Versunkene Welten und wie man sie findet

Auf den Spuren genialer Entdecker und Archäologen

(4)
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Untergegangene Städte, sagenumwobene Schätze, rätselhafte Schriftzeichen

Eric Cline, preisgekrönter Wissenschaftler und Autor, entführt uns in die spannende Welt der Archäologie und zeigt, wie sich die Beschäftigung mit den Völkern und Kulturen der Vergangenheit von der Amateurforschung zu einer hoch professionalisierten und technisierten Wissenschaft entwickelt hat. Dabei begegnen wir Entdeckern wie Howard Carter, Heinrich Schliemann und John Lloyd Stephens und begleiten sie dabei, wie sie die Grabkammern des Tutanchamun, die Überreste des antiken Troja und Stätten der Maya-Kultur ans Tageslicht befördern. Lebendig und packend erzählt Cline die faszinierende Geschichte der Archäologie und bringt uns zugleich die Arbeit der Archäologen näher.

»Das Buch zeugt von der persönlichen Begeisterung des Autors für sein Fach und richtet sich bewusst an Laien.«

NZZ Geschichte (15. Mai 2018)

Aus dem Englischen von Cornelius Hartz
Originaltitel: Three Stones Make a Wall. The Story of Archaeology
Originalverlag: Princeton University Press
eBook epub (epub)
mit Abb.
ISBN: 978-3-641-22135-5
Erschienen am  23. April 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Leidenschaft für die Archäologie

Von: Elementares Lesen

21.02.2019

Schon mit sieben Jahren träumte Eric Cline davon, Archäologe zu werden. Inzwischen arbeitet er seit 35 Jahren in diesem Beruf und war an mehr als 30 Ausgrabungen, vor allem in Griechenland und im Nahen Osten, beteiligt. Sein profundes Wissen über die Geschichte und Methoden der Archäologie teilt er im Buch "Versunkene Welten und wie man sie findet". Es basiert auf seinem Einsteiger-Kurs an der George Washington University und ist vollgestopft mit interessanten Geschichten! Von Pionieren der Archäologie Uralte Schriftrollen, Reiseberichte und Schriften antiker Historiker, und die Bibel – sie zählten in der Frühzeit der Archäologie zu den wichtigsten Quellen. Die Pioniere nutzten diese Texte, um legendäre Orte und ihre Schätze zu finden. In diesem Buch nehmen wir an ihren Entdeckungen teil und lernen aus ihren Fehlern. Wir begegnen Heinrich Schliemann bei seinen Ausgrabungen in Troja und Mykene. Durch rücksichtslose Grabungen zerstörte er die Stratigrafie, die Schichtfolge mehrerer Siedlungen, die übereinander lagen. Fehldeutungen waren die Konsequenz. Arthur Evans erforschte die Geschichte der Minoer. Wir erleben ihn bei seiner haarsträubenden Rekonstruktion des Palasts von Knossos auf Kreta. Ein magischer Moment: als Howard Carter das Grab des Pharaos Tutanchamun in Ägypten öffnet und “wunderbare Dinge” erblickt. Wir machen mit dem Autor einen Spaziergang durch Delphi, besichtigen die berühmte Terracotta-Armee in China und schauen uns die Überreste der biblischen Stadt Armageddon an. Dort lagern die Schichten von mindestens 20 Siedlungen übereinander! Ob Kriege oder Katastrophen ihren Untergang verursachten, ist kaum aufzuklären. Werkzeuge, Keramiken und Schmuckstücke geben wertvolle Hinweise auf den Alltag der Bewohner und ihre Handelsbeziehungen. Die Datierung und Interpretation dieser Fundstücke ist auch heute noch kompliziert, wie Cline deutlich macht, und führt immer wieder zu Kontroversen. Aus den Fehlern der Pioniere hat die Archäologie gelernt. Heute bewegt man sich an den Fundstätten nach klaren Regeln, um den Kontext nicht zu zerstören. Nur so sind gesicherte Erkenntnisse über die Geschichte vergangener Epochen möglich. Kurzer Ritt durch die Geschichte der Menschheit Anhand bedeutender Fundstätten streift der Autor durch einige Epochen der Menschheitsgeschichte: Er berichtet von Knochen des Homo Naledi in einer südafrikanischen Höhle, die auf den Ursprung der Menschheit verweisen; von der geheimnisvollen Kultstätte Göbekli Tepe und dem Beginn der Landwirtschaft in Mesopotamien; von der Bronzezeit im Mittelmeerraum und der Suche nach Atlantis. Spannend sind auch die Einblicke in die Unterwasserarchäologie. Der Fund des sagenhaften Schiffs von Uluburun, das 1.300 v.Chr. gesunken war, verrät viel über die Handelsbeziehungen im Mittelmeerraum zur Zeit seines Untergangs. Die Wiederentdeckung vieler Maya-Stätten wie Palenque, Copán und Chizén Itzá leitete die Archäologie der Neuen Welt ein, die sich den mittelamerikanischen Hochkulturen und ihrem Verschwinden widmet. Statt sich mühsam durch den undurchdringlichen Dschungel zu schlagen, wird der Regenwald heute mittels LiDAR, einer Methode der Laserortung, vermessen und nach weiteren Stätten durchsucht. Eric Cline verknüpft die Fundorte und Objekte mit der Geschichte und dem Alltag der Bewohner, allerdings ohne in die Tiefe zu gehen. In einigen Abschnitten verliert er sich in der Chronologie der Grabungen und Funde. Diese Aneinanderreihungen sind äußerst ermüdend. Doch insgesamt überwiegen die lebendigen Schilderungen aus der archäologischen Forschung. Praxis der Archäologie In mehreren Einschüben widmet sich Eric Cline besonders häufig gestellten Fragen zu praktischen Aspekten seiner Arbeit, zum Beispiel, woher Archäologen wissen, wo man gräbt, wie man gräbt, und wie man das Alter eines Fundes bestimmt. Archäologische Fachbegriffe erklärt der Autor ganz nebenbei. Ein Schlüsselbegriff ist das Survey, die Geländeerkundung als Grundlage für alle weiteren Arbeitsschritte. Auch mit seinem Lieblingswerkzeug macht Cline uns vertraut: einer Kelle, Truffel genannt, die älter ist als seine Studenten, wie er scherzhaft bemerkt, und seinem unverzichtbaren Set ausrangierter Zahnarztwerkzeuge für die filigranen Arbeiten. Alles wird mit konkreten Beispielen aus Clines Feldarbeit untermauert. Man ist beim Abschreiten von Transekten dabei, und beim richtigen – und falschen – Gebrauch der Werkzeuge, inklusive Verletzungsgefahr. Absolut informativ und humorvoll erzählt! Fazit Die Archäologie hilft uns, das Wissen um unsere Geschichte und das kulturelle Erbe der Menschheit zu bewahren. Darum ist sie unverzichtbar, meint Eric Cline. In seinem Buch "Versunkene Welten und wie man sie findet" teilt der Autor seine Leidenschaft für diese Wissenschaft. Er gibt faszinierende Einblicke in die praktische Arbeit im Feld, in die Lebensweisen alter Kulturen und die Wandlung der Archäologie im Laufe der letzten Jahrhunderte. Alle im Buch beschriebenen Fundstätten sind auf zwei Karten verzeichnet. Außerdem enthält es zahlreiche Illustrationen, die direkt einem Feldtagebuch entstammen könnten – besser als Fotografien! Das Buch ist eine Bereicherung für Geschichtsinteressierte!

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Eric H. Cline: Versunkene Welten und wie man sie findet. Auf den Spuren genialer Entdecker und Archäologen (Rezension)

Von: Karl Adam

23.07.2018

Mit einem Buch über das Ende der Bronzezeit einen Beststeller schreiben? Das muss man erst einmal hinbekommen. Mit „1177 v. Chr. Der erste Untergang der Zivilisation“ ist es dem US-amerikanischen Historiker und Archäologen Eric H. Cline gelungen. Das liegt natürlich auch an einer populärwissenschaftlichen Aufarbeitung des Stoffes: Zivilisationsuntergänge sind ja immer, und heute wieder verstärkt, beliebt. Und auch das Aufzeigen von Parallelen zur Gegenwart ist oft verblüffend: „Die griechische Wirtschaft ist am Ende. In Libyen, Syrien und Ägypten ist es zu revolutionsartigen Aufständen gekommen, fremde Mächte und ausländische Soldaten gießen Öl ins Feuer. Die Türkei befürchtet, in die Konflikte mit hineingezogen zu werden. Jordanien ist überfüllt mit Flüchtlingen. Der Iran wetzt die Messer und übt sich in Drohgebärden, während es im auch im Irak drunter und drüber geht.“ Nein, nicht von der Gegenwart ist die Rede, sondern von einer Zeit von vor über 3.000 Jahren. Mit „Versunkene Welten und wie man sie findet“ legt Cline nun erneut ein Erfolg versprechendes Werk vor. Nach Hermann Parzingers „Abenteuer Archäologie. Eine Reise durch die Menschheitsgeschichte“ (2016) liegt dem deutschsprachigen Markt nun in kurzer Zeit bereits die zweite hochkarätige Archäologiegeschichte vor. Doch während Parzinger einen klassisch-chronologischen Weg durch Millionen Jahre Menschheitsgeschichte gewählt hat, die anhand archäologischer Funde illustriert werden, wählt Cline einen pointierteren und gleichzeitig handwerklichen Weg: Das legendäre Troja, das Grab des Tutanchamun, die steinzeitliche Kultanlage von Göbekli Tepe, das minoische Knossos, das Orakel von Delphi, Armageddon, die Höhlenmalereien von Lascaux, die verschüttete bronzezeitliche Stadt Akrotiri, Goldmünzen, Bleikugeln und U-Boote – von all dem wird anekdotenhaft und kurzweilig berichtet, wobei auch Methoden und Gerätschaften der Archäologen nicht zu kurz kommen: Was sind die Unterschiede zwischen Bodenradar und Magnetometer? Wozu ist eine Feldbegehung gut? Was macht man bei einer Planabgrabung? Welchen Zweck erfüllt ein Klickzähler? Was verbirgt sich hinter dem Begriff „Prozessuale Archäologie“? Wie funktioniert die C14-Datierung? Der gut lesbaren, abbildungsreichen Übersicht ist ein archäologisches Axiom vorangestellt, das die Grundlage für alles weitere darstellt: „Ein Stein ist ein Stein. Zwei Steine sind ein Befund. Drei Steine sind eine Mauer. Vier Steine sind ein Gebäude. Fünf Steine sind ein Palast. (Sechs Steine sind ein Palast,  den Außerirdische gebaut haben.)“

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Vita

Eric H. Cline, Jahrgang 1960, ist Professor für Klassische Altertumswissenschaft und Anthropologie und Direktor des Archäologischen Instituts an der George Washington Universität. Er hat an mehr als 30 Ausgrabungen in Griechenland, Ägypten, Israel, Jordanien und den USA teilgenommen. Für sein Buch 1177 v. Chr. wurde Cline mit dem ersten Preis der American School of Oriental Research für das beste populäre Buch ausgezeichnet.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

»Ein spannend und packend geschriebenes Werk, eine wahre Fundgrube mit vielen faszinierenden Geschichten über die Historie der Menschheit.«

Spektrum der Wissenschaft (01. Juli 2018)

»Clines Buch vermag die Faszination, die vom Fach Archäologie ausgeht, authentisch zu vermitteln, es ist lebendig geschrieben und auf der Höhe der Zeit. Ein würdiger Nachfolger der populärwissenschaftlichen ›Klassiker‹ von C. W. Ceram oder Glyn Daniel.«

Archälogie in Deutschland (13. November 2018)

»Ohne duldsame Archäologen wüssten wir nur wenig über unsere Entwicklung. Hier gibt’s ein versammeltes Loblied.«

Glaube und Leben (22. April 2018)

»Lebendig und packend erzählt. Man möchte dieses Buch am liebsten in einem Zug durchlesen.«

Karfunkel – Zeitschrift für erlebbare Geschichte (09. Januar 2019)

»Cline vermittelt archäologisches Grundwissen, das nicht nur für den fachinteressierten Laien interessant ist, sondern auch den studierten Archäologen auf ein Neues zu faszinieren vermag.«

Antike Welt – Zeitschrift für Archäologie und Kulturgeschichte (10. August 2018)

»Für Laien geschriebenen und sehr empfehlenswert«.

Saarbrücker Zeitung (04. Juli 2018)

»Ein lesenswertes Buch.«

Mannheimer Morgen (08. Juni 2018)

»Kenntnisreich, lebendig, lesernah«.

dpa (10. Juli 2018)

»Eine fesselnd-faszinierende Reise.«

Lebensart im Norden (01. August 2018)

»Ein Archäologe gibt hier eine informative und anschauliche Einführung in sein Fach. Am Ende des Buches hat der Leser viel gelernt.«

P.M. (17. August 2018)

»Der ideale Lesestoff für Archäologie-Interessierte.«

Dolomiten (19. Oktober 2018)