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Tränen der Erde

Historischer Roman

(9)
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Das Heilige Römische Reich Deutscher Nation, Anno Domini 1606. Der Schatten des drohenden Dreißigjährigen Krieges legt sich wie ein Leichentuch über das Reich. In der Reichsstadt Schwäbischwerd leben zwei angesehene Familien, die eng miteinander befreundet sind. Die katholischen Heidfeldts und die protestantischen Ackermanns scheinen alles zu teilen: Geschäft, Wohlstand und Liebe. Sie haben Macht und Einfluss, doch gleichzeitig werden sie bedroht von Neidern, die sie im aufkommenden Religionsstreit zu Fall bringen wollen. Niemand ahnt, dass sie mit einem niederträchtigen Verrat den Grundstein für ihr Vermögen gelegt haben. Während der Sturm des Krieges sich ankündigt, geraten die beiden Familien in einen Strudel aus Intrigen, Macht und Leidenschaft ...


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ISBN: 978-3-641-24038-7
Erschienen am  14. Oktober 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Tränen-der-Erde-Saga

Leserstimmen

Liebe und Emotionen vor dem Hintergrund des sich anbahnenden 30jährigen Krieges

Von: Monika Caparelli-Hippert

22.06.2020

Zitat Klappentext: „ Getrennt durch die Religion - geeint in einem Verbrechen: Zwei Familien, die sich dem Schicksal stellen müssen.“ Hinter „Zach-Bauer“ verbirgt sich ein Autorenduo: Bastian Zach und Matthias Bauer haben schon diverse Romane und Drehbücher zusammen verfasst, und nun gemeinsam ein episches Familiendrama vor dem Hintergrund des sich anbahnenden 30jährigen Kriegs geschrieben. Mich persönlich fasziniert diese Epoche sehr, er ist, wie die Autoren im Nachwort sagen, die Zeit eines Krieges, „der noch heute als Synonym für Verrohung und Verblendung des Menschen steht, aber auch für die Fähigkeit, sich zu besinnen und wieder aufzubauen“. Offiziell beginnt der Krieg 1618, ein Konflikt um die Vormachtstellung des Heiligen Römischen Reiches in Europa, beginnend als Religionskrieg zwischen Lutheranern und Katholiken, ausufernd aber natürlich als Territorialkrieg. Man kann keinen Roman in dieser Zeit ansiedeln, ohne nicht auch auf die geschichtlichen Hintergründe einzugehen, und das ist den Autoren definitiv sehr gut gelungen. Der Roman beginnt 1583 in Deutz: die Stadt wird belagert, und im letzten Augenblick gelingt es den Tagelöhnern Johannes Heidfeldt und Christoph Ackermann mit ihren Frauen zu fliehen. Der Preis dafür ist teuer, aber es gelingt den beiden, weit weg in der freien Reichstadt Schwäbischwerd ein neues Leben aufzubauen – ein gutes neues Leben. Beide kommen zu Reichtum und Ansehen. Christoph als Lutheraner schafft es in den Stadtrat, Johannes als Katholik hat die schlechteren Karten gezogen, denn die Repressalien gegen die Katholiken nehmen beständig zu. Trotzdem schaffen sie es, ihre Freundschaft immer hoch zu halten, und die Hochzeit zwischen ihren ältesten Kindern soll eigentlich ein Zeichen hierfür setzen. Doch weder der einen noch der anderen Familie ist dauerhafter Frieden und Glück gegönnt, denn alte Geheimnisse und Schulden ziehen ihre Kreise, aus denen es kein Entkommen zu geben scheint…. Schwäbischwerd ist nicht fiktiv, das ist der frühere Name von Donauwörth, und gemeinsam mit den Heidfeldts und Ackermanns durchleben wir die letzten Jahre, in denen der Religionskonflikt zunimmt, bis es zur sogenannten „Reichsacht“ kommt, und der Stadt alle Rechte genommen werden und zur Verdeutlichung der Macht des Kaisers auch die Umbenennung in Donauwörth erfolgt. Und diese Zeiten waren krass: Katholiken und Protestanten bekriegen sich aufs Blut, egal ob es sich um Freunde oder Nachbarn handelt, und eine ganze Stadt steigert sich in den Wahnsinn hinein (und ich konnte nur den Kopf schütteln, denn die Menschheit scheint die letzten 400 Jahre nicht allzuviel gelernt zu haben…viel schlauer tragen wir aktuell unsere Glaubens- und Rassismusdebatten auch nicht aus….). Historisch verbürgte Fakten mischen sich hier wunderbar mit der Fiktion, und ich war hier wirklich gepackt und bestens unterhalten. Ich fand es lebensecht und fesselnd beschrieben. Der Roman ist in der auktorialen Erzählform geschrieben, was einerseits es immer leicht macht, alle Erzählstränge für den Leser gut zu verbinden, zum anderen manchmal aber auch etwas distanziert wirken kann, aber das fand ich hier nicht. Es gibt hier mehrere Protagonisten, und ich fand alle stimmig und interessant beschrieben. Ich hatte jetzt hier nicht den einen Held, die eine Heldin, mit der ich die ganze Zeit mitgefiebert habe, hier gabs mehrere gleichberechtigte Protagonisten, und das war mich stimmig. Alles in allem: für mich ein tolles Buch, das ich gerne weiterempfehle! Stimmiges Setting, super recherchiert, packende Geschichte. Daumen hoch!

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Tränen der Erde: Religion essen Mensch auf

Von: Michael Taube

13.02.2020

Der neue historische Roman „Tränen der Erde“ spielt kurz vor dem Dreißigjährigen Krieg, dem epochalen, Religionskrieg, indem zum Teil nur 1/3 der Bevölkerung überlebten. Die Protagonisten des Romans, die katholischen Heidfeldts und die protestantischen Ackermanns, sind zwei Familien, die durch eine gemeinsame Flucht aus Deutz in die freie Reichsstadt Schwäbischwerd zusammengeschweißt sind. Sie erleben in rund 20 Jahren in der neuen Heimat einen wirtschaftlichen Aufschwung, aber auch die Anfeindungen der Religionsanhänger, denn Schwäbischwerd ist protestantisch. Aus dieser Ausgangslage entwickelt sich ein Handlungsstrang, der von Rache der Zurückgebliebenen, von religiösem Hass und von versoffener Entmutigung erzählt. Es gibt keinen Zweifel, das Autorenpaar Zach-Bauer sind großartige Schriftsteller. Die Autoren erzählen mit leichter Hand, die Figuren sind gut gezeichnet, ihre Handlungen schlüssig. Der Schreibstil ist so flüssig, dass ich den Roman in wenigen Tage durch hatte. Die „Offenbarung“, dass Schwäbischwerd später als Donauwörth bekannt wurde, gab dem Roman, die für mich notwendige Authentizität eines historischen Romans. Besonders beeindruckend und geschichtlich belegt sind die Auseinandersetzungen und damit verbunden Emotionen der Glaubensgegner. Trotz aller positiven Eindrücke wurde der Spaß am Lesen an einigen Stellen getrübt. Das reizvolle Cover zeigt eine Dame, dabei sind die beiden Hauptpersonen Männer, zumindest empfinde ich das so. Die Auflösung des Romans erfolgt auf knapp 80 Seiten des 560 Seiten starken Romans. Für mich kam das sehr überhastet vor; und das, nachdem zuvor einige Längen im Roman waren. Mir schien es, dass der Verlag 560 Seiten vorgeben hat und die Autoren bei 500 „aufwachten“ und nun zu Ende kommen mussten. Der Titel der Rezension bezieht sich auf einen Film von Regisseurs Rainer Werner Fassbinder aus dem Jahr 1974: „Angst essen Seele auf“. Der Film handelt von einer älteren Frau, die sich in einen jüngeren Marokkaner verliebt und ihn heiratet. Fazit: Der Roman „Tränen der Erde“ des Autorenpaars Bastian Zach und Matthias Bauers ist ein spannender und abwechslungsreicher dabei authentischer Roman über die Jahre vor dem Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges. Der historische Roman überzeugte mich durch Stil und dichten Inhaltes, könnte aber 100 Seiten kürzer sein.

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Vita

Bastian Zach, geboren 1973, lebt und arbeitet als selbstständiger Schriftsteller in Wien.

Matthias Bauer, geboren 1973, lebt und arbeitet als selbstständiger Schriftsteller in Tirol.

Zusammen schreiben sie als Zach/Bauer Romane (unter anderem die »Morbus Dei«-Trilogie) und Drehbücher, zuletzt zum internationalen Blockbuster »Northmen – A Viking Saga«. Mit den großen Romanepen »Das Blut der Pikten« und »Feuersturm« erweckten sie die Welt der Wikinger zum Leben. Nun legen sie mit »Tränen der Erde« eine mehrbändige historische Familiensaga zur Zeit des Dreißigjährigen Kriegs vor.

www.zach-bauer.com

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