Tod in Weimar

Kriminalroman

(6)
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Dominique Horwitz' Romandebut: frech, witzig und temporeich

In der „Villa Gründgens“, dem Weimarer Alterssitz für Bühnenkünstler, wird die Probenarbeit des „Schiller-Zirkels“ jäh unterbrochen: Aus der greisen Theatergruppe stirbt unter mysteriösen Umständen einer nach dem anderen. Roman Kaminski, Kutscher und Stadtführer in der Goethe-Stadt, sieht sich gezwungen, der rätselhaften Todesserie auf den Grund zu gehen. Doch der ehrgeizige Kommissar Westphal scheint Kaminski in der Hand zu haben, der zu allem Überfluss auch noch zwischen zwei Frauen steht.

"Man sitzt gern in seiner Kutsche. Horwitz lenkt sie mit Eleganz und Eigensinnigkeit durch den labyrinthischen Fall. Gegenwart und Geschichte verknäulen sich. Man lernt. Man lacht. So solls sein."

Die Welt, Elmar Krekeler (25. August 2015)

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ISBN: 978-3-641-16346-4
Erschienen am  17. August 2015
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Der Tod lächelt uns alle an

Von: Jules Barrois

29.04.2016

Vor kurzem hatte ich das Vergnügen Dominique Horwitz an einem seiner Brel-Abende als Sänger zu genießen. Dynamisch, sinnlich, dramatisch, anrührend, bedingungslos leidenschaftlich, frech, witzig, mitreißend – ein unvergessliches Erlebnis. Da kam mir sein Debüt-Roman „Tod in Weimar“ gerade recht. Um es kurz und knapp auszudrücken: Dominique Horwitz schreibt genauso wie er singt. Um was geht es: Roman Kaminski, ein Eremit und Eigenbrötler, war ehemals Schauspieler. Jetzt lebt er als Kutscher und Reiseführer in Weimar. Dort gibt es die Villa Gründgens, ein Alterssitz für Bühnenkünstler. Und dann stirbt auf einmal der Hausmeister dieser Seniorenresidenz. Trixi Muffinger, die Leiterin, bittet Roman Kaminiski dessen Aufgaben zu übernehmen. Doch irgendetwas scheint nicht zu stimmen: plötzlich stirbt einer nach dem anderen. Was geht hier vor sich? Welche Rolle spielt der Arzt des Hauses? Und was hat Trixi Muffinger zu verbergen? Kaminski ermittelt auf eigene Faust. Die teils skurrilen Charaktere sind herrlich skizziert. Ob die Leiterin der Villa Gründgens, Trixi Muffinger oder Laura Hartmann, die Wirtin der Wilhelm-Meister-Schänke; ob Mucken-Michi oder der olle Bamberger, und nicht zu vergessen die köstlichen alten Villa-Insassen von der Staatsschauspielerin Elfriede Sasse über Wuttke, die Stimme des Volkes bis hin zu Oberst Lehndorff, die Rache der Vertriebenen und Werktätigen, bei allen weiss Dominique Horwitz wovon er redet. Einfach lebensecht und mit Tiefgang. Besonders gelungen scheint mir Roman Kaminski zu sein. In ihm steckt viel von Dominique Horwitz. Nicht nur vom Äußeren her. „Die abstehenden Ohren und das kurz geschorene Haar machten ihn allerdings nicht gerade zu einem George Clooney.“ (Seite 14) Und natürlich Frettchen, ein 14-jähriges Mädchen. Aber lesen sie selbst. Dominique Horwitz erfreut seine Leser mit einer sehr guten Geschichte um Liebe, Tod, Alter, Politik und Vergangenheit. Das ganz wohl verpackt in die klassische Kulisse von Weimar. Und der Lokalkolorit dieser Stadt ist dem Autor besonders gut gelungen. Der Roman ist gut aufgebaut, weitgehend aus Sicht des Kutschers/Hausmeisters Roman Kaminski erzählt. So ist der Leser immer genau auf der Höhe des Geschehens, ohne mehr zu wissen als der Erzähler. Das Buch führt uns auf viele falsche Fährten bis hin zum überraschenden Ende. Eine gute Mischung aus Spannung und Unterhaltung. Frech und witzig. Humorvolle und doppelsinnig. Abwechslungsreich, spannend, mit viel Herz und augenzwinkernder Ironie. Dominique Horwitz ist Schauspieler und Sänger, Vorleser und Regisseur. Jetzt auch Autor. Und alles kann er gleich gut. Ich freue mich auf die Fortsetzungen seiner „Schreibe.“ Ein ausgesprochenes Lesevergnügen mit hinreißenden Dialogen. Sehr zu empfehlen.

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Erstklassiges Debüt

Von: Lesendes Federvieh

03.03.2016

Der ehemalige Schauspieler Roman Kaminski verdient sich seine Brötchen als Kutscher und Reiseführer in Weimar. Doch sein gemächliches Leben ändert sich schlagartig, als ihn Trixi Muffinger, die Leiterin des örtlichen Seniorenheimes "Villa Gründgens" bittet, für den unter ungeklärten Umständen verstorbenen Hausmeister dieser Einrichtung einzuspringen. Leider bleibt es nicht bei diesem Todesfall, das Sterben unter den betagten Bewohnern geht weiter. Zusammen mit dem ihm verhassten Kommissar Marc Westphal versucht Kaminski Licht ins Dunkel zu bringen... Dies ist das Erstlingswerk von Dominique Horwitz, den ich bisher vor allem als hervorragenden Schauspieler kannte. Ich finde, sein Debütkrimi kann sich sehen lassen. Die Handlung ist gut durchdacht und logisch aufgebaut. Spannung bieten für mich dabei nicht nur die Krimielemente, sondern auch die Einblicke in Literatur und Geschichte. Das alles verpackt in einer lebendigen Sprache mit spritzigen Dialogen, lassen keine Langeweile aufkommen. Gerade die Szenen und Gespräche mit Frettchen sind für mich immer wieder ein Highlight und zwar im witzigen, wie auch im nachdenklichen Sinne. Zum Lesevergnügen tragen ebenso die gut ausgearbeiteten, teils skurrilen Charaktere bei. Besonders die oftmals schrulligen Bewohner des Seniorenheimes finde ich klasse. Auch Roman Kaminski selbst ist eine sympathischer Figur mit Ecken und Kanten. Als großer Fan von Zitaten wurde ich in diesem Buch fast schon ein wenig überversorgt. Dennoch habe ich mich jedes Mal gefreut, wenn ich wieder ein Zitat entdeckt hatte. Insgesamt habe ich diesen Krimi gerne gelesen, denn die Mischung aus Spannung und Unterhaltung passt hier perfekt zusammen. Sollte es einen weiteren Roman von Dominique Horwitz geben, werde ich ihn sicher lesen.

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Vita

Dominique Horwitz, geboren 1957 in Paris, ist Schauspieler, Regisseur und Sänger. Neben zahlreichen Filmrollen („Stalingrad“, „Der große Bellheim“) spielte er unter anderem am Thalia-Theater in Hamburg, am Berliner Ensemble, am Deutschen Theater in Berlin und am Schauspielhaus Zürich. Bei Dreharbeiten in Weimar lernte er seine Frau kennen, seitdem sind Weimar und Thüringen nicht nur sein Zuhause, sondern auch seine Kulisse. 2012 inszenierte er den „Freischütz“ an der Oper in Erfurt, zuletzt war er als Schillers „Wallenstein“ am Nationaltheater in Weimar zu sehen. „Tod in Weimar“ ist sein erster Roman.

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Zitate

"Als Krimiautor mit satirischem Blick überzeichnet er [Horwitz] seine Figuren, nimmt Weimarer Klischees auf die Schippe. Und verpasst so dem Bild einer Stadt, das vor allem durch deren Vergangenheit geprägt ist, ein paar erfrischend grelle Gegenwarts-Farbtupfer."

GEO Saison (14. September 2015)

"Horwitz erzählt die Geschichte mit einem komödiantischen Augenzwinkern und einem Gespür für die richtige Balance aus Krimispannung und Unterhaltung."

DPA (20. Oktober 2015)

„Es ist eine Kriminalkomödie, eine ruppig-zarte Liebesgeschichte, eine Geschichte vom Älterwerden und noch dazu eine Art "Backstage-Roman".“

NDR Kultur "Neue Bücher", Annemarie Stoltenberg (01. September 2015)

"Was für ein vergnüglicher, mit Klassiker-Zitaten gespickter, gerne auch persiflierender Blick auf die Goethe-Stadt, was für ein süffiger, fesselnder, herzerwärmender Roman!"

Nürnberger Zeitung, Anabel Schaffer (01. April 2016)

"(...) ein spannender Krimi mit veritablem Showdown, ein Buch über Horwitz selber und schließlich eine raffiniert verpackte Liebeserklärung an seine Frau."

Thüringer Allgemeine (05. September 2015)

"Wirklich witzig!"

MADAME, Dezember-Ausgabe 2015

"(...) nicht nur ein spannender Krimi mit einem unerwarteten Twist am Ende. Der mit Klassikerzitaten gespickte Roman, der auch eine Liebesgeschichte enthält, dreht sich vor allem um seine komischen, mit viel Liebe zum Detail gezeichneten Figuren (…)“

APPLAUS, Bärbel Scherf (28. August 2015)

„Dominique Horwitz‘ Kriminalroman ist voller unglaublicher Wendungen, kurioser Einfälle und manchmal – zugegeben – derber Witze.“

RBB Fernsehen "Bücher und Moor" (15. Oktober 2015)

"Schauspieler Dominique Horwitz erzählt in seinem Debütroman „Tod in Weimar“ eine mörderische Geschichte mit tragikomischen Zügen. (...) Er hat etwas mitzuteilen, und deshalb kippt der kleinstädtische Krimi ins weltgeschichtliche Drama, das tragische und komische Momente nebeneinander zulässt."

Ostthüringer Zeitung, Oliver Seifert (06. September 2015)

"Ein lesenswerter Erstling, der mit einer grandios abstrusen Theatervorstellung des Schiller-Zirkels aus der Seniorenresidenz endet."

Ruhr Nachrichten (31. August 2015)

"Sprachlich stark, gewürzt mit Ironie und Klassiker-Zitaten kommt dieses lesenswerte Debüt daher."

F.F. dabei (TV Today) (17. Dezember 2015)

"Der Krimi, der in einem Altersheim für Bühnenkünstler spielt, ist mindestens so unterhaltsam wie der 'Tatort', für den Horwitz oft vor der Kamera steht."

Welt der Frau (19. Februar 2016)

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