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Vatter baut ab Eine Geschichte von Demenz und Liebe

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-14127-1

Erschienen: 13.03.2014
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Pflege muss keine Zumutung sein – eine literarische Langzeitreportage

»In Vatters Kopf gibt es nur noch das Zimmer, das Panoramafenster und vereinzelte Erinnerungen. Dass ich in eine andere, von Leben erfüllte Welt gehen könnte, kann er nicht mehr denken. Die Stille beginnt hinter seiner Tür. Und manchmal geht diese Tür auf.«

In seiner dokumentarischen Erzählung schildert Bernd Eichmann liebevoll und heiter die letzten zweieinhalb Jahre seines an Alzheimer erkrankten Vaters. Integriert ist eine Kurzbiografie des Erkrankten, der in der NS-Zeit rassisch verfolgt wurde und dieses Trauma nie abschütteln konnte. Der Autor beschreibt in allen Details, was es bedeutet, einen demenzerkrankten Angehörigen zu pflegen und ihn bis zu seinem Tode zu begleiten. Sein Fazit: Jede Stunde war es wert! Näher kann man dem Leben nicht mehr kommen.

  • Ein wichtiger Beitrag zur aktuellen Debatte

  • Die Geschichte einer besonderen Vater-Sohn-Beziehung

  • Empathie wecken, Traumata abbauen, Angst vor der familiären Pflegesituation nehmen

"Bernd Eichmann [formuliert] in seinem Stil, mit dem er es durchgängig schafft, eigentlich Unerklärliches, Nebulöses, Medizinisches, dem Leser nahe zu bringen."

Rieser Nachrichten (12.12.2013)

Bernd Eichmann (Autor)

Bernd Eichmann, Jahrgang 1953, ist gelernter Redakteur und Journalist. Er arbeitete freiberuflich für Agenturen, Wochenpresse und Rundfunk. Zudem war er viele Jahre in der politischen Erwachsenenbildung tätig. Er berät und betreut ehrenamtlich Betriebsräte im Pflegebereich.

Eichmann veröffentlichte mehrere Bücher zur Rezeption deutscher Geschichte. Heute lebt er als freier Schriftsteller in Berlin. Sein Genre: das erzählerische Sachbuch.

www.eichmannbernd.de

"Bernd Eichmann [formuliert] in seinem Stil, mit dem er es durchgängig schafft, eigentlich Unerklärliches, Nebulöses, Medizinisches, dem Leser nahe zu bringen."

Rieser Nachrichten (12.12.2013)

"Dieses Buch des Journalisten Bernd Eichmann ist ein Wunder, weil es dem Sterben seine Würde zurückgibt – als Teil unseres Lebens."

Thüringer Allgemeine Zeitung (15.03.2014)

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-14127-1

€ 13,99 [D] | CHF 17,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Gütersloher Verlagshaus

Erschienen: 13.03.2014

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

„Ein Mensch erlischt“ – Bewegender Bericht eines Sohnes über seinen demenzkranken Vater

Von: Stephanie Manig aus Oelsnitz/Erzgebirge Datum: 20.01.2014

Bernd Eichmanns Vater ist 82 Jahre alt, als er ihn aus Ostwestfalen zu sich nach Berlin holt. Das Souterrain des Hauses wird so ausgestattet, dass es den Erfordernissen des betagten Mannes vollkommen entspricht. Mit Hingabe kümmert sich der Sohn um seinen „Vatter“, wie er ihn im ostwestfälischen Zungenschlag nennt. Gemeinsam gehen sie spazieren, lachen, debattieren. Doch nach einem Krankenhausaufenthalt verschlechtert sich der Gesundheitszustand des alten Herrn rapide: Er ist von nun an ans Bett gefesselt, bedarf intensiver Pflege und Zuwendung und die Krankheit lässt ihn aggressiv werden, wüten und toben. Bernd Eichmann stellt sich diesen Herausforderungen ohne zu zögern.

„Ein Mensch erlischt“ – so ist das zweite Kapitel im ersten Abschnitt überschrieben. Ja, der „Vatter“ erlischt zusehends, wie die immer kleine werdende Flamme einer Kerze. Bernd Eichmann weiß das. Dennoch versorgt er den schwerkranken Vater mit Hingabe und Leidenschaft, verbunden mit dem enorm hohen Anspruch, dabei niemals nur ein „optimierungssüchtiger, freudloser Mangelverwalter“ (Seite 158) zu sein. Dabei gerät der Sohn selbstverständlich an seine psychischen Grenzen. Doch das Buch „Vatter baut ab“ ist kein Lamento einer überforderten Pflegeperson, sondern eine ergreifende Liebeserklärung an einen sterbenden Vater und vor allem an das Leben.

Mich hat dieser 192-seitige Bericht tief bewegt und zu Tränen gerührt. Nur düster, traurig und schwarz ist dieses Buch allerdings nicht. Bernd Eichmann beschreibt mit bewundernswerter Geduld und einem Augenzwinkern das ein oder andere Missgeschick, das sich wohl ausschließlich mit Humor ertragen lässt. Nie rückt er sich selbst in den Vordergrund – nein, die erste Geige spielt bis zum Schluss ganz klar der „Vatter“. Ich bewundere die Leistung von Bernd Eichmann. Uneigennützig und beinahe bis zur Selbstaufgabe begleitet er seinen Vater auf dessen Weg zum Tod. Seine Leser lässt er daran teilhaben, indem er offen, packend und ungeschönt, aber stets mit viel Einfühlungsvermögen, Liebe und Respekt von den letzten zweieinhalb Jahren mit seinem Vater erzählt.

Eine letzte Liebeserklärung an den Vater

Von: Gerhard Stubbe aus Sachsenstr. 14, 79117 Freiburg Datum: 26.11.2013

Das Buch habe ich in 2 Tagen ausgelesen. Es hat mich sehr gefesselt und berührt. Da schildert der Sohn, wie er seinen an Alzheimer erkrankten Vater die letzten 2 Jahre seines Lebens aufopferungsvoll und einfühlsam und ganz besonders liebevoll begleitet und pflegt. Es ist ein ungewöhnlicher Bericht eines empfindsamen Mannes, der uns anrührt in dem Gedanken, wie tröstlich doch die Liebe und Zuwendung im Abklingen des Lebens ist.
Diese wunderbare seelische Verbindung und körperliche Nähe möchte man vielen alten und erkrankten Menschen in ihrem Lebensabend wünschen.
Das Buch ist in einer ruhigen, klaren Sprache verfasst, teilweise mit guten Verkürzungen, die den Spannungsbogen der Darstellung günstig beeinflussen.

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