik auf, die in den vergangenen Jahren immer wieder aufgrund dramatischer Vorfälle in die Medien gelangt ist: Polizeigewalt gegenüber Afroamerikanern in den USA. Nicht selten kommt es vor, dass afroamerikanische, unbewaffnete Jugendliche scheinbar grundlos von (weissen) US-Polizisten erschossen oder auf andere Weise getötet werden. Es gibt zu dem Thema auch viele Dokumentationen, die ich in der vergangenen Zeit auf Netflix gesehen habe. Die Dokus haben mich nicht nur sehr berührt, sondern auch nachdenklich gestimmt. Obwohl auch Rassismus ein gegenwärtiges Thema in Europa ist, ist die Geschichte um Starr und ihren verstorbenen Freund eher etwas, das eine spezifische Problematik in den USA anspricht – und das ist neben der unnötigen Polizeigewalt sicher das zu lasche Waffengesetz, das sich sehr von den Gesetzen in Europa unterscheidet. In den USA, insbesondere in den meisten Südstaaten, rennt jeder Otto-Normalverbraucher mit einer Waffe herum, selbst wenn er nur kurz in den Walmart zum Einkaufen fährt. Dieser Umstand wird von Seiten der Waffenlobby mit einem verstärkten Gefühl von Sicherheit gerechtfertigt, führt aber letztendlich nur dazu, dass man jederzeit damit rechnen muss, von irgendwem grundlos abgeknallt zu werden, wenn man nur eine falsche Bewegung macht. Aufgrund von Vorurteilen und ja, auch rassistischen Gründen, sind die Opfer dieses Szenarios leider oftmals Afroamerikaner. Und genau das war auch hier der Fall, denn Khalil – Starrs bester Freund – hat sich zu keinem Zeitpunkt unkooperativ oder gefährlich gezeigt, weshalb es nicht nur für Starr, sondern auch für mich als Leserin unverständlich war, wieso der Polizist ihn erschossen hat. Im weiteren Verlauf macht Khalils Tod natürlich in der (hauptsächlich von afroamerikanisch-dominierten) Nachbarschaft die Runde und löst viel Ärger und Unverständnis aus. Zurecht, wie ich finde, denn einmal mehr wurde ein unschuldiger Jugendlicher umgebracht, ohne dass jemand dafür zu Rechenschaft gezogen wird. Starr hadert am Anfang, ob sie genau aus diesem Grund vor Gericht aussagen und als Zeugin im Fall Khalil auftreten soll. Einerseits will sie Gerechtigkeit für ihren besten Freund, auf der anderen Seite läuft sie damit auch Gefahr, in den Fokus der Öffentlichkeit zu geraten. Doch durch einen Rat von einer aussenstehenden Person, entschliesst sie sich schliesslich dafür: Wenn sie etwas verändern will, dann muss sie ihre Stimme dafür nutzen. Neben diesem Hauptplot lernen wir Starr und ihre Familie etwas besser kennen. Die Autorin gibt dem Leser dadurch einen Einblick in das Leben einer afroamerikanischen Familie, das nicht nur durch Rassismus und Vorurteile, sondern auch durch Gangkriminalität geprägt ist. Starrs Vater ist selbst Aussteiger einer solchen Gang und hat einige Jahre im Knast abgesessen, bis er zu seiner Familie zurückgekehrt ist. Obwohl die Gangrivalitäten und die daraus resultierenden Gefahren immer wieder nebenbei erwähnt wurden (u.a. dadurch, dass auch Khalil aufgrund Druck einer Gang Drogen verkaufen musste), kam mir die kritische Auseinandersetzung mit Gangs etwas zu kurz. Es wird zwar gezeigt, wie gefährlich die Nachbarschaft ist, aber in Zusammenhang mit der (Über-)Reaktion des Polizisten, der Khalil erschossen hat, wird das Ganze nicht gebracht. Während sich jeder über den Tod von Khalil aufregt, wird es scheinbar von den meisten einfach so hingenommen, dass hin und wieder ein Afroamerikaner durch irgendwelche Gangs auf offener Strasse erschossen wird. (Und das kommt laut dem Buch nicht sehr selten vor). Es ist aber davon auszugehen, dass es sich gerade dadurch um eine sehr gefährliche Gegend handelt und dieser Umstand vermutlich massgeblich an der Reaktion des Polizisten beteiligt war. Damit will ich aber nicht sagen, dass seine Tat gerechtfertigt war oder er keine Strafe verdient hätte – im Gegenteil! Aber die Beweggründe des Polizisten werden im Buch gänzlich weggelassen, so dass eine sehr einseitige Perspektive gezeigt wird, die meiner Meinung nach nur bedingt dazu führt, dass das Problem mit den Waffen und der Polizeigewalt in naher Zukunft gelöst werden kann. Neben dieser Einseitigkeit, wird auch das Thema Rassismus in Alltagssituationen immer wieder aufgegriffen. Im Zentrum steht dabei vor allem Starrs beste Freundin, die sich auf Tumblr von ihr abgewendet hat, was Starr gleich als rassistischen Zug wertet. (Das fand ich ehrlich gesagt ein bisschen übertrieben…) Die Freundin macht ein paar unbedachte (und ja, u.a. rassistische) Kommentare, die im Schlussteil dazu führen, dass Starr mit ihr in eine Schlägerei anfängt. Was normalerweise zu einer Strafe von ihren Eltern geführt hätte, wird aber in diesem Fall fast schon gefeiert. Dieses Ereignis ist mir sauer aufgestossen, denn ich fand es schade, dass es hier Gewalt als legitimes Mittel gegen Rassismus präsentiert wird, wo doch genau das eigentlich kritisiert werden soll. Noch einmal: Damit will ich nicht sagen, dass rassistische Aussagen oder Handlungen aller Art berechtigt sind – im Gegenteil! Ich finde es aber auch nicht sinnvoll, auf Rassismus mit Gewalt und Vandalismus zu reagieren, um etwas zu erreichen. Genau das passiert leider am Schluss des Buches. Der Polizist wird – wie erwartet – nicht angeklagt und die afroamerikanische Gemeinschaft geht auf die Strasse um ihrem Ärger über das Urteil Ausdruck zu verleihen. Die Emotionen und das Unverständnis konnte ich sehr gut nachvollziehen, aber die Art und Weise wie dies geäussert wurde, fand ich nicht sehr förderlich, um die Situation zu entschärfen: Die Leute gehen auf die Strasse, randalieren und zünden Häuser und Geschäfte an und bringen sich selbst damit in Gefahr. Ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen ist wichtig, aber diese Aktion fand ich echt ungünstig dafür. Das hätte man sicher auch auf eine zweckdienlichere Art machen können. Ansonsten bleibt noch zu sagen, dass das Buch sehr umgangssprachlich und in einer Art „Slang“ geschrieben ist, der vermutlich gebräuchlich unter afroamerikanischen Jugendlichen ist und für mehr Authentizität sorgen soll. Ich fand das Lesen aber gerade dadurch oftmals sehr anstrengend, habe aber auch erst am Schluss (des Ebooks) gesehen, dass es ein Glossar gegeben hätte, das einige Wörter, die immer wieder genutzt werden, erklärt. Trotzdem hat mich z.B. dieses „Das ist mein boyfriend“, nach einer Weile derartig genervt, dass ich die Beziehung zu Chris, den Starr als ihren „Boyfriend“ betitelt, gar nicht mehr richtig ernst nehmen konnte. Ein weiterer Kritikpunkt waren die vielen Zeitsprünge, die meiner Meinung nach immer dann eingesetzt wurden, wenn es richtig spannend geworden wäre. Es wird beispielsweise die komplette Verhandlung mit dem Polizisten weggelassen, bei der wir vielleicht mehr über die Hinter- und Beweggründe des Täters erfahren hätten. Nicht, dass damit seine Tat gerechtfertigt worden wäre, aber es hätte zumindest einen anderen Blickwinkel auf die Geschehnisse verschafft, so dass der Leser sich selbst seine eigene Meinung hätte bilden können, die nicht durch eine einseitige Perspektive aufgedrängt wird. Fazit: Das Buch beinhaltet ein wichtiges Thema, das aber meiner Meinung nach nicht so gut umgesetzt wurde, wie ich es erwartet hätte. Ich habe zwar einen Einblick in die afroamerikanische Gemeinschaft gekriegt und auch, welchen Einfluss die Polizeigewalt in den USA auf sie ausübt, aber für meinen Geschmack wurde die Thematik zu einseitig beleuchtet. Die Hintergründe des Mörders von Khalil bleiben bis zuletzt unbekannt, ebenso wie mögliche Zusammenhänge mit der Gangkriminalität oder anderen Einflussfaktoren, die einen weiteren Blickwinkel auf die Ereignisse ermöglich hätten. Den Hype verdankt das Buch wahrscheinlich der Thematik. Meiner Meinung nach wird die Umsetzung aber der Begeisterung nicht ganz gerecht.

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Vita

Angie Thomas ist in Jackson, Mississippi, aufgewachsen und lebt auch heute noch dort. Als Teenager tat sie sich als Rapperin hervor; ihr ganzer Stolz war ein Artikel im »Right-On! Magazine«. Thomas hat einen Bachelor-Abschluss im Fach Kreatives Schreiben an der Belhaven Universität. Ihr preisgekröntes Debüt »The Hate U Give« erntete ein überschwängliches Presse- und Leserecho und schaffte es auf Anhieb auf Platz 1 der New York Times-Bestsellerliste. Der Roman wurde 2018 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet und mit der »Hunger-Games«-Darstellerin Amandla Stenberg in der Hauptrolle verfilmt.

www.angiethomas.com

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Henriette Zeltner

Henriette Zeltner, geboren 1968, lebt und arbeitet in München, Tirol und New York. Sie übersetzt Sachbücher sowie Romane für Erwachsene und Jugendliche aus dem Englischen, zuletzt Angie Thomas' Romandebüt »The Hate U Give«, für das sie mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2018 ausgezeichnet wurde.

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Zitate

»Buch der Stunde.«

emotion 8/2017 (05. Juli 2017)

»Realistisch und eindringlich erzählt. Das lässt einen lange nicht mehr los.«

Freundin (09. August 2017)

»Der Überraschungserfolg dieses Jahres.«

DIE ZEIT (12. Oktober 2017)

»Nicht nur ein Sozialthriller, sondern auch ein aktuelles Bild des schwarzen Amerika.«

Süddeutsche Zeitung (10. Oktober 2017)

»Ein Kompaktkurs der rassistischen Strukturen des Lebens im Amerika unserer Zeit.«

Frankfurter Allgemeine Zeitung (28. August 2017)

»Sehr ergreifend. Der Roman ist ein Kampf für Freiheit und Gerechtigkeit.«

»Ein wahrer Schatz.«

Hamburger Morgenpost (27. Juli 2017)

»Ein wunderbares Buch, das einen auch nach dem Ende nicht loslässt.«

Westfalen-Blatt/OWL am Mittwoch (26. Juli 2017)

»Ich hab es wirklich verschlungen und dabei fast alle Emotionen durchgemacht. Von totaler Fassungslosigkeit bis extremer Rührung.«

WDR 1LIVE (26. Juli 2017)

»Angie Thomas ist zu einer Stimme innerhalb der afroamerikanischen Gemeinschaft in den USA geworden, ein Vorbild.«

Berliner Zeitung (13. Oktober 2017)

»Ein überzeugendes Plädoyer für Menschlichkeit, Toleranz und Gerechtigkeit.«

Augsburger Allgemeine (07. Oktober 2017)

»Ein gesellschaftskritisches und brillantes Buch.«

Kölner Stadt-Anzeiger Magazin (06. Oktober 2017)

»Ein spannender und hochaktueller Roman, der mit viel Empathie auf Wahrheitssuche geht.«

Buchjournal (31. August 2017)

»Angie Thomas ist nah dran an ihren jungen Figuren und hat einen aufrüttelnden, leider brandaktuellen Roman geschrieben.«

rbb quergelesen (17. September 2017)

»Lässt die Genrebezeichnung ‚Literatur für junge Erwachsene‘ aus allen Nähten platzen.«

Berliner Zeitung (26. Juli 2017)

»Der beachtenswerte Debütroman von Angie Thomas zeigt, wie weit der Weg noch ist, den Rassismus zu überwinden, ermutigt dennoch, die Stimme zu erheben.«

Nordbayerischer Kurier (28. Oktober 2017)

»Die Schriftstellerin hat Mumm. Sie ist schwarz, eine Frau und trägt eine ziemlich scharfe Waffe: ihre schusssichere Sprache, mit der sie sich gegen Rassismus auflehnt.«

Donna (06. November 2017)

»Auch für Erwachsene ist dieser Roman um die junge Starr eine großartige Lektüre.«

HIMBEER (01. August 2017)

»Authentisch und mitreißend.«

Eßlinger Zeitung (30. September 2017)

»Ein Buch, das einen Nerv trifft und nicht zuletzt zum Diskutieren über Intoleranz und Rassismus einlädt.«

»Spannend und bis zur letzten Seite fesselnd«

Isar Aktuell (10. August 2017)

»das Problem, das ‚The Hate U Give‘ anspricht, ist absolut aktuell und der Roman damit wahrlich ein Buch der Stunde«

Isar Aktuell (10. August 2017)

»Spannend, eindringlich und authentisch geschrieben«

Mittwoch Aktuell (09. August 2017)

»Vereint eine spannende Geschichte mit fundierter Analyse zu Ursache und Wirkung von Diskriminierung von Minderheiten.«

HNA Melsunger Allgemeine (31. Juli 2017)

»„[Das Buch ist] auf eine berührende Art zutiefst moralisch, ohne dabei einseitige Perspektiven oder einfache Lösungen zu bieten.«

Buch 1001 Magazin (12. März 2018)

»Ein bewegendes, notwendiges Plädoyer gegen Rassismus.«

Lift. Das Stuttgartmagazin (28. August 2017)

»Die Geschichte packt einen und lässt einen bis zum Ende nicht mehr los.«

Lingener Tagespost (02. September 2017)

»Die Autorin trifft mit einer lässigen, Slang durchsetzten Sprache genau den Ton der rebellierenden Jugend in den Staaten und ihre Leser ins Herz.«

Hessische/Niedersächsische Allgemeine (31. Oktober 2017)

»Verdeutlicht die drastische Alltäglichkeit von Rassismus in einer Welt, die nicht weiß, wie weiß sie ist.«

BÜCHER Magazin (27. September 2017)

»Ein Buch, das einen auch nach der Lektüre noch lange beschäftigt.«

»Angie Thomas gelingt es, auch dank der großartigen Übersetzung von Henriette Zeltner, einen tiefgründigen Einblick in das Leben der Schwarzen in den USA zu vermitteln.«

»Angie Thomas lässt uns nicht nur von Ferne beobachten, sie zieht uns mitten hinein in Starrs Alltag, in ihr Ghetto, in die amerikanische Gesellschaft.«

Doppelpunkt - Magazin für Kultur in Nürnberg-Fürth-Erlangen (15. Mai 2018)

»Eine sehr eindrückliche aber auch sehr frustrierende Geschichte, die jeder mal gelesen haben muss!«

»Fesselndes, bewegendes und vor allem authentisches Jugendbuch, das zum Nachdenken anregt.«

»Mit Herz geschrieben, ohne Kitsch. Gespickt mit Fragen. Mit gegenläufigen Charakteren. (…) Thomas' Debüt fasziniert durch Inhalt und Ausdruckskraft. Ein großer Wurf!«

Eselsohr (01. November 2017)

»Diese Geschichte geht ungemein unter die Haut.«

Radio Euroherz (23. August 2017)

»Ein bedeutungsvoller Roman mit einem Thema, welches in der heutigen Zeit wichtiger ist denn je.«

»Ein toller Roman, der mit viel Empathie geschrieben ist, genau den richtigen Ton und ins Herz trifft – nicht nur für junge Leute unbedingt lesenswert!«

»Von Anfang bis Ende fesselnd, berührend und wahnsinnig echt«

»Berührt, rüttelt auf und stimmt nachdenklich! Ich hätte gerne mehr davon.«

»Eines der besten Jugendbücher, die je geschrieben wurden.«

»Absolut empfehlenswert!«

»Beim Lesen des Buches erlebe ich, was es heißt, bittere Lebenserfahrungen zu machen, die wir uns hier in Deutschland nicht einmal ansatzweise vorstellen können. «

»Ein überragendes Debüt!«

The Guardian

»Bei Lesern und Presse über Nacht ein Hit.«

New York Times (19. März 2017)

»Spannend!«

BABY EXPRESS – Familienwelt (03. April 2018)

»Ein Meisterwerk«

Huffington Post

»Starrs eindringliche Stimme wird die Herzen der Leser berühren. Diese Geschichte ist notwendig. Diese Geschichte ist wichtig.«

Kirkus Reviews

»Ein Wunder an Wirklichkeitsnähe; beschreibt anschaulich, wie zwei Welten auf Kollisionskurs gehen. Zweifellos ein wichtiges Buch, das von der größtmöglichen Leserschaft entdeckt werden sollte.«

Booklist

»Ein kraftvoller, schonungsloser Roman.«

The Horn Book

»Thomas bringt auf den Punkt, wie politisch das Persönliche ist.«

School Library Journal

»Obwohl Thomas‘ Roman erschreckend aktuell ist, liegt seine größte Stärke in der authentischen Darstellung eines Teenager-Mädchens und ihrer liebevollen Familie.«

Publishers Weekly

»Das beste Jugendbuch des Jahres 2017 dürfte schon in den Buchläden liegen.«

Mashable

»Der Roman liefert keine einfachen Antworten - deswegen ist er so großartig.«

Barnes & Nobles Teen

»Der Roman steht exemplarisch für viele reale Ereignisse und lässt sich gleichzeitig als Augenöffner durch Grauzonen und als Jugendbuch mit komplexer Protagonistin lesen.«

»Es hat mich einfach nicht mehr losgelassen.«

»Ein grandioses Buch, das vielen Menschen die Augen öffnen kann.«

»Thomas bzw. Starrs eindringliche Stimme wird noch lange in mir nachhallen.«

»Es ist eine unheimlich wichtige Geschichte und ich finde wirklich, dass JEDER dieses Buch gelesen haben sollte! «

»Dieser Roman wird Leser/innen jeglicher Art nicht mehr so schnell loslassen!«

»Stark, aufrichtig, wichtig und notwendig!«

»Angie Thomas' Debütroman hat mich mit seiner Intensität restlos überzeugt.«

»Ich wollte und konnte nicht mehr aufhören zu lesen. […] Noch nie war ein Hype so gerechtfertigt!«

»Ein Lesehighlight, weit über das Jahr 2017 hinaus.«

»Ein berührendes Plädoyer für eine offene und gleichberechtigte Gesellschaft.«

»Ein bild- und wortgewaltiges Meisterwerk […]. Spannend, schmerzhaft, hoffnungsvoll und unglaublich wichtig.«

»Ich kann es jedem nur ans Herz legen!«

»Ein Buch, das ich mit gutem Gewissen definitiv zu meinen Jahreshighlights zähle«

»Ein wichtiges Thema und ein beeindruckendes Jugendbuch, dass dem Hype meiner Meinung nach durchaus gerecht wird.«

»The Hate U Give von Angie Thomas zählt definitiv zu den besten Büchern, die ich dieses Jahr gelesen habe.«

»Ein Buch, das mich durch seinen Reichtum an Facetten beeindruckt hat und von dem man ganz viel lernen kann.«

»Ein absolutes Jaheshighlight!«

»Mit The Hate U Give hat Angie Thomas einen beeindruckenden Debütroman geschrieben, der den Leser [...] von der ersten Seite an in seinen Bann zieht.«

»Ein Roman, der das Potenzial hat, ein moderner Klassiker zu werden. Schockierend, realistisch, aufrüttelnd, ungerecht, niederschmetternd und hoffnungsvoll zugleich.«

»Ein bildgewaltiges Debüt mit Gänsehautfaktor.«

»Gedanklich sehe ich mich schon durch die Straßen laufen, um jedem dieses Buch in die Hand zu drücken, weil es jeder lesen sollte.«

»Definitiv nicht umsonst so gehyped momentan!«

»Schon jetzt mein Jahreshighlight!«

»Ein absolutes MUSS für jeden [...] Leser!«

»Ein Buch, das unter die Haut geht.«

»Ich kann das Buch wirklich jedem empfehlen, egal ob jung oder alt!«

»Der Roman behandelt ein brisantes und sehr aktuelles Thema ohne theatralisch und anklagend zu wirken.«

Kölnische Rundschau (21. Februar 2018)

»Ein sehr vielschichtiger Roman in jugendlicher Sprache, der von allen Altersgruppen gelesen werden sollte.«

»Begeistert durch die authentische Geschichte und die liebevollen Charaktere.«

»Mit The Hate U Give hat Angie Thomas es geschafft, Fiktion und Realität auf meisterhafte Weise zu verknüpfen.«

»Ich kann gar nicht genug beschreiben, wie großartig dieses Buch ist. So ehrlich, so authentisch, so glaubwürdig.«

»Selten hat mich eine so realitätsnahe Geschichte so sehr zum Nachdenken angeregt wie diese.«

»Ein verdammt wichtiges Buch, keine Frage. Lest es und nehmt vor allem die Botschaft mit – NO TO RACISM!«

»Eines der besten Jugendbücher, die ich je gelesen habe und definitiv eines meiner Jahreshighlights. Lest es!«

»Politisch – spannend – emotional!«

»Ein unglaublich gutes Buch.«

»Ich habe richtig viel erwartet […] und ich muss sagen, ich wurde definitiv nicht enttäuscht.«

»Egal ob jung oder alt – lest dieses Buch.«

»Ein bedeutungsvoller Roman mit einem Thema, welches in der heutigen Zeit wichtiger ist denn je.«

»Von Anfang bis Ende fesselnd, berührend und wahnsinnig echt.«

»Relevant und wertvoll.«

»Ich kann dieses Buch wirklich nur jedem empfehlen.«

»Ein großartiger und bildgewaltiger Roman, der mich in Gedanken sicher noch lange begleiten wird.«

»Eine tolle, aufweckende Geschichte.«

»Ich hoffe, dass dieses Buch noch von vielen Menschen gelesen und wertgeschätzt wird.«

»Wäre ich eine Deutschlehrerin würde ich es auf jeden Fall mit in meinen Lehrplan aufnehmen.«

»Meiner Meinung nach sollte jeder, und zwar wirklich JEDER, dieses Buch lesen. Einfach grandios!«

»Nicht einfach nur ein Buch über Rassismus, sondern ein Buch über Rassismus mit aussagekräftigem Appell, das der afro-amerikanischen Bevölkerung eine laute Stimme verleiht. «

»Ein Buch, über das man sprechen muss und dessen Thema niemals totgeschwiegen werden darf.«

»Ein Buch, das schockiert, einen nachdenklich und wütend zurücklässt, aber auch mit viel Bewunderung für ein starkes Mädchen. Angie Thomas ist eine erstklassige Autorin!«

»An alle, die überlegen, ob sie das Buch lesen sollten oder nicht: Tut es. Ihr werdet es nicht bereuen«

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