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Unterwegs in Nordkorea Eine Gratwanderung

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-20390-0

Erschienen:  14.02.2018
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Innenansichten eines totalen Staats.

Die Entfernung zu uns ist nicht nur in Kilometern zu messen. Nordkorea ist ein diktatorisches System, das vor markigen Drohungen an den Rest der Welt und auch vor der Verhaftung von Touristen nicht zurückschreckt. Wenn überhaupt, dann sollte man keineswegs ohne gründliche Vorbereitung dorthin fahren. Doch wenn man sich dafür entscheidet, dann zeigt sich dem Besucher ein verwirrend vielfältiges und oft widersprüchliches Bild. Reisende bekommen trotz der überall vorherrschenden Zensur in Nordkorea viel gezeigt, doch vieles übersehen sie dabei.

Rüdiger Frank ist einer der weltweit besten Kenner Nordkoreas, seit über einem Vierteljahrhundert bereist er das Land regelmäßig. In seinem neuen Buch fasst er seine Reiseerfahrungen zusammen, gibt praktische Tipps und überraschende Einblicke in Alltag und Kultur Nordkoreas.

»Sein Reiseführer liefert unerwartete, differenzierte Schilderungen der Zustände vor Ort.«

ARD "ttt – titel thesen temperamente" (18.03.2018)

Rüdiger Frank (Autor)

Rüdiger Frank, geboren 1969 in Leipzig, studierte Koreanistik, Wirtschaftswissenschaften und Internationale Beziehungen in Berlin und Duisburg. 1991/92 verbrachte er ein Sprachsemester an der Kim-Il-Sung-Universität in Pjöngjang und bereist seither das Land regelmäßig. Nach Lehrtätigkeit in New York und Seoul ist er heute Professor für Wirtschaft und Gesellschaft Ostasiens an der Universität Wien und Leiter des dortigen Instituts für Ostasienwissenschaften. Rüdiger Frank ist ein gefragter Nordkorea-Experte in den Medien und berät internationale Organisationen und Regierungen.

»Sein Reiseführer liefert unerwartete, differenzierte Schilderungen der Zustände vor Ort.«

ARD "ttt – titel thesen temperamente" (18.03.2018)

»Das Buch beschönigt nichts, aber entlarvt so manches Klischee über ein unentdecktes Reiseland.«

mdr KULTUR (15.02.2018)

»Das Buch kommt ohne Schaum vor dem Mund und Effekthascherei aus, die Realität ist schließlich absurd genug.«

Stuttgarter Zeitung (23.02.2018)

»Offen und trotzdem kritisch hinterfragend, führt Frank den Leser durch das kommunistische Land und erklärt, was einen dort erwartet«.

Neue Zürcher Zeitung (08.03.2018)

»Unterhaltsam räumt Rüdiger Frank mit Klischees auf, zeigt aber auch die wenig schönen Seiten des Landes ganz ungeschönt.«

Kleine Zeitung (18.03.2018)

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eBook (epub), 64 farbige Abbildungen

ISBN: 978-3-641-20390-0

€ 16,99 [D] | CHF 21,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: DVA Sachbuch

Erschienen:  14.02.2018

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Für Nordkorea-Anfänger nicht geeignet

Von: Lilly Sjöberg Datum: 24.04.2018

https://hundertmorgen-wald.blogspot.de/

Inhalt:

Es handelt sich hier ganz klar um einen Reiseführer. Natürlich nicht im Üblichen Sinne, denn man darf in Nordkorea nicht frei reisen, sich nicht mal frei bewegen. Immer wird man von zwei Aufpassern begleitet. Doch er schreibt es gleich im Vorwort: "An sie -die Reiseplaner und die Reiseveteranen - wendet sich dieses Buch vor allem. Aber ich habe es auch für die vielen geschrieben, die sich zwar für das Land interessieren, aber eine Reise aus guten Gründen ausschließen."
Den letzten Satz würde ich nur sehr bedingt unterschreiben.

Aber von vorne:
Er fängt mit der Frage nach dem Gewissen an, ob man überhaupt nach Nordkorea reisen soll. Wer darf und wer darf nicht nach Nordkorea reisen? Wie sicher ist es, nach Nordkorea zu fahren? Erstaunlich sicher, wenn man nicht gerade Journalist oder Amerikaner ist und sich an die Anweisungen der Guides hält.

Er erklärt, wie die Einreise funktioniert, was man darf und was nicht.
Landestypische Eigenheiten. Intranet statt Internet. Darf man fotografieren und wenn ja, was? Kann man telefonieren? Wie spricht man Silben aus und wie verhält man sich am besten gegenüber Behörden?
Wie sieht die Unterbringung aus? Wie sind die Sanitäranlagen?
Strom hat man mal und mal nicht.

Bei den Hotels wird er dann schon ausführlicher und es wird für Leute wie mich, die nicht nach Nordkorea reisen, uninteressanter.
Weiter geht es mit dem Kapitel Essen und Trinken. Kimchí, das Lieblingsessen der Koreaner oder lieber Hundefleisch? Keine Sorge, letzteres wird einem Europäer nicht ungefragt vorgesetzt.
Wie bewegt man sich fort und wie bewegen sich die Nordkoreaner fort?

Danach folgt ein sehr detailliertes Kapitel darüber, wie und was man in Nordkorea einkaufen kann. Ausländer haben eine andere Währung als Inländer. Nordkoreas Geld kann man auch nicht überall in der Welt frei in andere Währungen umtauschen, weswegen es keinen normalen Wechselkurs gibt.
Es folgen einige Seiten, was Nahrungsmittel... in Nordkorea kosten.

Auf den letzten ca 150 Seiten geht es um Denkmäler, Monumente und andere Orte der Besichtigungen.

Auf die Bürger Nordkoreas und dessen Leid geht er nur in vagen Andeutungen ein.

Fotos vervollständigen die Beschreibungen.

Der Autor:

Rüdiger Frank studierte Koreanistik, Wirtschaftswissenschaften und Internationale Beziehungen. In den 90ziger Jahren studierte er ein halbes Jahr in Nordkorea.
Heute ist er Professor für Wirtschaft und Gesellschaft Ostasiens an der Universität in Wien. Er ist gefragter Nordkorea-Experte in den Medien und berät internationale Organisationen und Regierungen.

Meine Meinung:

Für Leute, die sich schon mit Nordkorea auseinander gesetzt haben und einige Bücher gelesen haben, ist dies hier sicher eine interessante Erweiterung.
Für Leute wie mich, die vorher noch nie was über Nordkorea gelesen haben, ist das Buch, durch die fehlende Kritik am System, sehr einseitig. Man merkt deutlich, er will es sich nicht mit der Regierung verscherzen, damit er wieder ins Land einreisen darf.

Er schreibt zwar gleich am Anfang, dass man unbedingt Bücher von Menschen lesen soll, die aus Nordkorea geflohen sind und zählt dabei auch einige auf, wie z.B. "Flucht aus Lager 14", "Mut zur Freiheit" und "Im Land des Flüsterns", doch beim weiteren Lesen kann man das leicht vergessen und zu dem Schluss kommen: "Ist ja alles gar nicht so schlimm." Mir selbst ist das passiert und ich war froh, als meine Freundin mich entsetzt anstarrte, als ich ihr das sagte und meinen Kopf wieder gerade rückte.

Gut fand ich, dass er schon auch auf die Propaganda der USA eingeht, z.B. erklärt, aus welchen nachvollziehbaren Gründen Touristen verhaftet wurden und fast immer nach einer Zeit wieder unbeschadet entlassen wurden. Er geht auch auf Otto Warmbier ein, der 2016 in Nordkorea verhaftet wurde und in der Haft starb. Seine Darstellung fand ich glaubwürdig.

Ansonsten ist es manchmal ein Unterton, an dem man seine Kritik rauslesen kann, eine Formulierung, die einem wohl nur auffällt, wenn Deutsch die Muttersprache ist.

Trotzdem bleibt bei mir ein merkwürdiges Gefühl, dass er mehr über die Grausamkeit schreibt, wie die Hunde umgebracht werden (sie werden langsam zu Tode geprügelt, damit das Fleisch durch die Adrenalienausschüttung weicher wird), als über die Einwohner selbst.

Sicher, bei der Beschreibung der Denkmäler hält man schon öfter mal irritiert inne.
Die früheren Führer liegen mumifiziert in Glassärgen.
20 Meter hohe Bronzefiguren von Kim Il-sung und Kim Jong-il.
Da kann man den Personenkult, die Diktatur erahnen.

Fazit:

Für Menschen, die schon viel über Nordkorea gelesen haben oder dorthin reisen möchten, ist das Buch sicher perfekt.
Für Anfänger ist es nicht geeignet, da es den Eindruck hinterlässt: Nordkorea ist eigentlich auch nicht schlimmer als andere Länder.

4 ♥ ♥ ♥ ♥

"Man darf nie vergessen, welches Land man gerade bereist."
Rüdiger Frank

Auf dem Sofa nach Nordkorea

Von: Sarah von Books on Fire Datum: 18.04.2018

www.booksonfire.de/

Ursprünglich veröffentlicht auf Books on Fire
https://www.booksonfire.de/2018/04/rezi-rudiger-frank-unterwegs-in-nordkorea.html

Zitat
"All jene, die es mit ihrem Gewissen nicht vereinbaren können, das Mausoleum zu besuchen, können sich einfach weigern oder den diplomatischen Weg wählen und über ein plötzlich auftretendes Unwohlsein klagen [...] Die Guides werden das akzeptieren. Doch auch hier empfehle ich, sich besser vor der Buchung einer Nordkorea-Reise entsprechende Gedanken zu machen. Man muss die Gastgeber ja nicht lieben; es ist aber auch unnötig, sie gezielt zu beleidigen." - Kapitel 8, Seite 238.

Meine Meinung
Bereits vor zwei Jahren habe ich Yeonmi Parks "Mut zur Freiheit - Meine Flucht aus Nordkorea" gelesen und war sofort gefesselt von der Thematik und dem Blick hinter die Kulissen dieses totalitären Regimes. Als ich auf der Leipziger Buchmesse dann "Unterwegs in Nordkorea - Eine Gradwanderung" sah, war ich sofort interessiert.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Büchern über Nordkorea handelt es sich hier nicht um eine (innen)politische Abhandlung oder einen Fluchtbericht, sondern um eine Art Reiseführer. Wobei das Wort Reiseführer mit Vorsicht zu genießen ist, denn allein darf man sowieso nichts erkunden.

Rüdiger Frank vermittelt in der ersten Hälfte des Buches einen äußerst anschaulichen Eindruck dessen, was einen vor und während einer Reise nach Nordkorea als Tourist so erwartet. Man sollte alles was man vorher gelesen oder gehört hat, erstmal beiseite schieben, denn es wird einen so einiges überraschen. Neben praktischen Tipps und Tipps, die der eigenen Sicherheit dienen, beschreibt nämlich Frank zugleich auch seine Eindrücke und Erfahrungen der letzten 30 Jahre. Wer nicht vorhat selbst nach Nordkorea zu reisen, aber dennoch neugierig ist, dem wird der erste Teil sehr gut gefallen.

Die zweite Hälfte des Buches handelt von den Sehenswürdigkeiten in Ost- und West-Pjönjang sowie den einzelnen Gebieten des Landes. Diese Berichte werden, wenn man nicht selbst dort hinreist, allerdings schnell etwas langweilig, da sie teilweise in der Struktur repetativ sind. Lediglich kleinere Annekdoten lockeren dies auf. Anzumerken an dieser Stelle ist übrigens, dass sowohl vorne als auch hinten im Buch jeweils eine Karte von Pjöngjang beziehungsweise ganz Nordkorea abgedruckt ist, was die Orientierung leichter macht, wenn man nicht mit der Geographie Nordkoreas vertraut ist.

Für den wirklichen Nordkorea-Reisenden ist dieser zweite Teil des Buches allerdings wahrscheinlich umso interessanter, gibt Frank hier doch Hintergrundwissen preis, die einen die Sehenswürdigkeiten in ihrem vollen Licht sehen lassen können. Auch erwähnt er wie wahrscheinlich es ist, dass man diese sehen wird und inwiefern man mit den Guides über Programmpunkte verhandeln kann (oder wie man geschickt aus diesen herauskommt, wenn man nicht daran teilnehmen möchte).

Abgerundet wird das Buch mit einem Kapitel über die Ausreise und was einen dort erwartet, sowie einer minimalen abschließende Reflektion über die mögliche Kritik an einer Nordkoreareise, was bereits im Vorwort angesprochen wurde. Ich fand dieses Kapitel etwas kurz, aber vermutlich passiert hier wirklich nicht mehr viel, was noch erwähnenswert wäre.

Abschließend möchte ich noch den wunderbaren Schreibstil von Rüdiger Frank würdigen. Ich hatte oftmals das Gefühl als würde er direkt vor mir sitzen und seine Erfahrungen mir berichten. In dieser Art klebte ich förmlich an seinen Lippen beziehungsweise an den Seiten. Insgesamt ist der Ton zwar professionell, aber locker und hier und da kann man auch ein kleines Augenzwinkern herauslesen.

Fazit
Mit "Unterwegs in Nordkorea - Eine Gradwanderung" gibt Rüdiger Frank allen Nordkoreareisenden werrvolle Tipps und nimmt zugleich alle Daheimgebliebenen mit auf eine Rundreise durch Kultur und Reisewirklichkeit Nordkoreas.

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