WEST

Roman

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Best Book of the Year: The Sunday Times. The Guardian.

»WEST lässt uns eintauchen in den Mythos des amerikanischen Westens und erzählt von der Hingabe und Verletzlichkeit des Menschen.« San Francisco Chronicle »Dieses Buch geht einem nicht mehr aus dem Kopf.« Claire Messud

Pennsylvania, im Jahr 1815: Der einfache, gutherzige Maultierzüchter Cy Bellman findet keine Ruhe mehr, seit er in der Zeitung von einer unglaublichen Entdeckung gelesen hat. Um seinem Traum nachzujagen, bringt er das größte Opfer und lässt seine 10-jährige Tochter Bess in der Obhut ihrer ruppigen Tante zurück. Während Bess auf sich allein gestellt zur Frau wird, erlebt Bellman im tiefen Westen ein Abenteuer, das sich völlig anders entwickelt als erwartet. Carys Davies hat eine »eine traurig schöne Geschichte« (The Times) geschrieben über die tiefe Sehnsucht, alles hinter sich zu lassen und seinem Leben einen neuen Sinn zu geben.

  • »Eine Geschichte von unvergleichlicher Wucht.«

  • Best Book of the Year: The Sunday Times. The Guardian.

  • »WEST lässt uns eintauchen in den Mythos des amerikanischen Westens und erzählt von der Hingabe und Verletzlichkeit des Menschen.«

  • »Dieses Buch geht einem nicht mehr aus dem Kopf.«

  • »Ein literarisches Kleinod.«

  • Gewinnerin des Frank O'Connor Short Story Awards.

»Eine Geschichte von unvergleichlicher Wucht.«

Colm Tóibín

Aus dem Englischen von Eva Bonné
Originaltitel: West
Originalverlag: Scribner
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-22285-7
Erschienen am  10. Juni 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Wahre, wilde Größe. Unbedingt lesen!

Von: Ninas Buchblog

10.10.2019

Manche Geschichten haben eine ganz eigene Kraft. "West" ist eine von ihnen. Denn das Romandebüt von Carys Davies zieht den Leser in seinen Bann wie ein reißender Fluss: In kurzen Sätzen und opulenten Bildern führt das Buch in einen unbekannten Wilden Westen und bleibt bis zur letzten Seite unvorhersehbar. Ich habe den Roman förmlich verschlungen. Mit „umwerfend“ (The Guardian), „ein Kleinod“ (The Toronto Star) und „Bravo“ (Deutschlandfunk) überschlagen sich die Kritiken. Verständlich, finde ich. Pennsylvania im Jahr 1815. Als der einfache Maultierzüchter John Cyrus Bellman in der Zeitung die Nachricht einer unglaublichen Entdeckung liest, lässt ihm dies keine Ruhe mehr. Er packt zwei Gewehre, eine Decke und ein paar Bündel und macht sich zu Pferde in Richtung Rocky Mountains auf, um mit eigenen Augen zu sehen, was er gelesen hat. Dabei lässt der Witwer nicht nur seine Farm und das Land zurück, das er sich als Siedler zu eigen gemacht hat. Sondern er übergibt auch seine zehnjährige Tochter Bess in die Obhut seiner lieblosen Schwester Julie. So beginnt der nur 204 Seiten lange Roman: mit einem Abschied und zugleich einem Aufbruch in ein noch unbekanntes Amerika unter einem schier endlosen Himmel. So groß wie die Kulisse ist auch der Traum, den Cy auf seinem Ritt verfolgt. Doch mit jeder zurückgelegten Meile in den Westen wird klar, dass dieser so gar nichts gemein hat mit der Wildwest-Romantik eines Winnetou-Filmes: Die Winter sind hart, die Flüsse reißend und die Wege beschwerlich. Auf seinem Weg erkauft sich Cy mit Tand und Perlen die Hilfe eines jungen Indianers, welcher fortan zum etwas eigenwilligen Reisegefährten wird. Immer weiter gelangen die beiden in die Wildnis. Der eine, um anzukommen und der andere, um weiterzuziehen, hat man ihn doch unlängst grausam vom Land seines Volkes vertrieben. Auf der kleinen heimatlichen Farm zieht derweil Cys Schwerster Julie ein, die Bess ihre Verachtung für die Träume des verrückten Vaters offen spüren lässt. Man erhält sowieso den Eindruck, dass diese Frau sehr selten träumt. Bess‘ Leben mit ihr ist geprägt vom Kirchgang und Warten auf die Rückkehr des Vaters, bevor es stetig aus den Fugen gerät. Denn mit den Jahren treten hinter der Fassade der christlichen Gemeinde immer öfter Gier und die Gefahr männlicher Übergriffe zutage. Und so spitzt sich die Geschichte Seite für Seite zu – draußen in der Wildnis ebenso wie auf der Farm; zwei kunstvoll gewobene, parallele Handlungsstränge, die von Träumen, von Staub, von Sehnsucht und der naiven Hoffnung erzählen, dass die Zukunft durch das Auftauchen von etwas Großem erleuchtet wird. Am Ende laufen beide Handlungen zu einem Finale zusammen, wie ein Fluss auf einen Wasserfall zuläuft. Dass sich dadurch ein viel größerer Kreis schließt, als ich angenommen hätte, möchte ich hier mal frank und frei als genial bezeichnen. Überhaupt ein sehr großes, kleines Buch. Unbedingt lesen.

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Vielschichtig und berührend - Ein kleines Buch mit einer großen Geschichte

Von: Virginie Storm

26.08.2019

»Julie, ich muss fort«, hatte er so laut und deutlich gesagt, wie seine Stimme es zuließ. »Es wäre schön, wenn du dich eine Weile um Bess kümmern könntest.« Julie starrte ihn wortlos an, drehte das Huhn auf den Rücken und rupfte weiter, als wäre es das Vernünftigste, so zu tun, als hätte ihr großer, rothaariger Bruder gar nichts gesagt. Bellman erklärte, er wolle in einem Jahr wieder zurück sein. »In einem Jahr?« Julies Stimme klang gepresst und hoch, als hätte sie etwas verschluckt und müsste nun gegen das Ersticken ankämpfen. Bellman blickte auf seine Stiefel. »Nun ja, vielleicht ein bisschen länger. Höchstens zwei Jahre.« Alle halten ihn für verrückt. Er solle etwas Sinnvolles tun, sagen sie. In die Kirche gehen oder sich eine neue Frau suchen. Doch der einfache, gutherzige Maultierzüchter Cy Bellman begibt sich auf eine ungewissen Reise von über 2000 Meilen. Und das nur aufgrund eines Zeitungsartikels. Seine zehnjährigen Tochter Bess dagegen bleibt bei seiner pragmatischen Schwester Julie zurück. Auf seiner Reise engagiert Bellmann einen eingeborenen Amerikaner, der ihn in die Wildnis begleiten soll. Die Perspektive dieses Shawnees fügt der Erzählung eine weitere Facette hinzu. Im Tausch für glitzernde Dinge, Tabak und Rum hat er damals sein Land verlassen und ist nach Westen gezogen. Während ihr Vater unterwegs ist, wird die Situation für seine Tochter Bess immer bedrohlicher. Vom Guardian und der Sunday Times als bestes Buch des Jahres bezeichnet, gehen auf Amazon die Meinungen auseinander. Vordergründig ist “West” eine Geschichte über Träume, Sehnsucht und Heimat. Doch Davies reiche Symbolsprache schafft eine große Tiefe. Man kann es lesen wie eine Abenteuergeschichte und mag enttäuscht sein. Denn das Geheimnis der Geschichte verbirgt sich für mich auf der symbolischen Ebene. Es ist ein modernes Märchen, das die inneren Anteile eines Menschen in einzelnen Protagonisten visualisiert. Geschickt baut Davies mit Rück- und Vorblenden sowie einem zweiten Erzählstrang die Spannung immer weiter auf. Ich konnte mit Bellmann fühlen, wenn er seinem Traum nachläuft und ebenso berührt war ich von seiner Tochter Bess. An zwei Stellen kamen mir die Tränen. Eine vermeintlich einfache und doch erstaunlich vielschichtige Geschichte, die die Seele berührt und einen so schnell nicht mehr loslässt. Leseempfehlung!

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Vita

Carys Davies wurde 2015 für ihren Short-Story Band »The Redemption of Galen Pike« mit dem Frank O’Connor International Short Story Award ausgezeichnet. Sie wurde in Wales geboren und wuchs in den Midlands auf. Nach einer elfjährigen Zwischenstation in New York und Chicago lebt sie jetzt in Lancaster, im Nordwesten Englands.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

»Mit ›West‹ ist Carys Davies ein grandioser Roman über den Mythos des noch unentdeckten amerikanischen Westens gelungen.«

Thomas Andre / Hamburger Abendblatt (01. Juli 2019)

»Carys Davies schafft es, die elegante Balance zwischen Komik und Tragik zu halten.«

»Carys Davies hat mit ›West‹ einen kraftvollen Roman geschrieben.«

»Die Geschichte des Abenteurers Bellman und seiner halbwüchsigen Tochter, fein kalibriert übersetzt von Eva Bonné, ist kein historischer Roman im herkömmlichen Sinne.«

Elke Schmitter / Der Spiegel (15. Juni 2019)

»Einfache Geschichten können sehr wuchtig sein. ›West‹ ist so eine Geschichte.«

Ferdinand Quante / WDR 5 (08. Juni 2019)