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Während die Welt schlief Roman

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-05422-9

Erschienen: 28.03.2011
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Taschenbuch

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Jenin im Blumenmonat April: Früh morgens, bevor die Welt um sie herum erwacht, liest Amals Vater ihr aus den Werken großer Dichter vor. Es sind Momente des Friedens und der Hoffnung, die Amal ihr Leben lang im Herzen trägt — ein Leben, das stets geprägt ist vom scheinbar ausweglosen Konflikt zweier Nationen.

Seit Generationen leben die Abulhijas als Olivenbauern in dem idyllischen Dorf Ein Hod. Ihr Leben ist friedlich — bis 1948 die Zionisten den Staat Israel ausrufen und sich alles verändert. Die Dorfbewohner werden mit Waffengewalt aus ihren Häusern vertrieben, müssen ihr Land, ihren Besitz und ihr Zuhause zurücklassen. Amal, geboren im Flüchtlingslager in Jenin, lernt die Heimat ihrer Vorväter nie kennen. Stattdessen erlebt sie Kriege, Gewalt und schreckliche Verluste, aber sie erfährt auch Freundschaft und Liebe in der Gemeinschaft der Vertriebenen. Weder Amal noch ihre Familie ahnen jedoch, wie eng ihr Schicksal und das von Israel und Palästina wirklich zusammenhängen …

Susan Abulhawa (Autorin)

Geboren als Kind palästinensischer Flüchtlinge wuchs Susan Abulhawa in Kuwait, Jordanien und Jerusalem auf. Als Teenager ging sie in die USA, wo sie heute gemeinsam mit ihrer Tochter lebt. Die Autorin engagiert sich aktiv für die Menschenrechte und die Lebensumstände von palästinensischen Kindern in besetzten Gebieten. Ihre Romane »Während die Welt schlief« und »Als die Sonne im Meer verschwand« sind internationale Bestseller.

Originaltitel: Mornings in Jenin
Originalverlag: Bloomsbury

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-05422-9

€ 8,99 [D] | CHF 11,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Diana

Erschienen: 28.03.2011

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Taschenbuch)

Bewegende Geschichte einer palästinensischen Flüchtlingsfamilie (einseitige Schilderung des Nahost-Konflikts)

Von: schnäppchenjägerin Datum: 20.01.2016

erdbeersekt-testet.blogspot.de/

Anhand der Geschichte einer palästinensischen Flüchtlingsfamilie, die sich von 1941 bis 2002 erstreckt, wird der Verlauf des Nahost-Konflikts um "das heilige Land" geschildert.

Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Gründung des Staates Israel 1948 werden die Menschen in Ein Hod mit Waffengewalt von den Juden aus ihren Häusern vertrieben und müssen fliehen. Im Flüchtlingslager in Jenin wird Amal als jüngste Tochter geboren, nachdem der jüngere Sohn der Familie auf der Flucht verschwunden ist. Amals gesamtes Leben ist geprägt von Krieg, Gewalt und Leid. Im Verlauf des Romans verliert sie nahezu alle Angehörigen und Freunde bzw. muss diese bei ihrer Flucht bis nach Philadelphia in den Vereinigten Staaten von Amerika zurücklassen. Auch wenn sie sich unsterblich in den Arzt Majid verliebt und die gemeinsame Tochter Sara zur Welt bringt, wird sie selbst nie glücklich werden und ein erfülltes Leben führen können.

Anhand des Einzelschicksals von Amal wird das ganze Leid geschildert, was einer Familie im Krieg und auf der Flucht passieren kann. Vertreibung, Zerstörung, Gewalt, Kindesraub, gefolterte Kinder, Massenmord, unschuldig massakrierte Zivilisten,... es wird nichts ausgelassen. All dies geschieht auf dem Rücken der Palästinenser und die Welt sieht scheinbar tatenlos zu wie sich die Israelis dieses Recht herausnimmt. Da erscheinen Selbstmordattentate von Arabern, die Gewaltspirale noch weiter anheizen, fast schon gerechtfertigt.

Das Buch ist sehr bewegend geschrieben und ist - aufgrund des realen Hintergrunds um fiktive Protagonisten - eine Mischung aus Dokumentation und Roman.

"Während die Welt schlief" prangert an, dass die Palästinenser und deren Situation in den Flüchtlingslagern von der Welt in all den Jahren des Palästina-Konflikts nicht ausreichend wahrgenommen wurde. Die Autorin wirft sowohl Journalisten als auch Hilfsorganisationen vor, nicht vor Ort gewesen zu sein bzw. das Leid der Menschen in den Medien nicht dargestellt oder die Situation sogar verzerrt geschildert zu haben.
Auch wenn es ein Roman mit mit frei erfundenen Protagonisten ist und die Geschichte deshalb keinen Anspruch auf Wahrheit erhebt, sollte dem Leser vor Kauf des Buches bewusst sein, dass der autobiographische Hintergrund der Autorin einen verständlicherweise großen Einfluss auf ihre Erzählweise hat, und der Israel-Palästina-Konflikt deshalb sehr subjektiv aus Sicht von Susan Abdulhawa dargestellt wird.
Wer mehr über den Konflikt lesen möchte ohne allzu trockene Literatur oder Sachtexte zu lesen, kann durch dieses Buch viel über die Geschichte des heiligen Lands lernen.

Eine Geschichte über den Krieg, Freundschaft und Liebe

Von: Angelika O. Datum: 15.08.2015

kaltefuesseundhaende.wordpress.com

Ich möchte mal vorweg nehmen, dass es sich bei dem Buch um kein Sachbuch handelt, das den Konflikt zwischen Juden und Palästinensern in seiner reinen Form schildert. Es ist ein Roman mit fiktiven Personen, mit Ereignissen die sich so oder so ähnlich zugetragen haben können und ausschließlich aus Sicht der Autorin, die in einem palästinensischem Flüchtlingslager aufgewachsen ist, geschildert werden. Auch wenn im Nachwort diverse Quellen genannt werden, ist mir die Historie zu den Ereignissen nur aus den Medien bekannt . Politisch und geschichtlich bin ich zu wenig mit den beiden Völkern vertraut um mich diesbezüglich zu äußern. Ich Urteile weder über die eine noch über die andere Seite. Mir geht es rein um meinen persönlichen Leseeindruck über den Roman, bzw. um den Schreibstil und die darin vorkommenden Personen!

Geschildert wird ein Völkerdrama in dem eine fiktive palästinensische Familie die Hauptrolle spielt. Zu beginn, in den 1940er Jahren, durchlebt man als Leser die scheinbar unbeschwerten Jahre einer Dorfgemeinschaft in der Nähe von Jerusalem. Hasan und Ari, ein arabischer und ein jüdischer Junge, verbindet eine tiefe Freundschaft. Die Familien lebten in Frieden und Eintracht zusammen. Die politische Situation spitzte sich immer mehr zu. Schließlich marschierte die Israelische Armee in das Gebiet ein und Hasan, seine Familie und alle Dorfbewohner wurden aus ihren Häusern vertrieben. Jenin, das Flüchtlingslager, wurde ihr neues Zuhause. Dort kam 1955 Amal zur Welt und verbrachte auch ihre Jugend in dem Lager. 1967 eskaliert die Situation mit den Israelis und Amal verliert ihre Eltern. Sie kommt in ein Waisenhaus in Jerusalem und erhält später ein Stipendium für Amerika. Dort versucht sie ein neues Leben anzufangen. Yussuf, ihr Bruder, macht sie in den USA ausfindig und sie begibt sich nach Beirut. Dort lernt sie ihre große Liebe Majid kennen. Sie heiraten und erwarten bald ihr ersten Kind. Sie wünschen sich ein friedliches Leben als Familie und planen ihre gemeinsame Zukunft in den USA. Doch das Schicksal hat andere Pläne……

Die zeitliche Spanne in dem Roman ist auf 60 Jahre aufgeteilt. In mehrere Teile und zeitlich eingegrenzte Kapitel erfährt man die Geschichte von Amal und ihrer Familie. In Amal konnte ich mich gut hinein versetzten. Ihre Gefühle, Ängste und Sorgen waren so greifbar. Die Sprache ist klar und deutlich, ohne Dinge zu verschönen. Der Schreibstil ist sehr bildhaft. Ich erhielt ein scharfes Bild der Landschaft, ebenso aber auch das grausame Bild des Krieges und des Todes. Ich lachte und weinte mit Amal, war aber auch bedrückt, schockiert und entsetzt. Eine Geschichte die mich gefesselt und bis zum Ende nicht mehr los gelassen hat!

Mein Fazit:

Auch wenn die Handlung nur aus palästinensischer Sicht dargestellt ist, hat mich der Roman in seiner Dramatik von Beginn an mit sich gezogen. Der Konflikt zwischen den beiden Völkern ist real, dies als Leser mitzuerleben ist erschreckend und in gewisser Weise auch surreal. Das Ende des Romans ist grausam, aber auch ein klein bisschen versöhnlich. Trotz all seiner realen Thematik ist der Roman für mich nur eine Geschichte. Eine Geschichte über den Krieg, die Freundschaft und die Liebe. Diese konnte mich fesseln bis zum Ende. Und das ist für mich das Wichtigste an diesem Drama!

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