Tod eines Gentleman

Roman

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London, 1924. Nach den Schrecken des Ersten Weltkriegs liegt über den Straßen der Metropole Aufbruchsstimmung. Wissenschaft, Frieden und Wirtschatsaufschwung scheinen wieder möglich zu sein. Doch in den finsteren Gassen Londons regiert nach wie vor das Verbrechen – und der Schrecken der immer noch traumatisierten Soldaten. Als Eric Peterkin, seines Zeichens Gentleman und Kriminallektor, an einem nebligen Morgen die heiligen Hallen des ehrwürdigen Britannia Clubs betritt, ahnt er nicht, dass er bald in einen handfesten Mord aus Fleisch und Blut verwickelt sein wird. Ein Clubmitglied wird erstochen und flüstert Peterkin ein letztes Vermächtnis ins Ohr: „Rächen Sie die Vergangenheit!“ Peterkin macht sich auf in die nebligen Gassen Londons und kommt einem Verbrechen auf die Spur, das von finsteren Opiumhöhlen zu den eleganten Zimmern hoher Politiker führt …


Aus dem Englischen von Verena Kilchling
Originaltitel: A Gentleman's Murder
Originalverlag: Inkshares
eBook epub (epub), 5 s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-641-24207-7
Erschienen am  09. Dezember 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Poirot als Kriegsheld mit Zügen von Sherlock Holmes

Von: NessaReads

25.01.2020

Christopher Huang beschreibt am Anfang die Umgebung sehr detailliert und schafft somit eine Grundlage damit sich der Leser, von der Umgebung bis hin zu den Charakteren, alles sehr genau vorstellen kann. Dies ist für mich eindeutig ein Pluspunkt, da ich mir gerne alles vorstelle und der Kopf-Kino-Effekt beim Lesen eine große Rolle für mich spielt. Die Charaktere sind zwar sehr ausführlich beschrieben und man denkt als Leser, dass man sie mit der Zeit gut kennt, aber der Autor versteht es am Schluss doch noch für einen Überraschungseffekt zu sorgen. Peterkin, der Hauptcharakter, kam mir am Ende doch sehr wie Poirot vor (wenn auch nur von seiner Abschlussdemonstration). Die Umgebung und die Beschreibung des London von 1924 haben mich sehr an Sherlock Holmes erinnert. Dadurch, dass dieser Roman mich an einige bekannte Literaturcharaktere, die ich sehr schätze, erinnert, war es für mich eine echte Freude jedes Mal weiterzulesen. Der Umgang mit den Kriegsheimkehrern und was mit ihnen im 1. Weltkrieg passiert ist, wird sehr authentisch beschrieben und passt gut dazu. Obwohl dieses Buch als Roman beworben wird, finde ich, dass er doch etwas mehr Spannung an manchen Stellen vertragen hätte. Ich hatte auf jeden Fall viel Spaß beim Lesen und kann dieses Buch jedem Hobby-Schnüffler und Agatha Christie-Fan ans Herz legen.

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Intelligenter Krimi in bester Holmes-Manier

Von: Qultur-HH

05.01.2020

Eigentlich ist der „Britannia Club“ in London eine Rückzugsmöglichkeit, in der im Jahr 1924 ehemalige Soldaten ihre Tage verbringen – zeitunglesend, essend, parlierend. Auch Eric Peterkin liebt die altehrwürdigen Hallen, arbeitet als Lektor von Kriminalromanen oft vom Club aus. Doch die Ruhe und Gelassenheit wird jäh gestört: Nach einer Wette finden Eric Peterkin und weitere Clubmitglieder einen der Wettkontrahenten ermordet im Tresorraum. Für Eric steht fest: Er will den Mörder finden. Doch damit scheint er allein zu sein. Je mehr er nachforscht, auf desto mehr Ungereimtheiten stößt er. Verdächtige gibt es mehr als genug. Irgendwie scheint alles mit dem Verschwinden einer Krankenschwester zusammenzuhängen. Und der Clubvorstand arbeitet mit Schweigen und Intrigen gegen Eric. Christopher Huang ist mit „Tod eines Gentleman“ ein spannendes und intelligentes Krimi-Debüt gelungen. In bester Sherlock-Holmes-Manier lässt er seinen Ermittler dutzende Spuren verfolgen und messerscharf kombinieren. Dass der Autor englische Krimis liebt und sich zum Vorbild genommen hat, merkt man sofort: Im besten Sinne folgt Huang dieser Tradition. Weil auch der Hobbydetektiv lange im Dunkeln tappt, kann man als Leser miträtseln, mitverdächtigen und den Fall aufklären. Dass die Geschichte 1924 spielt, tut der Handlung gut. Keine DNA-Spuren, kein Hightech, keine wilden Schießereien oder Verfolgungsjagden mit PS-Schleudern. Stattdessen gibt es höfliche Gentlemen, die dunkle Geheimnisse wahren, und jede Menge Ex-Soldaten, die mit den Folgen des Großen Krieges zu kämpfen haben. Dass der Ermittler Halbchinese ist, führt zu einigen Komplikationen – und ist mal ein neues Merkmal eines Hobbyermittlers in der Krimiliteratur. Ein absolutes Muss für Krimi-Fans!

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Vita

Christopher Huang

Christopher Huang wuchs in Singapur auf, von wo er in jungen Jahren nach Kanada zog und Architektur an der McGill University in Montreal studierte. Als großer Verehrer der britischen Kriminalliteratur hat es Huang immer wieder nach England verschlagen. Mit seinem Romandebüt »Tod eines Gentleman« lässt er das Goldene Zeitalter der Spannungsliteratur wieder in neuem Glanz erstrahlen.

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