Vom Ende eines langen Sommers

Roman

(4)
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Marielle lebt als Bildhauerin in Amsterdam. An einem der ersten warmen Frühlingstage kehrt die Vierzigjährige mit einem riesigen Strauß roter und blassrosa Tulpen vom Bloemenmarkt zurück und findet vor ihrer Wohnungstür ein Paket. Altmodisch verschnürt und geheimnisvoll. Der Inhalt: Tagebücher ihrer vor kurzem verstorbenen Mutter Franka. Ein Leben lang fühlte Marielle sich von ihr unverstanden. Immer war ihr diese stolze, kühle Frau fremd geblieben. Nun beginnt sie zu lesen. Von jenem langen Sommer 1944, den Franka auf einem Gut in der Toskana verbracht hatte. Von einer Begegnung, die das Leben der jungen Frau für immer veränderte. Und von einem Verhängnis, das über die Generationen hinweg zu wirken scheint.


eBook epub (epub), 15 s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-641-19618-9
Erschienen am  03. September 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Spröde-gefühlvoll und sehr vereinnahmend erzählt

Von: Damaris

31.10.2018

Die belletristischen Romane von Beate Teresa Hanika sind für mich ein Lesemuss, genauso wie ihre Jugendbücher. Und so stand auch "Vom Ende eines langes Sommers" auf meiner langen Wunschliste, sobald ich davon erfuhr. Im Buch geht es um eine Mutter-Tochter-Beziehung und darum, wie Erlebnisse aus der Vergangenheit die Zukunft eines jeden Menschen beeinflussen. Sicherlich kein neues Thema und auch keine neue Art der Darstellung. Aber eine ganz besondere! Ich fühlte mich sehr ergriffen von diesem spröde-gefühlvollen Roman, der mich auch über das Lesen hinaus beschäftigt. Marielle behauptet im Buch, dass sie und ihre Mutter Franka noch nie ein enges Verhältnis oder eine enge Bindung zueinander hatten. Seit Marielle denken kann, sind sich die beiden auf seltsame Weise fremd. Vielleicht liegt das daran, dass Marielle nicht das leibliche Kind von Franka ist. Vielleicht aber auch an den Erlebnissen der Mutter, rund um 1944, als diese selbst noch ein junges Mädchen war. Franka weiß nicht viel von ihrer Mutter, sie erlebt diese schon immer als kühle, verbitterte, etwas hartherzige Frau. Marielle lebt nun in Amsterdam. Gemeinsam mit ihrer Mutter hat sie den vergangenen Sommer bei einer Tante in Italien verbracht, nichts ahnend, dass es danach nie wieder einen gemeinsamen Sommer geben würde. Doch auf einmal erhält Marielle Briefe, die Franka geschrieben hat und die sehr detailliert ihr früheren Erlebnisse beschreiben. Was geschah damals? Findet Marielle über diese Briefe einen persönlicheren Zugang zu ihrer verstorbenen Mutter? Die Aufarbeitung von Frankas Erlebnissen (und auch von Marielles) geschieht auf drei verschiedenen Zeitebenen; Marielles jetziges Leben, der Sommer mit ihrer Mutter gemeinsam, weniger als ein Jahr zuvor, und Frankas Vergangenheit. Das ist nicht schwer, sondern sehr angenehm zu lesen, weil die einzelnen Zeitabschnitte klar voneinander getrennt sind. Im Laufe der Geschichte gewann ich so Erkenntnisse und verstand Zusammenhänge, die am Ende verknüpft werden und ein großes Ganzes ergeben. Abgesehen davon, dass ich ein, nein, zwei Mal großartig überrascht wurde, hat mich die Geschichte stark beschäftigt und mitgenommen. Natürlich ist sie zum Großteil fiktiv, beruht aber ebenso auf zeitgeschichtlichen und historischen Tatsachen. Das wurde großartig erzählt! Fazit Ich bin mir unschlüssig, ob ich "Vom Ende eines langen Sommers" so feiern sollte, wie ich das möchte, denn die Geschichte hat es in sich und besitzt einen dramatischen und entsetzlichen Hintergrund. Daraus eine sensible und berührende Mutter-Tochter-Geschichte zu machen, finde ich allerbeste Erzählkunst. Hinter der spröden und beherrschten Fassade verbirgt sich ein Roman mit einem großen Herzen. Am Ende wird auch klar, warum. Unbedingt lesen! 5 von 5 Sterne gibt es von mir.

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Vom Ende eines langen Sommers

Von: niwibo

27.10.2018

"Bei vielen Dingen ist es einem nicht klar, dass man sie zum letzten Mal erlebt. Mir war nicht klar, dass es der letzte Sommer mit meiner Mutter werden sollte." Ein Landgut in den Hügeln der Toskana: Hier nimmt eine berührende Geschichte ihren Ausgang über zwei Frauen, die gezwungen sind, ihren ganz eigenen Weg zu gehen. Und die erst erkennen, was sie verbindet, als es schon fast zu spät ist. Marielle, eine vierzigjährige Bildhauerin, lebt in Amsterdam und bekommt eines Tages ein großes Paket aus der Toskana von ihrer Tante zugeschickt, in welchem sich die alten Tagebücher ihrer verstorbenen Mutter Franka befinden. Nun beginnt Marielle zu lesen und der Leser wird mit ihr zusammen aus der Gegenwart 2004 in mehreren Handlungssträngen zurück in die Toskana 1944, nach München 1963, New York 1964 und nochmals in die Toskana 2003 geführt. Das alles ist am Anfang etwas verwirrend zu lesen, aber nach ein paar Seiten springt man automatisch mit Franka und Marielle in den Zeiten und der Geschichte herum. Erst durch die Lektüre der Tagebücher kommt Marielle ihrer Mutter näher, was sie zu deren Lebzeiten nicht geschafft hat. Ebenfalls wird ihr beim Lesen klar, dass sie ihrer Mutter sehr ähnlich ist. Was verwunderlich ist, da ihr immer erzählt wurde, sie sei adoptiert. Das Geheimnis um ihre leiblichen Eltern lüftet sich zum Schluss, aber das Buch endet mit einem offenen Ende, aber mit einem guten wie ich finde. Mir gefällt die Leichtigkeit der Sprache, die unaufgeregte Erzählung der Autorin. Ein schönes Buch, welches ich bestimmt noch einmal irgendwann in die Hand nehmen werde

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Vita

Beate Teresa Hanika, geboren 1976 in Regensburg, schrieb bereits mehrere erfolgreiche Jugendbücher, die u.a. mit dem Bayerischen Kunstförderpreis ausgezeichnet und für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert wurden. "Das Marillenmädchen" ist ihr erster Roman für Erwachsene. Beate Teresa Hanika lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Regensburg.

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