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Unterleuten Roman

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-16729-5

Erschienen: 08.03.2016
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Der große Gesellschaftsroman von Juli Zeh

Manchmal kann die Idylle auch die Hölle sein. Wie das Dorf "Unterleuten" irgendwo in Brandenburg. Wer nur einen flüchtigen Blick auf das Dorf wirft, ist bezaubert von den altertümlichen Namen der Nachbargemeinden, von den schrulligen Originalen, die den Ort nach der Wende prägen, von der unberührten Natur mit den seltenen Vogelarten, von den kleinen Häusern, die sich Stadtflüchtlinge aus Berlin gerne kaufen, um sich den Traum von einem unschuldigen und unverdorbenen Leben außerhalb der Hauptstadthektik zu erfüllen. Doch als eine Investmentfirma einen Windpark in unmittelbarer Nähe der Ortschaft errichten will, brechen Streitigkeiten wieder auf, die lange Zeit unterdrückt wurden. Denn da ist nicht nur der Gegensatz zwischen den neu zugezogenen Berliner Aussteigern, die mit großstädtischer Selbstgerechtigkeit und Arroganz und wenig Sensibilität in sämtliche Fettnäpfchen der Provinz treten. Da ist auch der nach wie vor untergründig schwelende Konflikt zwischen Wendegewinnern und Wendeverlierern. Kein Wunder, dass im Dorf schon bald die Hölle los ist …

Mit „Unterleuten“ hat Juli Zeh einen großen Gesellschaftsroman über die wichtigen Fragen unserer Zeit geschrieben, der sich hochspannend wie ein Thriller liest. Gibt es im 21. Jahrhundert noch eine Moral jenseits des Eigeninteresses? Woran glauben wir? Und wie kommt es, dass immer alle nur das Beste wollen, und am Ende trotzdem Schreckliches passiert?

Juli Zeh und Felicitas von Lovenberg erkunden bei lesenswert (SWR) die Einwohner von "Unterleuten" in einer Modellversion des Dorfes. zum Video

„Juli Zehs furchtlos vor jedem Klischee ins Herz der bundesrepublikanischen Wirklichkeit zielender Gesellschaftsroman ist ein literarischer Triumph.“

Denis Scheck / Der Tagesspiegel (30.07.2016)

Juli Zeh (Autorin)

Juli Zeh, 1974 in Bonn geboren, studierte Jura in Passau und Leipzig. Schon ihr Debütroman "Adler und Engel" (2001) wurde zu einem Welterfolg, inzwischen sind ihre Romane in 35 Sprachen übersetzt. Ihr Gesellschaftsroman "Unterleuten" (2016) stand über ein Jahr auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. Juli Zeh wurde für ihr Werk vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Rauriser Literaturpreis (2002), dem Hölderlin-Förderpreis (2003), dem Ernst-Toller-Preis (2003), dem Carl-Amery-Literaturpreis (2009), dem Thomas-Mann-Preis (2013) und dem Hildegard-von-Bingen-Preis (2015).

www.juli-zeh.de

„Juli Zehs furchtlos vor jedem Klischee ins Herz der bundesrepublikanischen Wirklichkeit zielender Gesellschaftsroman ist ein literarischer Triumph.“

Denis Scheck / Der Tagesspiegel (30.07.2016)

"Juli Zeh hat mit "Unterleuten" den Roman der Stunde geschrieben: über die große Gereiztheit, über Politikverachtung und Resignation."

Volker Weidermann / Der Spiegel (16.07.2016)

"Mitreißend geschrieben, lebendig und spannend – ein großer Roman."

Natascha Geier / ARD Das Erste (ttt -titel thesen temperamente) (06.03.2016)

"So kann Literatur sein: anregend, aufregend, amüsant, engagiert und voller Ungewissheiten."

Karin Grossmann / Sächsische Zeitung (02.04.2016)

"Um es mit einem Wort zu sagen: Juli Zehs neues Buch ist vorzüglicher Lesestoff. Spannend, lebendig, lehr- und kenntnisreich zum Platzen."

Ursula März / DIE ZEIT (17.03.2016)

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17.05.2017 | 20:00 Uhr | Ulm

Lesung und Gespräch

Moderation und Gesprächsleitung:
Dr. Dagmar Engels
Dr. Wolfgang Niess (SWR)

Tickets VVK: 8 € / 3 € erm.
Tickets AK: 10 € / 5 € erm.
erhältlich in der Hugendubel Filiale Ulm, Tel: 0731 1530-13/14

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Stadthaus Ulm
Münsterplatz 50
89073 Ulm

Weitere Informationen:
VHS Ulm
89073 Ulm

Tel. (0731) 15300

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-16729-5

€ 14,99 [D] | CHF 18,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Luchterhand Literaturverlag

Erschienen: 08.03.2016

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Moderner Gesellschaftsroman

Von: Buchmafia Datum: 15.04.2017

buchmafia.blogspot.de/

Der hochgelobte zeitgenössische Gesellschaftsroman "Unterleuten" von Juli Zeh beschreibt authentisch das Leben in einem Dorf in Brandenburg, das auf den ersten Blick wie ein Postkartenidyll wirkt, bei näherem Hinsehen aber tiefe Probleme und viele alte Wunden hat, die im Laufe der Geschichte aufbrechen.
"Unterleuten" ist aber mehr als nur ein Buch. Die Autorin hat einen hermetisch geschlossenen Schauplatz geschaffen, der dennoch die ganze Bandbreite der Bewohner der Republik widerspiegelt. Unterleuten erfuhr außerdem ein ungewöhnliches und progressives Marketing, indem der Kosmos des Buches online als website zu finden ist.

Klappentext
Manchmal kann die Idylle auch die Hölle sein. Wie das Dorf "Unterleuten" irgendwo in Brandenburg. Wer nur einen flüchtigen Blick auf das Dorf wirft, ist bezaubert von den altertümlichen Namen der Nachbargemeinden, von den schrulligen Originalen, die den Ort nach der Wende prägen, von der unberührten Natur mit den seltenen Vogelarten, von den kleinen Häusern, die sich Stadtflüchtlinge aus Berlin gerne kaufen, um sich den Traum von einem unschuldigen und unverdorbenen Leben außerhalb der Hauptstadthektik zu erfüllen. Doch als eine Investmentfirma einen Windpark in unmittelbarer Nähe der Ortschaft errichten will, brechen Streitigkeiten wieder auf, die lange Zeit unterdrückt wurden. Denn da ist nicht nur der Gegensatz zwischen den neu zugezogenen Berliner Aussteigern, die mit großstädtischer Selbstgerechtigkeit und Arroganz und wenig Sensibilität in sämtliche Fettnäpfchen der Provinz treten. Da ist auch der nach wie vor untergründig schwelende Konflikt zwischen Wendegewinnern und Wendeverlierern. Kein Wunder, dass im Dorf schon bald die Hölle los ist …
Mit „Unterleuten“ hat Juli Zeh einen großen Gesellschaftsroman über die wichtigen Fragen unserer Zeit geschrieben, der sich hochspannend wie ein Thriller liest. Gibt es im 21. Jahrhundert noch eine Moral jenseits des Eigeninteresses? Woran glauben wir? Und wie kommt es, dass immer alle nur das Beste wollen, und am Ende trotzdem Schreckliches passiert?

Zahlreiche Dorfbewohner agieren in Unterleuten, ohne dass man den Überblick verliert. Manche Figuren begleitet man näher und enger als andere, wie in einer echten Dorfgemeinschaft. Es gibt ein heimliches Oberhaupt, Wortführer, Seilschaften und Bündnisse ebenso wie Neid und Missgunst. Die Echtheit und die Unmittelbarkeit, mit der die Autorin den Leser nach Unterleuten versetzt, ist beeindruckend. Man schaut den Bewohnern beim Lesen fast über die Schulter, so authentisch sind die Figuren in der Geschichte platziert.

Alle haben ihren festen Platz im Beziehungsgeflecht, das empfindlich gestört wird, als das Dorf zum Fördergebiet für erneuerbare Energien werden soll. Die fragile Gesellschaftsstruktur bricht auf und Juli Zeh beschreibt mit gewohnt kühlem und distanziertem Blick den Kampf der Bewohner um ihren Platz in der Gemeinschaft, die Schwachstellen der Dorfgesellschaft, die in Aggression, offener Gewalt und im Kampf auf Leben und Tod münden. Eindrucksvoll legt die Autorin den gesellschaftlichen Niedergang dar, der subtil beginnt und von Geld- und Machtgier vorangetrieben wird, so dass letztlich jeder für sich allein stehen und kämpfen muss.

Der Text ist absolut mitreißend und spannend, und mit bis ins Detail ausgefeilten Charakteren liest sich das Buch stellenweise wie ein Thriller, schockierend und ungemein unterhaltend.
Juli Zeh lenkt den Blick auf gesamtgesellschaftliche Probleme ohne erhobenen Zeigefinger.
Mit ihrem komplexen und nachdenklich stimmenden Gesellschaftsbild mit dramatischem und zugleich zufrieden stellendem Ende und mit der Internetseite zum Buch, dem Who-is-Who-Kosmos des Dorfes, legte Juli Zeh ein für mich herausragendes Buch vor, das sich trotz der Thematik leicht und schnell wie ein Unterhaltungsroman wegliest. Unbedingte Leseempfehlung.

Unterleuten - Ein Dorf voller Geheimnisse

Von: Nicoles Bücherwelt Datum: 02.02.2017

nicolesbuecherwelt.blogspot.de/

Wenn die Idylle trügt...

Das kleine Dorf Unterleuten liegt mitten in Brandenburg, etwa eine Stunde von Berlin entfernt. Auf den ersten Blick findet man hier alles, was man sich unter einem idyllischen Dorfleben vorstellt: Weitläufige Grundstücke, schöne Häuschen, ländliche Ruhe, unberührte Natur mit einer seltenen Vogelart und eine Gemeinschaft, die zusammenhält. Doch diese anscheinend so friedliche Idylle trügt, denn unter der Oberfläche brodelt es gewaltig: Egal ob die Alteingesessenen oder die neu zugezogenen "Großstadtaussteiger", die sich den Traum vom eigenen Haus auf dem Land erfüllen wollen - überall gibt es den ein oder anderen Konflikt, hier und da kleine und große Probleme.
Als schließlich eine Investmentfirma plant, in Unterleuten einen Windpark zu errichten, ist kurz darauf die Hölle los im Dorf- die Ereignisse überschlagen sich, lang Verschwiegenes kommt an die Oberfläche...

"Er drehte sich um und stieg in den Roadster. Der gekühlte Innenraum empfing ihn mit jener sterilen Anonymität, die er so schätzte. Plötzlich hatte er den Eindruck, dass es ein Fehler war, hierherzukommen." -Seite 54, eBook

Mit "Unterleuten" hat Juli Zeh einen beeindruckenden Roman geschrieben. Im Mittelpunkt steht das Dorf Unterleuten in Brandenburg - ein Ort in dem jeder jeden kennt - oder dieses zumindest glaubt. Die Geschichte beginnt ruhig, nach und nach lernt man die Bewohner kennen. Man erhält einen detailreichen Einblick in deren Leben. Ob es Sorgen, Ängste oder große Zukunftspläne sind - jeder ist mit seinen eigenen Gedanken beschäftigt und glaubt, das Richtige zu machen. Dieses jedoch entwickelt sich in manchen Fällen völlig anders als geplant. Auch gibt es immer wieder kleine Rückblicke in die Vergangenheit. Gerade hier erfährt man, wie manches zusammenhängt und warum die manchmal angespannten Situationen bis heute so festgefahren sind. Was von Anfang an klar ist: Die Idylle trügt - das Dorf gleicht einem Hexenkessel. Die Autorin schildert mit packender Schreibweise, wie die Maske des Ortes fällt und dahinter einiges zutage kommt...
Neben den vielen so unterschiedlichen Charakteren, die hier aufeinandertreffen, ist das fiktive Dorf Unterleuten mit seinen vielen Handlungsorten unheimlich gut beschrieben. Auf der Website www.unterleuten.de gibt es neben einer Skizze vom Dorf auch alle wichtigen Infos zu dessen Bewohnern.

"Ich bin gekommen, damit du mir etwas versprichst. Halt dich aus diesen Unterleuten-Geschichten heraus. Mit dem Dorf stimmt was nicht. Ganz massiv." (Miriam) -Seite 354, eBook

Mein Fazit: Ein gelungener Roman mit einem speziellen Thema. In der Inhaltsangabe stand geschrieben, dass sich "Unterleuten" so spannend liest wie ein Thriller - dieser Aussage kann ich voll und ganz zustimmen. Es ist unheimlich interessant zu verfolgen, wie die einzelnen Fäden im Laufe der Geschichte zusammenkommen und das große Drama schließlich seinen Lauf nimmt. Das Besondere und Spannende hier: Es ist völlig unvorhersehbar, wie die Geschichte zu Ende gehen könnte. Das Ende hält dann Überraschungen bereit, mit denen man so nicht gerechnet hätte...
Ein sehr lesenswerter und packender Roman, der mit seinem detaillierten Schreibstil überzeugt!

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Einfach großartig!!

Von: Beate Leinweber aus Leipzig Datum: 10.06.2016

Buchhandlung: Buchhandlung Hugendubel, Petersstr.12, 04109 Leipzig

"Teilweise Spoiler"!
Ich finde: Dieser neueste Roman von Julie Zeh ist einfach großartig und unbedingt lesenswert:
Was als Roman, oder auch als eine Art Stück Aufarbeitung deutsch-deutscher Geschichte beginnt, entwickelt sich nach und nach und immer mehr zu einem äußerst klugen, psychologischen Kammerspiel, über menschliche Abgründe. Der Roman zeigt auf (anfangs sehr subtil, später immer deutlicher und drängender), was Neid und Missgunst, jahrelange, unter der Oberfläche brodelnde, unterdrückte Wut und lang gehegte, unausgesprochene Konflikte, gepaart mit einer gut funktionierenden Gerüchteküche im Menschen an sich und in einer kleiner Dorfgemeinschaft, wo die Nachbarn sich ein Leben lang kennen, anrichten können- wenn man nur einen passenden „Aufhänger“ findet, der den schon lange Zeit vor sich hin schwelenden Vulkan schließlich zum emotionalen Ausbruch bringt.
Und wie erschreckend einfach es ist, eine kleine Gemeinschaft von Leuten so gegeneinander aufzuhetzen und so sich gegenseitig auszuspielen, dass Würde, Freundschaft und Anstand auf der Strecke bleiben- man braucht dazu nur ein paar gezielte Seitenhiebe.
„Unterleuten“ mag zwar an manchen Textstellen etwas überspitzt wirken, aber im Kern trifft Juli Zeh mit ihrer ganz eigenen Beobachtungsgabe völlig ins Schwarze, meiner Meinung nach; sie legt quasi ihren Finger in die noch immer aktuelle, brisante Wunde, die (stellvertretend dafür) das Dörfchen Unterleuten in verschiedene Lager spaltet: Auf der einen Seite stehen die Menschen, die nach der Wende nie mehr so richtig auf die Beine kamen, dann sind da noch die Menschen, die den „alten Zeiten“ nachtrauern, oder die Einwohner, die die „neue Zeit“ als Chance sehen und schließlich kommen noch die vermeintlich reichen Zugezogenen aus dem „Westen“- und mittendrin ein Windpark, der neu gebaut werden soll... Und der letztenendes das Fass zum Überlaufen bringt, bzw. die vor sich hin brodelnden Probleme der Dorfgemeinschaft zum Überkochen. (Denn hier zeigt sich ganz deutlich ein weiteres gesellschaftliches Phänomen: Viele Bürger sind für die Abschaffung der Atomkraftwerke und wollen gerne die Energiewende haben- aber „bitte nicht vor der eigenen Haustür“.)
Beeindruckend finde ich, mit welcher Genauigkeit die Autorin unserer Gesellschaft den Spiegel vorhält: Unwillkürlich musste ich beim Lesen an solche Redewendungen wie „Schuld sind immer die Anderen“, oder „Jeder ist jedermanns Feind“, oder auch „Jeder ist sich selbst der Nächste“ denken, denn solche Sätze werden in diesem großartigen Gesellschaftsroman zur bedrückenden Realität. Toll finde ich den Schreibstil der Autorin: Sie schreibt einfach über gesellschaftliche und persönliche Abgründe, ohne dem Leser ihre eigene, ganz persönliche Meinung aufzudrängen, nein - sie schreibt ganz einfach so, dass man sich beim Lesen in die Protagonisten hineinversetzen kann, ob man dies nun will oder nicht, und Juli Zeh regt mit ihrem Roman „Unterleuten“ zum Nachdenken an.
Also: Wie schon oben gesagt: Unbed

Von: Meike Blanke aus Bremen Datum: 16.03.2016

Buchhandlung: Horner Buchhandlung

Der Gesellschaftsroman aus der Provinz liest sich spannend wie ein Thriller und enthält eigentlich alles, was uns zeitgeschichtlich umtreibt. Mein Frühjahrsfavorit!

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