Vardo – Nach dem Sturm

Roman

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Vardø, Norwegen am Weihnachtsabend 1617. Maren sieht einen plötzlichen, heftigen Sturm über dem Meer aufziehen. Vierzig Fischer, darunter ihr Vater und Bruder, zerschellen an den Felsen. Alle Männer der Insel sind ausgelöscht – und die Frauen von Vardø bleiben allein zurück.

Drei Jahre später setzt ein unheilvoller Mann seinen Fuß auf die abgelegene Insel. In Schottland hat Absalom Cornet Hexen verbrannt, jetzt soll er auf Vardø für Ordnung sorgen. Ihn begleitet seine junge norwegische Ehefrau. Ursa findet die Autorität ihres Mannes aufregend und hat zugleich Angst davor. Auf Vardø begegnet sie Maren und erkennt in ihr etwas, das sie noch nie zuvor erlebt hat: eine unabhängige Frau. Doch für Absalom ist Vardø nur eins - eine Insel, die von Gott verlassen wurde und die er von teuflischer Sünde befreien muss.

»(...) ein literarisches Denkmal.«

BRIGITTE (11. März 2020)

Aus dem Englischen von Carola Fischer
Originaltitel: The Mercies
Originalverlag: Picador
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-24946-5
Erschienen am  02. März 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Fesselnd, aber da fehlt das gewisse Etwas

Von: Laola

06.04.2020

Das Buch fesselt von Anfang an. Ich habe sofort Vardo gegoogelt, mir seine Lage in Norwegen und seine Geschichte durchgelesen. Das Buch wurde von einem Hexendenkmal auf der Insel inspiriert. Die Charaktere der Frauen und die Spaltung, die sich durch das Dorf zieht, werden gut herausgearbeitet. Besonders gefühlvoll sind die Hauptpersonen, Maren und Ursa beschrieben, man kann gut mit beiden mitfühlen. Die Schreibweise ist erst etwas ungewohnt, aber das gibt sich schnell. Gut sind die historuischen Anmerkungen am Ende. Insgesamt ein eindringlicher historischer Roman, der die Dynamik der Hexenverfolgung sehr deutlich aufzeigt und trotzdem durchund durch auch modern ist.

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Überlebenswille versus Verblendung

Von: Helga Hensel

29.03.2020

Vardø, eine nord-norwegische Insel Heiligabend 1617: Ein furchtbarer Sturm verwandelt die Bucht vor der Insel in ein tödliches Inferno, in welchem die Fischer des Dorfes allesamt ihr Leben lassen. Den trauernden Frauen des Dorfes bleibt nichts anderes zu tun, als baldmöglichst ihre Schockstarre und Trauer zu überwinden. Gefangen in Aberglauben und christlichen Regeln verharrt die Mehrheit der Frauen in ihren „üblichen“ Rollen. Zwei Frauen jedoch krempeln die Ärmel hoch und organisieren die anstehenden „Männerarbeiten“, damit sie überleben können und ihr Dorf eine Zukunft haben kann. Überlebenswille und Verstand überzeugen nach und nach auch die meisten, großen Zweifler, so dass die Erfolgsgeschichte einer „Insel von Frauen“ ihre Runde macht. Dies ruft mächtige Männer auf den Plan. Frauen, die allein – lediglich von einem Pfarrer betreut – ihr Schicksal in die Hand genommen haben, stellen eine Ungeheuerlichkeit, Unmöglichkeit und mit Sicherheit Hexenwerk dar. Dies zu überprüfen, ruft einen raubeinigen, im christlichen Glauben gefestigten, schottischen Inspektor auf den Plan, welcher die Lage vor Ort einer kritischen Überprüfung unterziehen soll. Nicht zuletzt aufgrund seiner Erfahrungen in Hexenprozessen, findet Absalom Cornet bald „seine“ Hexen in Vardø, welche im Rahmen eines grausamen „Prozesses“ überführt und schließlich hingerichtet werden. Das Buch nimmt mich schnell für sich ein, während ich miterleben muss, wie die Protagonistinnen versuchen, ihrem Leben ein Stück Normalität zurückzugeben, in der kargen nordnorwegischen Landschaft zu überleben und das Beste aus ihrem Schicksal zu machen. Sie kämpfen, sie arbeiten hart und können schließlich die Früchte ihrer Arbeit ernten und die existenziellen Sorgen hinter sich lassen. Was für großartige Frauen! Umso mehr lehne ich mich gegen den Schotten auf, welcher auf der langen Anreise nach Vardø quasi im Vorbeigehen eine Ehefrau gefunden hat und nun die „Ordnung“ auf der Insel um jeden Preis wiederherstellen will. Und damit stehe ich nicht allein. Einige Frauen von Vardø sind nicht bereit, die erlangte Selbstbestimmtheit aufzugeben. Basierend auf wahren, historischen Begebenheiten hat Kiran Millwood Hargrave einen großartigen, aber auch atmosphärisch dichten Roman geschrieben. Die Haupt-Protagonistin Maren wächst mir ans Herz, ich freue mich, dass sie mit Hilfe der resoluten Kirsten aus ihrem eigenen Schatten heraustreten kann und ungeachtet ihrer äußeren Stärke zart und verletzlich bleibt. Der Plot lässt mich gefesselt von Seite zu Seite voranstreben und trägt mich dem unvermeidlich nahenden Ende entgegen. Ein Zeitzeugnis aus dem 17. Jahrhundert, wo Mann sich für die Krönung der Schöpfung hält, Frauen jegliche Fähigkeiten jenseits von Haushalt und Bett abgesprochen werden, gepaart mit vermeintlich christlicher, gefährlicher Verblendung.

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Vita

Kiran Millwood Hargrave wurde 1990 in Surrey geboren. In ihrem ersten Jahr an der Universität begann sie Lyrik zu verfassen und veröffentlichte drei Gedichtbände und ein Theaterstück. Ihre Kinderbücher wurden in England sofort zu Bestsellern, sie gewann den Waterstones Children's Book Prize und den British Book Awards für das Children's Book of the Year. »Vardø. Nach dem Sturm« ist ihr erster Roman für Erwachsene. Mit ihrem Mann Tom und der Katze Luna lebt die Autorin in Oxford direkt am Fluss.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

»Kiran Millwood Hargrave erzählt eine packende Geschichte über Tragik, Liebe, Macht und Machtmissbrauch und über die Menschlichkeit, die dazwischen zerrieben wird. Mit viel Feingefühl fängt sie das Leben der Inselbewohnerinnen ein (...). (…). Stark!«

EMOTION (04. März 2020)

»Die britische Autorin Kiran Millwood Hargrave hat aus diesem historischen Stoff einen starken Roman gemacht rund um Themen, die auch heute noch große Bedeutung für Frauen haben: den Kampf um Freiheit und ein selbstbestimmtes Leben.«

FREUNDIN (04. März 2020)

»Die Autorin hat diesen Frauen eine ganz tolle Stimme gegeben, und ich kann es wirklich jedem nur empfehlen.«

BRIGITTE Podcast (24. März 2020)

»„Vardø“ erzählt eine packende Story über Mut und Mythen im Jahr 1617 (Headline). Kraftvolle Sprache, intensive Bilder: Kiran Millwood Hargrave weiß, wie man spannend und einfühlsam erzählt. (...) Ein universeller Roman über Mut und Unabhängigkeit. Berührend.«

FÜR SIE (18. März 2020)

»"Vardø - Nach dem Sturm" ist der erste Roman für erwachsene Leser*innen von der jungen Ausnahmeautorin Kiran Millwood Hargrave. Auf der Grundlage einer wahren Begebenheit schreibt sie eine intensive Geschichte über einen Überlebenskampf, die mit jeder Seite packender wird und ihre Leser*innen nicht mehr loslässt.«

www.lovelybooks.de; in “Die besten neuen Hardover-Neuerscheinungen im März” (17. Februar 2020)

»Dass mit 'Vardø' eine Welt beschrieben wird, die hier kaum bekannt ist und von deren Schicksal nur ein sehr kleiner Personenkreis etwas weiß, macht das Buch zu einem außergewöhnlichen Erlebnis. Die schöne Umschlaggestaltung und die hilfreiche Karte tragen ein Übriges bei, um den Roman aus der großen Masse hervorstechen zu lassen. Es ist allerdings keine spannende Unterhaltung, die hier geboten wird, sondern ein tiefgründiges Gesellschaftsportrait mit kantigen Charakteren. Eines, das noch lange nachwirkt und zu den Büchern gehört, die man nach dem letzten gelesenen Wort noch nicht gleich aus den Händen legt, sondern sich nur langsam zu lösen vermag.«

www.histo-couch.de (01. März 2020)

»Roman über unabhängige Frauen mit historischem Vorbild. (...) Die Schicksale der Protagonistinnen machen gleichermaßen betroffen und wütend. Und die Frage, was ignorante Engstirnigkeit und falsche Behauptungen bewirken können, ist hochaktuell.«

Westfälische Nachrichten/Münstersche Zeitung (12. Februar 2020)