Unterleuten

Roman

eBook epub
9,99 [D] inkl. MwSt.
CHF 12,00 * (* empf. VK-Preis)

Bestellen Sie mit einem Klick:

Oder kaufen Sie direkt vor Ort bei Ihrem Buchhändler

Der große Gesellschaftsroman von Juli Zeh

Manchmal kann die Idylle auch die Hölle sein. Wie das Dorf "Unterleuten" irgendwo in Brandenburg. Wer nur einen flüchtigen Blick auf das Dorf wirft, ist bezaubert von den altertümlichen Namen der Nachbargemeinden, von den schrulligen Originalen, die den Ort nach der Wende prägen, von der unberührten Natur mit den seltenen Vogelarten, von den kleinen Häusern, die sich Stadtflüchtlinge aus Berlin gerne kaufen, um sich den Traum von einem unschuldigen und unverdorbenen Leben außerhalb der Hauptstadthektik zu erfüllen. Doch als eine Investmentfirma einen Windpark in unmittelbarer Nähe der Ortschaft errichten will, brechen Streitigkeiten wieder auf, die lange Zeit unterdrückt wurden. Denn da ist nicht nur der Gegensatz zwischen den neu zugezogenen Berliner Aussteigern, die mit großstädtischer Selbstgerechtigkeit und Arroganz und wenig Sensibilität in sämtliche Fettnäpfchen der Provinz treten. Da ist auch der nach wie vor untergründig schwelende Konflikt zwischen Wendegewinnern und Wendeverlierern. Kein Wunder, dass im Dorf schon bald die Hölle los ist …

Mit „Unterleuten“ hat Juli Zeh einen großen Gesellschaftsroman über die wichtigen Fragen unserer Zeit geschrieben, der sich hochspannend wie ein Thriller liest. Gibt es im 21. Jahrhundert noch eine Moral jenseits des Eigeninteresses? Woran glauben wir? Und wie kommt es, dass immer alle nur das Beste wollen, und am Ende trotzdem Schreckliches passiert?

„Juli Zehs furchtlos vor jedem Klischee ins Herz der bundesrepublikanischen Wirklichkeit zielender Gesellschaftsroman ist ein literarischer Triumph.“

Denis Scheck / Der Tagesspiegel (30. Juli 2016)

eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-16729-5
Erschienen am  08. März 2016
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Rezension: Unterleuten von Juli Zeh

Von: Timo's Blog

07.08.2018

Wenn in einem Buch die alte Heimat zum Ort der Handlung wird, dann vermag dies ein Grund sein es anzulesen. So ist es bei mir und dem Buch „Unterleuten“ von Juli Zeh. Es spielt im fiktiven Örtchen „Unterleuten“ im ländlichen Brandenburg. Mit „Unterleuten“ hat Juli Zeh einen unglaublich großen Gesellschaftsroman über die wichtigen Fragen unserer Zeit geschrieben. Als ich mir vorgenommen habe eine Rezension darüber zu schreiben war und bin ich grundlegend bis jetzt hin- und hergerissen, welchen Schwerpunkt in der Betrachtung ich setzen sollte. Wer einen nur unterhaltsamen Roman erwartet wird enttäuscht sein. Die Brillanz liegt hier im Detail und zwischen den Wörtern. Würde man das Unausgesprochene aufschreiben, wäre man in der Lage aus „Unterleuten“ ein weiteres Buch zu machen. Über „Unterleuten“ von Juli Zeh „Unterleuten“ liest sich im ersten Augenblick wie ein Thriller über die Moral jenseits des egoistischen Eigeninteresses. Wir müssen uns fragen, woran glauben wir. Wie hängt es zusammen, dass alle zwar nur das Beste wollen und am Ende, trotzdem etwas Schreckliches passiert? Das Dorf „Unterleuten“, an irgendeinem Ort in Brandenburg, ist die bildliche Entsprechung der Idylle. Unheil deutet sich an, als eine Investmentfirma einen Windpark in unmittelbarer Nähe zur Ortschaft zu errichten plant. Es brechen Streitigkeiten auf, die lange Zeit tief im Inneren der Bewohner des Ortes schlummerten. Die Berliner Aussteiger und die ursprünglichen Dorfbewohner könnten nicht von größerem Antagonismus geprägt sein, wie es in „Unterleuten“ gezeigt wird. Zusammen mit dem untergründig schwelende Konflikt der Gewinner und Verlierer der Wende bildet sich ein ausgezeichneter Nährboden für zwischenmenschliche Katastrophen. Juli Zeh gelingt es in hervorragender Weise ein düster, realistisches Szenario zu zeichnen, dass die Hölle im Dorf ausbrechen lässt. Mein Eindruck Der Roman ist sprachlich nicht die schwerste Kost, wer einen leichten Landroman erwartet, wird aber enttäuscht sein. „Unterleuten“ zählt meiner Meinung nach zu den Büchern, bei denen es lohnt, zweimal zu lesen. Viele Facetten der Geschichte werden erst beim zweiten Gedankengang klar.Die Geschichte lebt von Ihren Figuren, aber nicht nur, sondern vor allem durch den sehr gut geschriebenen Konflikt zwischen Alt- und Neubewohnern des Dorfes. Vielleicht braucht es für den geneigten Leser eine gewisse Vorerfahrung, wie es den Menschen im Osten nach der Wende ging, aber ohne dies wird man von der Stimmung in „Unterleuten“ schnell in die Geschichte hineingezogen.Der Roman „Unterleuten von Juli Zeh ist eine Leseempfehlung wert. Und sonst so… Unter http://www.unterleuten.de können interessierte Leser mehr über den Roman erfahren. So findet man auf der Seite u.a. einen Stadtplan des fiktiven Ortes. Ebenso sind dort die Lebensläufe und Beschreibungen der Bewohner vorhanden. Die Seite erleichtert das Figurenverständnis über die Beziehungen zwischen Protagonisten und ermöglicht ein besseres Begreifen der weiterführenden Gesellschaftskritik, die sich teilweise nur zwischen den Worten wiederfindet.

Lesen Sie weiter

Moderner Gesellschaftsroman

Von: Buchmafia

15.04.2017

Der hochgelobte zeitgenössische Gesellschaftsroman "Unterleuten" von Juli Zeh beschreibt authentisch das Leben in einem Dorf in Brandenburg, das auf den ersten Blick wie ein Postkartenidyll wirkt, bei näherem Hinsehen aber tiefe Probleme und viele alte Wunden hat, die im Laufe der Geschichte aufbrechen. "Unterleuten" ist aber mehr als nur ein Buch. Die Autorin hat einen hermetisch geschlossenen Schauplatz geschaffen, der dennoch die ganze Bandbreite der Bewohner der Republik widerspiegelt. Unterleuten erfuhr außerdem ein ungewöhnliches und progressives Marketing, indem der Kosmos des Buches online als website zu finden ist. Klappentext Manchmal kann die Idylle auch die Hölle sein. Wie das Dorf "Unterleuten" irgendwo in Brandenburg. Wer nur einen flüchtigen Blick auf das Dorf wirft, ist bezaubert von den altertümlichen Namen der Nachbargemeinden, von den schrulligen Originalen, die den Ort nach der Wende prägen, von der unberührten Natur mit den seltenen Vogelarten, von den kleinen Häusern, die sich Stadtflüchtlinge aus Berlin gerne kaufen, um sich den Traum von einem unschuldigen und unverdorbenen Leben außerhalb der Hauptstadthektik zu erfüllen. Doch als eine Investmentfirma einen Windpark in unmittelbarer Nähe der Ortschaft errichten will, brechen Streitigkeiten wieder auf, die lange Zeit unterdrückt wurden. Denn da ist nicht nur der Gegensatz zwischen den neu zugezogenen Berliner Aussteigern, die mit großstädtischer Selbstgerechtigkeit und Arroganz und wenig Sensibilität in sämtliche Fettnäpfchen der Provinz treten. Da ist auch der nach wie vor untergründig schwelende Konflikt zwischen Wendegewinnern und Wendeverlierern. Kein Wunder, dass im Dorf schon bald die Hölle los ist … Mit „Unterleuten“ hat Juli Zeh einen großen Gesellschaftsroman über die wichtigen Fragen unserer Zeit geschrieben, der sich hochspannend wie ein Thriller liest. Gibt es im 21. Jahrhundert noch eine Moral jenseits des Eigeninteresses? Woran glauben wir? Und wie kommt es, dass immer alle nur das Beste wollen, und am Ende trotzdem Schreckliches passiert? Zahlreiche Dorfbewohner agieren in Unterleuten, ohne dass man den Überblick verliert. Manche Figuren begleitet man näher und enger als andere, wie in einer echten Dorfgemeinschaft. Es gibt ein heimliches Oberhaupt, Wortführer, Seilschaften und Bündnisse ebenso wie Neid und Missgunst. Die Echtheit und die Unmittelbarkeit, mit der die Autorin den Leser nach Unterleuten versetzt, ist beeindruckend. Man schaut den Bewohnern beim Lesen fast über die Schulter, so authentisch sind die Figuren in der Geschichte platziert. Alle haben ihren festen Platz im Beziehungsgeflecht, das empfindlich gestört wird, als das Dorf zum Fördergebiet für erneuerbare Energien werden soll. Die fragile Gesellschaftsstruktur bricht auf und Juli Zeh beschreibt mit gewohnt kühlem und distanziertem Blick den Kampf der Bewohner um ihren Platz in der Gemeinschaft, die Schwachstellen der Dorfgesellschaft, die in Aggression, offener Gewalt und im Kampf auf Leben und Tod münden. Eindrucksvoll legt die Autorin den gesellschaftlichen Niedergang dar, der subtil beginnt und von Geld- und Machtgier vorangetrieben wird, so dass letztlich jeder für sich allein stehen und kämpfen muss. Der Text ist absolut mitreißend und spannend, und mit bis ins Detail ausgefeilten Charakteren liest sich das Buch stellenweise wie ein Thriller, schockierend und ungemein unterhaltend. Juli Zeh lenkt den Blick auf gesamtgesellschaftliche Probleme ohne erhobenen Zeigefinger. Mit ihrem komplexen und nachdenklich stimmenden Gesellschaftsbild mit dramatischem und zugleich zufrieden stellendem Ende und mit der Internetseite zum Buch, dem Who-is-Who-Kosmos des Dorfes, legte Juli Zeh ein für mich herausragendes Buch vor, das sich trotz der Thematik leicht und schnell wie ein Unterhaltungsroman wegliest. Unbedingte Leseempfehlung.

Lesen Sie weiter
Alle anzeigen

Vita

Juli Zeh, 1974 in Bonn geboren, studierte Jura in Passau und Leipzig. Schon ihr Debütroman "Adler und Engel" (2001) wurde zu einem Welterfolg, inzwischen sind ihre Romane in 35 Sprachen übersetzt. Ihr Gesellschaftsroman "Unterleuten" (2016) stand über ein Jahr auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. Juli Zeh wurde für ihr Werk vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Rauriser Literaturpreis (2002), dem Hölderlin-Förderpreis (2003), dem Ernst-Toller-Preis (2003), dem Carl-Amery-Literaturpreis (2009), dem Thomas-Mann-Preis (2013), dem Hildegard-von-Bingen-Preis (2015) und dem Bruno-Kreisky-Preis (2017) sowie dem Bundesverdienstkreuz (2018). 2018 wurde sie zur ehrenamtlichen Richterin am Verfassungsgericht des Landes Brandenburg gewählt.

www.juli-zeh.de

Zur AUTORENSEITE

Links

Pressestimmen

"Juli Zeh hat mit "Unterleuten" den Roman der Stunde geschrieben: über die große Gereiztheit, über Politikverachtung und Resignation."

Volker Weidermann / Der Spiegel (16. Juli 2016)

"Mitreißend geschrieben, lebendig und spannend – ein großer Roman."

Natascha Geier / ARD Das Erste (ttt -titel thesen temperamente) (06. März 2016)

"So kann Literatur sein: anregend, aufregend, amüsant, engagiert und voller Ungewissheiten."

Karin Grossmann / Sächsische Zeitung (02. April 2016)

"Um es mit einem Wort zu sagen: Juli Zehs neues Buch ist vorzüglicher Lesestoff. Spannend, lebendig, lehr- und kenntnisreich zum Platzen."

Ursula März / DIE ZEIT (17. März 2016)

"Ist das schon das Buch des Jahres? Juli Zeh legt bei ihrem neuen Verlag Luchterhand einen großen Gesellschaftsroman vor."

Jörn Meyer / BuchMarkt (02. Januar 2016)

"Ein meisterhafter Gesellschaftsroman, der sich wie ein Thriller liest und blutig endet."

Verena Lugert / Annabelle (01. März 2016)

"Fast möchte man „Unterleuten“ eine moderne Eulenspiegelei nennen, eine wunderbare Schelmengeschichte, nur dass hier viele Narren am Werk sind. Großartig."

Katja Weise / NDR Kultur (06. März 2016)

"Ein herrlich zynischer, brutal desillusionierender Roman gegen alle Landlebenverklärung."

FOCUS (26. März 2016)

"Ein Pageturner zum Nachdenken."

Andrea Braunsteiner / Woman (01. März 2016)

"Spannend wie ein Krimi und gleichzeitig ein großartiges Porträt vom Zeitgeist einer Sinn suchenden Gesellschaft am Beginn des dritten Jahrtausends."

Gabi Eisenack / Nürnberger Zeitung (08. März 2016)

"Enorm unterhaltsam und handwerklich raffiniert gemacht."

Christoph Schröder / Der Tagesspiegel (13. März 2016)

"Juli Zeh ist ein spannender, kritischer und kluger Roman gelungen."

Frank Statzner / hr-iNFO (10. März 2016)

"Zeh gelingen wunderbare, mit feiner Ironie und toller Beobachtungsgabe gezeichnete Porträtminiaturen. Sie vergisst darüber aber nicht, den spannenden Erzählfluss voranzutreiben."

Thomas Kliemann / Kölnische Rundschau (08. März 2016)

"Ein Bild gestriger und heutiger Zustände im Großen und im Kleinen, berührende und schreckliche Schicksale, eine Erzählung über Moral, Gemeinwohl und Eigeninteressen - ein Lesevergnügen."

Klaus Zeyringer / Der Standard (12. März 2016)

""Unterleuten" ist ein großer, zudem fesselnder Gesellschaftsroman."

Vanessa Loewel / RBB inforadio (08. März 2016)

"Die Konflikte um altes und neues Unrecht, um Untreue, Eifersucht und verpasstes Glück steigern sich zum echten Thriller."

Harald Jähner / Berliner Zeitung (18. März 2016)

"Unglaublich packend. Könnte eines der besten Bücher des Jahres sein."

Cosmopolitan (12. März 2016)

"Eine gnadenlos scharfsinnige und zugleich spannend zu lesende Gesellschaftsanalyse."

Olaf Schmidt / Kreuzer (Leipzig) (01. März 2016)