Villa Conrad

Das Schicksal einer Familie

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Frankfurt in den Goldenen Zwanzigern: Der Großindustrielle Günther Conrad befindet sich auf dem Höhepunkt seiner Macht. Doch während seine älteste Tochter Clara alle Erwartungen erfüllt und den Unternehmer Eduard Jungbluth heiratet, entpuppt sich Conrads Sohn und künftiger Nachfolger Raiko als Pantoffelheld. Die meisten Sorgen bereiten Conrad aber seine beiden jüngsten Kinder, die Zwillinge Sophia und Ludwig. Sie verbringen ihre Zeit lieber mit Schauspielern als in der besseren Gesellschaft. Als sich Sophia in den Sinto Vincent Rubik verliebt, bahnt sich mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten eine Katastrophe an. Denn Sophia geht für ihre Liebe Risiken ein, die sie und ihre Familie in den Abgrund zu reißen drohen ...


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ISBN: 978-3-641-24013-4
Erschienen am  20. Januar 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Ein wundervolles und Lesenswertes Buch

Von: JKHuegel

09.07.2020

Klappentext: Frankfurt in den Goldenen Zwanzigern: Der Großindustrielle Günther Conrad befindet sich auf dem Höhepunkt seiner Macht. Doch während seine älteste Tochter Clara alle Erwartungen erfüllt und den Unternehmer Eduard Jungbluth heiratet, entpuppt sich Conrads Sohn und künftiger Nachfolger Raiko als Pantoffelheld. Die meisten Sorgen bereiten Conrad aber seine beiden jüngsten Kinder, die Zwillinge Sophia und Ludwig. Sie verbringen ihre Zeit lieber mit Schauspielern als in der besseren Gesellschaft. Als sich Sophia in den Sinto Vincent Rubik verliebt, bahnt sich mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten eine Katastrophe an. Denn Sophia geht für ihre Liebe Risiken ein, die sie und ihre Familie in den Abgrund zu reißen drohen ... Ich lese gerne ab und an einen historischen Roman, einfach um mich an eine Zeit zu erinnern, in der ich nicht lebte. Der Klappentext und besonders der Aspekt der 20er Jahre Thematik haben mich sofort angesprochen. Jedoch merkte ich erst später Der Schreibstil: Häufig stört mich die besonders blumig ausufernde Schreibweise in historischen Romanen, schnell wurde mit jedoch bewusst, dass dies in diesem Buch so nicht der Fall ist. Tatsächlich versteht die Autorin es, lang genug in einer Szene zu verweilen, dass sie einen vollkommen in den Bann zieht, jedoch diese auch genauso rasch weiterzuführen, sodass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Meine Meinung: Anfand der 30er Jahre begegnen wir einer reichen deutschen industriellen Familie, deren größte Sorge die Firma, das Wohlerziehen der Kinder und dessen Verheiratung ist. Wenn man allerdings einen Blick in die Zukunft der deutschen Geschichte wagt, werden einem die Weltwirtschaftskrise und auch der zweite Weltkrieg sofort ins Gedächtnis fallen. Innerhalb der Seiten kommt man den einzelnen Familienmitgliedern, besonders den jungen Zwillingen Ludwig und Sophia und deren Schwägerin Emilia sehr nahe, die sich eher nach Freiheit und Selbstbestimmung sehnen. Jedoch werden auch sie von der Nazizeit eingeholt und sie müssen feststellen, dass ethische Grundhaltungen in dieser Zeit kaum etwas zählen. Die Geschichte dieser Menschen hat mir nicht nur einmal die Tränen in die Augen gejagt und fassungslos zurückgelassen. Einen Punkt, der mich jedoch besonders kalt erwischt hat, war die Verfolgung der Sinti und Roma. Während in vielen Weltkriegsbüchern vor allem Juden und Jüdinnen besprochen werden, werden häufig andere Personengruppen außen vor gelassen. Die Diskriminierung, Deportation und sogar Themen wie Zwangssterilisation an Kindern der Sinti und Roma hat mich bestürzt und voller Hass der deutschen und somit auch meiner Vergangenheit zurückblicken lassen. Insgesamt kann ich nur sagen, dass dieses Buch unfassbar gut ist und als Jahreshighlight für mich zählt. Ich empfehle jeder Person, dieses Buch zu lesen, oder sich zumindest mir der Verfolgung im zweiten Weltkrieg intensiver zu beschäftigen. 5/5 Sterne

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Villa Conrad

Von: Steffi

14.06.2020

Cover Auf dem Cover ist eine Frau zu sehen, die eine der Protagonistinnen in dem Buch darstellen könnte. Es ist sehr elegant gehalten und gefällt mir sehr gut. Die Aufmachung des Covers passt gut zu den Goldenen Zwanzigern in der dieser Roman beginnt. Meinung:: Villa Conrad von Nora Elias ist mein erster Roman dieser Schriftstellerin und hat mir sehr gut gefallen. Eigentlich ist die Zeit in der dieser Roman spielt nicht unbedingt meine Lieblingsepoche, zumindest nicht wenn es in Deutschland spielt, aber die Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Der Schreibstil ist flüssig und passt sehr gut in diese Zeit rein, Ich hatte das Buch schnell durchgelesen. Auf den ersten zwei Seiten gibt es eine Übersicht über die wichtigsten Personen in dem Buch und im welchen Verhältnis diese zueinander stehen. Gerade am Anfang hat mir das sehr geholfen mich in die Geschichte einzufinden. Es hätte sicherlich auch ohne diese Auflistung geklappt, aber so fällt es einem als Leser schon einfacher und mir hat es gefallen. Das Buch ist in fünf große Teilabschnitte unterteilt: Teil 1 1928-1930, Teil 2 1932-1933, Teil 3 1937-1939, Teil 4 1940-1941 und Teil 5 1944-1945. Insgesamt begleitet man als Leser die Protagonisten also achtzehn Jahre lang auf ihrer Reise. Ich hatte anfangs Bedenken ob es nicht etwas schwierig ist so viele Jahre in einen Roman zu packen, aber Nora Elias hat es wunderbar umgesetzt. Sie hat es trotzdem geschafft die Charaktere tiefgründig zu behandeln. Jeder hatte seine eigene Geschichte und alle waren durchweg interessant. Natürlich gibt es auch hier eine Person auf die der Fokus am meisten liegt und das ist Sophia. Sophia ist die Zwillingsschwester von Ludwig und ich fand es toll wie Beiden zusammengehalten haben. Sophia, anfangs noch sehr kindlich, macht im Laufe der Geschichte eine tolle Verwandlung durch. Gerade für diese Zeit war sie sehr mutig und ist trotz einiger Gefahren ihren Weg gegangen. Sie hat auf ihr Herz gehört und sich nicht der Meinung anderer unterworfen. In dem Buch geht es um eine wohlhabende Familie aus Frankfurt, aber andere Charaktere wie Vincent bringen den Lesern auch die anderen Seiten dieser Zeit nahe. Villa Conrad ist eine Familiengeschichte die mich gut unterhalten konnte. Mit Sophia konnte ich mitfiebern und sie auf ihrem Weg begleiten. Auch andere Familienmitglieder waren Sympathisch andere eher nicht. Jeder hat eine Entwicklung in dieser ganzen Zeit durchgemacht. Es gibt Liebe, Streit, Emotionen und den Krieg. Es ist also von allem etwas dabei. Fazit: Villa Conrad von Nora Elias ist eine Familiengeschichte die in der Zeit von 1928-1945 spielt und mich gut unterhalten konnte. Ich kann das Buch weiterempfehlen und vergebe 5 von 5 Sterne.

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Vita

Nora Elias ist das Pseudonym einer im Rheinland lebenden Autorin historischer Romane. Zum Schreiben kam sie bereits als Studentin; nun widmet sie sich vermehrt der jüngeren deutschen Geschichte. Sie liebt Reisen und lange Wanderungen. Ihr Roman »Antonias Tochter« wurde mit dem begehrten DELIA-Literaturpreis 2018 ausgezeichnet.

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