Und Eva sprach ...

Roman

(5)
eBook epub
8,99 [D] inkl. MwSt.
8,99 [A] | CHF 11,00 * (* empf. VK-Preis)

Wir lieben unsere Buchhandlungen!
Machen Sie mit bei #BuchladenLiebe und bestellen Sie wenn möglich bei Ihrer lokalen Buchhandlung.

Adam und Eva. Und ich.

Seit fünf Jahren sind Evi und Alexander ein Paar. Alles könnte so schön sein. Wenn da nicht Evis Schwäche für hübsche Männer wäre, für die sie allzu leicht entflammt. Von Reue gebeutelt sucht sie Hilfe bei einem Therapeuten, der Evi in einer Hypnosesitzung weiter zurückschickt als geplant, nämlich mitten hinein ins Paradies. Dorthin, wo die weiblichen Schuldgefühle ihren Ursprung haben. Aber war die Sache mit dem Apfel tatsächlich so, wie sie im meistgelesenen Buch der Welt überliefert wird?


eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-14479-1
Erschienen am  13. Oktober 2014
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Humorvolle Sicht auf Partnerschaftskonzepte

Von: katha_dbno

08.12.2015

Cover Die Frontgestaltung erregt auf jeden Fall die Aufmerksamkeit des Betrachters. Nicht nur aufgrund des dunklen Magentas, sondern auch, weil der angebissene Apfel sofort Assoziationen zur Bibelsgeschichte und zu Adam und Eva herstellt und schon etwas provokativ ist, da man erwartet, eine neue, erfrischende Sicht auf Altbekanntes präsentiert zu bekommen. Meine Meinung Die Ausgangssituation (lüsterne Protagonistin mit Schuldgefühlen; lieber, umwerfender betrogener Freund) bringt jetzt nicht viel Neues und hätte mich wahrscheinlich an sich auch nicht besonders angesprochen. Das Novum ist die Herangehensweise an die Problematik: die Verknüpfung mit dem biblischen "Urschleim" sozusagen und der direkte Transport in das Paradies (wenn auch nur unter Hypnose) eröffnen eine neue Sicht auf unsere Moralvorstellungen. Ich fand es sehr interessant, wie das Konzept der "Freien Liebe" hier aufgegriffen und dargestellt wurde. Es wird hier nicht, wie so häufig, verworfen und verurteilt, sondern im Gegenteil werden hier sogar die Vorzüge aufgezeigt, die diese Partnerschaftsform mit sich bringt. Natürlich war auch ich am Anfang etwas skeptisch und auch weniger gut auf Evi zu sprechen, weil sie einen so tollen Mann wie Alex hintergangen hat bzw. trotzdem an anderen Kerlen interessiert war, aber es liegt - das wird hier ganz klar gesagt - in der Natur des Menschen, sich hin und wieder auch zu anderen hingezogen zu fühlen und Fehler zu machen. Sex darf nicht immer mit Liebe gleichgesetzt werden. Besonders passend fand ich Joshuas Vergleich (Anmerkung: Joshua ist der Nachbar von Evi und Alex und außerdem Alex' Sandkastenfreund): Selbst meine absolute Lieblingsspeise (und ausschließlich diese) würde ich nicht jeden Tag essen wollen. Irgendwann bräuchte ich auch Abwechslung. Klar hat auch eine offene Beziehung Schwachstellen (z.B. Eifersucht), aber die muss jeder selbst für sich abwägen. Jana Voosen will, denke ich, vor allem Offenheit gegenüber von der Norm abweichenden Lebenskonzepten vermitteln und unsere überholten Vorstellungen aufbrechen - und das ist ihr bei mir gelungen. Unter diesen Gesichtspunkten kann den Roman durchaus als gesellschaftskritisch bezeichnen, allerdings ist er unterhaltsam und einfach verständlich geschrieben, sodass man sich nicht vor den Kopf geschlagen fühlt. Besonders da Evi als sympathische Protagonistin zwischen Monogamie und Polyandrie hin und her gerissen ist, hatte man nicht den Eindruck, als würde ein Liebeskonzept favorisiert werden. Das kann der Leser selbst entscheiden. Die Charaktere - insbesondere Evi - mochte ich sehr gerne, weil ich mich gut in sie hineinversetzen konnte. Insbesondere Gott kommt hier sehr gut weg - nicht nur, weil er Ähnlichkeiten mit George Clooney hat. Er war wahrscheinlich auch der Einzige, dem ich immer positiv gewogen war. Bei allen anderen war es eher ein Wechselbad der Gefühle, speziell Alex hat mit voranschreitender Handlung Minuspunkte gesammelt (warum, bleibt mein Geheimnis). Dementsprechend war die Lektüre selbst ein ständiges Auf und Ab. Es gab immer wieder Stellen, die ich als langatmig empfand oder an denen ich den Kopf schütteln musste, aber dann folgten wieder Passagen, in denen ich richtig mitgefiebert bzw. mit Evi mitgefühlt habe. Die Handlung wurde mit jeder Seite zunehmend besser. Während sie am Anfang eher wie eine lose Aneinanderreihung von Ereignissen gewirkt hat, haben sie sich bald zu einem gut ineinander übergeleiteten Handlungsstrang zusammengefügt. Hier ist mir besonders positiv aufgefallen, dass Jana Voosen immer genau an den richtigen Stellen ein Kapitel beendet hat: meistens endet es mit einem Knall in Form einer neuen Erkenntnis oder einer (unerwarteten) Wendung, sodass ich immer weiterlesen "musste", selbst wenn ich das Buch eigentlich gerade weglegen wollte. Die Platzierung der einzelnen Bibelzitate habe ich allerdings öfter als störend empfunden. Zwar hatten sie einen thematischen Bezug zum Inhalt des Fließtextes, aber meist habe ich sie übersprungen, weil ich nicht aus dem Geschehen herausgerissen werden wollte. Fazit Verbissene Moralisten und Christen sollten von dem Buch wohl ihre Finger lassen, Fans von z.B. David Safier, die gerne etwas skurrile Geschichten mit Humor lesen, könnten hier allerdings auf ihre Kosten kommen. Die Handlung wartet mit einigen guten Twists und vor allem mit gut skizzierten Akteuren auf und bringt einen dazu, (veraltete) Lebenskonzepte zu überdenken, ohne beim Lesen auf Spaß verzichten zu müssen.

Lesen Sie weiter

Mal was anderes!

Von: Sunangel

27.02.2015

Evi kann sich im Moment selber nicht mehr verstehen. Sie hat einen ganz tollen Mann und trotzdem denkt sie an andere Männer. Was ist nur los mit ihr? Evi ist zum Teil sehr tollpatschig und dem Leser treten wirklich Lachtränen in die Augen. Aber gerade das macht sie so liebenswert. Manchmal bringt sie Aktionen, wo man keinesfalls selber drin stecken möchte. Schon alleine das zeigt, dass sie auf eine süße Art und Weise verrückt ist und nicht immer alles glatt läuft. Leider trifft sie öfters mal die falsche Entscheidung, doch wenn es wirklich drauf an kommt, denkt sie doch mal darüber nach. Alex ist der lebensgefährte von Evi und er ist einfach total bezaubernd. Ich hätte mich auf der Stelle in ihn verliebt. Klar jeder hat seine Fehler, aber er hat wirklich sofort mein Herz gewonnen. Er hat mir öfters leid getan, denn Evi ist eine Frau die aus dem Bauch heraus entscheidet, ohne darauf zu achten, dass sie Alex vielleicht damit weh tun könnte... Aber stille Wasser sind bekanntlich tief und Alex macht einfach das beste aus der Situation. Trotz allem bleibt er fast immer sehr ruhig und bedacht. Er denkt erst nach bevor er spricht, also eigentlich genau das Gegenteil von Evi. Doch auch er kann sehr aufbrausend sein und impulsiv reagieren. Zugegeben, die Geschichte ist wirklich etwas an den Haaren herbeigezogen und unrealistisch und doch kommt soviel Wahrheit zum Vorschein. Ich fand es sehr witzig zu lesen und bei manchen Szenen musste ich laut lachen und bin aus dem schmunzeln gar nicht mehr heraus gekommen. Die weiteren Protagonisten haben allesamt starke Persönlichkeiten. Von sensibel bis egoistisch ist alles dabei und gerade das macht die Geschichte so lesenswert, weil sie einfach abwechslungsreich ist und die Szenen sehr temporeich sind. Durch den besonderen Schreibstil von Jana Voosen, hat man das Gefühl das man mittendrin ist. Es gab nur eine Szene wo ich gar nicht mochte, aber das hat die Autorin schnell wieder ausgebügelt. Fazit: Eine sehr witzige und ironische Geschichte, die dem Leser viel Spaß beim lesen bereitet. Jana Voosen ist bekannt dafür, dass sie einen in den Bann ziehen kann und das hat sie mit "Und Eva sprach" wieder hervorragend geschafft.

Lesen Sie weiter
Alle anzeigen

Vita

Jana Voosen

Jana Voosen, Jahrgang 1976, studierte Schauspiel in Hamburg und New York. Es folgten Engagements an Hamburger Theatern. Seitdem war sie in zahlreichen TV-Produktionen („Tatort“, „Marienhof“, „Hochzeitsreise zu viert“ u.a.) zu sehen. Jana Voosen lebt und arbeitet in Hamburg.

Zur AUTORENSEITE