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Und die Braut schloss die Tür Roman

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-21583-5

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Erschienen:  20.08.2018
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Eine geistreiche, unterhaltsame Komödie über arabische Juden in Israel und zugleich eine subtile Auseinandersetzung mit der Selbstfindung der Frau.

Kurz vor ihrer Hochzeit schließt sich Margi in ihrem Zimmer ein und verkündet: „Ich heirate nicht.“ Aber warum? Die Braut bleibt stumm – was bei den anderen einen Tumult an schmerzlichen Erinnerungen und unterdrückten Konflikten hervorruft. Der Bräutigam Matti kann nicht anders, als an ihrer Liebe zu zweifeln; ihre Mutter Nadja muss daran denken, dass sie vor zehn Jahren ihre jüngere Tochter Natalie und vor fünf Jahren ihren Mann verloren hat; Mattis Eltern zerbrechen sich über die Kosten des Fests den Kopf; Margis Cousin Ilan, der Schmuck und Frauenklieder liebt und eine enge Beziehung zur schwerhörigen Großmutter Savtona hat, will unbedingt helfen und steht nur im Weg. Als alle Überredungskünste zu versagen drohen, scheint einzig die alte Savtona den Schlüssel zum Herzen der Braut zu finden ...

Ronit Matalon (Autorin)

Ronit Matalon wurde 1959 als Kind ägyptisch-jüdischer Immigranten in der Nähe von Tel Aviv geboren. Sie hat Literatur und Philosophie studiert und als Journalistin und Literaturkritikerin gearbeitet. Sie hat mehrere Romane veröffentlicht, wurde u.a. 2009 mit dem Bernstein Prize und 2017 mit dem Brenner Prize, dem Literaturpreis des Israelischen Schriftstellerverbandes, ausgezeichnet, war Dozentin an der Universität Haifa und der Sam-Spiegel-Filmschule in Jerusalem. Ronit Matalon starb Ende des Jahres 2017.

Aus dem Hebräischen von Gundula Schiffer
Originaltitel: And the Bride Closed the Door
Originalverlag: Keter

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-21583-5

€ 13,99 [D] | CHF 17,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Luchterhand Literaturverlag

NEU
Erschienen:  20.08.2018

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Schweigen

Von: Frau Lehmann Datum: 14.09.2018

fraulehmannliest.com

An ihrem Hochzeitstag schließt sich die Braut Margi in ihrem Zimmer ein und verweigert damit die Schließung der Ehe. Draußen vor der Tür versuchen ihre Mutter Nadja und ihr Verlobter Matti mit Margi Kontakt aufzunehmen. Doch die Braut schweigt. Aus dieser Situation macht Ronit Matalon eine bittersüße Komödie, seziert auf wenig Seiten und trotzdem präzise eine Familie, stellvertretend für die Gesellschaft. Die Braut schweigt, und jeder geht anders damit um, muss sich allein mit dieser Situation auseinandersetzen, nach Gründen suchen und nach Lösungen. Letztere fallen so unterschiedlich aus wie die Charaktere, die sie ersinnen.
Während Matti zwischen Verzweiflung und Aggression schwankt und droht, die Tür gewaltsam zu öffnen, organisiert seine Mutter eine Psychologin, die Margi quasi durch die Tür therapieren soll. Die Brautmutter ist mit der Situation gänzlich überfordert und läßt sich von einer Woge der Verzweiflung, die ihre Wurzeln in einem vergangenen Verlust hat, überrollen. Und dazu kommen der Gesichtsverlust den geladenen Gästen gegenüber und natürlich das in die Hochzeitsfeierlichkeiten investierte Geld.
Das alles beschreibt Matalon so böse wie witzig. Und lässt trotzdem auch leise Momente zu, die den Leser trotz aberwitzigster Situationen mit den Figuren fühlen lassen, etwa, wenn Matti sich vor der Tür einrollt, um Margi näher zu sein.
"Und die Braut schloss die Tür" ist ein intelligent komponierter Kurzroman, den man sich in seinem Bilderreichtum hervorragend auf der Bühne oder als Film umgesetzt vorstellen kann. Einfühlsamkeit, schwarzer Humor und Gesellschaftskritik halten sich hier wunderbar die Waage.
Leider ist dieser Roman der letzte Ronit Matalons, die Ende letzten Jahres verstarb. Ich würde mich freuen, wenn ihre vorhergehenden Werke, die bisher nur teilweise übersetzt wurden, auch dem deutschen Leser zugänglich gemacht würden. Denn eines ist sicher, Ronit Matalon war eine hochinteressante Stimme des modernen Israels und nicht umsonst dort sehr bekannt.

Ich danke dem Luchterhand Literaturverlag für das zur Verfügung gestellte Leseexemplar.

Und die Braut schloss die Tür

Von: Erdhaftig schmökert Datum: 26.08.2018

www.erdhaftigschmoekert.wordpress.com

Komödie oder Tragödie? Eher Ersteres und immer haarscharf an Letzterer vorbei schrammend. Die Novelle spielt in Israel, im Zentrum sowohl arabischen als auch jüdischen Lebens. Er spielt sich vor allem in einem Schlafzimmer ab. Zwischen innerer, gefühlter Kälte und dem Zwang möglichst schnell zu heiraten und viele Kinder in die Welt zu setzen. Die Braut steht zwischen den Stühlen. Zwischen dem, was sie selbst will und noch nicht artikulieren kann, nur weiß: heiraten, jetzt, gehört nicht dazu. Zwischen ihrem Bräutigam, ihren Eltern mit althergebrachten Vorstellungen und der modernen Welt. Die Handlung betrifft die engsten Familienmitglieder und dreht sich im Innersten stets darum, warum die Braut sich einschließt und um Himmels willen nicht heiraten will. Eine Krise kurz vor der Hochzeit. Die äußeren Umstände spiegeln die inneren Widerstände. Mitten im Sommer fällt die Klimaanlage im Haus aus, es wird fürchterlich heiß und doch ist das Innenleben einiger eiskalt, gefühlt. Kontraste ziehen sich durch diese Novelle, Zwischentöne werden nur von einer Person wahrgenommen, die wiederum kaum beachtet wird. Auch dies passt irgendwie in diese Geschichte.

Matalon schrieb dabei spitzfindig, hintergründig, humorvoll, flott und ersann nebenbei zum Teil absurde Situationen, wie sie eigentlich nur in Wirklichkeit vorkommen. Im Alltag ebenso wie, nun ja, in Familien.

Kurz und absolut lesenswert!

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