The Story of John Nightly

Roman

(3)
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London 1966. John Nightly, ein achtzehnjähriges Songwritertalent, betritt in der Carnaby Street ein Verlagshaus. Er hat eine frisch gepresste Single dabei, die er dem dortigen Musikverleger vorspielt. Dem gefällt die Musik, vor allem aber gefällt ihm das gute Aussehen des Achtzehnjährigen. Und er sieht Vermarktungschancen. Wenige Jahre später ist John Nightly einer der gefeiertsten Songwriter seiner Generation. Doch der Erfolg und seine Schattenseiten stürzen ihn in eine schwere Krise, und er entsagt dem Leben im Rampenlicht komplett. Bis er viele Jahre später von einem jungen Nachwuchsproduzenten in Cornwall (wieder)entdeckt wird, der ihn darin bestärkt, sein Lebenswerk zu vollenden.

Ein einzigartiger Roman über Ruhm & Träume, Musik & Kunst, das Leben & das Universum.


Originaltitel: The Story of John Nightly
Originalverlag: Unbound
eBook epub (epub), 20 s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-641-24259-6
Erschienen am  23. September 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Großartiger Debütroman

Von: Silke Schröder, hallo-buch.de

07.11.2019

Tot Tayler, selbst Musiker, erzählt in seinem monumentalen Debütroman “The Story of John Nightly” die fiktive Biografie eines genialen Musikers, der an den Schattenseiten des Erfolgs verzweifelt und sein Talent vergräbt. Es scheint kaum glaubbar, dass diese Story nur gefakt ist, so überzeugend berichtet der Autor aus dem Leben seines Helden. Und so vertraut sind auch die Fakten aus der Popgeschichte, die er in seine Geschichte hineinwebt. Tayler erzählt, dass ihn eine Zeitungsnotiz inspiriert hat, in der über einen verstorbenen einsamen Mann berichtet wurde, der über 10 Millionen Pfund in bar in seiner Wohnung lagerte. Der chronologisch nicht linear erzählte Roman ist üppig angereichert mit Bebilderungen, Einschüben, Zitaten und Charts-Listen. So schafft es der Autor, den Geist der englischen Popmusik der sechziger und siebziger Jahre aufleben zu lassen. Schade ist eigentlich nur, dass die meisterhaft beschriebene Musik des John Nightly einfach nicht aufzutreiben ist.

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The Story of John Nightly – Geschichte, Geschichten und vergangene Zeiten

Von: Thursdaynext

20.10.2019

Der junge John Nightly ist ein fiktiver Popstar der im Swinging London Erfolge feiert. Die Story um ihn, seine Lebensgeschichte, füllt die 960 Seiten dieses unhandlichen Epos. Und wenn ich füllt schreibe, assoziiere ich Fülle, im positivsten Sinne. John, er ist ist einer von vielen Johns in diesem Opus. Er ist ein Glückskind, von Beginn an gelingt ihm alles, der Erfolg fliegt ihm zu, und das obwohl er genau „sein Ding macht“. Nie ist er gezwungen dem Kommerz zuliebe musikalische Kompromisse einzugehen. Er ist ein Genie voller Ideen, Tatendrang und in jeglicher Hinsicht im Flow. Dabei kommt er aus der Provinz. Auch diese wird, wie alles in DER STORY, detailiert geschildert, in kleinen Momenten die das Gesamtbild farbenprächtig und nachvollziehbar direkt greifbar machen. John hingegen bleibt intransparent, sein Verhalten, sein Genius, seine spätere Erkrankung, alles ist ein wenig mysteriös, nicht spooky, eher abstrakt, eben un(be)greifbar. „Es waren so enge Verhältnisse, wissen Sie – der Klavierlehrer war zugleich der Gewinner des örtlichen Piano-Smashing-Wettbewerbs.“ (Piano Smashing, war Anfang der 60er wohl fester Dorffestbestandteil, mit einfachen Regeln: Ein Klavier musste mit mit Vorschlaghammer so lange „gesmashed“ werden bis es durch ein vorgebenes Loch passte.) Das Debüt von Autor Tot Taylor reißt einen in diese Geschichte hinein und lässt die Leserinnen (Männer wie immer mitgemeint) nicht los. Es gibt, trotz vielfältiger Ausflüge in Vergangenheit und Zukunft und Beschreibung gartentechnischer sogenannter „Marginalien“, die den Kapiteln vorangestellt sind, keine Längen. Nur die Länge der Geschichte an sich und diese auch nur, weil Tot Taylor den Leserinnen Abschweifungen, Interessantes und Wissenswertes aus seinem immensen Fundus gönnt. Dazu benutzt er Interviews, Pressemitteilungen, Erzählungen der Begleiter John Nightlys und faszinierende Abhandlungen über Musiktheorie und Historie. Nie spricht John selbst, er ist Gegenstand der Erzählung, nicht ERzähler. Der feine Humor der ab und an durchblitzt würzt diese Gemengelage noch zusätzlich und die Fußnoten runden alles ab. Das braucht Zeit. Zeit, die sich potentielle Leserinnen mit Genuß gönnen sollten. Es ist weniger Lesen als vielmehr ein SCHWELGEN das Tot Taylor hier anbietet. Wer sich für diese Zeit, für Musik, für London und für die wunderschönen Bilder von Cornwall interessiert und bei George R.R. Martins Epos: „Das Lied von Feuer und Eis“ nicht schlappgemacht hat liest hier richtig. „The Story of John Nightly“ ist eine Erlebnis, das Mensch sich nicht entgehen lassen sollte. Berührend, tragisch, komisch, zum Haare raufen, eine fulminante Erzählung quer durch alles was dem Autor anm Herzen zu liegen scheint. Von Wissenschaft, bis zu Kunst, Astronomie: „… das vertonte Tagebuch eines auf Acid delirierenden Dorfpfarrers“ Die Bands der 60er, die das Nachkriegsgrau verblassen und vergessen ließen mit ihren Texten und Songs, die damals noch vor Optimismus strotzten und frei jeglichen Zynismus waren, leben in der Story wieder auf. Taylor transportiert das Gefühl, des Aufbruchs in die neue, bessere Zeit. Ein Aufbruch in eine wunderbare Zukunft … Schon der „Soundtrack“ zu diesem Buch ist es wert gehört zu werden, die Zeit, die erwähnten Musikstücke zu suchen und sich reinfallen zu lassen, sollte vorhanden sein. Wer kennt schon die Rooftop Singers? Bekannter ist da der Club der 27er, jene die die Drogen, den Ruhm und die unfassbaren Möglichkeiten zu Persönlichkeitsentwicklung nicht überlebten. Auch ihnen setzt Tot Taylor ein Denkmal, der Fokus aber liegt auf John Nightly, diesem jungen Mann der alles hat. Seine Geschichte ist stellvertretend für viele andere, eine Geschichte einer vergangen Zeit und verlorener Hoffnung. Vielleicht ist Johns Geschichte teilweise ein Bericht über das Leben des Autors. Ein geniales Aufflammen und Verbrennen, wenn Künstler, metaphorisch gesprochen, der Sonne zu nah kommen. So beinhalten diese, am Anspruch gemessen, wenigen Seiten eine Tour de Force durch Zeitgeschichte, menschliche Erungenschaften, Genies und Kultur. Grandioses Futter für Bibliophile.

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Vita

Tot Taylor ist Autor, Komponist, Songwriter, Galerist und Plattenproduzent. Er arbeitet in den Bereichen Musik, Film, Theater und visuelle Kunst. Für das National Theatre führte er mit Brian McAvera das achtstündige Stück »Picasso's Women« auf. Neben 13 Soloalben veröffentlichte er auf seinem Label Compact Künstler wie die Soulsängerin Mari Wilson oder das Model Virna Lindt. Viele Jahre war er zudem bei der BBC beschäftigt. In London leitet er die Riflemaker Galerie, in der er u.a. Werke von William S. Burroughs oder Yoko Ono ausstellte. Seit 2007 kuratiert er zudem ein internationales Programm für feministische Kunst.

Nach diversen Kunstbüchern ist »The Story of John Nightly« sein Debüt als Romanautor.

Zur AUTORENSEITE

Ingo Herzke

Ingo Herzke, Jahrgang 1966, hat Klassische Philologie, Anglistik und Geschichte in Göttingen und Glasgow studiert. Seit 1999 lebt er mit seiner Familie in Hamburg und übersetzt neben Gary Shteyngart u. a. Alan Bennett, Nick Hornby, A. L. Kennedy, Kate de Goldi, Joshua Cohen und A. M. Homes.

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Harriet Fricke

Harriet Fricke, geboren 1968 in Esslingen, lebt in Hamburg und übersetzt aus dem Englischen. Zu ihren Übersetzungen zählen Sachbücher über Musik, Kunst und Mode sowie Romane für Erwachsene und Kinder.

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Pressestimmen

»Eine schillernde und faszinierende Musikerbiografie«

»The Story Of John Nightly ist das ›Ulysses‹ der Popwelt.«

Deutschlandfunk Kultur, Andreas Müller (25. September 2019)

»Der Homer des Pop!«

Maik Brüggemeyer, Rolling Stone (30. September 2019)

»Tot Taylor ist der geborene Causeur. Seine Einfälle gehen auf wie Knospen, jede Geschichte löst eine Handvoll Einfälle aus.«

NZZ am Sonntag, Hanspeter Künzler (03. November 2019)

»Nach 919 mit John Nightly verbrachten Seiten erscheint eine Popgeschichte ohne ihn kaum mehr vorstellbar.«

»Eine verdammt gute Geschichte, man will beim Lesen bald gar nicht mehr glauben, dass John Nightly nie gelebt haben soll. «

Christoph Dallach, Spiegel online (17. September 2019)

»Tot Taylor ist ein Geschichtenerzähler, wie er im Buche steht - einer, mit dem man zweifelsfrei auch eine endlose Fahrt auf dem Ozean überstehen würde.«

Hanspeter Künzler, Loop (30. September 2019)

»Großartig! Egal, auf welcher Seite man dieses Buch aufschlägt, man ist sofort gefangen.«

Rob Cowan, BBC Radio 3

»Das ist ja fast ein Berlin-Alexanderplatz für die Popkultur.«

Kristof Schreuf (19. August 2019)

»Dieser dicke britische Brocken hat das Zeug zu einem Klassiker der Rock-’n’-Roll-Romane.«

Playboy (10. Oktober 2019)

»Dieses Epos von Aufstieg, Fall, Glanz und gloriosem Niedergang und dem, was wirklich im Leben zählt: schlichtweg überwältigend.«

Buchkultur (10. Oktober 2019)