The Hunger - Die letzte Reise

Roman

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Mitte April 1846 bricht die so genannte »Donner Party« – insgesamt fast neunzig Männer, Frauen und Kinder – aus Springfield, Illinois, auf. Ihr Ziel ist Kalifornien. Ein Ort, an dem alles besser ist. An dem schon viele Siedler ihr Glück gefunden haben. Doch schon bald sind die Nerven zum Zerreißen angespannt: der Hunger, das Klima und die Feindseligkeiten innerhalb der Gruppe verwandeln den Wagentreck in ein Pulverfass. Dann kommt ein kleiner Junge unter mysteriösen Umständen zu Tode, und ein Siedler nach dem anderen verschwindet spurlos. Langsam aber sicher wird klar, dass die Donner Party in den Weiten der Prärie nicht alleine ist. Dass »Etwas« sie begleitet. Etwas, das großen Hunger hat ...


Aus dem Amerikanischen von Michael Pfingstl
Originaltitel: The Hunger
Originalverlag: Amazon Digital Services
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-22627-5
Erschienen am  13. August 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Terror - in der Prärie und in den Bergen

Von: Michael Sterzik

10.12.2018

The Hunger – Alma Katsu Es gibt viele Expeditionen, die voller Enthusiasmus gestartet sind, und schließlich mit einer hohen Anzahl von Leichen tragisch endete. Es entstanden Legenden um diese Frauen und Männer, die allen Herausforderungen zum trotz, mitsamt ein paar gut gemeinten Warnungen, in eine für sie unbekannte Region reisen wollten. Im vorliegenden Band: „The Hunger“ von Alma Katsu beschreibt die Autorin den Mythos „Donner Party – eine Gruppe von 87 Siedlern, die im Jahre 1846 nach Kalifornien aufbrachen um dort im Land von fließenden Milch und Honig ansässig zu werden. Die Eroberung des Wilden Westen scheiterte katastrophal für den Treck, dem natürlich auch Frauen und Kinder angehörten. Die Familien George Donner und James Reed wählten eine angebliche, geheime Abkürzung, von der niemand wusste, ob diese überhaupt mit den vielen Wagen passierbar war. Überrascht vom frühen Wintereinbruch in der Sierra Nevada, saßen die Siedler in der Falle und begannen langsam zu verhungern. Die Hälfte von ihnen starb und jeder Überlebende konnte den Tod nur entgehen, weil er zum Kannibalen wurden. Aus den Quellen von Tagebüchern, der dann doch Geretteten wurden dramatische Situationen geschildert. Die Menschen aßen als erstes ihre Zugtiere, dann Haustiere – Katzen und Hunde. Verzweifelt genug landeten später Tierfelle, Knochen- und Lederstücke in dem Topf. Am Ende – es ging nur noch ums Überleben verspeisten diese ihre eigenen Toten. Ein Schock für das damalige Amerika, dass tief religiös war. Ist Kannibalismus unter solch extremen Bedingungen gerechtfertigt?! „The Hunger“ ist ein Parallelroman zu dem Titel: „Terror“ von Dan Simmons – nur halt nicht im ewigen Eis, sondern in der Prärie und den Bergen Amerikas. Der erzählerische Stil von Alma Katsu ist zwar authentisch, aber die Grundstimmung hat einen grundsätzlichen depressiven Charakter. Ähnlich wie bei ihrem Kollegen Dan Simmons kommt das „Grauen“ langsam, aber konsequent auf die Siedler zu. Die Ängste, die Kälte, die Verzweiflung werden gut erzählt, erreichen aber bei weitem nicht die Intensität wie bei dem Titel: „Terror“. Es gibt die eine, oder andere schockierende Szene, doch historisch gesehen erreicht mich diese Handlung nicht. Alleine die theoretischen Erklärungen über die grausamen Vorfälle sind total unrealistisch geschildert. Die Protagonisten überzeugen insgesamt auch nicht, dass beschwerliche Leben, die Erwartungshaltung werden nicht durch die Autorin transportiert. Ein Horrorroman in einer historischen Kulisse – mehr ist der Roman nicht – und auch nicht weniger. Eine historische authentizität wird auch nur leicht angekratzt. Tolle Ausgangssituation und etwas copy und paste und wir knüpfen an dem Roman: Terror an!? Weit gefehlt – meilenweit entfernt. Thriller, oder historischer Roman? Von beiden etwas – von beiden viel zu wenig. Für die Überlebenden, auch wenn sie denn schon lange gestorben sind, nicht gerade ein Denkmal. Eine historische Aufarbeitung ist „The Hunger“ letztlich auch nicht. Spannung – zäh wie gekochtes Leder. Fazit „The Hunger“ ist der Versuch am Erfolg von: „Terror“ – Dan Simmons anzuknüpfen. Versagt aber und lässt alle fragend im Regen und Schnee stehen. Ein Mythos der sich selbst überholt hat – eine Handlung, die absolut unrealistisch ist. Stil, Ausdruck und Sprache nicht mehr wie durchschnittlich. Nicht empfehlenswert. Michael Sterzik

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Meine Erwartungen wurden leider nicht erfüllt

Von: Luilines Blog

12.11.2018

Nicht nur vom Cover hat mich das Buch an "Terror" von Dan Simmons erinnert, sondern auch von der Beschreibung her. Die Autorin hat sich hier an einem historischen Ereignis bedient und daraus eine fiktive Geschichte mit Horrorelementen geschrieben. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen ganz unterschiedliche Charaktere, die alle ihre eigene Geschichte zu erzählen haben. Natürlich verfolgen nicht alle Figuren durchweg gute Absichte und nach und nach tun sich menschliche Abgründe auf. Durch Briefe und Rückblicke erfahren wir als Leser auch, was manche Protagonisten angetrieben hat, den beschwerlichen Weg nach Kalifornien auf sich zu nehmen. Alma Katsu hat einen flüssigen und atmosphärischen Schreibstil. Die einzelnen Kapitel sind recht kurz gehalten. Trotzdem wurde ich mit der Geschichte nicht richtig warm. Bis zur Hälfte geht es nur recht schleppend voran. Zu den Charakteren konnte ich keine Bindung aufbauen und ihr Schicksal hat mich oft nicht wirklich hart getroffen. Das ändert sich aber zum Glück im Laufe der Geschichte ein wenig. Gerade zum Ende hin kann das Buch punkten. Auf dem Cover wird Stephen King zitiert, der sagt, dass man beim Lesen lieber das Licht anlassen sollte. Ja da kann ich ihm zustimmen, aber nur in der Hinsicht, dass man sonst im Dunkeln nicht Lesen kann. Für mich persönlich hätten die Horrorelemente noch extremer ausgearbeitet werden können. So war das Buch nur unterschwellig gruselig. Fazit: Leider wurden meine Erwartungen an die Geschichte nicht erfüllt. Es wurde erst zum Ende hin spannend und die Geschichte konnte mich nicht packen. Ich habe manchmal tagelang nicht zu dem Buch gegriffen. Es ist per se aber auch keine schlechte Geschichte.

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Vita

Alma Katsu ist Hochschulabsolventin der Johns Hopkins University und der Brandeis University, wo sie zusammen mit John Irving Literatur und Schreiben studierte. Sie arbeitete viele Jahre als Senior Intelligence Analyst für verschiedene US-amerikanische Bundesbehörden und ist derzeit Analystin eines Thinktanks. Ihr Debütroman The Taker war unter den Top Ten der American Library Association. Alma Katsu lebt mit ihrem Mann außerhalb von Washington, DC.

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