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Ventoux Roman

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-18218-2

Erschienen: 27.06.2016
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Fragen, die wichtig sind. Antworten, die sich gewaschen haben. Und alles vor der Kulisse des Mont Ventoux.

Bart ist Journalist, liebt Radrennen und ist fast fünfzig, als seine Jugendfreunde André, Joost und David unerwartet wieder in seinem Leben auftauchen. Und mit ihnen der Sommer des Jahres 1982. Ein Sommer, in dem sie alle in die schöne Laura verliebt waren, ein Sommer der großen Gefühle – und eines tödlichen Unglücks auf dem Mont Ventoux. Die Freunde waren achtzehn, als sie zu fünft die legendäre Etappe der Tour de France hinauffuhren – und zu viert zurückkehrten. Als auf einen Schlag ihre Träume zerplatzten. Und Laura, die mit ihnen in der Provence war, spurlos verschwand. Dreißig Jahre später, im Sommer 2010, will Laura die vier Männer am Ventoux wiedertreffen. Sie will darüber sprechen, was damals wirklich geschah. Und die Freunde folgen ihrer Einladung: die Rennräder auf dem Autodach, ihren Krempel im Anhänger und jede Menge Fragen auf dem Rücksitz …

„'Ventoux' ist unterhaltsame und spannende Lektüre, besonders für Rennradfans.“

NDR Kultur, Sendung "Neue Bücher" (29.06.2016)

Bert Wagendorp (Autor)

Bert Wagendorp, Jahrgang 1956, ist als Kolumnist für die niederländische Zeitung De Volkskrant und eine flämische Tageszeitung tätig. Zwischen 1989 und 1994 berichtete er unter anderem von der Tour de France. Zudem hat er das literarische Radrennmagazin De Muur mitbegründet. »Ventoux« war der große Überraschungsbestseller der letzten Jahre in den Niederlanden und wurde dort erfolgreich verfilmt.

„'Ventoux' ist unterhaltsame und spannende Lektüre, besonders für Rennradfans.“

NDR Kultur, Sendung "Neue Bücher" (29.06.2016)

»Fragen, die wichtig sind. Antworten, die sich gewaschen haben. Und all das vor der Kulisse des Mont Ventoux.«

de Morgen

»Witzig, scharfsinnig und berührend, mit einem Ende, so intensiv, dass man ganz langsam lesen will, Wort für Wort.«

Guardian

»Dieses melancholische, berührende, funkelnde Juwel erzählt von Freundschaft und Liebe - und davon, was die Liebe mit der Freundschaft macht.«

De Morgen

Aus dem Niederländischen von Andreas Ecke
Originaltitel: Ventoux
Originalverlag: Atlas Contact

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-18218-2

€ 15,99 [D] | CHF 19,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: btb

Erschienen: 27.06.2016

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Ventoux

Von: Bri Datum: 18.09.2016

www.feinerbuchstoff.wordpress.com

Fünf Jungs, die sich, bis auf einen, alle bereits aus der Vorschule kennen, treffen als Teenager die wunderhübsche Laura. Um sie werden die Jungs in den nächsten Jahren allesamt schwärmen wie die Motten ums Licht. Bart ist von Beruf Journalist und war lange Jahre Radrennsportexperte, bevor er Gerichtsreporter wurde. In dieser Funktion allerdings trifft er nach Jahrzehnten wieder auf seinen alten Freund André, der früher als großartiges Radrennsporttalent gehandelt, letztendlich in ganz anderen, nicht ganz gesetzeskonformen Kreisen landete. Mit David, dem aus Surinam stammenden Reiseexperten, der am liebsten zuhause in Zutphen bleibt und scheinbar der verlässlichste der Freunde ist, blieb Bart über die Jahre immer in Kontakt. Joost hingegen hat sich in die Höhen der Physik-Genies geschwungen und ist in Erwartung des Spinoza Preises. Peter, der die Vierertruppe erst kennen lernte, als seine Eltern mit ihrem schwimmenden Bordell in Zutphen ankerten und blieben, der aufstrebende, geniale und erfolgreiche Jungdichter, dessen Beziehung zu Laura offensichtlich nicht rein platonisch war, er ist der Grund, weshalb sich die Gruppe vor dreißig Jahren auflöste und Laura einfach verschwand. Besser gesagt, ist es nicht Peter selbst, sondern das, was mit ihm passierte, damals auf dem Ventoux …

Ventoux – ein Wort, das für mich immer nach Wind, Kampf und gleichzeitigem Sieg klang. Am bekanntesten wohl bei Motorrad- oder Radfahrern und klassisch orientierten Literaturfreunden. Bilder des kahlen Bergs zeigen, wie steil die Anstiege bis zum Gipfel dort sind, wie gnadenlos man klettern muss, will man mit dem Rad oben ankommen. Petrarca hat den Berg zu Fuß bezwungen, viele Tour-de-France-Fahrer mit ihren Rädern. Rauf ist anstrengend, aber runter kann tödlich sein. Jeder der schon selbst einmal einen solchen Berg abgefahren ist – sei es mit dem Rad oder dem Motorrad, weiß, wie wichtig Kontrolle ist. Autofahrer haben es da vergleichsweise leicht … doch jedes noch so kleine Splittsteinchen ist für die Reifen eines schmalen Rennrades eine große Gefahr.

" … Jungs so sieht das Glück aus! Rad fahren, an nichts denken, einen Meter voraus auf den Asphalt starren."

Bart und Joost haben sich vorgenommen, den Ventoux nach dem Schulabschluss mit den Rädern zu bezwingen. André, der für das Vorhaben Geeignetste, ist bereits in anderen Sphären unterwegs, David zu bequem und Laura keine Radrennsportlerin, genauso wenig ist das Peter, doch er, der Stürmer und Dränger, erhofft sich nach zahlreichen Anekdoten über den Berg einen dichterischen Höhenflug. So nimmt er, untrainiert am ambitionierten Unternehmen von Bart und Joost teil.

Bert Wagendorp hat die Geschichte der sechs jungen Menschen, deren aller Leben durch ein fatales Ereignis jäh aus den Angeln gerissen wurde, zunächst hinsichtlich einer Verfilmung als Drehbuch verfasst. Der Roman, den er anschließend aus dem Plot erarbeitete, besitzt Tiefe, Vielfältigkeit und ist angereichert mit mannigfaltigen Verweisen, denen man als Leser gerne nachgeht. Autobiographisches fließt genauso ein, wie seine fundierten Kenntnisse über den Radrennzirkus, klassische Literatur, die provenzalische Landschaft und das eigene Erleben eines Ventoux – Abenteuers. Geschickt lässt er seine Hauptfigur die Ereignisse von damals erzählen – Laura, die Angebetete aller, der vermeintliche Grund für die Trennung der Jungs, bringt alle wieder zusammen und klärt damit, nicht ganz ohne Schmerz, die wahren Gründe für die damaligen Ereignisse. Alles war anders und bei Weitem weniger poetisch motiviert als angenommen. Man könnte gar sagen, menschliche Abgründe tun sich auf. Eine Auflösung par excellence, die verblüfft, setzt das Tüpfelchen aufs i.

Ventoux – Ein Sommer, der das Fieber des Lebens in sich trug. Ein Roman über Freundschaft, Liebe, Verrat und die Kunst, sich neu zu positionieren.

" Wir sprachen nicht. Abgesehen von Warnungen vor überholenden oder entgegenkommenden Autos. Vier Männer beim Windschattenfahren. Nirgendwo ist das Gefühl der Freundschaft und Loyalität stärker als in so einer Gruppe von Radrennfahrern. Man achtet aufeinander. Der Stärkste macht die Führungsarbeit, oder man wechselt sich ab. Beim Überholen eine kurze Berührung am Rücken wie eine Liebkosung. Man spürt, wie alle sich konzentrieren, wie sie versuchen, ein einziger Rad fahrender Organismus zu werden, ein Körper, ein Geist."

Tolle Sommerlektüre - auch für Nicht-Radsportfans!

Von: Angi Datum: 14.09.2016

blog.beastybabe.de

Trotz der Tatsache, dass ich mich für Radsport eher weniger begeistern kann, fand ich dieses Buch sehr unterhaltsam und gelungen.

Bert Wagendorp hat einen wundervollen Schreibstil, dem man leicht folgen kann und der zwar sehr detailreich ist, aber niemals ausschweifend wirkt.
Seine Charaktere beschreibt er realitätsnah und so individuell, dass man bald das Gefühl hat, man würde sie selbst kennen. Und so wunderbar bunt gemischt und humorvoll wie diese Truppe ist, möchte man auch am liebsten dazugehören. Peter ist ein begnadeter Dichter, der schon während seiner Schulzeit mit einigen seiner Werke bekannt wird. Bart wird später Journalist, Joost ist ein kleines Genie und wird zum berühmten Professor, André gerät nach der Schulzeit etwas auf die schiefe Bahn, David übernimmt das Reisebüro seines Vaters und Laura wird Regisseurin.

Das Buch wechselt sehr locker zwischen Gegenwart und Rückblicken in die Vergangenheit. Bart lässt uns an seinen Erinnerungen teilhaben und erzählt uns, wie damals alles begann. Sehr schön untermalt dies der Autor mit entsprechenden Musikstücken und anderen typischen Dingen der 80er-Jahre. Witzige Dialoge und Szenen sind dabei noch das i-Tüpfelchen auf einem wundervoll gelungenen Ambiente.
Für Leser, die etwa in diese Altersklasse fallen, ist das Buch wohl zwangsläufig auch eine kleine Reise in die eigene Jugend. Es erinnert an eigene Streiche in der Schulzeit, an die aufregenden Gefühle der ersten Liebe, an Zeltlageratmosphäre und gemeinsames Abhängen mit Freunden.

Eine Hommage an Freundschaft und Kameradschaft; eine Erinnerung daran, dass man die Vergangenheit wirklich ein Stück weit wieder aufleben lassen kann und dass es niemals zu spät ist für einen Neubeginn.

Jeder in der Gruppe hat so seine Probleme, mit denen er fertig werden muss. Vor allem aber wollen sie gemeinsam das schreckliche Ereignis von damals endlich aufarbeiten, um damit abschließen zu können. Laura ist danach einfach gegangen und war 30 Jahre lang verschwunden. Umso überraschender ist es, dass sie diejenige ist, die nach Jahrzehnten wieder ein Treffen am Mount Ventoux vorschlägt.

Am Ende entwickelt sich die Story in eine Richtung, die ich nicht erwartet habe, die aber einen wundervoll runden Abschluss bildet und dafür sorgt, dass man das Buch irgendwie unwillig, aber mit einem zufriedenen Lächeln auf dem Gesicht zuklappt. Die sympathischen Figuren werden mir ein bisschen fehlen, aber der Geschichte ist nichts mehr hinzuzufügen. Ein gelungenes Ende mit vielen Emotionen und wundervollen Szenen.

Fazit:
Besonders für Radsportfans und Leser Ü40 dürfte dieses Buch genau die richtige Sommerlektüre sein. Fesselnd, humorvoll, emotional und zwangsläufig auch irgendwie eine Reise in die eigene Vergangenheit.

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