Unsere Jahre in Miller's Valley

Roman

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Warum man manchmal den Ort, den man liebt, verlassen muss, um sich selbst zu finden

Seit Generationen leben die Millers in Miller's Valley. Doch jetzt soll der Fluss, an dem das Örtchen liegt, zu einem Wasserreservoir gestaut, das ganze Tal geflutet werden. Während der Tag näher kommt, an dem ihre Heimat für immer verschwinden wird, erinnert Mimi sich an ihre Kindheit und Jugend in Miller's Valley und wie sie den Mut fand, ihren eigenen Weg zu gehen.

Eine kraftvolle, emotionale Geschichte über eine Familie und eine Dorfgemeinschaft, die sich unabwendbaren Veränderungen stellen muss; über sonnendurchflutete Kindheitstage, Wachstumsschmerzen und die Kunst, sich selbst und eine neue Heimat zu finden. Unsere Jahre in Miller's Valley erinnert uns daran, dass der Ort, an dem wir aufgewachsen sind, und die Menschen darin zwar verschwinden mögen, aber in unserem Herzen auf immer weiterleben.

»Warmherzig, klug und mitreißend erzählt. Ein Buch, das man nicht aus der Hand legen möchte.«

HÖRZU (25. August 2017)

Aus dem Englischen von Tanja Handels
Originaltitel: Miller's Valley
Originalverlag: Random House
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-21158-5
Erschienen am  30. Juni 2017
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Miller's Valley

Von: BücherweltenBummlerin

26.11.2018

Habt ihr euch schon mal vorgestellt, dass es den Ort, den ihr Heimat nennt, irgendwann nicht mehr geben könnte? Dass er mal daliegt, wie Atlantis, verschlungen von Unmengen an Wasser, nur damit dort ein Badesee entstehen kann? Unvorstellbar? Ebenso unvorstellbar ist es für die Bewohner von Miller’s Valley und doch wissen sie, dass es irgendwie unvermeidbar ist. Meine Meinung: Die Geschichte um ihre Heimat Miller’s Valley wird von Mimi Miller erzählt, jüngstes Mitglied der Familie, die dem Tal den Namen gab, und die dort auf der Farm ihrer Eltern lebt und arbeitet. Wir begleiten Mimi während ihres Lebens, beginnend bei dem Moment, in dem sie zum ersten Mal von dem Vorhaben der Regierung, das Tal zu fluten, erfährt, bis zu dem Zeitpunkt, als sie auf das Tal als Erwachsene zurückblickt. Man sollte meinen, dass es in diesem Buch vorrangig um den Prozeß des Flutens von Miller’s Valley geht und um den Kampf der Bewohner. Doch dies wird alles nur nebensächlich beschrieben, während es doch eigentlich um Mimis Leben als Frau in den 60er Jahren geht und den Möglichkeiten, die sich ihr bieten. Wir erleben eine Geschichte einer Familie, mit allen Freuden und Abgründen, die einen immer wieder berühren. Verwirrend sind zwischenzeitlich die plötzlichen Zeitsprünge, wenn aus Mimi plötzlich Frau statt Kind wird und umgekehrt. Ich denke, dass vieles auch beim ersten Lesen nicht ersichtlich wurde, was beim zweiten Lesen vielleicht auffallen würde. Quindlen liefert mit diesem Buch jedenfalls viel Stoff zum Nachdenken – dies könnte dem ein oder anderen vielleicht zu viel werden, sucht man vergeblich nach einem voraussehbaren Ziel des Buches, während es für den anderen genau das Richtige, Tiefgründige ist. Gegen Ende blieb zusätzlich viel Interpretationsspielraum, da nicht alle offenen Fragen letztlich gelöst worden sind und man seine eigenen Schlüsse daraus ziehen muss. Ein Werk, was im Herzen zugleich gut und weh tut, genau wie das Leben wirklich spielt! 26. Satz: Es waren Geologen und Ingenieure dabei und eine stämmige Frau mit reizendem Lächeln, die den Leuten bei der Umsiedlung helfen sollte, wenn die Regierung ihnen die Häuser wegnahm.

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Die Macht der Leerstelle

Von: Ponine T.

16.08.2018

Seit Generationen leben die Millers in Miller's Valley. Doch jetzt soll der Fluss, an dem das Örtchen liegt, zu einem Wasserreservoir gestaut, das ganze Tal geflutet werden. Während der Tag näher kommt, an dem ihre Heimat für immer verschwinden wird, erinnert Mimi sich an ihre Kindheit und Jugend in Miller's Valley und wie sie den Mut fand, ihren eigenen Weg zu gehen. Es gibt Bücher, die liest man, und dann muss man erst einmal einige Zeit darüber nachdenken, was man da jetzt eigentlich gelesen hat. Das für mich Faszinierendste an diesem Buch war für mich die Tatsache, dass es mit 320 Seiten jetzt nicht allzu kurz geraten ist, ich aber geichzeitig gar nicht das Gefühl hatte, eine kurze Novelle zu lesen. Und wärend ich mich direkt am Ende der Lektüre ein wenig darüber geärgert habe, dass so viele Dinge im Buch nur angedeutet werden und viele Handlungen entweder völlig ohne Zwischenschritt einfach ein Ergebnis liefern oder nie erklärt und aufgelöst werden, habe ich in den letzten zwei Wochen immer wieder über das Buch nachgedacht und bin zu dem Schluss gekommen, dass genau diese Leerstellen die Stärke des Romans ausmachen. Der Text ist von Zeile eins an umweht von diesen typischen Gerüchen nach "zu Hause". Man spürt die Sommerhitze, hört die Mücken und würde am liebsten selbst die Tür zur Küche öffnen. Miller's Valley wird aus Mimis Sicht in so lebendigen und liebevollen Bildern geschildert, dass man sofort eintaucht in diese Sechziger Jahre. Die Figuren treten sehr plastisch vor die Augen, und - und das ist es, was mich wirklich von Anna Quindlen überzeugt hat - durch die Leerstellen kann jeder Leser sie für sich selbst ausfüllen. Dadurch werden statt der üblichen Klischeevorstellungen völlig neue Möglichkeiten ausgelotet. Ist LaRhonda, Mimis Jugendfreundin, bei ihrem Aufenthalt im Sommerlager wirklich freiwillig auf den religiösen Trip gekommen oder war genau das das Ziel? Was passiert mit Mimiis älterem Bruder Tommy später? Was hat es mit Tante Ruths Angst auf sich, das Haus zu verlassen? Jeder Leser wird darauf eigene Antworten formulieren und gerade dieses letzte Geheimis ist es, was gradezu danach schreit, das Buch noch einmal und noch einmal zu lesen, um vielleicht aus Andeutungen eine Lösung zu finden. Und genau deshab wird dieses Buch bei mir wirklich dauerhaft einen Platz erhalten, denn ich will es auf jeden Fall noch mindestens einmal wieder lesen. Und dann noch einmal. Weil ich das Gefühl habe, ähnlich wie beim Blättern in einem Fotoalbum werde ich auch hier immer mal wieder auf neue Dinge stoßen, die ich bisher kaum beachtet habe.

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Vita

Anna Quindlen, Jahrgang 1952, gehört in den USA zu den wenigen ganz großen Autorinnen, die sowohl die Literaturkritik als auch das breite Publikum begeistern. Ihre Romane und Sachbücher erobern regelmäßig die amerikanischen Bestsellerlisten. Für ihre Kolumnen in der New York Times erhielt sie 1992 den Pulitzer-Preis. »Die Seele des Ganzen« (1995) wurde unter dem Titel »Familiensache« mit Meryl Streep verfilmt. Ihr Roman »Ein Jahr auf dem Land« (2015) verkaufte sich eine viertel Million Mal in den USA und war auch in den deutschsprachigen Ländern ein Verkaufserfolg. 2016 folgte »Unsere Jahre in Miller's Valley«. »Ein Platz im Leben« (2018, erscheint 2019 auf Deutsch) ist ihr neuester Roman und stand wochenlang auf der New-York-Times-Bestsellerliste.

Zur AUTORENSEITE

Tanja Handels

Tanja Handels, geboren 1971 in Aachen, lebt und arbeitet in München, übersetzt zeitgenössische britische und amerikanische Romane, neben Anna Quindlen Zadie Smith, Elizabeth Gilbert, Tim Glencross und Scarlett Thomas, und ist als Dozentin für Literarisches Übersetzen tätig. Ihre Übersetzungen wurden schon vielfach ausgezeichnet, u.a. 2018 mit dem Arbeitsstipendium des Freistaates Bayern.

zum Übersetzer

Zitate

»Großherzig und schnörkellos. Spontan ein Lieblingsbuch.«

emotion. Das Frauenmagazin, Silvia Feist (01. Oktober 2017)

»Die amerikanische Autorin Anna Quindlen beherrscht die Kunst, unterhaltsam zu schreiben, ohne dabei Anspruch und Wirklichkeit aus den Augen zu verlieren.«

»Quindlen schafft glaubwürdige Charaktere und vermeidet dabei das Abrutschen ins nur Gefühlvolle. In der Tat ein Wohlfühl-Buch.«

Hellweger Anzeiger, Ulrich Rubens-Laarmann (22. Juli 2017)

»Quindlen schafft so unvergessliche lebendige Charaktere, dass man als Leser jeden Traum, den sie hegen, und jede Tragödie, die sie ereilt, selbst mitfühlt.«

New York Times (29. März 2016)

"Die Figuren sind so echt, dass man gleich durch die eigene Familienchronik blättern möchte - auch wenn man diesen Roman nicht aus der Hand legen mag."

Chicago Tribune (31. März 2016)

"Anna Quindlen weiß, dass alles, was wir je sein werden, sich in irgendeinem vergessenen Fragment von Familie finden lässt."

Washington Post

»Ein absolutes Wohlfühl-Buch - auf erstklassigem erzählerischem Niveau.«

Brigitte über "Ein Jahr auf dem Land" (15. April 2015)

»Diese Mischung aus Wärme, gänzlich unkitschigem Gefühl und scharfem Intellekt findet sich selten zwischen Buchdeckeln.«

stern über "Ein Jahr auf dem Land" (07. Mai 2015)

»Realitätsnah, schnörkellos, aber mit einer feinen, sehr schönen Sprache. Ein Wohlfühlbuch mit Niveau.«

WDR 4 - Panorama, Tipp einer Buchhändlerin (26. Mai 2015)

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