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Vier nach Mitternacht Langoliers und Nachts

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€ 11,99 [D] inkl. MwSt.
CHF 14,00*
(* empf. VK-Preis)

eBook (epub) ISBN: 978-3-641-19089-7

Erschienen:  11.04.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

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In Langoliers gerät ein ganz normaler Linienflug unversehens zu einer Odyssee auswegloser Schrecken. Das heimliche Fenster (verfilmt mit Johnny Depp): Ein Mann beschuldigt einen Schriftsteller, dieser habe ihm eine Geschichte gestohlen – Beginn eines Horrortrips in die mörderischen Abgründe einer schizophrenen Psyche. Der Bibliothekspolizist erzählt von alten Schulden. Ein mordender Bibliothekspolizist verfolgt Sam Peebles, weil der vor Jahren Bücher auslieh und sie nicht zurückbrachte. In Zeitraffer muss sich Kevin dem Monster stellen, das ihm auf den Fotografien, die er mit seiner neuen Kamera macht, immer näher kommt.
Vier nach Mitternacht fasst die bisherigen Einzelbände Langoliers und Nachts zusammen.

Zum Werkverzeichnis der im Heyne Verlag von Stephen King erschienenen Titel

Stephen King (Autor)

Stephen King, 1947 in Portland, Maine, geboren, ist einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller. Bislang haben sich seine Bücher weltweit über 400 Millionen Mal in mehr als 50 Sprachen verkauft. Für sein Werk erhielt er zahlreiche Preise, darunter 2003 den Sonderpreis der National Book Foundation für sein Lebenswerk und 2015 mit dem »Edgar Allan Poe Award« den bedeutendsten kriminalliterarischen Preis für Mr. Mercedes. 2015 ehrte Präsident Barack Obama ihn zudem mit der National Medal of Arts. Seine Werke erscheinen im Heyne-Verlag, zuletzt die Spiegel-Bestseller Mind Control und (zusammen mit Owen King) Sleeping Beauties.

www.stephenking.com

Aus dem Amerikanischen von Joachim Körber
Originaltitel: Four Past Midnight
Originalverlag: Viking

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-19089-7

€ 11,99 [D] | CHF 14,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne

Erschienen:  11.04.2016

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Vier sehr gute Kurzgeschichten

Von: Flaventus Datum: 02.01.2017

https://familieimchaos.blogspot.de/p/bucher.html

King schreibt selbst im Vorwort, dass er die Geschichten, die er in diesem Buch veröffentlicht hat, für eine Kurgeschichte zu lang und für ein eigenständiges Buch zu kurz hält. Wer King kennt, mag es ihm abnehmen, dass 200 bis 250 Seiten für seine Verhältnisse nicht für ein Buch ausreichen. Das hat zur Folge, dass das Buch "Vier nach Mitternacht" über 1100 Seiten verfügt. Nun ist es nach Kingschen Maßstäben ein richtiges Buch.

Allerdings hat er mit zahlreichen Kurzgeschichten, die zuletzt als Story Selection einzeln als eBook veröffentlicht wurden, bewiesen, dass er auch gute kurze Geschichten schreiben kann.

Die vier Novellen aus "Vier nach Mitternacht" sind eigenständige Geschichten, die nicht aufeinander aufbauen und einzeln betrachtet werden können.

Langoliers
Kann es Zeitreisen geben? Diese Frage beschäftigt King in zahlreichen Büchern. Er kommt zuweilen zu unterschiedlichen Ergebnissen, denn während sie in vielen Büchern von ihm möglich ist, wird hier ein interessantes Gedankenspiel geschaffen.

In Langoliers gibt es nur eine Zeitlinie. Zu dieser Erkenntnis kommen die Passagiere eine Flugs nach Boston, als die Maschine durch einen Zeitriss fliegt.

Die Charaktere sind in dieser Geschichte geschickt ausgewählt und folgen typischen Stereotypen. Neben dem klassischen überdrehten und ruhigen Charakteren gibt es auch untypische Figuren, wie zum Beispiel das blinde Mädchen, dass dieser Geschichte die letzte Würze gibt.

Dadurch ist es möglich einen Spannungsbogen aufzubauen, der in dieser Geschichte nie abflacht. Allerdings ist so manches Mal die Handlung der Protagonisten nicht nachvollziehbar. Aber wer weiß schon, wie er reagieren würde, wäre er in der Zeit verloren?

Diese Geschichte wurde verfilmt, wobei sich dieser recht dicht an die Buchvorlage hält. Allerdings ist der Film schon 20 Jahre alt, was sich in den technischen Effekten äußerten. Davon abgesehen ist er durchaus sehenswert.

Das heimliche Fenster, der heimliche Garten
Stell Dir vor, Du bist Autor und plötzlich steht jemand vor der Türe, der behauptet, dass Du ihm seine Geschichte geklaut hast. Und weil bekanntlich ein Unglück selten alleine kommt, ist der Autor auch zugleich in einer Schaffenskrise und die Ehe ist kürzlich zerbrochen.

Diese Novelle ist sicherlich die beste von allen vieren. Lange Zeit begleitet der Leser den Autor Mort durch sein zerbrochenes Leben und erlebt die Bedrohung der fremden Person Shooter (der Name wurde glücklicherweise nicht übersetzt) hautnah mit.

Die Spannung ist gleich zu Anfang recht hoch und zahlreiche Wendungen in der Geschichte halten den Leser bei der Stange. Das fulminante Finale, das sich nach und nach angekündigt hat, hat es dann in sich. Diese Geschichte ist mehr eine Charakterstudie des Autors, in der King sicherlich einige seiner eigenen Ängste verarbeitet hat.

Auch diese Geschichte wurde verfilmt. Trotz seines Alters (2004) ist dieser Film auch heute noch sehenswert. Maßgeblich daran beteiligt ist sicherlich Jonny Depp, der die Hauptrolle übernommen hat.

Das ursprüngliche Buch "Langoliers" (mit den zwei Geschichten) ist noch immer separat erhältlich. Zwischenzeitlich sind einige neue Auflagen erschienen, wobei die aktuellste aus dem Jahre 2005 stammt. Inhaltlich wurde allerdings nichts geändert.

Der Bibliothekspolizist
Nicht jede Bibliothek ist nachsichtig, wenn Bücher nicht zurückgegeben werden. Vor allem, wenn nicht nur die Leihfrist überschritten wurde, sondern diese sogar verloren gegangen sind. Das muss Sam erfahren, nachdem er sich Bücher entliehen hat, die für einen fulminanten Erfolg einer Rede gesorgt haben, die er kurzfristig halten musste.

Diese Geschichte ist gespickt mit King typischen unterschwelligen Mystery-Effekten, wenn plötzlich die wahrgenommene Realität sich verändert. Ein sehr probates Stilmittel, dessen er sich immer wieder bedient und das in dieser Geschichte hervorragend funktioniert.

Zeitraffer
In dieser Geschichte gibt es die meisten Bezüge zu anderen Werken von Stephen King. Wer die Worte "King" und "Hund" hört, muss zwangsläufig an "Cujo" denken. So ist es auch in diesem Buch. Neben den Bezügen zu Cujo finden sich zahlreiche Bezüge zu anderen Büchern, die in Castle Rock spielen. Durch diese Bezüge zu anderen seiner Büchern entsteht eine Art Wiedererkennungswert, der die Authentizität der Geschichte untermauert.

Was natürlich hanebüchen ist. Denn in dieser letzten Novelle spielt eine Sofortbildkamera die Hauptrolle, die Fotos einer Szenerie macht, auf der ein Hund zu erkennen ist, der sich der Kamera immer weiter nähert. Das Paranormale nimmt in diesem Buch einen recht großen Raum ein, so dass diese Geschichte recht gut ins "übliche" King-Universum passt.

Auch diese beiden Bücher gibt es wie gehabt als separates Buch unter dem Titel "Nachts" zu kaufen.

Fazit
Diese Kurzgeschichten haben schon ein gewisses Alter erreicht. Und spiegeln somit den schriftstellerischen Stand von Stephen King zu eben jener Zeit wider. Und dieser ist meiner Meinung nach deutlich lesenswerter als so manches aktuelles Werk.

In diesen Geschichten fehlt jegliche Länge. Sie sind knackig erzählt und halten den Spannungsbogen durchgehend aufrecht. Zahlreiche Wendungen überraschen beim Lesen. Ich persönlich kann mit dem Stiel dieser Bücher deutlich mehr anfangen, als z.B. mit aktuelleren Werken, wie zum Beispiel "Der Anschlag".

Von daher gibt es eine uneingeschränkte Leseempfehlung für diese Bücher, wobei ich zudem empfehle, diesen Band mit allen vier Geschichten zu lesen, so wie der Autor es vorgesehen hat.

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Taschenbuch)

drei von vier gefallen

Von: der Michi Datum: 12.04.2018

www.seilerseite.de

In "Langoliers" ist der Horroranteil relativ gering: Eine Ladung Passagiere eines Linienflugs strandet in einer eigenartigen leeren Welt. Alles Leben scheint verschwunden zu sein, doch eine bedrohliche Macht nähert sich. Packend ist der Auftakt des mitternächtlichen Reigens trotzdem und er greift das zentrale Motiv des Bandes am passendsten auf. Das Motiv der Reise zwischen den Welten passt vielleicht eher in den Bereich Mystery, doch um derartige Abgrenzungen muss man sich nicht scheren.

Wie so oft konzentriert sich King auf seine Figuren und ihren Umgang mit dem Unerklärlichen, was immer noch genug Platz für handfesten Wahnsinn lässt. Die knapp dreihundertsechzig Seiten sind auch aufgrund der ausführlich recherchierten Flugzeugszenen nie langweilig zu lesen. Das macht Lust auf mehr.

"Das heimliche Fenster, der heimliche Garten" stellt, ähnlich wie der King-Klassiker "Stark - The Dark Half", das Schicksal eines Schriftstellers in den Vordergrund. Der muss sich unverhofft mit mörderischen Plagiatsvorwürfen auseinandersetzen und zu allem Unglück verschwinden sämtliche Beweise für seine Unschuld auf Nimmerwiedersehen. Hier ist trotz der hohe Erwartungen weckenden Ausgangslage noch Luft nach oben.

Am Anfang machen die ausführlichen Anekdoten aus Morton Raineys Leben noch einen Gutteil der Faszination dieser Geschichte aus. Spätestens nach der Hälfte offenbaren sich diese Schilderungen allerdings als Füllmaterial einer Handlung, deren Ausgang man schon frühzeitig zu ahnen beginnt. Denn ab einem bestimmten Punkt gibt es nur noch eine Erklärung für die Vorkommnisse, für die man nicht viel um die Ecke denken muss.

"Der Bibliothekspolizist" spielt ebenfalls in der Welt der Bücher: Sam Peebles vergisst, zwei ausgeliehene Bücher rechtzeitig in die öffentliche Bücherei von Junction City zurückzubringen. Doch es ist nicht die ältliche Bibliothekarin, die sich an ihm rächt, sondern ein unheimlicher Fremder, der Sams finsterste Seiten weckt.

Eine gelungene Erzählung rund um verdrängte Kindheitsängste und die zerstörerische Macht endloser Gier bildet den dritten Teil des Buches. Der finale Exorzismus der titelgebenden Kreatur weckt entfernt Erinnerungen an "Es", sonst steht diese Geschichte weitgehend für sich selbst. Trotz vieler Rückblicke im Mittelteil eine spannende Angelegenheit, die wieder Hoffnung weckt und uns die Schwächen des Vorgängers vergessen lässt.

Den Abschluss bildet "Zeitraffer". Hier nimmt King den Leser in seine fiktive Stadt Castle Rock, den Handlungsort mehrerer seiner Romane, mit. Kevin Delevan bekommt zu seinem fünfzehnten Geburtstag eine Polaroidkamera geschenkt, die einen entscheidenden Fehler hat: Sie spuckt jedesmal ein anderes Bild aus, doch niemals das, was man im Sucher anvisiert. Eine schreckliche Kreatur ist auf den Bilder zu sehen, die mit jedem Drücken des Auslösers näher kommt.

Auch diese Geschichte hat mit dem Thema "Mitternacht" nur wenig zu tun. Dafür erschafft King mit Pop Merrill einen durchtriebenen Antagonisten, der hinsichtlich der korrekten Verwendung übernatürlicher Dinge seine ganz eigenen Vorstellungen hat. Das große Finale ist dann leider doch nicht ganz so gravierend wie man vielleicht gehofft hat und gerade hinsichtlich der Herkunft der Kamera hätte man sich noch so manche Erklärung gewünscht. Immerhin schlägt die Erzählung keine unnötigen Haken, bleibt stets fokussiert und bietet meistens schnurgerades Lesevergnügen.

Unentdeckte Meisterwerke enthält dieser Band also nicht gerade. Für Fans des Horrormeisters und zur Ergänzung jeder King-Sammlung eignet sich "Vier nach Mitternacht" dennoch, denn trotz mancher Schwächen lesen sich die meisten Geschichten in einem Rutsch durch.

Originaltitel: "Four After Midnight"
Bonusmaterial: Vorwort, Vorbemerkungen zu jeder Geschichte

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